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Abspeckgeflüster – Forum für Menschen mit Gewicht(ung)

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SkyS

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Aktuell Bestbewertet Umstritten

  • SkyLog
    SkyS Sky

    Ich möchte mich kurz mal wieder melden und ein Lebenszeichen geben.

    Ja, mich gibt es noch, und ich bin weiterhin in meinem Ernährungsplan. Nicht durchgehend ohne Schwankungen, denn ungefähr neun Tage lang bin ich ins Straucheln geraten. Aber ich habe es geschafft, mich wieder zu stabilisieren.

    Mental geht es mir im Moment sehr schlecht. Dazu kommen meine chronischen Probleme, die mir etwas Sorgen machen aktuell und mir viel Energie nehmen. Oft fehlt mir schlicht die Kraft, mich täglich schriftlich zu meinem Plan zu äußern. Anfangs hat mich das sehr belastet, weil mir das tägliche Schreiben Halt und Sicherheit gibt. Es ist eines der Dinge, die mich im Rahmen halten. Aber wenn die Kraft fehlt und ich mich zwingen müsste, würde der Druck so groß werden, dass ich Gefahr liefe, getriggert zu werden. Denn Druck erzeugt Frust und Frust erzeugt Trigger.

    Trotz allem bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Ich habe nicht faul herumgelegen, im Gegenteil. Ich habe meinen Ernährungsplan stark optimiert. Das bedeutet nicht, weniger zu essen, sondern das Zusammenspiel aus Ernährung, Energiehaushalt, Psyche, Micro & Macroversorgung und Stoffwechsel deutlich zu verbessern. Den neuen Plan setze ich noch nicht lange um, aber ich spüre, dass er funktioniert und dass ich damit leben kann.

    Das Abnehmen ist im Moment extrem schwer. Ich kämpfe jeden Tag, eigentlich jede Stunde darum, im Plan zu bleiben. Dieses völlige innere Ungleichgewicht macht vieles schwieriger. Aber ich setze alles daran, weiterzumachen und mein Gewicht weiterhin zu senken.

    Das soll es erst einmal gewesen sein. Mal sehen, ob meine Schlaflosigkeit mir beim nächsten Versuch endlich eine Pause gönnt und ich jetzt bei Schlafversuch 2.0 ins Traumland finde.

    Habt euch wohl, und drückt mir bitte die Daumen, dass ich bald wieder genug Kraft habe, um mich öfter online blicken zu lassen.

    Logs (öffentlich) abnehmen intervallfasten gewichtsabnahme gewichtsreduktion abnehmforum

  • Unterschied: Adipositas - Binge Eating Syndrom
    SkyS Sky

    Hier mal eine kleine Erläuterung worin der Unterschied zwischen Adipositas und dem Binge Eating Syndrom liegt.

    Adipositas bedeutet zuerst einmal, dass ein Mensch sehr viel Körperfett hat. Umgangssprachlich sagt man oft „stark übergewichtig“. Es gibt unterschiedliche Schweregrade. Manche Menschen haben eine leichte oder mittlere Adipositas. Andere haben eine sehr schwere Form, die man morbide Adipositas per magna nennt. Das bedeutet, dass das Körpergewicht so hoch ist, dass die Gesundheit stark gefährdet ist. Es können Probleme mit dem Herz, mit den Gelenken, mit dem Blutzucker oder mit der Atmung entstehen. Adipositas ist also in erster Linie ein körperlicher Zustand. Die Ursachen können unterschiedlich sein: zu viele Kalorien, wenig Bewegung, genetische Faktoren, Medikamente oder auch psychische Belastungen.

    Das Binge-Eating-Syndrom ist dagegen eine psychische Erkrankung. Menschen mit Binge Eating haben wiederkehrende Essanfälle, oft über mehrere Stunden. Das bedeutet, sie essen in kurzer Zeit sehr große Mengen an Nahrung und haben dabei das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Sie können nicht einfach aufhören. Oft essen sie sehr schnell, auch wenn sie keinen körperlichen Hunger haben. Danach kommen häufig starke Schuldgefühle, Scham, Selbsthass oder Ekel gegenüber sich selbst. Diese Essanfälle passieren immer wieder. Genau das macht es zu einer ernsthaften Erkrankung und nicht zu „einfach nur viel essen“.

    Ein wichtiger Unterschied ist: Nicht jeder Mensch mit Adipositas hat ein Binge-Eating-Syndrom. Viele stark übergewichtige Menschen essen regelmäßig, aber ohne Kontrollverlust. Sie essen vielleicht zu kalorienreich oder zu große Portionen, aber sie erleben keine typischen Essanfälle mit diesem massiven inneren Druck. Umgekehrt bedeutet Binge Eating nicht automatisch, dass jemand adipös ist. Manche Betroffene haben Normalgewicht oder nur leichtes Übergewicht.

    Beim Abnehmen gibt es deshalb große Unterschiede. Bei "normaler“ Adipositas ohne Essstörung kann eine Umstellung der Ernährung, mehr Bewegung und ein klares Kaloriendefizit oft ausreichen, um Gewicht zu verlieren. Das ist nicht immer leicht, aber es ist im Kern eine Frage von Energiezufuhr und Verbrauch. Wenn die Person ihre Gewohnheiten dauerhaft ändert, kann sie erfolgreich abnehmen.

    Beim Binge-Eating-Syndrom funktioniert das anders. Hier ist das Essen eng mit Gefühlen verbunden. Essanfälle entstehen meist durch Traumata, Stress, Einsamkeit, Trauer, Überforderung oder innere Leere. Wenn eine betroffene Person einfach nur versucht, streng Diät zu halten, kann das die Essanfälle sogar verstärken. Der starke Verzicht baut Druck auf. Dieser Druck entlädt sich dann in einem neuen Anfall. Deshalb steht bei Binge Eating nicht zuerst das Abnehmen im Vordergrund, sondern die Behandlung der Essstörung. Das kann Psychotherapie, spezielle Essstörungstherapie oder manchmal auch Medikamente beinhalten. Erst wenn die Essanfälle stabiler werden, kann ein gesunder Gewichtsverlust überhaupt realistisch und nachhaltig sein.

    Das Binge-Eating-Syndrom ist nicht harmlos. Es kann körperlich zu starkem Übergewicht führen, aber vor allem psychisch sehr belasten. Die ständige Scham, die Selbstvorwürfe, das Unverständnis in der Gesellschaft (Binge Eating sieht man nicht) und der Kontrollverlust können zu Depressionen, Panikattacken, Angststörungen und sozialem Rückzug führen. In schweren Fällen kann die Kombination aus psychischer Belastung und körperlichen Folgen lebensbedrohlich werden. Deshalb ist es wichtig, Binge Eating als ernsthafte psychische Erkrankung zu verstehen und nicht als "fehlende Disziplin“.

    Allgemeines AbspeckGeflüster abnehmen adipositas binge eating psychische erkrankung nutrihackcollective

  • Meine Top 4 Hörbücher
    SkyS Sky

    Auch wenn meine Hörbuchtipps im Fediverse 0,0 Beachtung finden (vermutlich sind die Hörbücher den Wesen nicht intellektuell genug 🙄 Habe ich doch mittlerweile eine Top 4 Liste die ich teilen möchte weil es sich tatsächlich um herausragende Hörbücher handelt.

    Ich schreibe extra keine Zusammenfassung zu den Hörbüchern, weil ich nicht spoilern möchte. Wer mehr wissen möchte, kann ggf. die Suchmaschine seiner Wahl benutzen.

    Jedenfalls sind folgende Hörbücher / Hörbuchserien außerordentlich empfehlenswert.


    • Primal Hunter (Serie) Aktuell bei Band drei.

    • Die Ideale Welt für den Soziopathen (Serie) Aktuell bei Band 12.

    • Tagebuch der Apokalypse (Vierteiler) Komplett durch.

    • Anno Initium (Dreiteiler) Komplett durch.


    Ps. Ich habe mich bewusst entschieden hier nicht direkt zu verlinken weil ich euch nicht zu einer Tracker und Cookie verseuchten Plattform leiten möchte. Schaut einfach auf der Plattform eures Vertrauens.

    Kaffeetisch & Alltagsgeflüster litrpg fediverse hoerbuch hoerbuecher

  • Fastentagebuch 12.02. bis 28.02.
    SkyS Sky

    Heute der fünfte Fastentag. Ich habe es tatsächlich fast geschafft. Im Moment läuft es so gut, dass ich über eine Verlängerung nachdenke. Aber erst mal die 7 Tage voll machen. Gleich erst mal PsychTermin.

    Logs (öffentlich) fasten heilfasten fastentagebuch autophagie abnehmen gesundheit nutrihackcollective

  • Sieben Wochen Rückblick
    SkyS Sky

    Hallo Fedivolk,

    ich war nun über sieben Wochen sehr still. Und wer mich schon länger begleitet, weiß, Wenn es bei mir still wird, bin ich aus dem Plan geflogen.

    Rund um Weihnachten habe ich mir erlaubt, es etwas lockerer anzugehen. Bis Silvester wurde es dann immer laxer, und danach habe ich nicht mehr in den Plan zurückgefunden.

    Gleichzeitig sind meine Depressionen so extrem geworden wie schon lange nicht mehr. Dazu kam belastender Ärger mit Behörden und private Probleme, die mir fast alles an Kraft genommen haben. Zwei dieser Themen sind inzwischen erledigt, gestern stand noch eine Untersuchung an, die mich im Vorfeld sehr mitgenommen hat und nun auch vom Tisch ist.

    Heute geht es mir etwas besser. Trotz der Depressionen merke ich, da ist wieder ein kleiner Funke.

    Und genau den will ich nutzen. Ich möchte erneut den Weg zurück in meinen Ernährungsplan finden/gehen.

    Mal schauen ob es mir gelingt. Die Zeit ist allemal reif dafür, sonst wirds schlimm für mich.

    Allgemeines AbspeckGeflüster abnehmen nutrihackcollective omad intervallfasten abnahme gewichtsverlust

  • Fastentagebuch 12.02. bis 28.02.
    SkyS Sky

    Ja Moin. Erster Fastentag ist auf dem Weg. Habe bis eben geschlafen, die Nacht war ziemlich schlaflos. Erst gegen 5:00 Uhr eingeschlafen. Aber so ist zumindest der halbe Tag schon rum.

    Der erste Tag ist ja oft relativ easy, allerdings habe ich auch sehr lange nicht mehr gefastet. Es bleibt spannend seufz

    Logs (öffentlich) fasten heilfasten fastentagebuch autophagie abnehmen gesundheit nutrihackcollective

  • Fastentagebuch 12.02. bis 28.02.
    SkyS Sky

    Heute war der vorletzte Fastentag und ich habe mich entschieden, noch mindestens einen Tag dran zu hängen. Ich habs zwar noch nicht ganz geschafft (also die 7 Tage) aber ich bin guter Dinge, dass ich das schaffe.

    In Sachen Hanteltraining könnte ich aber doch noch besser werden. Habe zwar täglich was gemacht, aber nicht immer alle drei Einheiten.

    Logs (öffentlich) fasten heilfasten fastentagebuch autophagie abnehmen gesundheit nutrihackcollective

  • SkyLog
    SkyS Sky

    Mal schauen ob ich es schaffe, auch mal ein regelmäßiges Tagebuch zu führen.

    👤 Über mich

    • Alter: 55

    • Geschlecht: Divers

    • Startgewicht: 268,4 kg

    • Aktuelles Gewicht: 221,3 kg (22.09.25)

    • Wunschgewicht / Ziel: 99,9 kg

    • Wie nehme ich ab: Intervallfasten und Kaloriendefizit

    • Warum will ich abnehmen: Zuerst, weil ich von diesem potentiell tödlichen Gewicht weg will und dann, weil ich wieder leben will wie ein "normaler" Mensch.

    • Was erhoffe ich mir vom Forum: Gemeinschaft & Motivation

    • Gibt es Dinge die ich bewusst vermeiden will: Fressanfälle (Binge Eating Störung)

    • Bewegung / Sport: Derzeit (noch)) ärztlich untersagt. Erst bei <170 kg

    • Was sollte die Community sonst noch wissen: Schwierig, gibt so viel Zeug und Ballst bei mir. Fragt einfach.

    Datum
    Wiegetag

    Gewicht
    aktuell

    Abnahme/Zunahme
    seit letztem Wiegen

    Gesamte
    Abnahme

    02.08.2021 268,4 kg --- ---
    09.08.2023 224,6 kg -43,8 kg 43,8 kg
    02.10.2024 210,5 kg -14,1 kg 57,9 kg
    15.08.2025 ≈ 240,0 kg +29,5 kg 28,4 kg
    03.09.2025 225,9 kg -14,1 kg 42,5 kg
    08.09.2025 224,4 kg -1,5 kg 44,0 kg
    22.08.2025 221,3 kg -3,1 kg 47,1 kg
    --- --- --- ---
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  • Fastentagebuch 12.02. bis 28.02.
    SkyS Sky

    Um das mal hier ordnungsgemäß abzuschließen, die sieben Fastentage plus ein Fastentag sind durch. Huete war dann Fastenbrechen. Es gab eine kleine Potion Blumenkohl, leicht gewürzt und hach, war das lecker 🙂

    Und damit ist dieses Fastentagebuch abgeschlossen. Geht dann in meinem Haupt-Tagebuch weiter.

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  • Fastentagebuch 12.02. bis 28.02.
    SkyS Sky

    Und nun sind wir im dritten Fastentag. Die letzte Nacht war erstaunlich gut (für meine Verhältnisse). Der gesalzene Gemüsesaft war allerdings eine ziemliche Challenge 🤢 Da grault es mir schon vor, heute. Die Tendenz ist jedenfalls noch gut 🙂

    Anmerkung: Mit genügend Salz bleiben auch die typischen Fastenkopfschmerzen aus yay

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  • Fastentagebuch 12.02. bis 28.02.
    SkyS Sky

    Tag 1 von 7 ist geschafft. Für mich fühlt sich das aber nicht wie eine besondere Leistung an. Es ist kein Moment für Applaus und auch nichts, wofür ich mir auf die Schulter klopfen möchte. Es ist einfach der Anfang. Und Anfänge sind für mich eher nüchtern als triumphal. Der zweite und dritte Fastentag sind für mich traditionell die schwierigsten, mit einer Abbruchquote von über 90 %. Da wird mein Kopf laut und mein Körper diskutiert. Dieses Muster kenne ich gut.

    Trotzdem gehe ich heute zufrieden ins Bett. Ich habe drei Mal meine Hantel-Übungen gemacht. Drei bewusste Entscheidungen, dranzubleiben und mich zu bewegen. Das war gut, aber keine Heldentat und kein heroischer Kraftakt, sondern einfach konsequent.

    Heute habe ich geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Morgen gehts zur Runde zwei wieder in den Ring.

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  • Fastentagebuch 12.02. bis 28.02.
    SkyS Sky

    Das ist ja alles was. Ich fang dann heute noch mal an 😑

    Mein "Ich bin sehr motiviert" im Startpost ... einfach vergessen.

    Na jedenfalls seit gestern clean unterwegs. Grund, eine wichtige Untersuchung, die mich schwer belastete, liegt nun hinter mir, der Kopf ist freier und ich habe wieder trotz schlechter Depressionslage mehr Kraft zur Verfügung.

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  • Fastentagebuch 12.02. bis 28.02.
    SkyS Sky

    Moinchen zusammen. Tag zwei läuft. Die letzte Nacht war komplett ohne Schlaf. Leider meistens so in den ersten Fastennächten. Konnte aber am Vormittag noch schlafen. So ist der halbe Tag schon rum. Hoffentlich wirds heute nicht so schwer wie ich vermute. Der schwere Teil ist immer der Abend bei mir so ab 17 Uhr ca.

    Stay tuned ...

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  • SkyLog
    SkyS Sky

    Tadaaaaa 🎉 Ich habs überstanden. Vorhin noch die Birne geknabbert und nun passiert heute auch nichts mehr. Ein schwieriger Tag ist geschafft und die Schatten im Kopf wurden besiegt. Heute war ich mal stärker 💪

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  • SkyLog
    SkyS Sky

    Fastenstart morgen für 7 Tage

    Mal Zeit, dass ich den Hintern wieder hoch bekomme.

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  • SkyLog
    SkyS Sky

    Ein Brief an meine Mutter (ich habe den Text mit AI geglättet weil es mir gerade sehr schwer fällt, Dinge verständlich zu formulieren. Inhaltlich ist alles von mir und entspricht dem, was bei mir los ist).


    Ich habe dir mal was aufgeschrieben:

    Ich kämpfe. Jeden Tag.
    Und manchmal fühlt es sich an, als würde ich jeden Morgen mit einem Körper und einem Kopf aufwachen, die nicht mehr mir gehören.

    Du weißt, dass ich Depressionen habe – aber ich glaube, du weißt nicht, wie tief das geht. Wie dunkel es manchmal wird. Wie schwer es ist, überhaupt aufzustehen. Manchmal liege ich im Bett und frage mich, wie ich diesen Tag überstehen soll, ohne wieder in mir selbst zu ertrinken.

    Und dann ist da meine Angststörung.
    Ich tue oft so, als wäre ich ruhig. In Wahrheit brodelt es in mir. Ich habe ständig Angst. Angst zu versagen, Angst zu essen, Angst zu viel zu essen, Angst nicht genug zu essen, Angst vor Rückfällen, Angst vor Kontrollverlust, Angst vor der Zukunft.
    Und gleichzeitig habe ich Angst vor der Welt.
    Meine Sozialphobie macht aus Dingen, die für andere Menschen Alltag sind, für mich fast unüberwindbare Berge.
    Kontakt zu Menschen, rausgehen, Situationen, die ich nicht kontrollieren kann – das alles jagt mir Panik ein. Ich verstecke das gut. Vielleicht zu gut.

    Und dann ist da meine PTBS.
    Dinge, über die ich kaum rede.
    Dinge, die ich versucht habe zu verdrängen, wegzuschieben, zu vergessen.
    Aber sie sind noch da. Jede Nacht.
    Die traumatischen Momente aus meiner Ehe, die Kontrolle, die psychische Gewalt, die Angst, die ich damals erlebt habe – all das sitzt tief in mir. Es ist, als hätte es sich in meine Knochen gefressen.
    Ich reagiere bis heute wie ein verletztes Tier, wenn mich etwas an damals erinnert.
    Und ich fühle mich oft schuldig für etwas, wofür ich nie schuldig war.

    Ich kämpfe nicht nur an einer Front.
    Ich kämpfe an zehn gleichzeitig:

    – gegen die Esssucht
    – gegen die Depression
    – gegen die Leere
    – gegen die Angst zu versagen
    – gegen meinen Körper, der schmerzt
    – gegen Wassereinlagerungen
    – gegen den Druck, „funktionieren“ zu müssen
    – gegen die Panik vor jedem Kontrollverlust
    – gegen Erschöpfung
    – und gegen das Gefühl, dass ich manchmal völlig allein in diesem Kampf bin

    Ich lebe mit all diesen inneren Wunden.
    Eine Krankheit, die mich manchmal komplett kapert.
    Wenn der Fressdruck kommt, dann denke ich nicht mehr klar. Es ist wie ein Sturm in meinem Kopf. Ein Drängen, ein Ziehen, ein inneres Brennen.
    Es ist kein Hunger – es ist ein Zwang.
    Und wenn ich falle, dann hasse ich mich selbst.
    Weil ich weiß, dass ich gerade etwas zerstöre, wofür ich so hart kämpfe.

    Und gleichzeitig zwinge ich mich in ein strenges System, weil ich sonst komplett die Kontrolle verliere.
    800-Kalorien-Tage, eine Mahlzeit am Tag, Fastentage, genaue Nährstoffe, strikte Abläufe.
    Ich esse abgewogen, geplant, perfektioniert – weil ich sonst abstürze.
    Ich esse Skyr, obwohl ich ihn kaum noch runterbekomme.
    Ich trinke Brennnesseltee, auch wenn er wie alte Socken schmeckt.
    Ich verzichte auf Salz, weil mein Körper sonst Wasser speichert wie ein kaputter Schwamm.
    Ich zwinge mich, jeden Tag neu anzufangen, egal wie schwer es ist.

    Aber oft bin ich so erschöpft.
    Erschöpft vom Essen, vom Nicht-Essen, vom Kämpfen, vom Durchhalten, vom Funktionieren.
    Erschöpft von meinem Kopf, der mich oft selbst angreift.
    Erschöpft von meinem Körper, der seit Jahren schmerzt – Knie, Rücken, Hüfte. Arthrose, Schäden von früher, Nächte voller Schmerzen, Bewegung, die weh tut.

    Und trotzdem mache ich weiter.
    Auch wenn ich innerlich blute.
    Auch wenn ich in Panik bin.
    Auch wenn ich fühle, wie ich manchmal innerlich zusammenbreche.

    Es gibt Tage, da sitze ich abends da und merke, dass ich nichts mehr fühle außer Druck.
    Und dann versuche ich auszuhalten, obwohl alles in mir schreit, dass ich essen soll, dass ich muss, dass es der einzige Weg ist, den Schmerz zu betäuben.
    Es ist ein ständiger Kampf gegen mich selbst.

    Manchmal fühle ich mich wie zwei Menschen in einem Körper:
    Der eine, der überleben will und alles kontrolliert.
    Und der andere, der nachgeben will, der essen will, der einfach kurz nicht mehr kämpfen will.

    Ich erzähle dir das nicht, um Mitleid zu bekommen oder dich zu belasten.
    Sondern, weil ich nicht mehr die Kraft habe, so zu tun, als wäre es leichter, als es ist.

    Ich bin oft kurz davor aufzugeben.
    Aber irgendwie tue ich es nicht.
    Vielleicht, weil ich mir selbst versprochen habe, nicht wieder zu fallen.
    Vielleicht, weil ich mich nicht selbst verlieren möchte.
    Vielleicht, weil ich weiß, dass du mich liebst, auch wenn ich es dir selten zeige.

    Ich will, dass du endlich weißt, wie es WIRKLICH in mir aussieht.
    Nicht die Fassade.
    Nicht das „es geht schon“.
    Sondern die Wahrheit:
    Ich kämpfe jeden Tag.
    Gegen meine Vergangenheit.
    Gegen meine Angst.
    Gegen meine Gedanken.
    Gegen meinen Körper.
    Und manchmal gegen die Hoffnung selbst.

    Logs (öffentlich) abnehmen intervallfasten gewichtsabnahme gewichtsreduktion abnehmforum

  • SkyLog
    SkyS Sky

    Und wieder geht ein Tag dem Ende zu. Heute ist es sehr viel leichter gelaufen als gestern. Mag auch daran gelegen haben, dass ich bis 11:00 geschlafen habe und fast den ganzen Tag beschäftigt war und ich somit abgelenkt war. Eben habe ich dann gekocht und gegessen, Futterfoto und was es gab, ist wieder hier einzusehen.

    In zwei Stunden kommt die Tochter aus dem Wochenende, die bringt mir eine Dose Coke Zero mit, das wird mich über den Abend bringen. War ein guter Tag 🙂

    Logs (öffentlich) abnehmen intervallfasten gewichtsabnahme gewichtsreduktion abnehmforum

  • Fastentagebuch 12.02. bis 28.02.
    SkyS Sky

    Hab hier mal ein neues Tagebuch für die kommenden sieben Fastentage eröffnet. Ist etwas übersichtlicher als in meinem Stamm-Tagebuch.

    Also, seit 00:00 Uhr befinde ich mich für die nächste Woche im Fastenmodus. Nicht so streng wie früher (kein Wasserfasten mehr) sondern an Buchinger angelehnt mit Gemüsebrühe, Gemüsesaft und genügend Elektrolyten.

    Bin sehr motiviert, aber ich weiß, dass ich spätestens ab morgen Nachmittag heftig kämpfen werden muss. Nunja, ich will da durch.

    Logs (öffentlich) fasten heilfasten fastentagebuch autophagie abnehmen gesundheit nutrihackcollective

  • SkyLog
    SkyS Sky

    Achje, gestern war doch tatsächlich noch was los gegen 21 Uhr. Ich war kurz davor, Geld auszugeben, das eigentlich für neue Kleidung für meine Tochter gedacht ist, und zwar für eine spontane Bestellung beim Lieferdienst. Zum Glück konnte ich diesen Impuls noch rechtzeitig stoppen. Trotzdem habe ich dann noch was gegessen, das eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Bei der Omma zwei Wiener und ein Wiener Schnitzel geschnorrt, dazu kamen noch 70 g Mandelmus. Schnitzel und Wiener ölfrei zubereitet.

    Ideal ist das Ganze nicht, aber es hätte definitiv schlimmer ausarten können. Ein kleiner Sieg gegen das Binge-Hirn. Zwar habe ich gestern etwa die doppelte Kalorienmenge aufgenommen, aber im Wochendurchschnitt ist das unproblematisch. Vorausgesetzt, ich bleibe jetzt weiter auf Kurs.

    Meine Gedanken dazu: Ich bin froh, dass ich nichts bestellt habe. Nicht nur aus Eigendisziplin, sondern auch, weil das Geld für etwas Wichtiges eingeplant war. Und was das Essen angeht, ich fühle mich nicht schlecht deswegen. Ich bin die letzten Tage sehr konsequent gewesen, also war das zwar ein Ausreißer, aber kein Drama.

    Mal schauen, wie sich der heutige Tag entwickelt.

    Logs (öffentlich) abnehmen intervallfasten gewichtsabnahme gewichtsreduktion abnehmforum

  • Wie sich meine Sicht aufs Abnehmen verändert hat
    SkyS Sky

    Von 2002 bis 2004 habe ich schon einmal über 120 kg abgenommen. Der Auslöser war eine Ansage meines Hausarztes: „Wenn Sie so weitermachen, sind Sie in einem Jahr tot.“
    Dieser Satz traf tief und ich beschloss, ohne große Vorbereitung, ohne großartig etwas über Ernährung zu wissen, anzufangen. Von einem Tag auf den anderen stellte ich meine Ernährung um.

    Damals war ich hochmotiviert. Viel Halt gab mir ein Internetforum, in dem eine Art familiärer Zusammenhalt herrschte. Meine Methode war simpel: Ich zählte Kalorien. Ich hielt mich an die Menge, die mein Arzt mir verordnet hatte, und das war’s. Ich aß, was ich wollte, solange es in die Kalorienrange passte, die mein Arzt mir verordnet hat. Gedanken über Nährstoffe oder gesunde Lebensmittel machte ich mir nicht wirklich.

    Im Laufe der Zeit bekam ich zusätzlich Unterstützung durch eine Pädagogin, die auf Essstörungen spezialisiert war, vor allem auf Binge Eating Disorder. Dieses Zusammenspiel von Motivation, Kalorienkontrolle, Unterstützung, führte dazu, dass ich in knapp zwei Jahren die besagten 120 kg verlor.

    Wie ich wieder in alte Muster zurückrutschte, ist eine andere Geschichte. Kurz: Stress, Leistungsdruck, Versagensängste und neue Herausforderungen führten dazu, dass ich Essen wieder als Kompensation nutzte. So kam das Gewicht rasch zurück, und ich kämpfe bis heute darum, wieder dauerhaft abzunehmen.

    Meine alte Einstellung zum Abnehmen

    Damals war mein Ansatz: spontan, ohne große Planung. Ich hielt durch, aber es fehlte Verständnis. In den Jahren habe ich übernommen, wie viele andere das Thema Gewichtsreduktion angehen, mit Phrasen dreschen und Bauchpinselei etc.

    • „Krönchen richten und weitermachen.“

    • „Man darf sich auch mal was gönnen.“

    • „Am Wochenende mach ich keine Diät, man muss ja auch leben.“

    • „Cheat Days sind wichtig!“

    Damals erschien mir das alles plausibel, schließlich will man ja „genießen“. Dass ich den Kopf mit alten Gewohnheiten fütterte um ihn zu beruhigen, war mir damals nicht so klar.

    Was ich heute weiß

    In den letzten zehn Jahren habe ich mich intensiv mit Ernährung beschäftigt. Ich habe ein recht großes Wissen über Stoffwechsel, Lebensmittel und ihre Wirkung beim Abnehmen aufgebaut. Und daraus habe ich gelernt, dass viele dieser alten „Weisheiten“ nichts weiter als Selbstmanipulation sind.

    Das Erste, was ich komplett gestrichen habe, waren Cheat Days. Der Stoffwechsel braucht sie nicht, das ist Unsinn. Sie sabotieren den Fortschritt und werfen einen oft tagelang zurück.

    Auch den Versuch, alte Ernährungsgewohnheiten in eine „Diät“ zu integrieren, habe ich abgelegt. Die Ernährung, die mich dick gemacht hat, ist genau die Ernährung, von der ich mich verabschieden musste und wollte. Wer langfristig erfolgreich sein will, muss neue Gewohnheiten etablieren und alte Gewohnheiten ablegen, und das braucht Zeit. Bis eine neue Gewohnheit bei so komplexen Vorgängen wie jahrelanger Fehlernährung wirklich im Kopf verankert ist, kann ein ganzes Jahr vergehen. Jedes „Cheat Meal“ feuert aber die alten Muster wieder an und verhindert, dass die neuen wirklich greifen.

    Ernährung und Essstörung

    Für mich ist Übergewicht keine Kleinigkeit. Wenn man dick ist, steckt meist eine Essstörung dahinter. Ich weiß, das wollen viele nicht hören. Besonders, wenn es nur um 5 oder 10 Kilo zu viel geht. Aber Übergewicht ist die Folge einer gestörten Ernährung. Natürlich gibt es Ausnahmen, zum Beispiel durch Medikamenteneinfluss oder Schilddrüsenerkrankungen etc. Das meine ich hier ausdrücklich nicht.

    Und da kommt mein Vergleich ins Spiel wenn auch ein Krasser:
    Ein Drogensüchtiger kann nicht sagen: „Einmal im Monat gönn ich mir einen Schuss, das ist okay.“ Nein, damit befeuert er die Sucht jedes Mal neu. Er kommt nie wirklich los.
    Bei Essstörungen ist es ähnlich. Cheat Days oder Cheat Meals sind der eine Schuss den man sich gönnt. Der eine Schuss, der alles wieder anfeuert. Alles beginnt im Kopf.

    Essen wird oft benutzt, um Druck, Sorgen, Traumata oder Stress etc. zu kompensieren, oder um schöne Momente aufzuwerten. Glaubt mir, das geht auch ohne Essen bzw. mit durchdachtem Essen.

    Mein heutiger Ansatz

    Mein Weg bedeutet: Schluss mit Cheat Days, Schluss mit Ausnahmen, Schluss mit Selbstbetrug.
    Das klappt heute bei mir meistens, solange die Sorgen und Probleme nicht überhand nehmen. Leider waren die letzten sechs Jahre geprägt von Krisen, die immer wieder meine Binge Eating-Störung triggerten. Dazu die Depressionen, Angststörung und PTBS. Es gab Phasen voller täglicher Fressanfälle, dann wieder gute Zeiten, in denen ich 10 kg und mehr verlor, und dann kam wieder ein Rückfall.

    Aber ich habe daraus gelernt. Heute gelingt es mir in etwa 90 % aller Fälle, dem Fressdruck standzuhalten, selbst bei Problemen. Das ist ein Fortschritt, auf den ich stolz bin. Der Weg dahin war lang, hart und fast zum Aufgeben. Aber wenn ich aufgegeben hätte, wäre alles, wofür ich bis dahin gekämpft habe, umsonst gewesen.

    Essen als Werkzeug

    Heute basiert meine Ernährung auf zwei Grundsätzen:

    • Ich esse, um zu leben, und nicht auf leben um zu essen.

    • Essen ist für mich ein Werkzeug.

    Ich habe ein großes Ziel, und Essen ist zwar mein Feind, aber auch mein Werkzeug, mit dem ich es erreiche. Wenn ich dafür Einschränkungen in Kauf nehmen muss, um meinen Kopf neu zu konditionieren, dann ist das okay. Denn sobald sich neue Gewohnheiten etabliert haben, wird es wieder leichter.

    Man muss nicht schlemmen, um Lebensqualität zu haben. Das ist ein Trugschluss, eine antrainierte Lebensweise.

    Stellt euch vor, ihr wollt ein Bild aufhängen, und nehmt dafür eine Säge. Das geht nur bedingt oder gar nicht, der Nagel hält vielleicht irgendwie, aber schlecht. Früher oder später fällt das Bild herunter.
    Nehmt ihr aber einen Hammer, sitzt der Nagel fest, das Bild hängt.
    So ist es auch mit Ernährung: Mit dem richtigen Werkzeug kommt man ans Ziel.

    Darum sind meine Mahlzeiten oft schlicht. Kein Chichi, kein übertriebenes Schlemmen. Es muss mir schmecken, mir die notwendigen Nährstoffe geben, mich satt machen, mehr nicht.

    Vielleicht klingt mein Text etwas unstrukturiert oder chaotisch. Ich konnte mich nicht so gut konzentrieren beim Schreiben. Entschuldigung dafür. Es ist jedenfalls meine Sichtweise, meine Geschichte und ich hoffe, ich konnte das einigermaßen verständlich rüberbringen. Vielleicht könnt ihr etwas daraus mitnehmen. Vielleicht denkt ihr auch: „So ein Quatsch.“ Beides ist in Ordnung.

    Am Ende zählt nur eins: Funktioniert es für mich?
    Und das gilt für euch genauso: Jeder Mensch ist anders, jeder hat seinen eigenen Weg.

    Ich wünsche euch, dass ihr euren Weg findet, dass ihr erfolgreich seid und dass eure Erfolge nachhaltig bleiben, und dass es euch nicht so ergeht wie mir damals, als ich komplett in alte Gewohnheiten zurückrutschte.

    Macht’s fein.

    Allgemeines AbspeckGeflüster abnehmen bingeeating
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