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  3. Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut

Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut

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31 Beiträge 18 Kommentatoren 1 Aufrufe
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  • christianschwaegerl@mastodon.socialC christianschwaegerl@mastodon.social

    @reticuleena Ah ok. Also beschlossen wurde bereits, ETS-2 erst 2028 statt 2027 finanziell wirksam werden zu lassen. Die bereits seit 2024 laufende Reduktion der Zertifikatemenge dafür läuft aber Stand heute weiter, sodass der Preismechanismus eben umso härter reinkicken würde. In Deutschland ersetzt vorerst nationaler Handel den ETS-2.
    Die Sorge ist aber berechtigt und auch, dass es ein klimapolitischer Riesenbetrug wäre, zuerst wegen ETS auf Maßnahmen zu verzichten und ihn dann aufzuweichen.

    asltf@berlin.socialA This user is from outside of this forum
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    asltf@berlin.social
    schrieb zuletzt editiert von
    #20

    @christianschwaegerl
    Aber hat die Reduktion denn bisher wirklich wem wehgetan? Oder sind das Selbstläufer, weil mit den Investitionen in EE sowieso günstigere Preise erreicht werden, was dazu fürht, dass man die Zertifikate nicht gebraucht hätte?
    @reticuleena

    christianschwaegerl@mastodon.socialC 1 Antwort Letzte Antwort
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    • reticuleena@digitalcourage.socialR reticuleena@digitalcourage.social

      Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut.
      Seit 20 Jahren erzählen sie uns, dass das ein tolles und wirksames Werkzeug ist, und dass man ansonsten keine Maßnahmen brauche, weil ja der CO2-Handel das alles prima löst.
      Mal abgesehen davon, dass das schon damals Quatsch war und eben nicht reichte, wird die Verzögerungstaktik halt maximal widerlich, wenn sie dann genau in dem Moment alles aushebeln, sobald es anfängt weh zu tun aka endlich zu wirken.

      1) Über Jahrzehnte haben sie damit das Ausbleiben anderer Maßnahmen begründet. Sie schulden uns also rückwirkend für 20 Jahre jede Menge Maßnahmen, wenn sie das jetzt untergraben.

      2) Es untergräbt die letzte Glaubwürdigkeit in langfristige demokratische Maßnahmen. Und ja, das ist ein Schaden. Auch wenns keinen mehr wirklich überrascht.

      3) Firmen, die getan haben, was angeraten war und sich (wie vorgesehen) langsfristig auf die steigenden CO2-Kosten eingestellt haben und investiert haben, sind angeschmiert. Ein schlimmes Signal.

      don@procial.tchncs.deD This user is from outside of this forum
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      don@procial.tchncs.de
      schrieb zuletzt editiert von
      #21

      @reticuleena@digitalcourage.social

      Bei uns war neulich der Schornsteinfeger wegen der Gasterme da und gesagt alles wäre gut, aber unser Haus wäre perfekt für eine Wärmepumpe.

      Dann ist er in seinen Elektro R4 gestiegen und davon gefahren.

      Jetzt glaube ich zumindest wieder ein bisschen an die Vernunft.

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      • asltf@berlin.socialA asltf@berlin.social

        @christianschwaegerl
        Aber hat die Reduktion denn bisher wirklich wem wehgetan? Oder sind das Selbstläufer, weil mit den Investitionen in EE sowieso günstigere Preise erreicht werden, was dazu fürht, dass man die Zertifikate nicht gebraucht hätte?
        @reticuleena

        christianschwaegerl@mastodon.socialC This user is from outside of this forum
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        christianschwaegerl@mastodon.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #22

        @asltf @reticuleena Der ETS-1 umfasst Kraftwerke, Industrieanlagen sowie innereuropäische Fluglinien und Schifffahrt. Mit dem ETS konnten die Emissionen dieser Sektoren seit 2005 bereits kontrolliert halbiert werden. Ob das ohne Preissignal und Mengenbegrenzung passiert wäre bezweifle ich – zumal sich ja wachsende Erneuerbarenanteile wegen hoher Modernisierungskosten und den Regeln des Stromhandels (merit order) nicht 1:1 in Preissenkungen übersetzen (Sonne schickt halt doch eine Rechnung).

        1 Antwort Letzte Antwort
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        • bjoerne@norden.socialB bjoerne@norden.social shared this topic
        • cyb3rrunn3r@troet.cafeC cyb3rrunn3r@troet.cafe

          @reticuleena ich hoffe, dass sich durch das gestrige Urteil etwas ändern wird.

          Ja, diesbezüglich bin ich verhalten optimistisch.

          tommy@fediver.deT This user is from outside of this forum
          tommy@fediver.deT This user is from outside of this forum
          tommy@fediver.de
          schrieb zuletzt editiert von
          #23

          @cyb3rrunn3r @reticuleena könnt ihr mir Kontext geben? Wer macht Vorstöße aufzuweichen und welches Urteil?

          cyb3rrunn3r@troet.cafeC 1 Antwort Letzte Antwort
          0
          • opili@social.tchncs.deO opili@social.tchncs.de shared this topic
          • reticuleena@digitalcourage.socialR reticuleena@digitalcourage.social

            Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut.
            Seit 20 Jahren erzählen sie uns, dass das ein tolles und wirksames Werkzeug ist, und dass man ansonsten keine Maßnahmen brauche, weil ja der CO2-Handel das alles prima löst.
            Mal abgesehen davon, dass das schon damals Quatsch war und eben nicht reichte, wird die Verzögerungstaktik halt maximal widerlich, wenn sie dann genau in dem Moment alles aushebeln, sobald es anfängt weh zu tun aka endlich zu wirken.

            1) Über Jahrzehnte haben sie damit das Ausbleiben anderer Maßnahmen begründet. Sie schulden uns also rückwirkend für 20 Jahre jede Menge Maßnahmen, wenn sie das jetzt untergraben.

            2) Es untergräbt die letzte Glaubwürdigkeit in langfristige demokratische Maßnahmen. Und ja, das ist ein Schaden. Auch wenns keinen mehr wirklich überrascht.

            3) Firmen, die getan haben, was angeraten war und sich (wie vorgesehen) langsfristig auf die steigenden CO2-Kosten eingestellt haben und investiert haben, sind angeschmiert. Ein schlimmes Signal.

            kastanie@digitalcourage.socialK This user is from outside of this forum
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            kastanie@digitalcourage.social
            schrieb zuletzt editiert von
            #24

            @reticuleena

            Den Gedanken, auf alles (hier CO2) ein Preisschild zu kleben, fand ich persönlich immer schon ziemlich absurd. Und auch der Gedanke, dass jemand "Verschmutzungsrechte" habe, kommt meines Erachtens ziemlich rüpelhaft daher.

            Ich wünsche mir eine ganz andere Gesellschaft... aber du hast ja recht mit deinem Tröt.

            1 Antwort Letzte Antwort
            0
            • tommy@fediver.deT tommy@fediver.de

              @cyb3rrunn3r @reticuleena könnt ihr mir Kontext geben? Wer macht Vorstöße aufzuweichen und welches Urteil?

              cyb3rrunn3r@troet.cafeC This user is from outside of this forum
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              cyb3rrunn3r@troet.cafe
              schrieb zuletzt editiert von
              #25

              @tommy @reticuleena https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-erzielt-grundsatzurteil-fuer-den-klimaschutz-bundesverwaltungsgericht-verurteil/

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • reticuleena@digitalcourage.socialR reticuleena@digitalcourage.social

                Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut.
                Seit 20 Jahren erzählen sie uns, dass das ein tolles und wirksames Werkzeug ist, und dass man ansonsten keine Maßnahmen brauche, weil ja der CO2-Handel das alles prima löst.
                Mal abgesehen davon, dass das schon damals Quatsch war und eben nicht reichte, wird die Verzögerungstaktik halt maximal widerlich, wenn sie dann genau in dem Moment alles aushebeln, sobald es anfängt weh zu tun aka endlich zu wirken.

                1) Über Jahrzehnte haben sie damit das Ausbleiben anderer Maßnahmen begründet. Sie schulden uns also rückwirkend für 20 Jahre jede Menge Maßnahmen, wenn sie das jetzt untergraben.

                2) Es untergräbt die letzte Glaubwürdigkeit in langfristige demokratische Maßnahmen. Und ja, das ist ein Schaden. Auch wenns keinen mehr wirklich überrascht.

                3) Firmen, die getan haben, was angeraten war und sich (wie vorgesehen) langsfristig auf die steigenden CO2-Kosten eingestellt haben und investiert haben, sind angeschmiert. Ein schlimmes Signal.

                hans_j@kanoa.deH This user is from outside of this forum
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                hans_j@kanoa.de
                schrieb zuletzt editiert von
                #26

                @reticuleena
                Der Handel hat in Schweden, soweit ich weis, gut funktioniert. War da deutlich teurer und hat z.B. die Industrie zu Investitionen bewegt, um CO2 zu reduzieren.

                1 Antwort Letzte Antwort
                0
                • reticuleena@digitalcourage.socialR reticuleena@digitalcourage.social

                  Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut.
                  Seit 20 Jahren erzählen sie uns, dass das ein tolles und wirksames Werkzeug ist, und dass man ansonsten keine Maßnahmen brauche, weil ja der CO2-Handel das alles prima löst.
                  Mal abgesehen davon, dass das schon damals Quatsch war und eben nicht reichte, wird die Verzögerungstaktik halt maximal widerlich, wenn sie dann genau in dem Moment alles aushebeln, sobald es anfängt weh zu tun aka endlich zu wirken.

                  1) Über Jahrzehnte haben sie damit das Ausbleiben anderer Maßnahmen begründet. Sie schulden uns also rückwirkend für 20 Jahre jede Menge Maßnahmen, wenn sie das jetzt untergraben.

                  2) Es untergräbt die letzte Glaubwürdigkeit in langfristige demokratische Maßnahmen. Und ja, das ist ein Schaden. Auch wenns keinen mehr wirklich überrascht.

                  3) Firmen, die getan haben, was angeraten war und sich (wie vorgesehen) langsfristig auf die steigenden CO2-Kosten eingestellt haben und investiert haben, sind angeschmiert. Ein schlimmes Signal.

                  hans_j@kanoa.deH This user is from outside of this forum
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                  hans_j@kanoa.de
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #27

                  @reticuleena
                  CDU wickelt die gesamte Umwelt-/Klimapolitik der letzten Jahre ab.

                  1 Antwort Letzte Antwort
                  0
                  • nullbockgeneration@mastodon.socialN nullbockgeneration@mastodon.social

                    @reticuleena Und ich überlege mir immer ernsthafter dieses Land zu verlassen!

                    logorok@social.tchncs.deL This user is from outside of this forum
                    logorok@social.tchncs.deL This user is from outside of this forum
                    logorok@social.tchncs.de
                    schrieb zuletzt editiert von
                    #28

                    @nullbockgeneration @reticuleena
                    Welches Land wo man nicht verarscht wird hast du da im Sinn?

                    nullbockgeneration@mastodon.socialN 1 Antwort Letzte Antwort
                    0
                    • reticuleena@digitalcourage.socialR reticuleena@digitalcourage.social

                      @christianschwaegerl Haargenau. Und in der Verzögerung wird ja genau klar, was der Plan ist: Wenn es dann so weit ist, werden sie erklären, dass das unzumutbar ist.
                      Und dann ist völlig egal, dass ihnen das alle permanent gesagt haben, dass es früher steigen muss, weil man sonst alles in die Zukunft verschiebt und damit unnötige Härten erzeugt. Dann ist es *plötzlich* unzumutbar geworden. Damit konnte ja niemand rechnen und man muss doch anpassen, wenn etwas unvorhergesehene problematische Wirkung hat... blablabla.

                      Womit ich bei Punkt 2 bin. Warum soll ich denen noch irgendwas glauben, wenn die Strategie so offensichtlich ist: Maßnahmen in die Zukunft verschieben und dann wenn es so weit ist, den Plan "anpassen".

                      distincteclare@social.tchncs.deD This user is from outside of this forum
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                      distincteclare@social.tchncs.de
                      schrieb zuletzt editiert von
                      #29

                      @reticuleena @christianschwaegerl

                      Yepp. Spätestens als das zu DEM Argument der fckFDP geworden war, musste jedes wissen, wies gehen wird.

                      1 Antwort Letzte Antwort
                      0
                      • logorok@social.tchncs.deL logorok@social.tchncs.de

                        @nullbockgeneration @reticuleena
                        Welches Land wo man nicht verarscht wird hast du da im Sinn?

                        nullbockgeneration@mastodon.socialN This user is from outside of this forum
                        nullbockgeneration@mastodon.socialN This user is from outside of this forum
                        nullbockgeneration@mastodon.social
                        schrieb zuletzt editiert von
                        #30

                        @logorok @reticuleena Frankreich, Spanien...aber spätestens falls die AfD mitreagieren darf!

                        1 Antwort Letzte Antwort
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                        • reticuleena@digitalcourage.socialR reticuleena@digitalcourage.social

                          Wenn sie jetzt wirklich den CO2-Handel aufweichen, kriege ich eine massive Wut.
                          Seit 20 Jahren erzählen sie uns, dass das ein tolles und wirksames Werkzeug ist, und dass man ansonsten keine Maßnahmen brauche, weil ja der CO2-Handel das alles prima löst.
                          Mal abgesehen davon, dass das schon damals Quatsch war und eben nicht reichte, wird die Verzögerungstaktik halt maximal widerlich, wenn sie dann genau in dem Moment alles aushebeln, sobald es anfängt weh zu tun aka endlich zu wirken.

                          1) Über Jahrzehnte haben sie damit das Ausbleiben anderer Maßnahmen begründet. Sie schulden uns also rückwirkend für 20 Jahre jede Menge Maßnahmen, wenn sie das jetzt untergraben.

                          2) Es untergräbt die letzte Glaubwürdigkeit in langfristige demokratische Maßnahmen. Und ja, das ist ein Schaden. Auch wenns keinen mehr wirklich überrascht.

                          3) Firmen, die getan haben, was angeraten war und sich (wie vorgesehen) langsfristig auf die steigenden CO2-Kosten eingestellt haben und investiert haben, sind angeschmiert. Ein schlimmes Signal.

                          eingemaischt@chaos.socialE This user is from outside of this forum
                          eingemaischt@chaos.socialE This user is from outside of this forum
                          eingemaischt@chaos.social
                          schrieb zuletzt editiert von
                          #31

                          @reticuleena 3) ist das schlimmste Signal.

                          In Deutschland lohnt es sich nicht mehr, auf langfristig gesteckte politische Ziele zu setzen. Wenn man nichts tut, wird man auch gerettet.

                          1 Antwort Letzte Antwort
                          0
                          • dsw28@norden.socialD dsw28@norden.social shared this topic
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