Aktuelle Erinnerung, dass vereiste Gehwege Teil des Patriarchats sind
-
Aktuelle Erinnerung, dass vereiste Gehwege Teil des Patriarchats sind
klingt besser als „arme Menschen“
-
@Fparianen ich lerne gern neues dazu, deswegen die vollkommen ernst gemeinte Rückfrage: die Priorisierung der Räumung folgt doch der Logik des Systemverkehrs. Sprich zunächst Lieferverkehr, dann Hauptstraßen, Schulen und Bushaltestellen. Eben so priorisiert, dass der Kapitalismus möglichst wenig Ausfälle im Warenzyklus hat. Oder unterliege ich hier einem Trugbild?
@isotonik In dieser Einschätzung, was systemtelevant ist, liegt ja schon eine gesellschaftliche Wertung. Spätestens seit Corona wissen wir eigentlich, dass ohne Kinderbetreuung und funktionierendes Gesundheitssystem nichts geht. Aber weil beides in ökonomischen Modellen ausgeblendet wird, dreht sich Planung nur ums Geschäftsleben.
Zieht man die Rechnung von den Gesundheitskosten her auf, ist der Gewinn durch Gehwegräumung so eindeutig, dass viele schwedische Städte das Konzept übernommen haben
-
@isotonik In dieser Einschätzung, was systemtelevant ist, liegt ja schon eine gesellschaftliche Wertung. Spätestens seit Corona wissen wir eigentlich, dass ohne Kinderbetreuung und funktionierendes Gesundheitssystem nichts geht. Aber weil beides in ökonomischen Modellen ausgeblendet wird, dreht sich Planung nur ums Geschäftsleben.
Zieht man die Rechnung von den Gesundheitskosten her auf, ist der Gewinn durch Gehwegräumung so eindeutig, dass viele schwedische Städte das Konzept übernommen haben
@isotonik (in Berlin werden unterdessen so viele Gehwege seit Tagen nicht geräumt, dass man nicht mal mehr sagen kann, dass Geschäftsleben priorisiert wird, es wird einfach Care Arbeit missachtet)
-
Du weißt ja nicht mal, was Patriarchat bedeutet.
Patriarchat ist eine hierarchische gesellschaftliche Struktur. Sie basiert auf Konkurrenz und Kontrolle. Sie benachteiligt systematisch Nicht-Männer, Nicht-Weiße, Nicht-der-Hierarchie-Gehorchende. Sie beutet die Natur und die Arbeitskraft der Benachteiligten aus. Männer und alle anderen sind Teil dieser Struktur, solange sie darin verstrickt sind. Für Benachteiligte ist es aber schwerer auszubrechen, weil es bestraft wird.
Das Patriarchat zu kritisieren und benachteiligende Strukturen aufzudecken ist kein persönlicher Angriff auf jeden das lesenden Mann. Aber eine Aufforderung an alle, sich dafür einzusetzen, dass diese Benachteiligungen aufhören.
Stadtplanung müsste viel mehr auf Kinder, sie betreuende Eltern, Ältere, Nichtmotorisierte ausgerichtet sein. Ist sie aber nicht, weil die, die entscheiden, mit dem Auto zur Arbeit fahren. Und das sind immer noch mehr Männer. Das ist die Struktur.
-
@Fparianen es geht hier um wirtschaftliche Prioriäten. Man will so wenig wirtschaftlichen Schaden wie möglich, des die liegt die Priorität bei den Straßen, bei Bürgersteigen sind meist auch die Anwohner zuständig nicht die Gemeinde. Man kann nicht für jedes Problem das Patriarchat verantwortlich machen, der Take ist Quatsch.
@RadikaleMitte Es geht in dem Artikel buchstäblich darum, dass akutelle Räumungskonzepte unwirtschaftlich sind, weil sie horrende Unfallkosten verursachen
-
Das Patriarchat zu kritisieren und benachteiligende Strukturen aufzudecken ist kein persönlicher Angriff auf jeden das lesenden Mann. Aber eine Aufforderung an alle, sich dafür einzusetzen, dass diese Benachteiligungen aufhören.
Stadtplanung müsste viel mehr auf Kinder, sie betreuende Eltern, Ältere, Nichtmotorisierte ausgerichtet sein. Ist sie aber nicht, weil die, die entscheiden, mit dem Auto zur Arbeit fahren. Und das sind immer noch mehr Männer. Das ist die Struktur.
@kommaKucken @taduemp63 Danke!
-
Das Patriarchat zu kritisieren und benachteiligende Strukturen aufzudecken ist kein persönlicher Angriff auf jeden das lesenden Mann. Aber eine Aufforderung an alle, sich dafür einzusetzen, dass diese Benachteiligungen aufhören.
Stadtplanung müsste viel mehr auf Kinder, sie betreuende Eltern, Ältere, Nichtmotorisierte ausgerichtet sein. Ist sie aber nicht, weil die, die entscheiden, mit dem Auto zur Arbeit fahren. Und das sind immer noch mehr Männer. Das ist die Struktur.
@kommaKucken @Fparianen
Ich bin der Meinung, dass man, wenn man Behauptungen aufstellt, diese auch belegen sollte. Dazu kommt noch, dass ein Teil der Unfälle auf Gehwege passiert und dort idR die Grundbesitzervden angrenzenden Grundstücks für die Räumung verantwortlich sind. Und damit verlierst du, zumindest teilweise, den Zusammenhang zur Stadtplanung und den Autofahrern.
Im Prinzip bin ich auf deiner Seite. -
@RadikaleMitte Es geht in dem Artikel buchstäblich darum, dass akutelle Räumungskonzepte unwirtschaftlich sind, weil sie horrende Unfallkosten verursachen
Ich kuck ja bei solchen Kandidaten (m) immer gern erstmal auf die Profilseite. Da gibt’s nämlich ein Muster. Ah ja:
@ RadikaleMitte@ mastodon.social
m.social

Ein (1) Follower.

Was er schreibt, nervt.

So einen verweise ich dann höflich, aber bestimmt aus meiner Timeline.
Die ist nämlich mein Wohnzimmer im Fediverse. Da will ich‘s schön haben

-
Du weißt ja nicht mal, was Patriarchat bedeutet.
Patriarchat ist eine hierarchische gesellschaftliche Struktur. Sie basiert auf Konkurrenz und Kontrolle. Sie benachteiligt systematisch Nicht-Männer, Nicht-Weiße, Nicht-der-Hierarchie-Gehorchende. Sie beutet die Natur und die Arbeitskraft der Benachteiligten aus. Männer und alle anderen sind Teil dieser Struktur, solange sie darin verstrickt sind. Für Benachteiligte ist es aber schwerer auszubrechen, weil es bestraft wird.
@kommaKucken @Fparianen du bist ganz schön frech solche Behauptungen aufzustellen:
-
@kommaKucken @Fparianen
Ich bin der Meinung, dass man, wenn man Behauptungen aufstellt, diese auch belegen sollte. Dazu kommt noch, dass ein Teil der Unfälle auf Gehwege passiert und dort idR die Grundbesitzervden angrenzenden Grundstücks für die Räumung verantwortlich sind. Und damit verlierst du, zumindest teilweise, den Zusammenhang zur Stadtplanung und den Autofahrern.
Im Prinzip bin ich auf deiner Seite.Dann belege mir bitte, mit welcher Berechtigung Autofahrende sogar schon prophylaktisch am Abend vorher ihre Wege auf Kosten der gesamten Allgemeinheit gestreut und bei Bedarf geräumt kriegen, aber die Verkehrssicherheit für ALLE anderen auf private Anwohner:innen abgewälzt wird.
Ich sehe da eine Ungleichbehandlung. Es gibt keinen Grund, warum das Räumen der Gehwege nicht auch Sache der Allgemeinheit sein sollten. Keinen!
-
@kommaKucken @Fparianen du bist ganz schön frech solche Behauptungen aufzustellen:
Du wirst persönlich.
Bis jetzt hatte ich Geduld. Die ist jetzt zu Ende.
Ich lass dir aber noch ein Abschiedsgeschenk da.
-
Dann belege mir bitte, mit welcher Berechtigung Autofahrende sogar schon prophylaktisch am Abend vorher ihre Wege auf Kosten der gesamten Allgemeinheit gestreut und bei Bedarf geräumt kriegen, aber die Verkehrssicherheit für ALLE anderen auf private Anwohner:innen abgewälzt wird.
Ich sehe da eine Ungleichbehandlung. Es gibt keinen Grund, warum das Räumen der Gehwege nicht auch Sache der Allgemeinheit sein sollten. Keinen!
@kommaKucken @Fparianen
Vielleicht, weil irgendwie die Leute bezahlt werden müssen. Wenn deswegen die Steuern oder Grundstücksabgaben erhöht werden, schreist du sicher auch. -
@kommaKucken @Fparianen
Vielleicht, weil irgendwie die Leute bezahlt werden müssen. Wenn deswegen die Steuern oder Grundstücksabgaben erhöht werden, schreist du sicher auch.@kommaKucken @Fparianen @taduemp63 Das zeigt doch das Beispiel im verlinkten taz-Artikel aus Schweden. Die Kosten für die Allgemeinheit durch die falschen Prioritäten bei der Räumung sind mindestens so hoch, wenn nicht höher, als die erforderlichen Investitionen in entsprechende Geräte.
-
@Fparianen Genau! Ich kann hinfallen, wenn ich zu Fuß gehe. Ich kann umfallen, wenn ich das Fahrrad benutze. Ein Auto mit 4 Rädern wird weder hin- noch umfallen.
@realSiegfried
Naja, das kann in den Graben, gegen Baum oder Laternenpfahl rutschen, aber bei entsprechend abgepasster Fahrweise bleibts meist bei einem Sachschaden sofern das Auto nicht in Menschen rutscht.
@Fparianen -
@Fparianen
Man muss nur gucken, wer in der Straße nicht zu Fuß zum Bäcker, Supermarkt, Physio, you name it geht, weil die Gehwege nicht geräumt sind. Diese Vorstellung, alle müssten ins Stadtzentrum, ist irreal. Man müsste Gehwege um die Grundschulen und die lokalen Versorger freihalten.Bei uns waren übrigens weniger die privaten Gehwege das Problem als öffentliche Gebäude, Spielplätze, Kitas, Garagenhöfe etc. Da kam man schwer vorbei.
@lebochequirit
Liegt vermutlich an der Preisgestaltung der Strafen, die bei öffentlichen Wegen alle tragen, bei Privaten den persönlichen Ruin bedeuten können, bzw. man sich selbst aufs Glatteis führt
@Fparianen -
I ixi@mastodon.online shared this topic
-
@Fparianen ich lerne gern neues dazu, deswegen die vollkommen ernst gemeinte Rückfrage: die Priorisierung der Räumung folgt doch der Logik des Systemverkehrs. Sprich zunächst Lieferverkehr, dann Hauptstraßen, Schulen und Bushaltestellen. Eben so priorisiert, dass der Kapitalismus möglichst wenig Ausfälle im Warenzyklus hat. Oder unterliege ich hier einem Trugbild?
@isotonik @Fparianen
Hier ist zumindest vor der Feuerwache immer sehr früh geräumt (in Berlin fahren von dort auch die Rettungswagen). -
Als die schwedische Stadt Karlskoga der Scherzfrage nachging, ob Schneeräumen sexistisch ist, fand sie, dass die schwersten Rutschverletzungen auf den Gehwegen passieren, die aber zuletzt geräumt werden. Auch, weil Berufsverkehr über Care Arbeit priorisiert wird. Die Reihenfolge umdrehen kostete nichts, spart aber viel Leid und massive Unfallkosten.
@Fparianen
Gehwegplatten gehen übrigens nicht kaputt, wenn man drüberläuft, sondern wenn Autos darauf parken. Was in Deutschland die Regel ist. -
@RadikaleMitte Es geht in dem Artikel buchstäblich darum, dass akutelle Räumungskonzepte unwirtschaftlich sind, weil sie horrende Unfallkosten verursachen
@Fparianen das ist aber ein anderes Argument als das wie du schreibst das Patriarchat, wie kommt man auf so ne Idee?
Und wie sollen die Rettungskräfte zu dem Fußgängerunfall kommen wenn erst der Geweg frei gemacht wird? -
Aktuelle Erinnerung, dass vereiste Gehwege Teil des Patriarchats sind
@Fparianen Keine Ahnung,warum Die Verantwortlichen Politische EntscheiderInnen , es Schweigend akzeptieren- Das ausführende #AHA in Der #NLH #Hannover #RegionHannover völlig versagt Hat. Die #uestra @uestra_stoerungen ist Ebenso Unterrirdisch. #Kommunalwahl26 @dieniedersachsen @Gruene_Rat_Hannover @die_linke_nds #MobilitaetsMasterPlan2035 @ideen_und_beschwerden @agoraverkehr
-
@isotonik In dieser Einschätzung, was systemtelevant ist, liegt ja schon eine gesellschaftliche Wertung. Spätestens seit Corona wissen wir eigentlich, dass ohne Kinderbetreuung und funktionierendes Gesundheitssystem nichts geht. Aber weil beides in ökonomischen Modellen ausgeblendet wird, dreht sich Planung nur ums Geschäftsleben.
Zieht man die Rechnung von den Gesundheitskosten her auf, ist der Gewinn durch Gehwegräumung so eindeutig, dass viele schwedische Städte das Konzept übernommen haben
@Fparianen du hast vollkommen recht und eigentlich hab ich mir die Frage mit meinem eigenem Kommentar ja auch bereits beantwortet. Kapitalismus = patriarchar = Frauen & Kinder (und Rentner*innen, Menschen ohne Führerschein,...) zuletzt.
Danke fürs drauf aufmerksam machen! Obwohl ich versuche mit offenen Augen durchs Leben zu laufen, ist das Patriarchat so allgegenwärtig, dass ich häufig den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe