Da gibt es ein offensichtliches Mittel, sofort die Krankenkassenbeiträge zu senken:
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@Saupreiss @mina Nur eine freundliche Aufforderung!
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Da gibt es ein offensichtliches Mittel, sofort die Krankenkassenbeiträge zu senken:
Alle Personen (auch Beamte und gesunde Reiche) verpflichtend in die gesetzliche Krankenkasse und die Beitragsbemessungsgrenze (Maximalbeitrag) abschaffen.
Für 90% aller Haushalte mehr Netto vom Brutto => mehr Konsum => Wirtschaftswachstum
Für Unternehmen niedrigere Lohnnebenkosten => mehr Wettbewerbsfähigkeit
Eigentlich ein No-Brainer. Es gibt keine ökonomischen Argumente dagegen, nur den Unwillen
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@mina Sorry, aber Dein Lösungsansatz ist unterkomplex und damit auch populistisch. Probleme, die Du ignorierst: niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser können sich nur finanzieren, wenn sie von Privatpatienten die 2,3 bis 3,5 fache Summe für annähernd gleiche Leistungen nehmen. 90% der Gesundheitskosten entstehen im letzten Lebensjahr - egal ob du vorher krank oder gesund warst. Keines dieser Problem würde durch Deinen Vorschlag gelöst.
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@mina
Ich wollte damit eher darauf hinaus, dass eine Zusammenlegung auch für die meisten derzeit privat Versicherten vorteilhaft wäre.@ditol @mina
Ja, z.b. Auch für Freelancer mit Familie.Skandalös ist die Beihilfe des Staates für Beamte, die nur an privat-Versicherungen ausgezahlt wird.
Eine Änderung wird derzeit angeblich in einigen bundesländern ( unter dem presse-radar) diskutiert.
Grundsätzlich sollten Beamte aber die gleichberechtigte gkv-versorgung einklagen können. -
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Keine Ahnung: Ist nicht repräsentativ. Sind überwiegend angestellt, weil sie wollen. Wollen überwiegend nicht, weil wirtschaftlich "riskant". Sind aber keine Feiglinge.
Ein niedergelassener Arzt ist auch immer Chef eines Teams und unterliegt fragwürdigen Kontrollen ihrer Ausgabepraxis.
Womöglich sollte man warmherziger auf IGELs reagieren...
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Nichts gegen den Vorschlag, aber das mit dem sinkenden Lohnnebenkosten musst du, denke ich, erklären.
Da gibt es mehrere Gründe für:
Wir haben in Deutschland zwei Risikogemeinschaften:
Eine für Beamte und gesunde Reiche und eine für den Rest.
Natürlich wird die durchschnittliche Gesundheit in der zweiten (relevant für die Beitragssätze) besser, wenn man die Menschen aus der ersten dazunimmt.
Natürlich werden die Beitragssätze sinken, wenn man auch die Einkünfte aus unternehmerischer Tätigkeit und Kapital hinzunimmt.
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Da gibt es mehrere Gründe für:
Wir haben in Deutschland zwei Risikogemeinschaften:
Eine für Beamte und gesunde Reiche und eine für den Rest.
Natürlich wird die durchschnittliche Gesundheit in der zweiten (relevant für die Beitragssätze) besser, wenn man die Menschen aus der ersten dazunimmt.
Natürlich werden die Beitragssätze sinken, wenn man auch die Einkünfte aus unternehmerischer Tätigkeit und Kapital hinzunimmt.
@mina Ja, die Frage ist nur, an welchem Symptom man kratzt.
Etwa die Zweiklassenmedizin.
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@mina Sorry, aber Dein Lösungsansatz ist unterkomplex und damit auch populistisch. Probleme, die Du ignorierst: niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser können sich nur finanzieren, wenn sie von Privatpatienten die 2,3 bis 3,5 fache Summe für annähernd gleiche Leistungen nehmen. 90% der Gesundheitskosten entstehen im letzten Lebensjahr - egal ob du vorher krank oder gesund warst. Keines dieser Problem würde durch Deinen Vorschlag gelöst.
Ich finde dein Argument etwas seltsam.
Nach einer solchen Reform gäbe es nach Anpassung der Beitragssätze genauso viel Geld im System (idealerweise ein bisschen mehr), als jetzt in der GKV + PKV bei der gleichen Anzahl von Leistungserbringenden.
Nur die Lastenverteilung würde sich ein wenig verschieben.
Das mit dem letzten Lebensjahr ist ein ganz anderes Thema.
Über Verbesserungen bei der Entlohnung der Leistungserbringenden sollte man aber reden.
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@mina Ja, die Frage ist nur, an welchem Symptom man kratzt.
Etwa die Zweiklassenmedizin.
Es geht genau um die 2-Klassen-Medizin.
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Es geht genau um die 2-Klassen-Medizin.
@mina Okay, konkreter: Mehr Patientys behandeln, als die KV zugesteht, ist ein Risiko: Mehr Aufwand, wobei der nicht bezahlt würde, dafür aber mehr Risiken ("Budgetüberschreitung" bis "Regress") beinhaltet.
Auf solche Deals lässt sich auch niemand ein, der sein Team auch nur mag. -
@mina Okay, konkreter: Mehr Patientys behandeln, als die KV zugesteht, ist ein Risiko: Mehr Aufwand, wobei der nicht bezahlt würde, dafür aber mehr Risiken ("Budgetüberschreitung" bis "Regress") beinhaltet.
Auf solche Deals lässt sich auch niemand ein, der sein Team auch nur mag.An dem ganzen System ist verdammt viel kaputt.
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Es geht genau um die 2-Klassen-Medizin.
@mina Wobei es keine erste ohne die zweite geben würde. Die Concorde ist abgestürzt.
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@mina Wobei es keine erste ohne die zweite geben würde. Die Concorde ist abgestürzt.
Die (Ärztefunktionärs-) Erzählung, dass es ohne die PKV die GKV nicht gäbe, stimmt vermutlich ebenso, da Mischkalkulation allerorten.
Weg mit Zweiklassen stimmt, aber es muss ein einmal mehr Geld ins (gesetzliche) System - und es MUSS effizienter werden. (Damit meine ich keine EPA, wobei die "richtig" gemacht ein Baustein wäre.)
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Die (Ärztefunktionärs-) Erzählung, dass es ohne die PKV die GKV nicht gäbe, stimmt vermutlich ebenso, da Mischkalkulation allerorten.
Weg mit Zweiklassen stimmt, aber es muss ein einmal mehr Geld ins (gesetzliche) System - und es MUSS effizienter werden. (Damit meine ich keine EPA, wobei die "richtig" gemacht ein Baustein wäre.)
@Saupreiss Ich habe immer Bauchschmerzen beim Begriff Effizienz im Sozialen. Wann fängt das an, wann hört es auf und warum denn überhaupt?
(Und bisher hörte nur von Nazis, die sich Finger absägen, um sich Leistungen zu erschleichen.)
Ich bin bei dir, wenn es um gezieltere Hilfe geht. Dazu braucht es geschultes Personal mit guten Arbeitsbedingungen und auch bessere Strukturen.
Also schnöden Mammon kostet es so oder so.
Und das Geld nachhaltig sozial und gerecht eingesetzt, ist sehr effizient für eine Demokratie, es zahlt sich langfristig aus.
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@Saupreiss Ich habe immer Bauchschmerzen beim Begriff Effizienz im Sozialen. Wann fängt das an, wann hört es auf und warum denn überhaupt?
(Und bisher hörte nur von Nazis, die sich Finger absägen, um sich Leistungen zu erschleichen.)
Ich bin bei dir, wenn es um gezieltere Hilfe geht. Dazu braucht es geschultes Personal mit guten Arbeitsbedingungen und auch bessere Strukturen.
Also schnöden Mammon kostet es so oder so.
Und das Geld nachhaltig sozial und gerecht eingesetzt, ist sehr effizient für eine Demokratie, es zahlt sich langfristig aus.
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Effizienz ist tatsächlich ein Thema.
Deutschland hat zwar, gemessen am Anteil des BIP, der für Gesundheit aufgewendet wird, mit die höchsten Ausgaben (nach USA und Schweiz), liegt aber, was z.B. die Lebenserwartung betrifft, eher im unteren Mittelfeld.
Wir sollten also weniger darüber nachdenken, wie wir die Kosten reduzieren, sondern lieber darüber, wie wir das vorhandene Geld besser verwenden.
Das ist auch Effizienz.