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  3. In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

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121 Beiträge 71 Kommentatoren 8 Aufrufe
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  • ovrim@wien.rocksO ovrim@wien.rocks

    @frank @isotopp Das Problem mit dem Jus/Jurastudium ist, daß die mit "anything goes und Gesetze sind immer ein Kompromiß" anfangen.
    Und das ist im der Naturwissenschaft (und Mathematik) halt ganz, ganz anders ...

    henningbuddenbaum@mastodon.onlineH This user is from outside of this forum
    henningbuddenbaum@mastodon.onlineH This user is from outside of this forum
    henningbuddenbaum@mastodon.online
    schrieb zuletzt editiert von
    #76

    @ovrim @frank @isotopp
    Das Schlimme ist, dass die damit auch oft irgendwie durchkommen. Da werden Regelungen beschlossen, die physikalisch zwar keinen Sinn ergeben, aber mit Riesenaufwand irgendwie umsetzbar sind und irgendwelche Partikularinteressen befriedigen.

    ovrim@wien.rocksO 1 Antwort Letzte Antwort
    0
    • mardor@ruhr.socialM mardor@ruhr.social

      @GerhardD @isotopp Ich schätze, all jene, die sich derzeit gegen Windräder wehren, weil diese angeblich die Landschaft verschandeln, werden noch große Augen machen, wenn „in 20 Jahren“ (#Fusionskonstante) die ersten Megakühltürme der Fusionskraftwerke in die Landschaft betoniert werden.

      saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
      saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
      saupreiss@pfalz.social
      schrieb zuletzt editiert von
      #77

      @mardor

      War die #Fusionskonstante nicht 30 Jahre?

      @GerhardD @isotopp

      1 Antwort Letzte Antwort
      0
      • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

        In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

        Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

        In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

        Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

        Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

        Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

        Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

        Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

        Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

        Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

        Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

        Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

        Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

        byggvir@nrw.socialB This user is from outside of this forum
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        byggvir@nrw.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #78

        @isotopp

        Die haben Jura studiert, weil sie es nicht schaffen. Merz wollte die AfD halbieren und hat sie dann durch ½ geteilt.

        1 Antwort Letzte Antwort
        0
        • crazy2bike@fediworld.deC crazy2bike@fediworld.de

          @isotopp@infosec.exchange

          Ich frage mich angesichts deines super Posts mal wieder, wie man das in der
          #Politik schönreden kann - was man sich von den Lügenmärchen verspricht 🤷🤦🤡🤮

          byggvir@nrw.socialB This user is from outside of this forum
          byggvir@nrw.socialB This user is from outside of this forum
          byggvir@nrw.social
          schrieb zuletzt editiert von
          #79

          @crazy2bike @isotopp

          Bis das kommt oder nicht kommt, liegen die heutigen Politiker:innen unter der Erde. Das juckt die heute alles nicht.

          crazy2bike@fediworld.deC 1 Antwort Letzte Antwort
          0
          • echopapa@social.tchncs.deE echopapa@social.tchncs.de

            @vaui

            hätte man bei Isar 1 in Form von Zellenkühlern nachgerüstet, weil da schnell die Fische mit Bach nach oben in der Isar Schwämme. Und bei Isar 2 hat man den Riesenkühlturm gleich mit gebaut, weil mit Flußwasser der Isar allein das nicht geklappt hätte (s. @isotopp Hinweis auf die Wassermenge). Bei der Lösung verbaut man sich aber jede andere sinnvolle Nutzung des Kühlwassers. In der Schweiz macht man wenigstens Fernwärme, aber das gab es nie bei einem deutschen KKW.

            @expertenkommision_cyberunfall @isotopp

            denki@mastodontech.deD This user is from outside of this forum
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            denki@mastodontech.de
            schrieb zuletzt editiert von
            #80

            @echopapa
            Ein weiteres Problem: Wasserdampf ist ein Klimagas.
            @vaui @isotopp @expertenkommision_cyberunfall

            V 1 Antwort Letzte Antwort
            0
            • denki@mastodontech.deD denki@mastodontech.de

              @echopapa
              Ein weiteres Problem: Wasserdampf ist ein Klimagas.
              @vaui @isotopp @expertenkommision_cyberunfall

              V This user is from outside of this forum
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              vaui@mastodon.berlin
              schrieb zuletzt editiert von
              #81

              @denki @echopapa @isotopp @expertenkommision_cyberunfall

              Ich weiß, das war nicht mein Punkt.

              Fusionskraftwerke sind noch nicht verfügbar und werden es auch in den nächsten 20 Jahren nicht sein.

              Sie werden nie Strom unter 7ct produzieren, wenn aktuelle KKWs es schon nicht schaffen. Wind und Solar sind (teils deutlich) darunter.

              Ich halte fast alle anderen Argumente für schädlich, da sich fast alles andere theoretisch technisch lösen lässt – Wasserdampf zum Beispiel durch Trockenkühlung.

              echopapa@social.tchncs.deE 1 Antwort Letzte Antwort
              0
              • B bluesky66@mastodon.social

                @echopapa @isotopp

                Am Schwäbischen Meer 😉

                Natürlich ist es eine Herausforderung, aber die Technologie ist hoch interessant, ich würde sie nicht so abschreiben.

                echopapa@social.tchncs.deE This user is from outside of this forum
                echopapa@social.tchncs.deE This user is from outside of this forum
                echopapa@social.tchncs.de
                schrieb zuletzt editiert von
                #82

                @bluesky66 @isotopp

                Ich habe nichts dagegen, daß wir das mit dern Kernfusion, ITER & Co weiterbetreiben.

                Meine Einschätzung ist nur: Wenn es dann funktioniert, wird es so teuer sein, daß es für eine Energieversorgung im großen Maßstab nicht rentabel sein wird. Und dann wird es wahrscheinlich noch lange dauern bis die Fusionstechnik vielleicht rentabel wird (die Thermodynamik haben wir aber immer noch im Spiel - bis da etwas kommt um direkt Strom aus der Fusion zu gewinnen, wird es sicher noch lange dauern und MHD Generatoren sind aktuell nicht sonderlich in).

                Und vor allem löst das alles nicht die Probleme die wir heute haben.

                Für die Probleme jetzt, haben wir aber ein ganzes Instrumentarium funktionierender Lösungen - wir müssen die nur großflächig anwenden.

                1 Antwort Letzte Antwort
                0
                • V vaui@mastodon.berlin

                  @denki @echopapa @isotopp @expertenkommision_cyberunfall

                  Ich weiß, das war nicht mein Punkt.

                  Fusionskraftwerke sind noch nicht verfügbar und werden es auch in den nächsten 20 Jahren nicht sein.

                  Sie werden nie Strom unter 7ct produzieren, wenn aktuelle KKWs es schon nicht schaffen. Wind und Solar sind (teils deutlich) darunter.

                  Ich halte fast alle anderen Argumente für schädlich, da sich fast alles andere theoretisch technisch lösen lässt – Wasserdampf zum Beispiel durch Trockenkühlung.

                  echopapa@social.tchncs.deE This user is from outside of this forum
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                  echopapa@social.tchncs.de
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #83

                  @vaui @denki @isotopp @expertenkommision_cyberunfall

                  Aber Trockenkühlung ist halt viel ineffizienter als Naßkühlung - wir sind da wieder schnell beim Punkt Wirtschaftlichkeit..

                  V 1 Antwort Letzte Antwort
                  0
                  • echopapa@social.tchncs.deE echopapa@social.tchncs.de

                    @vaui @denki @isotopp @expertenkommision_cyberunfall

                    Aber Trockenkühlung ist halt viel ineffizienter als Naßkühlung - wir sind da wieder schnell beim Punkt Wirtschaftlichkeit..

                    V This user is from outside of this forum
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                    vaui@mastodon.berlin
                    schrieb zuletzt editiert von
                    #84

                    @echopapa @denki @isotopp @expertenkommision_cyberunfall

                    Absolut. Aber jemand, der sich nicht weiter auskennt, denkt sich dann: Naja, das mit der Kühlung scheint ja lösbar zu sein, also könnte das mit einem Fusionskraftwerk nach der Wiederwahl der CSU schon bald klappen und dann haben wir alle billigen Strom.

                    1 Antwort Letzte Antwort
                    0
                    • dr_jo_mue@troet.cafeD dr_jo_mue@troet.cafe

                      @isotopp darf ich fragen, warum sie ihr Kühlwasser in der Modellrechnung nicht über einen Kühlturm führen, bevor es ins Gewässer eingeleitet wird?

                      L This user is from outside of this forum
                      L This user is from outside of this forum
                      lofjoh@dresden.network
                      schrieb zuletzt editiert von
                      #85

                      @dr_jo_mue @isotopp
                      Weil dieses Kühlwasser dann verdunstet, also dem lokalen Wasserkreislauf entzogen ist.

                      Letztlich kann man den Zusammenhang ganz gut anhand der Spree nachvollziehen.
                      Die Kühltürme der Kohlekraftwerke werden zwar nicht direkt aus der Spree gespeist, die Grundwassermengen die aus der Gegend abgepumpt werden und in den Kühltürmen verdunsten fehlen dennoch im Wasserhaushalt und sie verhindern das das Grundwasser und Regenwasser auf normalem Weg über Quellen die Spree stabilisiert.
                      Die Wassermengen die verdunsten sind höher als der Zufluss aus dem Spreeoberlauf. …

                      Zumal 70% Abwärme sind eine gigantische Energieverschwendung und eine weitere Wärmequelle die die Erde völlig nutzlos aufheizt.

                      1 Antwort Letzte Antwort
                      0
                      • heiglandreas@phpc.socialH heiglandreas@phpc.social

                        @PatrikSchoenfeldt @isotopp

                        FernFusion statt KernFusion

                        Aber wird das dann nichrt richtig heiß? Muss das nicht einen enormen Abstand haben? Da geht doch dann echt viel energie verloren.... 🤯

                        saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
                        saupreiss@pfalz.socialS This user is from outside of this forum
                        saupreiss@pfalz.social
                        schrieb zuletzt editiert von
                        #86

                        @heiglandreas

                        Nen paar Lichtminuten braucht es da schon, dann klapp das richtig gut.

                        @PatrikSchoenfeldt @isotopp

                        fensterbanknoergler@mastodon.socialF 1 Antwort Letzte Antwort
                        0
                        • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                          In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                          Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                          In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                          Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                          Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                          Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                          Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                          Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                          Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                          Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                          Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                          Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                          Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                          ulrichk3@mastodon.onlineU This user is from outside of this forum
                          ulrichk3@mastodon.onlineU This user is from outside of this forum
                          ulrichk3@mastodon.online
                          schrieb zuletzt editiert von
                          #87

                          @isotopp Solange von Politikern und Journalisten permanent Leistung und Energie verwechselt werden, Elektrizität und Primärenergie und die wiederum mit Nutzenergie wird,
                          usw...

                          Habe ich da sehr wenig Hoffnungen.

                          Dabei sind das ja nur Begriffsdefinitionen, das ist noch nicht mal Multiplikation.

                          1 Antwort Letzte Antwort
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                          • byggvir@nrw.socialB byggvir@nrw.social

                            @crazy2bike @isotopp

                            Bis das kommt oder nicht kommt, liegen die heutigen Politiker:innen unter der Erde. Das juckt die heute alles nicht.

                            crazy2bike@fediworld.deC This user is from outside of this forum
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                            crazy2bike@fediworld.de
                            schrieb zuletzt editiert von
                            #88

                            @byggvir@nrw.social @isotopp@infosec.exchange

                            Bleibt nur zu hoffen, dass man bis dahin selbst die Radieschen von unten anschaut
                            🤷‍♂️

                            bot_anix@nrw.socialB 1 Antwort Letzte Antwort
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                            • henningbuddenbaum@mastodon.onlineH henningbuddenbaum@mastodon.online

                              @ovrim @frank @isotopp
                              Das Schlimme ist, dass die damit auch oft irgendwie durchkommen. Da werden Regelungen beschlossen, die physikalisch zwar keinen Sinn ergeben, aber mit Riesenaufwand irgendwie umsetzbar sind und irgendwelche Partikularinteressen befriedigen.

                              ovrim@wien.rocksO This user is from outside of this forum
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                              ovrim@wien.rocks
                              schrieb zuletzt editiert von
                              #89

                              @henningbuddenbaum @frank @isotopp das Patentrecht ist einer Beweise dafür ...

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                                In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                                Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                                In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                                Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                                Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                                Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                                Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                                Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                                Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                                Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                                Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                                Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                                Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                                _ryekdarkener_@mastodon.social_ This user is from outside of this forum
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                                schrieb zuletzt editiert von
                                #90

                                @isotopp

                                Eigentlich ist die Sache noch viel einfacher. Wenn kein Wasser mehr da ist, dann kann man es auch nicht zum Kühlen verwenden.

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • saupreiss@pfalz.socialS saupreiss@pfalz.social

                                  @heiglandreas

                                  Nen paar Lichtminuten braucht es da schon, dann klapp das richtig gut.

                                  @PatrikSchoenfeldt @isotopp

                                  fensterbanknoergler@mastodon.socialF This user is from outside of this forum
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                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #91

                                  @Saupreiss @heiglandreas @PatrikSchoenfeldt @isotopp Knapp 8 Lichtminuten haben sich dabei als ziemlich brauchbar herauskristallisiert.

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • dr_jo_mue@troet.cafeD dr_jo_mue@troet.cafe

                                    @isotopp darf ich fragen, warum sie ihr Kühlwasser in der Modellrechnung nicht über einen Kühlturm führen, bevor es ins Gewässer eingeleitet wird?

                                    gafu@techhub.socialG This user is from outside of this forum
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                                    schrieb zuletzt editiert von
                                    #92

                                    @dr_jo_mue @isotopp

                                    Ein kühlturm kühlt kein flusswasser, weil das zu stark mit mineralien belastet ist
                                    Es muss dazu extra aufbereitet (demineralisiert) werden. Das gute mühsam aufbereitet wasser wird deshalb nicht in den fluss gekippt, sondern soweit noch nicht im kühlturm verdunstet zurückgeführt in den kreislauf.

                                    dr_jo_mue@troet.cafeD 1 Antwort Letzte Antwort
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                                    • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                                      In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                                      Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                                      In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                                      Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                                      Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                                      Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                                      Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                                      Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                                      Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                                      Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                                      Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                                      Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                                      Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                                      gafu@techhub.socialG This user is from outside of this forum
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                                      schrieb zuletzt editiert von
                                      #93

                                      @isotopp @Saupreiss

                                      Wer hat schon zeit, sich über carnot gedanken zu machen, wenn gerade 500 milliarden zweckwiedrig in krumme geschäfts zu investieren sind?

                                      1 Antwort Letzte Antwort
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                                      • gafu@techhub.socialG gafu@techhub.social

                                        @dr_jo_mue @isotopp

                                        Ein kühlturm kühlt kein flusswasser, weil das zu stark mit mineralien belastet ist
                                        Es muss dazu extra aufbereitet (demineralisiert) werden. Das gute mühsam aufbereitet wasser wird deshalb nicht in den fluss gekippt, sondern soweit noch nicht im kühlturm verdunstet zurückgeführt in den kreislauf.

                                        dr_jo_mue@troet.cafeD This user is from outside of this forum
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                                        dr_jo_mue@troet.cafe
                                        schrieb zuletzt editiert von
                                        #94

                                        @gafu @isotopp das ist in der Tat zutreffend. Das Wasser im Containment (absolut sauber) erhitzt im Dampferzeuger den Sekundärkreislauf welcher über die Turbine läuft und danach im Kondensator wieder verflüssigt und dann dem Dampferzeuger wieder zu geführt wird. Dieser Kondensator wird üblicherweise mit Oberflächenwasser gekühlt. Das erhitzte Wasser wird aber bevor es in den Fluss zurück gegeben wird, durch den Kühlturm geleitet wo der allergrößte Teil der Wärmeenergie in Dampfform abgegeben

                                        dr_jo_mue@troet.cafeD 1 Antwort Letzte Antwort
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                                        • dr_jo_mue@troet.cafeD dr_jo_mue@troet.cafe

                                          @gafu @isotopp das ist in der Tat zutreffend. Das Wasser im Containment (absolut sauber) erhitzt im Dampferzeuger den Sekundärkreislauf welcher über die Turbine läuft und danach im Kondensator wieder verflüssigt und dann dem Dampferzeuger wieder zu geführt wird. Dieser Kondensator wird üblicherweise mit Oberflächenwasser gekühlt. Das erhitzte Wasser wird aber bevor es in den Fluss zurück gegeben wird, durch den Kühlturm geleitet wo der allergrößte Teil der Wärmeenergie in Dampfform abgegeben

                                          dr_jo_mue@troet.cafeD This user is from outside of this forum
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                                          dr_jo_mue@troet.cafe
                                          schrieb zuletzt editiert von
                                          #95

                                          @gafu @isotopp wird. Es ist also nicht zutreffend dass ein Kraftwerk mit 1 Gigawatt elektrischer Nennleistung (und vereinfacht gesprochen) 3 GW Heizleistung daher 2 GW in den Fluss abgibt. Aufgrund des Enthalpieverhältnisses ist es nur ein Bruchteil davon. Bei höherer Außentemperatur (Sommer) verachlechtert sich der Wirkungsgrad des Kühlturms daher nicht (wohl bei Trockenkühltürmen wie in Hamm am THR)

                                          Das kann bei Niedrigwasser und im Sommer jedoch schon zu viel für das Ökosystem sein.

                                          Was

                                          dr_jo_mue@troet.cafeD 1 Antwort Letzte Antwort
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