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Abspeckgeflüster – Forum für Menschen mit Gewicht(ung)

Kostenlos. Werbefrei. Menschlich. Dein Abnehmforum.

meinwegraus.de

Dies ist der Blog-Account von meinwegraus.de – meinem persönlichen Weg aus der Esssucht, chronischen Krankheiten und psychischen Belastungen.

Ich schreibe offen, ehrlich und manchmal mit einem Augenzwinkern über den wohl härtesten Kampf meines Lebens: 170 kg Körpergewicht zu verlieren – und das trotz psychischer Handicaps.

Themen wie Fasten, Essstörungen, Depression, Angst, Zuckerfreiheit, Intervallfasten und vieles mehr begleiten mich dabei. Und manchmal auch einfach nur über das, was mich gerade so beschäftigt, abseits dieser Themen.

4 Themen 6 Beiträge View Original
  • Abnehmen – Weiter im Plan

    abnehmen nutrihackcollective
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    fedi@meinwegraus.deF
    Ich möchte mich kurz mal wieder melden und ein Lebenszeichen geben.Ja, mich gibt es noch, und ich bin weiterhin in meinem Ernährungsplan. Nicht durchgehend ohne Schwankungen, denn ungefähr neun Tage lang bin ich ins Straucheln geraten. Aber ich habe es geschafft, mich wieder zu stabilisieren.Mental geht es mir im Moment sehr schlecht. Dazu kommen meine chronischen Probleme, die mir etwas Sorgen machen aktuell und mir viel Energie nehmen. Oft fehlt mir schlicht die Kraft, mich täglich schriftlich zu meinem Plan zu äußern. Anfangs hat mich das sehr belastet, weil mir das tägliche Schreiben Halt und Sicherheit gibt. Es ist eines der Dinge, die mich im Rahmen halten. Aber wenn die Kraft fehlt und ich mich zwingen müsste, würde der Druck so groß werden, dass ich Gefahr liefe, getriggert zu werden. Denn Druck erzeugt Frust und Frust erzeugt Trigger.Trotz allem bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Ich habe nicht faul herumgelegen, im Gegenteil. Ich habe meinen Ernährungsplan stark optimiert. Das bedeutet nicht, weniger zu essen, sondern das Zusammenspiel aus Ernährung, Energiehaushalt, Psyche, Micro & Macroversorgung und Stoffwechsel deutlich zu verbessern. Den neuen Plan setze ich noch nicht lange um, aber ich spüre, dass er funktioniert und dass ich damit leben kann.Das Abnehmen ist im Moment extrem schwer. Ich kämpfe jeden Tag, eigentlich jede Stunde darum, im Plan zu bleiben. Dieses völlige innere Ungleichgewicht macht vieles schwieriger. Aber ich setze alles daran, weiterzumachen und mein Gewicht weiterhin zu senken.Das soll es erst einmal gewesen sein.Habt euch wohl, und drückt mir bitte die Daumen, dass ich bald wieder genug Kraft habe, um mich öfter online blicken zu lassen.Abspeckgeflüster – Forum für Menschen mit Gewicht(ung)Wenn du mir zu diesem Artikel Feedback geben möchtest oder Fragen hast, würde ich mich über einen Kommentar hier im Blog sehr freuen. Alternativ findest du auf meiner Kontaktseite Wege, wie du mich alternativ direkt erreichen kannst. Ich freue mich auch über konstruktive Kritik, liebe Worte, ehrliche Gedanken. Alles ist willkommen. Du musst dich nur trauen. Wenn du magst, kannst du diesen Artikel auch im Fediverse kommentieren, liken, teilen oder einfach nur still mitlesen. Den Link dorthin findest du unter dieser Box auf der rechten Seite.Artikel im Fediverse
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    fedi@meinwegraus.deF
    Mit Abspeckgeflüster habe ich etwas umgesetzt, was mir schon länger im Kopf rumgeistert: Ein eigenes Forum rund ums Abnehmen, Ernährung, Motivation, und das echte Leben dazwischen.Ihr werdet jetzt vielleicht lachen, und sagen dass ein Forum nicht mehr zeitgemäß ist. Aber es soll nicht einfach nur ein weiteres Forum sein, wie man es von „früher“ kennt.Abspeckgeflüster versteht sich als Forum der nächsten Generation. Werbefrei, familiär, ehrlich, und mit einer Besonderheit, die es einzigartig macht. Nämlich der Verbindung ins Fediverse.Oder, wie ich es gerne nenne: Eine Insel im World Wild Web.Ein sicherer Hafen inmitten von Werbe-Overkill, Social-Media-Toxizität und großen Konzernen.Warum ein Forum – und warum dieses?Foren sind für viele von uns Orte der Erinnerung. Austausch, gegenseitige Hilfe, echte Gespräche. Doch die große Forenlandschaft von damals hat sich verändert.Viele Foren /Abnehmforen wurden von Kapitaljägern aufgekauft, mit Werbung überladen oder auf schnelle Lösungen wie Spritzen und Pillen reduziert. Und noch mehr Foren haben mittlerweile einfach ihre Türen geschlossen.Genau hier setzt Abspeckgeflüster an:Keine WerbungKein Zwang zu Klickzahlen oder LikesStattdessen: Geschichten, Unterstützung, Humor, und GemeinschaftKategorien & geschützte RäumeDamit sich jede:r sofort zurechtfindet, ist das Forum in verschiedene Bereiche gegliedert:Neuigkeiten & Ankündigungen – offizielle Infos und Updates zum ForumVorstellung – ein geschützter Bereich, in dem man sich der Community vorstellen kann (freiwillig, privat und nicht im Fediverse sichtbar)Allgemeines Abspeckgeflüster – Austausch zu allen Fragen rund ums AbnehmenKaffeetisch & Alltagsgeflüster – für das, was das Leben sonst noch so bringtAus der Föderation – Beiträge zu Abnehm- und Ernährungsthemen aus dem FediverseFragen & Feedback – Raum für Vorschläge, Fragen oder technische HinweiseBesonders wichtig: Bereiche wie „Vorstellung“ sind nicht öffentlich sichtbar und werden nicht ins Fediverse weitergegeben.Das heißt: Deine persönlichen Texte bleiben in einem geschützten Rahmen, nur für Mitglieder.Was ist das Fediverse überhaupt?Vielleicht fragst du dich: „Fediverse? Föderation? Was soll das heißen?“Keine Sorge, hier die Erklärung in einfachen Worten:Das Fediverse ist ein Netzwerk aus vielen verschiedenen Plattformen (z. B. Mastodon, Sharkey, Friendica, Pixelfed, PeerTube und viele mehr). Alle sind miteinander verbunden, aber jede bleibt unabhängig.Man kann es sich vorstellen wie bei E-Mails: Egal ob du Gmail, GMX oder Posteo nutzt, du kannst allen schreiben.Genauso funktioniert das Fediverse. Menschen auf unterschiedlichen Plattformen können sich gegenseitig folgen, Beiträge teilen und diskutieren.„Föderation“ bedeutet also, dass verschiedene Plattformen miteinander sprechen können, ohne dass es einen einzigen Konzern gibt, der alles kontrolliert.Das Gegenteil von Facebook, Instagram oder TikTok, wo eine Firma alles bestimmt.Was heißt das konkret fürs Forum?Wenn du einen Account bei Abspeckgeflüster hast, bist du automatisch Teil des Fediverse.Das bedeutet:Dein Profil ist nicht nur im Forum sichtbar, sondern auch für Nutzer:innen anderer Fediverse-Plattformen.Menschen außerhalb des Forums können dir folgen, deine Beiträge sehen (sofern öffentlich), und du kannst mit ihnen interagieren.Im Forum gibt es die Kategorie „Aus der Föderation“, in der automatisch abnehmbezogene Beiträge aus dem Fediverse erscheinen.So bleibt Abspeckgeflüster eine kleine, geschützte Community, und ist gleichzeitig offen für den Austausch mit der großen, dezentralen Welt des Fediverse.Das ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Forum der nächsten GenerationAbspeckgeflüster ist für mich ein Experiment, eine Vision und ein Herzensprojekt:familiär statt anonymwerbefrei statt klickoptimiertverbunden statt isoliertIch möchte keine riesige Plattform mit endlosen Accounts.Mir schwebt eine kleine, vertraute Gruppe von herzlichen Menschen vor, die sich gegenseitig motivieren, inspirieren und auffangen.Weniger Social-Media-Show, mehr Selbsthilfecharakter.Nicht nur für direkt BetroffeneDas Forum richtet sich nicht nur an Menschen, die selbst abnehmen möchten. Häufig machen sich auch Angehörige oder enge Freund:innen Sorgen um ihre Lieben mit Übergewicht. Für sie kann die Situation ebenfalls eine große Herausforderung sein, manchmal entsteht sogar eine Art Mitbetroffenheit oder Co-Abhängigkeit.Darum sind hier nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige, Bekannte und Freund:innen herzlich willkommen.Eine Insel im World Wild Web Abspeckgeflüster ist mein Versuch, eine Insel im World Wild Web zu schaffen:Ein Ort, an dem Austausch zählt, nicht Algorithmen.Ein Forum, das beides ist, klein und familiär, und zugleich über das Fediverse verbunden mit der Welt da draußen.Nicht perfekt. Nicht fertig. Aber echt.Und genau so soll es sein. Und hier geht es nun zum Forum abspeckgefluester.deWenn du mir zu diesem Artikel Feedback geben möchtest oder Fragen hast, würde ich mich über einen Kommentar hier im Blog sehr freuen. Alternativ findest du auf meiner Kontaktseite Wege, wie du mich alternativ direkt erreichen kannst. Ich freue mich auch über konstruktive Kritik, liebe Worte, ehrliche Gedanken. Alles ist willkommen. Du musst dich nur trauen. Wenn du magst, kannst du diesen Artikel auch im Fediverse kommentieren, liken, teilen oder einfach nur still mitlesen. Den Link dorthin findest du unter dieser Box auf der rechten Seite.Artikel im Fediverse
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    fedi@meinwegraus.deF
    Traurige Zeiten und neue WegeAhoi Sky-Crew! Es gibt wieder frischen Input im Blog! https://meinwegraus.de/traurige-zeiten-und-neue-wege/#NutriHackCollective #SkyCrew #Blog #MeinWegRaus #Abnehmen #AbspeckLog #Depressionen #Essstörung #Gewichtsreduktion #Intervallfasten #KalorienZählen #NutriHackCollective
  • Die etwas andere Blogroll

    blogroll wordpress
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    fedi@meinwegraus.deF
    Blog-Update: Neues Plugin für die Kommentar-StatistikHeute gibt’s mal etwas blogbezogenen Content, denn hinter den Kulissen hat sich ein bisschen was getan.Ich habe in den letzten zwei Tagen am Blog geschraubt und dabei das bisher genutzte Linklist-Plugin, mit dem ich meine Blogroll eingebunden hatte, ersetzt. Stattdessen läuft jetzt ein eigenes kleines Plugin, das ich mit Unterstützung von ChatGPT erstellt habe.Was macht das neue Plugin?Das Plugin zeigt auf einer eigenen Seite eine dynamische Liste der Kommentator:innen an. Diese wird automatisch aktualisiert, sobald ein neuer Kommentar eingeht (freigeschaltet wird). Die Liste ist nach Aktivität sortiert: von „am meisten kommentiert“ bis „am wenigsten kommentiert“.Die angezeigten Namen sind jeweils mit den Blogs oder Fediverse-Accounts der Kommentierenden verlinkt, sofern eine URL angegeben wurde. Kommentator:innen ohne URL-Angabe werden unverlinkt dargestellt und Autorkommentare werden ausgeblendet.Zusätzlich gibt es ein Widget, das die Top 10 Kommentator:innen prominent in der Sidebar anzeigt.Warum das Ganze?Eigentlich ist das Plugin vor allem eine kleine Spielerei, um mich von düsteren Gedanken (Depressionen) abzulenken. Aber ich finde, es ist ganz hübsch geworden, und deshalb bleibt es erst mal als Blogroll im produktiven Einsatz.Wie das Ganze ausschaut, kannst Du hier sehen.Wenn du mir zu diesem Artikel Feedback geben möchtest oder Fragen hast, würde ich mich über einen Kommentar hier im Blog sehr freuen. Alternativ findest du auf meiner Kontaktseite Wege, wie du mich alternativ direkt erreichen kannst. Ich freue mich auch über konstruktive Kritik, liebe Worte, ehrliche Gedanken. Alles ist willkommen. Du musst dich nur trauen. Wenn du magst, kannst du diesen Artikel auch im Fediverse kommentieren, liken, teilen oder einfach nur still mitlesen. Den Link dorthin findest du unter dieser Box auf der rechten Seite.Artikel im Fediverse
  • Schmerzen – Angst & Depressionen

    Verschoben angst angststörung depressionen essstörung isolation schmerzen
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    fedi@meinwegraus.deF
    Ich sitze den ganzen Tag hier rum, und heute fällt mir die Decke besonders auf den Kopf. Seit drei Tagen macht mich mein Rücken völlig verrückt. Schmerzen, die kaum auszuhalten sind. Normale Schmerzmittel helfen nur bedingt, wenn überhaupt. Stärkere Medikamente wie Opiate möchte ich nicht nehmen. Ich war bis 2002 abhängig von Schmerzmitteln, und dieses Risiko gehe ich kein zweites Mal ein.Ich wünschte, eine Operation wäre möglich, ohne dabei mein Leben aufs Spiel zu setzen. Die Schmerzen triggern natürlich auch meine Depression, die sofort wieder die Kontrolle übernimmt. Der innere Wunsch, dass einfach alles aufhört, ist aktuell sehr präsent. Ja, das sind durchaus Gedanken, dem Leben ein Ende zu setzen. Aber ich werde dem nicht nachgeben. Ich weiß, dass ich noch etwas vom Leben will. Es schuldet mir noch was und das will ich noch einfordern. Und es gibt da jemanden, der mich noch braucht. Glücklicherweise habe ich morgen auch wieder Termin mit meinem Psych.Keine Kraft, keine MotivationHeute habe ich meinen Essensplan über den Haufen geworfen. Ich habe keine Kraft, mich aufzuraffen und mir etwas zuzubereiten. Stattdessen habe ich mir zwei Döner vom Lieferdienst bestellt, obwohl meine finanzielle Lage das auf keinen Fall mehr erlaubt diesen Monat.Die ganze Situation ist einfach erdrückend. Dunkel. Seit Tagen quält mich zusätzlich eine konstante Zukunftsangst. Es ist wirklich hart. Ich ekle mich in diesem Moment vor mir selbst, weil ich mich hier öffentlich selbst so sehr bemitleide. Ich kann sogar die Menschen verstehen, die sagen: „Reiß dich mal zusammen!“Vielleicht haben sie in gewisser Weise recht, aber wie soll man sich zusammenreißen, wenn einfach keine Kraft mehr da ist?Ich sehne mich heute nach Ablenkung, nach Unterhaltung. Aber es ist niemand da. Deshalb schreibe ich jetzt mit meinem Blog. Quasi ein Selbstgespräch in die Leere.Rückzug aus Social Media – oder doch wieder online?Vor ein paar Tagen hatte ich im Fediverse geschrieben, dass ich mich eine Weile distanziere, eine Social-Media-Pause einlege. Alles war mir zu viel. Zu viele Themen, über die ich nicht einfach hinweglesen kann. Zu viel Emotionales, das mich überfordert. Deshalb habe ich auch einige meiner Accounts auf anderen Plattformen im www gelöscht oder löschen lassen.Aber heute? Heute öffne ich bestimmt alle 15 Minuten meine Mastodon-Timeline, lese 2, 3, 4 Beiträge, schließe wieder, öffne erneut. Und denke bei einigen Posts: „Darauf würdest du jetzt eigentlich gern antworten.“ Es wirkt ein wenig verlogen: Erst zu sagen, ich brauche dringend eine Pause, und zwei Tage später doch wieder aktiv sein. Vielleicht ist das einfach auch nur der verzweifelte Versuch, mich nicht ganz zu verlieren.Und während ich das hier schreibe, frage ich mich, ob ich diesen Text überhaupt veröffentlichen soll. Blogartikel sollen ja eigentlich Mehrwert bieten, oder? Davon bin ich heute weit entfernt. Es gelingt mir gerade einfach nicht, einen positiven Gedanken zu fassen.Meine Tochter ist dieses Wochenende bei ihrem Freund, wenig erreichbar, beschäftigt. Gespräche mit meinen Eltern im Haus unten? Lieber nicht. Meine Mutter bemüht sich, aber durch ihre beginnende Demenz ist ein tiefgründiges Gespräch kaum möglich. Mein Stiefvater lebt in seiner eigenen Welt. Gespräche mit ihm enden meist darin, dass er einen unterbricht oder das Thema wechselt. Es macht mich wütend, und kostet mich Kraft, die ich nicht habe.Freunde? Die von früher konnten mit meiner Krankheit nicht umgehen. Vieles wurde persönlich genommen, und das Verständnis für Depressionen oder Essstörungen fehlte. Und sie gingen alle. Und so sitze ich jetzt hier. Starre die Wand an, halte meine Schmerzen aus und versuche, mich mit Serien abzulenken. Trotz täglichem Kampf gehe ich langsam zugrunde.Ich höre jetzt auf. Der Kopf ist leer.– SkyWenn du mir zu diesem Artikel Feedback geben möchtest oder Fragen hast, würde ich mich über einen Kommentar hier im Blog sehr freuen. Alternativ findest du auf meiner Kontaktseite Wege, wie du mich alternativ direkt erreichen kannst. Ich freue mich auch über konstruktive Kritik, liebe Worte, ehrliche Gedanken. Alles ist willkommen. Du musst dich nur trauen. Wenn du magst, kannst du diesen Artikel auch im Fediverse kommentieren, liken, teilen oder einfach nur still mitlesen. Den Link dorthin findest du unter dieser Box auf der rechten Seite.Artikel im Fediverse
  • Ein Tag mit Essstörung

    Verschoben abnehmen bingeeating depressionen essstörung esssucht isolation
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    fedi@meinwegraus.deF
    VorwortIch glaube, dass viele, die mich online kennen, gar nicht so recht nachvollziehen können, wie die Essstörung bei mir wirkt bzw. aussieht. Ich werde auch selten dazu etwas gefragt, vielleicht aus Rücksicht, weil man mir nicht zu nahe treten oder mich nicht triggern möchte. Vielleicht aber auch, weil man selbst ähnliche Probleme hat und nicht daran erinnert werden oder sich nicht damit auseinandersetzen will.Da ich heute Nacht mal wieder nicht schlafen konnte, habe ich beschlossen, einen Einblick in einen typischen Tag bei mir zu geben. Ich möchte aber betonen, dass nicht jeder Tag so aussieht, das wäre zum Glück weder finanzierbar noch dauerhaft aushaltbar. Aber es ist ein Tag, der so oder ähnlich leider nicht selten vorkommt.Ich möchte darauf hinweisen, dass der folgende Text u.U. triggern könnte. Wenn du da Gefahr läufst solltest du evtl nicht weiter lesen.00:00 Uhr – Ein neuer Tag beginnt. Hoffnung. Vorsätze.Es ist Mitternacht. Ich liege wach im Bett. Der Kopf spielt wieder sein perfides Spiel und spült mir ein Gedankenthema nach dem anderen vor. Der Magen ist voll, ich habe meinen Plan wieder nicht geschafft heute. Und trotzdem kreisen meine Gedanken schon wieder ums Essen bzw. darum, nicht zu essen. Morgen wird alles anders, denke ich mir. Morgen bleibe ich im Plan. Ich halte durch. Ich schaffe das. Der neue Tag soll endlich mein Wendepunkt sein. Ich setze mich noch mal für eine Stunde an den Rechner und schreibe meinen Essenplan für Morgen. Ich nehme mir vor, mein Leben endlich in den Griff zu bekommen. Ich will doch nur frei sein.03:27 Uhr – Schlaflosigkeit und erste RückschlägeIch bin aufgestanden. Schlaf ist unmöglich. Mein Kopf ist laut, mein Herz schwer. Die Stille der Nacht schreit mich an. Ich krame neben meinem Bett, ich hatte doch noch Schokolade übrig. Nur ein Bissen, rede ich mir ein. Etwas Süßes, Beruhigendes. Der neue Tag beginnt ja erst wenn ich morgen aufstehe, belüge ich mich. Mir fällt ein, dass auf dem Fensterbrett noch kalte Reste vom Abendessen stehen, schon leicht angetrocknet. Ich esse sie, nichts davon schmeckt mir wirklich gut. Ich kaue fast mechanisch. Ich spüre nichts. Kein Hunger. Kein Genuss. Aber während ich esse, ist der Kopf still.06:00 Uhr – Der MorgenIch wache erschöpft auf, zerschlagen. Der Wecker klingelt. Ich schaffe den Tag nicht, es steht so viel an was ich erledigen muss. Ich fühle mich schuldig. Ekel. Selbstverachtung. Der Tag hat kaum begonnen, und ich bin schon gescheitert. Wieder einmal. Der Plan den ich machte? Schon in der Nacht gebrochen. Ich schwöre mir: Heute wird besser. Aber tief in mir weiß ich schon jetzt, dass das scheitern wird.08:30 Uhr – FrühstückIch „frühstücke“. Heute ist es eh egal nach der Fresserei in der Nacht. Ich esse zwei Brötchen. Aber mein Körper verlangt mehr. Oder ist es mein Kopf? Dann eine 300 g Tafel Schokolade. Mein Gehirn bettelt: Noch ein bisschen. Nur ein bisschen. Ich verliere die Kontrolle. Wie so oft.12:00 Uhr – Mittagessen? Nein: Fressanfall.Ich habe keinen Hunger. Aber ich esse … nicht schon wieder, sondern noch immer. Alles, was ich finden kann. Tiefkühlgerichte, Chips, eine Packung Kekse. Ich verfresse den halben Wocheneinkauf. Die Vorräte, die für sieben Tage reichen sollten, sind bald weg. Ich schäme mich sogar vor mir selbst.15:00 Uhr – Daueressen und emotionale BetäubungIch esse ohne Pause. Ich will etwas betäuben, das ich nicht mal richtig benennen kann. Schmerz? Einsamkeit? Angst? Erinnerungen? Sorgen?17:00 Uhr – Manipulation und RechtfertigungIch überlege was es zum Abendessen gibt. Der Vorrat ist fast leer. Ich überrede ein Familienmitglied, noch mal einkaufen zu gehen. Ich spiele den „harmlosen“ Hunger, mache einen Scherz daraus, rede es klein. Ich belüge mich selbst. „Ich brauche das heute“ Fadenscheinige Ausrede. Ich hasse mich dafür.20:00 Uhr – Der TiefpunktIch esse bis zur Übelkeit. Mein Bauch ist gespannt wie ein Ballon, ich habe Schmerzen. Ich bekomme schlecht Luft. Ich schwitze. Mein Körper schreit nach Erlösung. Aber ich habe ihn längst überstimmt. Ich kann nicht mehr. Dann kommt das große Loch.23:00 Uhr – Selbsthass und VerzweiflungIch sitze im Dunkeln. Auf dem Rechner läuft eine Serie, aber ich sehe nichts. Ich weine. Ich schäme mich. Was ist nur los mit mir? Ich fühle mich wie ein Versager. Hoffnungslos. Wertlos. Fett. Krank. Süchtig. Die Depression ist wie eine zweite Haut. Ich will nicht mehr fühlen. Ich will nur noch schlafen. Aber…00:00 Uhr – Ein neuer Tag beginnt.Ich liege wach im Bett. Der Magen schmerzt noch immer. Mein Herz auch. Ich nehme mir vor: Morgen esse ich nichts. Gar nichts. Ich faste. Ich halte durch. Ich schaffe das…NachwortEin Tag mit Essstörung ist kein „Schwächeanfall“. Es ist ein täglicher Kampf. Gegen den eigenen Körper. Gegen den eigenen Verstand. Gegen ein Monster, das man nicht sehen kann, dass aber immer da ist, immer auf der Lauer.Wenn Du Dich in diesem Text wiedererkennst: Du bist nicht allein. Und Du bist kein Versager.Esssucht ist eine ernsthafte psychische Erkrankung. Es gibt Hoffnung. Vielleicht nicht heute. Aber irgendwann. Und jeder Tag, an dem Du überlebst, zählt. Wenn Du magst, kannst du mich auch kontaktieren. Gemeinsam ist man stärker!Gib nicht auf!– SkyWenn du mir zu diesem Artikel Feedback geben möchtest oder Fragen hast, würde ich mich über einen Kommentar hier im Blog sehr freuen. Alternativ findest du auf meiner Kontaktseite Wege, wie du mich alternativ direkt erreichen kannst. Ich freue mich auch über konstruktive Kritik, liebe Worte, ehrliche Gedanken. Alles ist willkommen. Du musst dich nur trauen. Wenn du magst, kannst du diesen Artikel auch im Fediverse kommentieren, liken, teilen oder einfach nur still mitlesen. Den Link dorthin findest du unter dieser Box auf der rechten Seite.Artikel im Fediverse
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    fedi@meinwegraus.deF
    Ab und zu mache ich im Rahmen meiner ketogenen Ernährung ein Eierfasten. Schon seit Längerem hatte ich den Wunsch, ein kleines „How-to“ dazu zu schreiben, denn ich werde immer wieder gefragt, was genau Eierfasten ist und wie es funktioniert. Heute ist es endlich so weit.Was ist Eierfasten (Egg Fast)?Eierfasten ist eine kurzfristige, sehr strikte Variante der ketogenen Ernährung, bei der du für mehrere Tage (meist 3–5) fast ausschließlich Eier, Fett und etwas Käse konsumierst. Es wurde populär, um Plateaus beim Abnehmen zu durchbrechen oder schneller in die Ketose zu kommen.Warum ist Eierfasten wirksam?Das Eierfasten funktioniert aus mehreren Gründen besonders gut:1. Hoher Fett- und ProteingehaltEier sind reich an Fett und Protein – das sorgt für langanhaltende Sättigung und verhindert Muskelabbau während einer Kalorienreduktion.2. Sehr kohlenhydratarmDas Eierfasten enthält fast keine Kohlenhydrate, was die Ketonkörperproduktion ankurbelt und dich schneller oder tiefer in die Ketose bringt.3. Einfachheit = DisziplinDurch die limitierte Lebensmittelauswahl eliminierst du Versuchungen und Überessen. Das hilft vielen, den „Reset“-Knopf zu drücken und neue Motivation zu finden.4. Stimulation des FettstoffwechselsDer Körper wird „gezwungen“, auf körpereigene Fettreserven zuzugreifen, da der Glukosespiegel niedrig bleibt. Das unterstützt den Fettabbau.Wer sollte ein Eierfasten machen?Das Eierfasten ist nicht für den dauerhaften Einsatz gedacht. Es eignet sich gut für:Menschen, die ein Plateau durchbrechen wollenKeto-Anfänger*innen, die schnell in die Ketose kommen möchtenPersonen, die Heißhunger unter Kontrolle bringen wollenNicht geeignet ist es für:Langfristige ErnährungsplanungSchwangere, Stillende oder Personen mit bestimmten Vorerkrankungen – bitte vorher mit ärztlichem Fachpersonal abklären.Grundregeln für das EierfastenHier sind die klassischen Regeln:Regel 1: Iss mindestens 6 Eier pro TagSie bilden die Basis deiner Ernährung.Regel 2: Iss 1 EL gesundes Fett pro EiZ. B. Butter, Kokosöl, Avocadoöl oder MCT-Öl – das Fett ist wichtig für die Ketose.Regel 3: Optional bis zu 30 g Käse pro EiVollfett-Käsearten wie Cheddar, Gouda oder Frischkäse sind erlaubt – aber begrenzt!Regel 4: Esse innerhalb von 30 Minuten nach dem Aufwachen ein EiDas hilft dem Stoffwechsel in Schwung.Regel 5: Maximal 5 Tage am StückDanach langsam wieder auf eine ausgewogene (ketogene) Ernährung umsteigen.Beispiel-Tagesplan für das EierfastenFrühstück:3 Eier als Rührei in Butter gebraten, mit 1 EL FrischkäseMittagessen:3 gekochte Eier mit Mayonnaise oder AioliAbendessen:3 Spiegeleier mit geriebenem Käse und KräuterbutterSnacks (optional):1 Ei mit Butter oder 1 Mini-OmeletteTipps für ein erfolgreiches EierfastenTrinke viel Wasser! Mindestens 2–3 Liter täglichElektrolyte ergänzen – z. B. Salz, Magnesium, KaliumNicht hungrig bleiben, aber auch nicht unnötig essenWenn du dich unwohl fühlst: abbrechen!Fazit: Ein Keto-Boost mit Maß und ZielDas Eierfasten kann ein kraftvoller Kickstart oder Reset in deiner ketogenen Reise sein – aber kein Dauerzustand. Es bringt dich gezielt zurück in die Ketose und kann helfen, Plateaus zu überwinden. Wichtig ist ein bewusster Wiedereinstieg in eine normale, ausgewogene Keto-Ernährung danach.Wenn du mir zu diesem Artikel Feedback geben möchtest oder Fragen hast, würde ich mich über einen Kommentar hier im Blog sehr freuen. Alternativ findest du auf meiner Kontaktseite Wege, wie du mich alternativ direkt erreichen kannst. Ich freue mich auch über konstruktive Kritik, liebe Worte, ehrliche Gedanken. Alles ist willkommen. Du musst dich nur trauen. Wenn du magst, kannst du diesen Artikel auch im Fediverse kommentieren, liken, teilen oder einfach nur still mitlesen. Den Link dorthin findest du unter dieser Box auf der rechten Seite.Artikel im Fediverse
  • Wenn Stille keine Ablehnung ist

    angststörung depressionen isolation
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    fedi@meinwegraus.deF
    Es ist 1:24 Uhr nachts. Und wieder liege ich wach.Wie schon so oft in den letzten Nächten ist Schlaf für mich ein ferner Gedanke. Mein Körper ist völlig erschöpft, aber mein Kopf… der spielt verrückt. Ein Gedanke lässt mich nicht los – er kreist unaufhörlich, und ich muss ihn irgendwie loswerden. Vielleicht finde ich dann etwas Ruhe.Ich schreibe das hier, weil es da etwas gibt, das mich tief belastet. Etwas, womit ich einfach nicht zurechtkomme. Etwas, das mich traurig macht und mir immer wieder weh tut.Wenn Schweigen nicht bedeutet, dass mir jemand egal istEs geht um den Kontakt zu Menschen – zu den wenigen, mit denen ich online verbunden bin, über Messenger oder E-Mail. In bestimmten Phasen meiner Depression – und ja, sie sind leider ein Teil meines Lebens – passiert es immer wieder: Ich ziehe mich zurück. Für Tage. Wochen. Manchmal sogar Monate. Und ich melde mich nicht.Nicht, weil ich nicht will. Nicht, weil mir jemand egal ist. Und ganz bestimmt nicht aus böser Absicht.Es ist die Depression. Sie raubt mir die Kraft, die Energie, den Mut. Selbst für so kleine Dinge wie eine Nachricht. Private Kommunikation ist in diesen Momenten überwältigend. Zu viel.Die Folge: Missverständnisse und AblehnungWas mich daran so sehr schmerzt: Die meisten Menschen, die mir begegnen, verstehen das nicht. Sie nehmen mein Schweigen persönlich. Sie fühlen sich zurückgewiesen. Und nach einer Weile… schlafen diese Kontakte ein. Oder brechen ganz ab. Ich versuche immer, gleich zu Beginn offen darüber zu sprechen. Viele sagen dann, dass sie Verständnis haben und damit umgehen können. Aber in der Realität zeigt sich oft etwas anderes: Die meisten kommen eben doch nicht damit zurecht.Wenn ich mich dann irgendwann doch mal wieder melde – mit zitternden Fingern und schlechtem Gewissen – merke ich es oft schon an den Antworten: Da ist nichts mehr. Kein echtes Interesse. Kein echtes Band mehr.Und ich verstehe das. Wirklich. Ich hätte früher vielleicht genauso reagiert.Ich wähle meine Kontakte mit BedachtIch bin kein Mensch mit vielen Kontakten. Gerade online wähle ich sehr genau, mit wem ich in Verbindung trete. Da muss vorher schon etwas da sein – eine Verbindung, ein Gefühl von Vertrauen.Ich möchte hier auch ganz klar sagen: Es geht mir um Freundschaften. Um freundschaftliche, bedeutsame Bekanntschaften. Nicht um romantische Geschichten. Ich will keine Missverständnisse erzeugen.Zwischen Sehnsucht und ÜberforderungIch weiß oft nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich habe alles Mögliche versucht: Erinnerungen in meinem Kalender, automatische Erinnerungen – aber all das setzt mich nur noch mehr unter Druck. Und Druck ist Gift, wenn man eh schon kämpft.Jedes Mal, wenn ein Kontakt zerbricht, bricht auch etwas in mir. Es tut jedes Mal ein bisschen mehr weh. Denn ich habe nicht viele Menschen. Und wenn ich wieder jemanden verliere, wächst die Angst: Was, wenn am Ende niemand mehr da ist?Hilfe – theoretisch da, praktisch unerreichbarIn meiner Fediverse-Community haben mir schon einige angeboten, dass ich mich melden darf, wenn es mir schlecht geht. Und das ist wunderschön. Aber: Wenn es mir gut geht, will ich niemanden mit meinen Themen belasten und dazu kommt, dass ich mich dann mit den negativen Seiten meiner Depression nicht beschäftigen mag. Und wenn es mir schlecht geht, ziehe ich mich zurück. Dann fehlt mir jede Kraft, um Hilfe anzunehmen.Theoretisch ist da ein Netz. Aber praktisch falle ich trotzdem durch. Immer wieder. Und das macht mich unglaublich traurig.Einsamkeit trotz StärkeIn meinem realen Leben gibt es eigentlich nur eine Person, mit der ich gescheit sprechen kann: meine Tochter. Aber sie ist erwachsen, und ist nur noch selten zuhause. Und ich… ich bin oft allein.Versteht mich nicht falsch – ich kann gut allein sein. Ich brauche das sogar. Aber es gibt Momente, da wird dieses Alleinsein zur Dunkelheit. Da ist es nicht heilsam. Sondern schmerzhaft. Erdrückend. Leer.„Aber du bist doch online aktiv?“ – Ja. Aber das ist nicht dasselbe.Manche fragen sich vielleicht: „Wie kann das sein? Du bist doch im Fediverse aktiv, du postest, bist kreativ, gut gelaunt – und trotzdem meldest du dich bei mir nicht?“Das liegt daran: Öffentliche Posts, flüchtige Gedanken in eine Timeline zu werfen, das kostet mich weniger Energie. Das ist oberflächlicher, leichter. Aber private Gespräche? Die fordern mich auf ganz anderer Ebene – und genau das überfordert mich oft.Ich verstehe, dass das von außen anders wirkt. Und ich hoffe, dass dieser Text ein bisschen Klarheit bringt.Und jetzt?Gerade gibt es einige Menschen, bei denen ich mich seit Wochen oder Monaten nicht gemeldet habe. Aus genau den Gründen, die ich hier beschrieben habe. Und je länger das Schweigen dauert, desto größer wird meine Angst, mich wieder zu melden.Weil es immer derselbe Grund ist den ich erklären muss. Und weil ich mich dafür schäme. Weil ich Angst habe, wieder Ablehnung zu spüren.Aber heute Nacht hatte ich die Kraft, das alles aufzuschreiben. Endlich. Vielleicht hilft mir das. Vielleicht schafft es Verständnis. Vielleicht öffnet es Türen.Jetzt müssen die Menschen, die das betrifft, diesen Text nur noch lesen. Ich habe überlegt, ihnen den Link zu schicken… aber da bin ich mir noch nicht sicher. Vielleicht. Vielleicht später. Ich muss darüber noch Grübeln.Für den Moment bin ich einfach nur froh, dass ich es geschafft habe, diese Worte rauszulassen. Dass ich meine Gedanken ein wenig sortieren konnte und ich hoffe ich konnte das einigermaßen verständlich rüber bringen.Ich glaube, ich habe alles gesagt. Alles, was gerade wichtig ist.Danke fürs Lesen –SkyWenn du mir zu diesem Artikel Feedback geben möchtest oder Fragen hast, würde ich mich über einen Kommentar hier im Blog sehr freuen. Alternativ findest du auf meiner Kontaktseite Wege, wie du mich alternativ direkt erreichen kannst. Ich freue mich auch über konstruktive Kritik, liebe Worte, ehrliche Gedanken. Alles ist willkommen. Du musst dich nur trauen. Wenn du magst, kannst du diesen Artikel auch im Fediverse kommentieren, liken, teilen oder einfach nur still mitlesen. Den Link dorthin findest du unter dieser Box auf der rechten Seite.Artikel im Fediverse
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    fedi@meinwegraus.deF
    Mein Weg mit sozialer Phobie – eine Geschichte von Rückzug, Hoffnung und dem Wunsch nach HeilungHeute möchte ich etwas sehr Persönliches mit euch teilen. Es geht um meine soziale Phobie – wie sie sich entwickelt hat, wie sie mein Leben verändert hat und warum ich dennoch nicht aufgebe. Vielleicht findest du dich in meiner Geschichte wieder, vielleicht kennst du ähnliche Gefühle. Ich schreibe das nicht, um Mitleid zu bekommen, sondern um Mut zu machen. Mir selbst und auch dir.Wie alles begann – Depressionen und erste AnzeichenViele Menschen entwickeln eine soziale Phobie in Folge einer anderen psychischen Erkrankung – oft sind es Depressionen.Meine Depression wurde erst 2002 offiziell diagnostiziert, doch behandelnde Psycholog*innen gehen davon aus, dass ich schon seit meiner Pubertät, also etwa seit 1985, darunter leide. Auch wenn das heute nicht das Hauptthema sein soll, ist es wichtig zu erwähnen – denn beides hängt zusammen.Kindheit, Schutzmauern und erste RisseIch war schon immer ein sehr introvertierter Mensch. In meiner Kindheit und im frühen Erwachsenenalter habe ich durch andere Menschen viel Leid erfahren. Das hat dazu geführt, dass ich mir ein dickes Fell zulegte – starke Mauern, die mich schützen sollten.1998, als sich meine Essstörung entwickelte, waren diese Mauern noch stabil. Ich konnte verletzende Blicke, Tuscheln und sogar offene Häme irgendwie an mir abprallen lassen. Ich habe sogar manchmal den Mut aufgebracht, auf Menschen zuzugehen und sie zur Rede zu stellen, wenn sie mich schlecht behandelten.Aber mit der Gewichtszunahme bröckelten meine Mauern Stück für Stück.Der Blick der anderen – und mein wachsender SelbsthassJe mehr ich zunahm, desto stärker spürte ich das Urteil der Menschen. Ich sah sie tuscheln, lachen, auf mich zeigen – und ich fühlte mich wie ein Tier im Zoo. Anfangs konnte ich es noch aushalten. Doch mit der Zeit begann ich, mich selbst immer mehr zu hassen. Besonders meinen Körper.Ich fühlte mich nackt, entblößt, selbst wenn ich komplett angezogen war. Die Blicke anderer brannten sich förmlich in meine Haut. Ich schämte mich zutiefst, unter Menschen zu gehen.Das Resultat? Ich zog mich komplett zurück.15 Jahre Rückzug – mein Leben in IsolationIch rutschte immer mehr in die soziale Phobie und verließ meine Wohnung irgendwann gar nicht mehr. Seit etwa 15 Jahren habe ich mein Zuhause – genauer gesagt mein Grundstück – kaum noch verlassen.Ausnahmen? Einige wenige Arztbesuche. Aber selbst das kommt äußerst selten vor.Heute habe ich nur noch online Kontakt zu anderen Menschen. Wenn ein Termin außerhalb ansteht, beginnt bei mir schon eine Woche vorher eine regelrechte Eskalation:Extreme SchlafstörungenSchlechte LauneAggressivitätTiefe DepressionseinbrüchePanikattackenKompletter Rückzug von allemSogar das Telefonieren fällt mir schwer. Oft schiebe ich Anrufe tagelang, manchmal wochenlang, vor mir her – bis ich die Kraft dafür finde.Bedürfnisse, die bleiben – und der Umgang mit dem VerzichtAm Anfang habe ich sehr gelitten. Ich hatte Bedürfnisse, die für viele selbstverständlich sind: ein Spaziergang, ein Abend mit Freund*innen, Freizeitpark, Kirmes, ein Kinobesuch. Irgendwann war das alles einfach nicht mehr möglich – und es fehlte mir unendlich.Heute habe ich diese Bedürfnisse immer noch. Aber ich habe gelernt, damit zu leben, dass meine Erkrankung mir Grenzen setzt. Es ist kein Aufgeben – es ist ein Umgang mit der Realität.Mehr als psychisch – die somatische BelastungsstörungVor einigen Jahren kam noch eine somatische Belastungsstörung hinzu – also körperliche Beschwerden, die psychisch bedingt sind. Das hat mein Leben zusätzlich erschwert.Und trotzdem: Ich habe noch Träume.Ich wünsche mir, irgendwann wieder:einen Tag am Hafen zu verbringenzum Strand zu fahreneinen Spaziergang im Wald zu macheneinfach raus gehen wenn mir danach ist(Mein letzter Waldspaziergang war übrigens 2004, ich erinnere mich noch gut daran)Gibt es Pläne? Ja – und Hoffnung!Ich habe einen Plan, wie ich aus dieser Spirale herauskommen kann. Der Weg führt über zwei große Schritte:GewichtsreduktionKognitive VerhaltenstherapieLetztere ist im Moment leider noch nicht möglich – ich bin aktuell nicht therapiefähig, was vor allem körperliche Gründe hat. Aber ich arbeite daran.Ich habe bereits 45 kg abgenommen – ein riesiger Erfolg. Aber in den letzten 12 Monaten lief es nicht gut, ich habe sogar wieder etwas zugenommen. Das möchte ich unbedingt ändern – und dabei soll mir auch dieser Blog helfen.Warum ich das hier teileDu fragst dich vielleicht:Warum teilt Sky so etwas Persönliches öffentlich?Weil ich weiß, dass ich nicht allein bin. Weil ich glaube, dass es viele da draußen gibt, die ähnliche Wege gehen – mit unterschiedlichen Geschichten, aber vergleichbaren Gefühlen.Ich will zeigen:Aufgeben ist keine OptionEs kann besser werdenDu bist nicht alleinAbschließende Worte – und ein Wunsch für dichIch kämpfe weiter. Ich falle oft, aber ich stehe auch immer wieder auf. Ich weiß, dass mein Weg nicht einfach ist. Aber ich weiß auch: Ich werde mein Ziel erreichen.Wenn ich dir mit diesem Text ein kleines Stück Hoffnung, Mut oder Kraft geben konnte, dann hat sich das Teilen gelohnt.Ich wünsche dir von Herzen alles, was du brauchst, um deinen Weg zu gehen.Du bist wichtig. Deine Geschichte zählt. Und du darfst träumen.Bleib stark –SkyWenn du mir zu diesem Artikel Feedback geben möchtest oder Fragen hast, würde ich mich über einen Kommentar hier im Blog sehr freuen. Alternativ findest du auf meiner Kontaktseite Wege, wie du mich alternativ direkt erreichen kannst. Ich freue mich auch über konstruktive Kritik, liebe Worte, ehrliche Gedanken. Alles ist willkommen. Du musst dich nur trauen. Wenn du magst, kannst du diesen Artikel auch im Fediverse kommentieren, liken, teilen oder einfach nur still mitlesen. Den Link dorthin findest du unter dieser Box auf der rechten Seite.Artikel im Fediverse