Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut
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@reticuleena Mir war schon immer klar, dass das Instrument aufgeweicht bzw. aufgegeben wird, so bald es anfängt zu wirken - also weh zu tun. Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre steigt weiter und immer schneller. Nur ein Wirtschaftskollaps kann das aufhalten.
@emk Da hab ich aber keinen Bock drauf!
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@reticuleena Ah ok. Also beschlossen wurde bereits, ETS-2 erst 2028 statt 2027 finanziell wirksam werden zu lassen. Die bereits seit 2024 laufende Reduktion der Zertifikatemenge dafür läuft aber Stand heute weiter, sodass der Preismechanismus eben umso härter reinkicken würde. In Deutschland ersetzt vorerst nationaler Handel den ETS-2.
Die Sorge ist aber berechtigt und auch, dass es ein klimapolitischer Riesenbetrug wäre, zuerst wegen ETS auf Maßnahmen zu verzichten und ihn dann aufzuweichen.@christianschwaegerl
Aber hat die Reduktion denn bisher wirklich wem wehgetan? Oder sind das Selbstläufer, weil mit den Investitionen in EE sowieso günstigere Preise erreicht werden, was dazu fürht, dass man die Zertifikate nicht gebraucht hätte?
@reticuleena -
Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut.
Seit 20 Jahren erzählen sie uns, dass das ein tolles und wirksames Werkzeug ist, und dass man ansonsten keine Maßnahmen brauche, weil ja der CO2-Handel das alles prima löst.
Mal abgesehen davon, dass das schon damals Quatsch war und eben nicht reichte, wird die Verzögerungstaktik halt maximal widerlich, wenn sie dann genau in dem Moment alles aushebeln, sobald es anfängt weh zu tun aka endlich zu wirken.1) Über Jahrzehnte haben sie damit das Ausbleiben anderer Maßnahmen begründet. Sie schulden uns also rückwirkend für 20 Jahre jede Menge Maßnahmen, wenn sie das jetzt untergraben.
2) Es untergräbt die letzte Glaubwürdigkeit in langfristige demokratische Maßnahmen. Und ja, das ist ein Schaden. Auch wenns keinen mehr wirklich überrascht.
3) Firmen, die getan haben, was angeraten war und sich (wie vorgesehen) langsfristig auf die steigenden CO2-Kosten eingestellt haben und investiert haben, sind angeschmiert. Ein schlimmes Signal.
@reticuleena@digitalcourage.social
Bei uns war neulich der Schornsteinfeger wegen der Gasterme da und gesagt alles wäre gut, aber unser Haus wäre perfekt für eine Wärmepumpe.
Dann ist er in seinen Elektro R4 gestiegen und davon gefahren.
Jetzt glaube ich zumindest wieder ein bisschen an die Vernunft. -
@christianschwaegerl
Aber hat die Reduktion denn bisher wirklich wem wehgetan? Oder sind das Selbstläufer, weil mit den Investitionen in EE sowieso günstigere Preise erreicht werden, was dazu fürht, dass man die Zertifikate nicht gebraucht hätte?
@reticuleena@asltf @reticuleena Der ETS-1 umfasst Kraftwerke, Industrieanlagen sowie innereuropäische Fluglinien und Schifffahrt. Mit dem ETS konnten die Emissionen dieser Sektoren seit 2005 bereits kontrolliert halbiert werden. Ob das ohne Preissignal und Mengenbegrenzung passiert wäre bezweifle ich – zumal sich ja wachsende Erneuerbarenanteile wegen hoher Modernisierungskosten und den Regeln des Stromhandels (merit order) nicht 1:1 in Preissenkungen übersetzen (Sonne schickt halt doch eine Rechnung).
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B bjoerne@norden.social shared this topic
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@reticuleena ich hoffe, dass sich durch das gestrige Urteil etwas ändern wird.
Ja, diesbezüglich bin ich verhalten optimistisch.
@cyb3rrunn3r @reticuleena könnt ihr mir Kontext geben? Wer macht Vorstöße aufzuweichen und welches Urteil?
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O opili@social.tchncs.de shared this topic
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Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut.
Seit 20 Jahren erzählen sie uns, dass das ein tolles und wirksames Werkzeug ist, und dass man ansonsten keine Maßnahmen brauche, weil ja der CO2-Handel das alles prima löst.
Mal abgesehen davon, dass das schon damals Quatsch war und eben nicht reichte, wird die Verzögerungstaktik halt maximal widerlich, wenn sie dann genau in dem Moment alles aushebeln, sobald es anfängt weh zu tun aka endlich zu wirken.1) Über Jahrzehnte haben sie damit das Ausbleiben anderer Maßnahmen begründet. Sie schulden uns also rückwirkend für 20 Jahre jede Menge Maßnahmen, wenn sie das jetzt untergraben.
2) Es untergräbt die letzte Glaubwürdigkeit in langfristige demokratische Maßnahmen. Und ja, das ist ein Schaden. Auch wenns keinen mehr wirklich überrascht.
3) Firmen, die getan haben, was angeraten war und sich (wie vorgesehen) langsfristig auf die steigenden CO2-Kosten eingestellt haben und investiert haben, sind angeschmiert. Ein schlimmes Signal.
Den Gedanken, auf alles (hier CO2) ein Preisschild zu kleben, fand ich persönlich immer schon ziemlich absurd. Und auch der Gedanke, dass jemand "Verschmutzungsrechte" habe, kommt meines Erachtens ziemlich rüpelhaft daher.
Ich wünsche mir eine ganz andere Gesellschaft... aber du hast ja recht mit deinem Tröt.
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@cyb3rrunn3r @reticuleena könnt ihr mir Kontext geben? Wer macht Vorstöße aufzuweichen und welches Urteil?
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Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut.
Seit 20 Jahren erzählen sie uns, dass das ein tolles und wirksames Werkzeug ist, und dass man ansonsten keine Maßnahmen brauche, weil ja der CO2-Handel das alles prima löst.
Mal abgesehen davon, dass das schon damals Quatsch war und eben nicht reichte, wird die Verzögerungstaktik halt maximal widerlich, wenn sie dann genau in dem Moment alles aushebeln, sobald es anfängt weh zu tun aka endlich zu wirken.1) Über Jahrzehnte haben sie damit das Ausbleiben anderer Maßnahmen begründet. Sie schulden uns also rückwirkend für 20 Jahre jede Menge Maßnahmen, wenn sie das jetzt untergraben.
2) Es untergräbt die letzte Glaubwürdigkeit in langfristige demokratische Maßnahmen. Und ja, das ist ein Schaden. Auch wenns keinen mehr wirklich überrascht.
3) Firmen, die getan haben, was angeraten war und sich (wie vorgesehen) langsfristig auf die steigenden CO2-Kosten eingestellt haben und investiert haben, sind angeschmiert. Ein schlimmes Signal.
@reticuleena
Der Handel hat in Schweden, soweit ich weis, gut funktioniert. War da deutlich teurer und hat z.B. die Industrie zu Investitionen bewegt, um CO2 zu reduzieren. -
Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut.
Seit 20 Jahren erzählen sie uns, dass das ein tolles und wirksames Werkzeug ist, und dass man ansonsten keine Maßnahmen brauche, weil ja der CO2-Handel das alles prima löst.
Mal abgesehen davon, dass das schon damals Quatsch war und eben nicht reichte, wird die Verzögerungstaktik halt maximal widerlich, wenn sie dann genau in dem Moment alles aushebeln, sobald es anfängt weh zu tun aka endlich zu wirken.1) Über Jahrzehnte haben sie damit das Ausbleiben anderer Maßnahmen begründet. Sie schulden uns also rückwirkend für 20 Jahre jede Menge Maßnahmen, wenn sie das jetzt untergraben.
2) Es untergräbt die letzte Glaubwürdigkeit in langfristige demokratische Maßnahmen. Und ja, das ist ein Schaden. Auch wenns keinen mehr wirklich überrascht.
3) Firmen, die getan haben, was angeraten war und sich (wie vorgesehen) langsfristig auf die steigenden CO2-Kosten eingestellt haben und investiert haben, sind angeschmiert. Ein schlimmes Signal.
@reticuleena
CDU wickelt die gesamte Umwelt-/Klimapolitik der letzten Jahre ab. -
@reticuleena Und ich überlege mir immer ernsthafter dieses Land zu verlassen!
@nullbockgeneration @reticuleena
Welches Land wo man nicht verarscht wird hast du da im Sinn? -
@christianschwaegerl Haargenau. Und in der Verzögerung wird ja genau klar, was der Plan ist: Wenn es dann so weit ist, werden sie erklären, dass das unzumutbar ist.
Und dann ist völlig egal, dass ihnen das alle permanent gesagt haben, dass es früher steigen muss, weil man sonst alles in die Zukunft verschiebt und damit unnötige Härten erzeugt. Dann ist es *plötzlich* unzumutbar geworden. Damit konnte ja niemand rechnen und man muss doch anpassen, wenn etwas unvorhergesehene problematische Wirkung hat... blablabla.Womit ich bei Punkt 2 bin. Warum soll ich denen noch irgendwas glauben, wenn die Strategie so offensichtlich ist: Maßnahmen in die Zukunft verschieben und dann wenn es so weit ist, den Plan "anpassen".
@reticuleena @christianschwaegerl
Yepp. Spätestens als das zu DEM Argument der fckFDP geworden war, musste jedes wissen, wies gehen wird.
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@nullbockgeneration @reticuleena
Welches Land wo man nicht verarscht wird hast du da im Sinn?@logorok @reticuleena Frankreich, Spanien...aber spätestens falls die AfD mitreagieren darf!
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Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut.
Seit 20 Jahren erzählen sie uns, dass das ein tolles und wirksames Werkzeug ist, und dass man ansonsten keine Maßnahmen brauche, weil ja der CO2-Handel das alles prima löst.
Mal abgesehen davon, dass das schon damals Quatsch war und eben nicht reichte, wird die Verzögerungstaktik halt maximal widerlich, wenn sie dann genau in dem Moment alles aushebeln, sobald es anfängt weh zu tun aka endlich zu wirken.1) Über Jahrzehnte haben sie damit das Ausbleiben anderer Maßnahmen begründet. Sie schulden uns also rückwirkend für 20 Jahre jede Menge Maßnahmen, wenn sie das jetzt untergraben.
2) Es untergräbt die letzte Glaubwürdigkeit in langfristige demokratische Maßnahmen. Und ja, das ist ein Schaden. Auch wenns keinen mehr wirklich überrascht.
3) Firmen, die getan haben, was angeraten war und sich (wie vorgesehen) langsfristig auf die steigenden CO2-Kosten eingestellt haben und investiert haben, sind angeschmiert. Ein schlimmes Signal.
@reticuleena 3) ist das schlimmste Signal.
In Deutschland lohnt es sich nicht mehr, auf langfristig gesteckte politische Ziele zu setzen. Wenn man nichts tut, wird man auch gerettet.
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D dsw28@norden.social shared this topic