Wir haben hier ja einige #solarpunk s.
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@AwetTesfaiesus So rational Degrowth ist: Du hast halt sofort sämtliche Malocher im Land gegen Dich, die sich Tag für Tag den Rücken krumm buckeln, weil sie auf wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg hoffen. So wie es derzeit diskutiert wird, ist es ein Thema für elitäre, hochprivilegierte Debattier-Clubs, aber absolut nichts für eine Real-Politik, die auf Mehrheiten angewiesen ist.
@taschenorakel das sehe ich ähnlich.
Aber degrowth hat ja viele Spielarten. Solarpunk scheint mir ja wirklich dicht dran zu sein und positiver besetzt.
Keinen Sche*ß mehr kaufen ist ja quasi auch schon ein revolutionärer Akt in manchen Kreisen. Ich habe letzte Woche eine Bluse aussortiert, die ich gekauft habe als ich in Kassel in der Stavo kam und echt oft im BT an hatte. Nun hat mir meine Schneiderin gesagt, dass es WIRKLICH Zeit sei, sie gehen zu lassen und dass sie sie nicht mehr fixt
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@atarifrosch ? Neue Therapien werden schon vom Kapitalmarkt finanziert. Der Kurs semaglutid-Inhibitor Produzenten schön mir ja zuletzt die Aktionäre sehr zu freuen
@AwetTesfaiesus Genau sowas soll ja geändert werden. Im Moment ist die Finanzierung ja durch den erwarteten ROI bedingt (-> Profit = erwartetes Wachstum). Wär toll, wenn medizinischer Fortschritt unabhängig von Wirtschaftsinteressen würde.
@atarifrosch -
@AwetTesfaiesus Was mir in allen Drukos bisher fehlt, dass die #Degrowth- Diskussion sehr westlich/ an den globalen Industriestaaten orientiert ist. Ich bin absolut dafür, dass wir das Wachstumsdiktat hinter uns lassen. Aber diskutier das auch mit jemandem vom afrikanischen Kontinent (und auch da gibt es extrem unterschiedliche Ausgangspositionen).
@Levold naja, das ist schon gemischt. Solar ist eingeschlagen, wie eine Bombe. Alle machen Solar, alle schmeißen Kerosin raus. Da scheint mir sogar eher schon eine degrowth Hebung des Lebensstandards zu sein.
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@atarifrosch ? Neue Therapien werden schon vom Kapitalmarkt finanziert. Der Kurs semaglutid-Inhibitor Produzenten schön mir ja zuletzt die Aktionäre sehr zu freuen
@AwetTesfaiesus
die Annahme setzt ja voraus, dass es weiterhin einen Kapitalmarkt braucht, um Forschung zu finanzieren. Ein Zustand, den ich sowieso fragwürdig finde, weil er die Frage, welches Leid vorrangig reduziert werden soll, mit der Frage koppelt, welches Krankheitsbild die größere und Zahlungskräftigere Patientenzahl hat. -
@AwetTesfaiesus Genau sowas soll ja geändert werden. Im Moment ist die Finanzierung ja durch den erwarteten ROI bedingt (-> Profit = erwartetes Wachstum). Wär toll, wenn medizinischer Fortschritt unabhängig von Wirtschaftsinteressen würde.
@atarifrosch@chris_evelyn @AwetTesfaiesus Genau, danke.
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@AwetTesfaiesus Apropos Degroth: Eigentlich löst sich mit Degroth auch jede Menge Widerspruch und Boomer-Reaktianz.
Degroth ist eine Lösung für diese angebliche "Wohlstandsdegeneration".
@kassander interessant! Kannst du ausführen?
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Noch einmal advocata diaboli:
Das hört 90% auf das neueste iPhone und das nächste Fast Fashion it piece verzichten würden ist mir klar.
Aber wie ist es mit medizinischem Fortschritt?
@AwetTesfaiesus
Medizinischen Fortschritt müßte Mensch ersteinmal definieren. Dann die Frage inwieweit der kapitalistisch organisiert werden kann.
Der Klassiker:
Antibiotika Problem. Wenn ein Konzern ein Neues entwickelt, packen wir es ins Reserveregal. Kein Verkauf. Es wird gar nicht erst entwickelt.
Bei Technologietransfer bei Geräten (z.B.CT, MRT, PET, SPECT, Utraschall, Bestrahlung, Mikroskopie, Analyseroboter) aber auch z.B. Chemotherapeutika, Vakzine gibt es dieses Problem nicht. -
Noch einmal advocata diaboli:
Das hört 90% auf das neueste iPhone und das nächste Fast Fashion it piece verzichten würden ist mir klar.
Aber wie ist es mit medizinischem Fortschritt?
Bei advocata diaboli muss ich gerade an Avocado Diaboli denken (Eine Avocado mit Gesicht und Teufelshörnern. Kein ai imagegenerator benötigt. Einfach vorstellen. #fantasie
) -
Bei advocata diaboli muss ich gerade an Avocado Diaboli denken (Eine Avocado mit Gesicht und Teufelshörnern. Kein ai imagegenerator benötigt. Einfach vorstellen. #fantasie
) @synapsenkitzler aber Achtung: diaboli ist Genitiv.
Wird auch beim Anwalt oft vermischt.
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@AwetTesfaiesus
Medizinischen Fortschritt müßte Mensch ersteinmal definieren. Dann die Frage inwieweit der kapitalistisch organisiert werden kann.
Der Klassiker:
Antibiotika Problem. Wenn ein Konzern ein Neues entwickelt, packen wir es ins Reserveregal. Kein Verkauf. Es wird gar nicht erst entwickelt.
Bei Technologietransfer bei Geräten (z.B.CT, MRT, PET, SPECT, Utraschall, Bestrahlung, Mikroskopie, Analyseroboter) aber auch z.B. Chemotherapeutika, Vakzine gibt es dieses Problem nicht.@pr14minus Insulin
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@AwetTesfaiesus Mit Degroth ist es wie mit der Klimaerhitzung: So unangenehm ist es ist, es passiert (für uns Industriestaatenbewohner*Innen).
Ich halte alles Unvorstellbare und Ablehnde, was damit zu tun hat für emotionale Probleme und das Emotionale braucht eben Zeit.
Anfangen und mitmachen ist gut und viel weniger schlimm, als mit verschränkten Armen trotzig vor dem größer werdenden Berg zu stehen.
@kassander naja: die Ansage den Leuten den Wohnraum zu begrenzen ist schon harter Tobak.
Wie viel sollte das sein? 45m² pro Person?
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@AwetTesfaiesus Musste ich jetzt erstmal ecosianieren.
@Labonitamascota 'packe dein Leben in Boxen und die Probleme verschwinden wie von selbst'
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@AwetTesfaiesus
Insulin war Anfangs der 90iger allerdings ein riesiger Streitfall, da es das erste Medikament war das in großen Stil unter Nutzung von Gentechnik hergestellt wurde -
@taschenorakel das sehe ich ähnlich.
Aber degrowth hat ja viele Spielarten. Solarpunk scheint mir ja wirklich dicht dran zu sein und positiver besetzt.
Keinen Sche*ß mehr kaufen ist ja quasi auch schon ein revolutionärer Akt in manchen Kreisen. Ich habe letzte Woche eine Bluse aussortiert, die ich gekauft habe als ich in Kassel in der Stavo kam und echt oft im BT an hatte. Nun hat mir meine Schneiderin gesagt, dass es WIRKLICH Zeit sei, sie gehen zu lassen und dass sie sie nicht mehr fixt
@AwetTesfaiesus Exakt, sinnvoll erklärt sind viele Leute sofort dabei: "Gute Idee" oder "Mache ich sowieso". Statt dessen erlebe ich Debatten, die jede Erkenntnis zu Lebensmittelqualität ignorieren oder _ausserdemokratische_ Gremien etablieren wollen, den Menschen in Privatleben und Unternehmensführung hinein reden wollen.
Wir als Grüne müssen da ganz genau hinschauen, mit wem wir uns da verbünden, wenn wir unsere demokratischen Grundsätze bewahren wollen.
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@AwetTesfaiesus Gegenfrage und ich meine das aus meinem Fachgebiet wirklich ernst: wo genau passiert der aktuell und wer bestimmt Forschung und Anwendung?
Zudem: entsprechen die steigenden Marktwerte für Medizinprodukte und Therapien (weltweit, nicht auf D begrenzt) überhaupt einem reellen Wert oder liegen die mehr im Bereich der Kapitalerträge von Konzernen? Vieles an Gegenwert ist mit Instrumenten der Wirtschaft nicht messbar.
Degrowth heißt nicht unbedingt, dass es allen schlechter geht.@LinHead 80 ist das neue 30?
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@Peavey @AwetTesfaiesus Also Kommunalpolitiker:innen mit Degrowth-Sympathie habe ich 2010/2011 bei ecolo (Grüne in französischsprachigem Belgien) definitiv getroffen, da sie 2021 auch eine Anhängerin von Degrowth in den Nationalbank-Aufsichtsrat(?) geschickt haben, vermute ich, dass es da jetzt auch Parlamentarierer:innen gibt, die damit sympathisieren
https://fr.businessam.be/bnb-geraldine-thiry-ecolo/ -
Die Wachstumsfixierung ist einer der großen Irrtümer der Ökonomie, zumal hier nur ein monetärer Gesamtbetrag betrachtet wird. Wenn z.B. die Ungleichheit stärker wächst als die Gesamtwirtschaft, findet in weiten Teilen der Bevölkerung eine Schrumpfung statt.
Außerdem hat Wirtschaftswachstum nichts mit Lebensqualität zu tun. Wird z.B. der ÖPNV verbessert, führt das zu Degrowth (weniger Umsatz durch Kfz-Käufe) und erhöht die Lebensqualität.
... 2
@Real_Tom aber denkst du nicht, es kommt auf die Art des Wachstums an? Womit es erzielt wird?
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Wir haben hier ja einige #solarpunk s.
Thematisch sehr nah dran scheint mir #degrowth.
Mich würden Eure Meinungen dazu interessieren:
- economic madness,
- der einzige Weg nach vorn oder
- just another craze?https://www.arte.tv/de/videos/104840-007-A/brauchen-wir-wirtschaftswachstum/
Wie steht ihr zu #Degrowth im Allgemeinen?
Im Speziellen?
Konkret?Bitte wählt die Antwort mit der relativ größten Zustimmung
Es ist eine dumme Idee, ein an sich gutes Konzept mit einem negativen Begriff zu benennen.
Das auf einer endlichen Erde kein unbegrenztes Wachstum möglich ist, dürfte auch dem Letzten verständlich sein, selbst wenn fossile Brennstoffe länger reichen, als man vor 50 Jahren prognostiziert hat.
Schrumpfen und Einschränken lassen sich nicht gut verkaufen.
Was sich besser verkaufen lässt, ist wachsende Sicherheit und Lebensqualität bei geringerem Ressourceneinsatz.
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@AwetTesfaiesus Exakt, sinnvoll erklärt sind viele Leute sofort dabei: "Gute Idee" oder "Mache ich sowieso". Statt dessen erlebe ich Debatten, die jede Erkenntnis zu Lebensmittelqualität ignorieren oder _ausserdemokratische_ Gremien etablieren wollen, den Menschen in Privatleben und Unternehmensführung hinein reden wollen.
Wir als Grüne müssen da ganz genau hinschauen, mit wem wir uns da verbünden, wenn wir unsere demokratischen Grundsätze bewahren wollen.
@taschenorakel woran denkst du da?
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@kassander interessant! Kannst du ausführen?
@AwetTesfaiesus Wir haben an fast jeder Ecke unserer Wohlstandsexistenz ein Maß an Konsum, dass die planetaren Grenzen sprengt.
Vom Kleinen bis ins Große: Wir haben inzwischen für jeden Mist ein eigenes Werkzeug (guck' mal in die Küche) und viele Menschen fliegen jährlich um den halben Globus. Wir brauchen ein privates KFZ, um 1-2Km Alltagswege zu bestreiten und es muss ein >2000Kg SUV sein, als Statussymbol.
Dazu kommt ein gesamtgesellschatlicher Vollkasko-Anspruch, ...
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