🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
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🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
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🧵 Hast du dich schon mal schuldig gefühlt, weil du die Nachrichten einfach nicht mehr ertragen konntest?
Man liest eine Schlagzeile und möchte am liebsten das Handy wegwerfen. Sofort meldet sich die innere Kritik: Wie kannst du es wagen? Du liest von diesen Krisen nur, andere leben darin.
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Aber dieses Gefühl der Überwältigung ist kein Zeichen von Desinteresse. Oder Empathiemangel. Es ist ein Resultat davon, wie unser Gehirn Informationen bewertet.
In der Psychologie nennt man das „Cognitive Appraisal“. Unser Gehirn prüft ständig:
1. Wie relevant ist eine Information? (Primäre Bewertung)
2. Kann ich damit umgehen? Habe ich Kontrolle? (Sekundäre Bewertung) -
Man liest eine Schlagzeile und möchte am liebsten das Handy wegwerfen. Sofort meldet sich die innere Kritik: Wie kannst du es wagen? Du liest von diesen Krisen nur, andere leben darin.
Aber dieses Gefühl der Überwältigung ist kein Zeichen von Desinteresse. Oder Empathiemangel. Es ist ein Resultat davon, wie unser Gehirn Informationen bewertet.
In der Psychologie nennt man das „Cognitive Appraisal“. Unser Gehirn prüft ständig:
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1. Wie relevant ist eine Information? (Primäre Bewertung)
2. Kann ich damit umgehen? Habe ich Kontrolle? (Sekundäre Bewertung)Das Problem heute: Nachrichten über Kriege oder Klimakrisen sind hochgradig relevant, aber unsere individuelle Kontrollmöglichkeit liegt bei fast Null.
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Diese Kombination – hohe Relevanz bei gleichzeitiger Ohnmacht – macht unser Stresssystem fertig. Evolutionär ist unser Alarmmodus darauf ausgelegt, in Handlung überzugehen. Wenn wir aber nicht handeln können, bleibt der Alarm an.
Wir leben heute oft nicht mehr mit den Nachrichten, sondern IN ihnen. Sie füllen jede Lücke, jede U-Bahn-Fahrt, jede Pause. Davon Distanz zu suchen, ist deshalb kein moralisches Versagen.
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Es ist wichtig, einen Umgang mit Informationen zu finden, der das eigene Belastungssystem ernst nimmt. Nur wer nicht ständig überfordert ist, kann noch unterscheiden, wo Handeln wirklich möglich ist.
In meinem Newsletter schreibe ich darüber, wie wir das schaffen können. Hier kostenlos anmelden: https://steady.page/de/verstand-verlieren/newsletter/sign_up
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Das Problem heute: Nachrichten über Kriege oder Klimakrisen sind hochgradig relevant, aber unsere individuelle Kontrollmöglichkeit liegt bei fast Null.
Diese Kombination – hohe Relevanz bei gleichzeitiger Ohnmacht – macht unser Stresssystem fertig. Evolutionär ist unser Alarmmodus darauf ausgelegt, in Handlung überzugehen. Wenn wir aber nicht handeln können, bleibt der Alarm an.
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Wir leben heute oft nicht mehr mit den Nachrichten, sondern IN ihnen. Sie füllen jede Lücke, jede U-Bahn-Fahrt, jede Pause. Davon Distanz zu suchen, ist deshalb kein moralisches Versagen.
Es ist wichtig, einen Umgang mit Informationen zu finden, der das eigene Belastungssystem ernst nimmt. Nur wer nicht ständig überfordert ist, kann noch unterscheiden, wo Handeln wirklich möglich ist.
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