Je mehr ich über weiterführende Schulen durch die eigenen Kinder und die Erfahrungen von Freunden herausfinde, desto klarer wird mir: Man muss die Ebenen symbolischen Handelns und tatsächlichen Handelns unterscheiden.
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Wirklich, ich könnte diesen Rant über viele weitere Toots fortsetzen, egal, wo man hingreift. Des Pudels Kern ist ganz einfach: Es ist zu wenig Geld für Personal da und Politik macht sich seit Jahrzehnten schuldig, den Schein wahren zu wollen. Jeder weiß das, das rächt sich und das wird sich rächen. 4/x
Und, wichtig: Das ist nicht nur in meiner Stadt so oder in meinem Bundesland. Die Freunde wohnen über das gesamte Bundesgebiet verstreut. Also erzählt mir nix. 5/x
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Je mehr ich über weiterführende Schulen durch die eigenen Kinder und die Erfahrungen von Freunden herausfinde, desto klarer wird mir: Man muss die Ebenen symbolischen Handelns und tatsächlichen Handelns unterscheiden. All die schönen Plaketten stehen in aller Regel in keinerlei Verbindung mit der tatsächlichen Substanz. Allesamt eher Pretender als Contender. Das Problem: Das wissen auch die Kinder. Die halten das, was Schule behauptet, für Gelaber. Vielfach sehr bitter. 1/x
@plinubius
Die Strategen und Denker unterrichteter Kreise
Wissen auch nicht viel mehr als ich weiß
All die nüchternen Rechner, die coolen Gewinner
Die Durchblicker, kommen und geh'n
Hannes Wader, Traumtänzer
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Und, wichtig: Das ist nicht nur in meiner Stadt so oder in meinem Bundesland. Die Freunde wohnen über das gesamte Bundesgebiet verstreut. Also erzählt mir nix. 5/x
@plinubius
Stimmt.
In Grundzügen war das schon zu meiner Schulzeit so (die Folgen davon erleben wir gerade), aber es ist dramatisch schlimmer geworden. -
Und, wichtig: Das ist nicht nur in meiner Stadt so oder in meinem Bundesland. Die Freunde wohnen über das gesamte Bundesgebiet verstreut. Also erzählt mir nix. 5/x
Auch superb finde ich die Beobachtung, dass die Schulentwicklung so eine Neigung zu haben scheint, die aus der Knappheit und Widersprüchlichkeit entstehenden Probleme mit Mediation und "Konfliktbewältigung" bearbeiten zu wollen. Statt dass also irgendwo an- und zugepackt wird, entschieden wird, Geld ausgegeben wird, Leute geheuert werden, gibt es dann Gesprächskreise und Moderationskärtchen. 6/x
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Auch superb finde ich die Beobachtung, dass die Schulentwicklung so eine Neigung zu haben scheint, die aus der Knappheit und Widersprüchlichkeit entstehenden Probleme mit Mediation und "Konfliktbewältigung" bearbeiten zu wollen. Statt dass also irgendwo an- und zugepackt wird, entschieden wird, Geld ausgegeben wird, Leute geheuert werden, gibt es dann Gesprächskreise und Moderationskärtchen. 6/x
Und wenn Geld, dann gerne immer nur für Wochen, für wenige Monate, für "Projekte". Wirklich, zu öffentlichen Auftritten von Bildungspolitikern, die sich mit Zahlen aus "Projekten" und "Maßnahmen" schmücken, sollte man immer eine Stiege fauler Tomaten zum werfen mitnehmen. 7/x
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Je mehr ich über weiterführende Schulen durch die eigenen Kinder und die Erfahrungen von Freunden herausfinde, desto klarer wird mir: Man muss die Ebenen symbolischen Handelns und tatsächlichen Handelns unterscheiden. All die schönen Plaketten stehen in aller Regel in keinerlei Verbindung mit der tatsächlichen Substanz. Allesamt eher Pretender als Contender. Das Problem: Das wissen auch die Kinder. Die halten das, was Schule behauptet, für Gelaber. Vielfach sehr bitter. 1/x
@plinubius Unser Sohn ist schon fast 15 Jahre aus der Schule raus, aber was ihm damals die Augen geöffnet hat, wie es auch gehen kann, war ein Highschool-Jahr in Dänemark. Wenn ihr euch das irgendwie leisten könnt, ermöglicht es euren Kindern - am besten mit einem nicht kommerziellen Programm wie z.B. YFU oder selbst organisiert.
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@plinubius Unser Sohn ist schon fast 15 Jahre aus der Schule raus, aber was ihm damals die Augen geöffnet hat, wie es auch gehen kann, war ein Highschool-Jahr in Dänemark. Wenn ihr euch das irgendwie leisten könnt, ermöglicht es euren Kindern - am besten mit einem nicht kommerziellen Programm wie z.B. YFU oder selbst organisiert.
@kanuka coole Idee, Danke!
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@kanuka coole Idee, Danke!
@plinubius Ebenfalls sehr empfehlenswert sind die United World Colleges. Die schauen erst, wen sie für geeignet halten, und suchen anschließend Sponsoren für die Kinder, deren Eltern es sich nicht leisten können. Ist eine Herausforderung, aber die Jugendlichen lernen echt was fürs Leben. Unser Sohn hat dort Abi gemacht; wenn wer weitere Infos braucht, gerne per DM anschreiben.
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Und wenn Geld, dann gerne immer nur für Wochen, für wenige Monate, für "Projekte". Wirklich, zu öffentlichen Auftritten von Bildungspolitikern, die sich mit Zahlen aus "Projekten" und "Maßnahmen" schmücken, sollte man immer eine Stiege fauler Tomaten zum werfen mitnehmen. 7/x
@plinubius
imho, ja grundsätzlich hast Du recht.
Aber, nichts wird so finanziert, wie es gut wäre. Deshalb sind die vielen netten Helfer und ehrenamtlichen Stunden, Gold. -
Und wenn Geld, dann gerne immer nur für Wochen, für wenige Monate, für "Projekte". Wirklich, zu öffentlichen Auftritten von Bildungspolitikern, die sich mit Zahlen aus "Projekten" und "Maßnahmen" schmücken, sollte man immer eine Stiege fauler Tomaten zum werfen mitnehmen. 7/x
@plinubius stimmt, ähnlich verhält es sich mit dem Label Schule gegen Rassismuss/ Schule ohne Gewalt
Nichts, aber auch gar nichts wird gemacht. Angefangen von mobbing über Hakenkr*** bis Gewalt -
@plinubius
imho, ja grundsätzlich hast Du recht.
Aber, nichts wird so finanziert, wie es gut wäre. Deshalb sind die vielen netten Helfer und ehrenamtlichen Stunden, Gold.@mattze sehr richtig! Das bringt mich direkt zur nächsten Beobachtung: An Schulen ist die Mitwirkung von Ehrenamtlichen, insbesondere von Eltern, sehr unterschiedlich ausgeprägt. Auf der Basis meiner Beobachtungen ist es in Grundschulen einigermaßen stabil, weil hier alle Schichten und Milieus gleichermaßen vertreten werden (und es nur abhängig von der Sozialstruktur des Stadtteils variiert), während auf den weiterführenden Schulen es sehr stark vom dominanten Milieu der Elternhäuser abhängt
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@plinubius stimmt, ähnlich verhält es sich mit dem Label Schule gegen Rassismuss/ Schule ohne Gewalt
Nichts, aber auch gar nichts wird gemacht. Angefangen von mobbing über Hakenkr*** bis Gewalt@sabina_la Exakt genau das war gestern im Gespräch mit Freunden Thema. Aber nicht nur das. Das war nur ein Beispiel unter anderen, aber ein besonders frappierendes.
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@mattze sehr richtig! Das bringt mich direkt zur nächsten Beobachtung: An Schulen ist die Mitwirkung von Ehrenamtlichen, insbesondere von Eltern, sehr unterschiedlich ausgeprägt. Auf der Basis meiner Beobachtungen ist es in Grundschulen einigermaßen stabil, weil hier alle Schichten und Milieus gleichermaßen vertreten werden (und es nur abhängig von der Sozialstruktur des Stadtteils variiert), während auf den weiterführenden Schulen es sehr stark vom dominanten Milieu der Elternhäuser abhängt
@plinubius
Mit der Analyse derer die gutes tun, machst du ein großes Fass auf.
Nicht jeder ist "heilig". -
@plinubius
Mit der Analyse derer die gutes tun, machst du ein großes Fass auf.
Nicht jeder ist "heilig".@mattze Ich weiß. Ich habe quer zu allen Schulformen Einblick und ich sag mal so: Die gesellschaftlich befriedigende und chancengleiche Lösung der Probleme an Schulen liegt sicher nicht beim schulnahen Ehrenamt. Z.B. an freien Schulen kann man da viel gutes erleben, aber auch viel gruseliges. Und an Schulen, in der eher Kinder bildungsferner und/oder ökonomisch schwacher Milieus dominieren, ist Ehrenamt zu schwach, sofern überhaupt ausgeprägt. 1/x
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@mattze Ich weiß. Ich habe quer zu allen Schulformen Einblick und ich sag mal so: Die gesellschaftlich befriedigende und chancengleiche Lösung der Probleme an Schulen liegt sicher nicht beim schulnahen Ehrenamt. Z.B. an freien Schulen kann man da viel gutes erleben, aber auch viel gruseliges. Und an Schulen, in der eher Kinder bildungsferner und/oder ökonomisch schwacher Milieus dominieren, ist Ehrenamt zu schwach, sofern überhaupt ausgeprägt. 1/x
@mattze Lustigerweise sind davon auch "Gymnasien", die sich stets in höheren Sphären wähnen, überhaupt nicht davon ausgenommen. Eher im Gegenteil, nämlich in Folge der Selbstüberhöhung. 2/x
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@mattze Lustigerweise sind davon auch "Gymnasien", die sich stets in höheren Sphären wähnen, überhaupt nicht davon ausgenommen. Eher im Gegenteil, nämlich in Folge der Selbstüberhöhung. 2/x
@plinubius
In meiner Beobachtung funktioniert dieses "Sparkompromisskonzept" dort, wo sich Führungspersönlichkeiten 24 Std am Tag / 7Tage in der Woche verbrennen.
Wo es nicht funktioniert ist es wie eine schwere Grippe. Man leidet, versucht zu verkürzen und ist sich bewusst, dass das nicht das ganze Leben andauert. -
@sabina_la Exakt genau das war gestern im Gespräch mit Freunden Thema. Aber nicht nur das. Das war nur ein Beispiel unter anderen, aber ein besonders frappierendes.
@plinubius Ohja, und ich fühle mich komplett hilflos dabei. Das macht es noch schlimmer
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E energisch_@troet.cafe shared this topic
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@plinubius stimmt, ähnlich verhält es sich mit dem Label Schule gegen Rassismuss/ Schule ohne Gewalt
Nichts, aber auch gar nichts wird gemacht. Angefangen von mobbing über Hakenkr*** bis Gewalt@sabina_la @plinubius Teils muss man dafür auch erst mal Lehrer schulen, damit sie sich ihren Alltagsrassismus abgewöhnen.
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Auch superb finde ich die Beobachtung, dass die Schulentwicklung so eine Neigung zu haben scheint, die aus der Knappheit und Widersprüchlichkeit entstehenden Probleme mit Mediation und "Konfliktbewältigung" bearbeiten zu wollen. Statt dass also irgendwo an- und zugepackt wird, entschieden wird, Geld ausgegeben wird, Leute geheuert werden, gibt es dann Gesprächskreise und Moderationskärtchen. 6/x
@plinubius Notstandsverwaltung, wie in der Pflege. Personalmangel kann nicht durch Stuhlkreise gelöst werden!
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Und wenn Geld, dann gerne immer nur für Wochen, für wenige Monate, für "Projekte". Wirklich, zu öffentlichen Auftritten von Bildungspolitikern, die sich mit Zahlen aus "Projekten" und "Maßnahmen" schmücken, sollte man immer eine Stiege fauler Tomaten zum werfen mitnehmen. 7/x
@plinubius während das mit Sicherheit auf schule zutrifft, gibt es auch Schulen, auf die das nicht zu trifft. Die Schulpreisträger Schulen, Schulen in Netzwerken, oder gar die, die an Prozessen wie bspw. Schule vision 2040 beteiligt sind, würde ich von dieser Kritik ausnehmen wollen. Aber es stimmt schon. Der Grat verläuft aber zwischen Schulen, die verwalten, und Schulen, die sich entwickeln und die Transformation Ernst nehmen.