🧵 Als ich zum ersten Mal gelesen habe, dass es Introvertierten gut tut, öfter unter Leute zu gehen, habe ich mich innerlich gewehrt.
-
🧵 Als ich zum ersten Mal gelesen habe, dass es Introvertierten gut tut, öfter unter Leute zu gehen, habe ich mich innerlich gewehrt. Ein Thread.
-
Das heißt allerdings nicht das, was ich lange dachte. Meine Horrorvorstellung von Extrovertiertheit: Smalltalk ohne Ende und fremden Leuten in lauten Clubs Pfirsichschnaps aus dem Bauchnabel trinken. Zu meiner großen Erleichterung ist das gar nicht nötig.
Das erklärt die US-Journalistin Olga Khazan, Autorin von „Me, but better“, einem Buch darüber, ob und wie man seine Persönlichkeit verändern kann.
-
Die Anerkennung dafür, dass ich viel Rückzug und Stille brauche, habe ich mir hart erkämpft – auch mir selbst gegenüber. Aber: Inzwischen zeigen viele Studien, dass Introvertierte glücklicher und mental gesünder sind, wenn sie sich ab und zu wie Extrovertierte verhalten.
Das heißt allerdings nicht das, was ich lange dachte. Meine Horrorvorstellung von Extrovertiertheit: Smalltalk ohne Ende und fremden Leuten in lauten Clubs Pfirsichschnaps aus dem Bauchnabel trinken. Zu meiner großen Erleichterung ist das gar nicht nötig.
-
🧵 Als ich zum ersten Mal gelesen habe, dass es Introvertierten gut tut, öfter unter Leute zu gehen, habe ich mich innerlich gewehrt. Ein Thread.
Die Anerkennung dafür, dass ich viel Rückzug und Stille brauche, habe ich mir hart erkämpft – auch mir selbst gegenüber. Aber: Inzwischen zeigen viele Studien, dass Introvertierte glücklicher und mental gesünder sind, wenn sie sich ab und zu wie Extrovertierte verhalten.
-
Das erklärt die US-Journalistin Olga Khazan, Autorin von „Me, but better“, einem Buch darüber, ob und wie man seine Persönlichkeit verändern kann.
Khazan, selbst introvertiert, zeigt: Viele Introvertierte haben nichts dagegen, unter Menschen zu sein. Sie brauchen nur andere Bedingungen, um sich wohlzufühlen. Ihre fünf Ratschläge:
-
2. Hör ruhig mehr zu, als dass du redest. Die Glücksforscherin Sonja Lyubomirsky sagt: Es reicht, unter Menschen zu sein – auch still –, um vom sozialen Effekt zu profitieren.
3. Wähle Aktivitäten, bei denen Reden nicht der Hauptzweck ist. Gemeinsames Tun entlastet Gespräche und macht Pausen unpeinlich. Wandern zum Beispiel. Oder man schaut gemeinsam einen Film, den man schon kennt, und plaudert nebenbei.
-
3. Wähle Aktivitäten, bei denen Reden nicht der Hauptzweck ist. Gemeinsames Tun entlastet Gespräche und macht Pausen unpeinlich. Wandern zum Beispiel. Oder man schaut gemeinsam einen Film, den man schon kennt, und plaudert nebenbei.
4. Sorge für Verbindlichkeit. Buche etwas, das Geld kostet, oder sag zu, Material oder Essen mitzubringen. Dann gehst du auch wirklich hin.
-
Khazan, selbst introvertiert, zeigt: Viele Introvertierte haben nichts dagegen, unter Menschen zu sein. Sie brauchen nur andere Bedingungen, um sich wohlzufühlen. Ihre fünf Ratschläge:
1. Melde dich für etwas an, das regelmäßig stattfindet und auch ohne dich läuft. Ein „Wir sitzen still da und lesen“-Club zählt auch. Hauptsache, du gehst unter Menschen.
-
1. Melde dich für etwas an, das regelmäßig stattfindet und auch ohne dich läuft. Ein „Wir sitzen still da und lesen“-Club zählt auch. Hauptsache, du gehst unter Menschen.
2. Hör ruhig mehr zu, als dass du redest. Die Glücksforscherin Sonja Lyubomirsky sagt: Es reicht, unter Menschen zu sein – auch still –, um vom sozialen Effekt zu profitieren.
-
4. Sorge für Verbindlichkeit. Buche etwas, das Geld kostet, oder sag zu, Material oder Essen mitzubringen. Dann gehst du auch wirklich hin.
5. Gib dich deiner Introversion hin, wenn du mit dem Sozialen fertig bist. Der Persönlichkeitspsychologe Brian Little beschreibt das als „restorative niche“: Introvertierte können sich für kurze Zeit wie Extrovertierte verhalten, solange sie sich zur Erholung zurückziehen dürfen.
-
5. Gib dich deiner Introversion hin, wenn du mit dem Sozialen fertig bist. Der Persönlichkeitspsychologe Brian Little beschreibt das als „restorative niche“: Introvertierte können sich für kurze Zeit wie Extrovertierte verhalten, solange sie sich zur Erholung zurückziehen dürfen.
// Danke fürs Lesen! Wenn dich dieser Text interessiert hat, interessiert dich auch mein Newsletter. Hier kostenlos anmelden: https://steady.page/de/verstand-verlieren/newsletter/sign_up
-
3. Wähle Aktivitäten, bei denen Reden nicht der Hauptzweck ist. Gemeinsames Tun entlastet Gespräche und macht Pausen unpeinlich. Wandern zum Beispiel. Oder man schaut gemeinsam einen Film, den man schon kennt, und plaudert nebenbei.
@bojerlanski für mich sind es Brettspiele.
Dabei geht es mir immer tierisch auf den Keks wenn plötzlich nebenher small talk gemacht wird. Ich fange an zu ahnen warum.

-
E eyjala@mastodon.social shared this topic
J jantietje@norden.social shared this topic