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Abspeckgeflüster – Forum für Menschen mit Gewicht(ung)

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  • Wusstest du, dass man extrovertiert UND schüchtern sein kann?
    bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

    Wusstest du, dass man extrovertiert UND schüchtern sein kann? Man braucht Menschen zum Energietanken, fühlt sich aber trotzdem unsicher dabei. Ein anstrengender Widerspruch, den viele kennen.

    Mehr dazu:
    https://steady.page/de/f98897b3-1154-448d-a5e4-479280be173f/posts/235288db-8dcd-4886-a885-91c289f888b1

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  • 🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
    bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

    Wir leben heute oft nicht mehr mit den Nachrichten, sondern IN ihnen. Sie füllen jede Lücke, jede U-Bahn-Fahrt, jede Pause. Davon Distanz zu suchen, ist deshalb kein moralisches Versagen.

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  • 🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
    bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

    In meinem Newsletter schreibe ich darüber, wie wir das schaffen können. Hier kostenlos anmelden: https://steady.page/de/verstand-verlieren/newsletter/sign_up

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  • 🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
    bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

    Es ist wichtig, einen Umgang mit Informationen zu finden, der das eigene Belastungssystem ernst nimmt. Nur wer nicht ständig überfordert ist, kann noch unterscheiden, wo Handeln wirklich möglich ist.

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  • 🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
    bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

    Diese Kombination – hohe Relevanz bei gleichzeitiger Ohnmacht – macht unser Stresssystem fertig. Evolutionär ist unser Alarmmodus darauf ausgelegt, in Handlung überzugehen. Wenn wir aber nicht handeln können, bleibt der Alarm an.

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  • 🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
    bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

    🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?

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  • 🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
    bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

    Das Problem heute: Nachrichten über Kriege oder Klimakrisen sind hochgradig relevant, aber unsere individuelle Kontrollmöglichkeit liegt bei fast Null.

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  • 🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
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    1. Wie relevant ist eine Information? (Primäre Bewertung)
    2. Kann ich damit umgehen? Habe ich Kontrolle? (Sekundäre Bewertung)

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  • 🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
    bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

    Aber dieses Gefühl der Überwältigung ist kein Zeichen von Desinteresse. Oder Empathiemangel. Es ist ein Resultat davon, wie unser Gehirn Informationen bewertet.

    In der Psychologie nennt man das „Cognitive Appraisal“. Unser Gehirn prüft ständig:

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  • 🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
    bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

    Man liest eine Schlagzeile und möchte am liebsten das Handy wegwerfen. Sofort meldet sich die innere Kritik: Wie kannst du es wagen? Du liest von diesen Krisen nur, andere leben darin.

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  • 🧵 Als ich zum ersten Mal gelesen habe, dass es Introvertierten gut tut, öfter unter Leute zu gehen, habe ich mich innerlich gewehrt.
    bojerlanski@norden.socialB bojerlanski@norden.social

    // Danke fürs Lesen! Wenn dich dieser Text interessiert hat, interessiert dich auch mein Newsletter. Hier kostenlos anmelden: https://steady.page/de/verstand-verlieren/newsletter/sign_up

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  • 🧵 Als ich zum ersten Mal gelesen habe, dass es Introvertierten gut tut, öfter unter Leute zu gehen, habe ich mich innerlich gewehrt.
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    5. Gib dich deiner Introversion hin, wenn du mit dem Sozialen fertig bist. Der Persönlichkeitspsychologe Brian Little beschreibt das als „restorative niche“: Introvertierte können sich für kurze Zeit wie Extrovertierte verhalten, solange sie sich zur Erholung zurückziehen dürfen.

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    3. Wähle Aktivitäten, bei denen Reden nicht der Hauptzweck ist. Gemeinsames Tun entlastet Gespräche und macht Pausen unpeinlich. Wandern zum Beispiel. Oder man schaut gemeinsam einen Film, den man schon kennt, und plaudert nebenbei.

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    1. Melde dich für etwas an, das regelmäßig stattfindet und auch ohne dich läuft. Ein „Wir sitzen still da und lesen“-Club zählt auch. Hauptsache, du gehst unter Menschen.

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    4. Sorge für Verbindlichkeit. Buche etwas, das Geld kostet, oder sag zu, Material oder Essen mitzubringen. Dann gehst du auch wirklich hin.

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    2. Hör ruhig mehr zu, als dass du redest. Die Glücksforscherin Sonja Lyubomirsky sagt: Es reicht, unter Menschen zu sein – auch still –, um vom sozialen Effekt zu profitieren.

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    Khazan, selbst introvertiert, zeigt: Viele Introvertierte haben nichts dagegen, unter Menschen zu sein. Sie brauchen nur andere Bedingungen, um sich wohlzufühlen. Ihre fünf Ratschläge:

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    Das erklärt die US-Journalistin Olga Khazan, Autorin von „Me, but better“, einem Buch darüber, ob und wie man seine Persönlichkeit verändern kann.

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    Das heißt allerdings nicht das, was ich lange dachte. Meine Horrorvorstellung von Extrovertiertheit: Smalltalk ohne Ende und fremden Leuten in lauten Clubs Pfirsichschnaps aus dem Bauchnabel trinken. Zu meiner großen Erleichterung ist das gar nicht nötig.

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    Die Anerkennung dafür, dass ich viel Rückzug und Stille brauche, habe ich mir hart erkämpft – auch mir selbst gegenüber. Aber: Inzwischen zeigen viele Studien, dass Introvertierte glücklicher und mental gesünder sind, wenn sie sich ab und zu wie Extrovertierte verhalten.

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