Ich fürchte, (digialte) Souveränität wird nicht ernst (genug) genommen.
-
Es irritiert mich immer wieder, wenn ich lese, Freie Software sei so geil, weil sie gratis sei.
Das ist doch gar nicht der Punkt.
Freiheit ist nicht Freibier.
Möchte beliebt machen, dass wir künftig den Begriff "freie" Software vermeiden, das verwirrt nur.
OpenSource ist Software, deren Quellcode offengelegt ist. Heisst aber nicht unbedingt, dass sie gratis ist (z.B. Threema).
Freeware ist gratis Software, aber nicht unbedingt OpenSource. z.B. GoogleMaps, die Legionen von Handy-Spielen, etc.
Ich würde OpenSource-Distributoren raten, ein Lizenzmodell einzuführen, welches kommerzielle Benutzung kostenpflichtig macht, ohne technische Locks, um die Lizenzzahlung durchzusetzen. Wie beispielsweise Oracle: Du kannst das ganze umfangreiche Softwarepaket ohne Probleme installieren und benutzen. Nur die juristischen Lizenzbestimmungen sagen, dass du was abdrücken musst, wenn du damit Geld verdienst. Damit sind sie bisher offenbar gut gefahren, denn Oracle nagt nicht grad am Hungertuch.
-
Möchte beliebt machen, dass wir künftig den Begriff "freie" Software vermeiden, das verwirrt nur.
OpenSource ist Software, deren Quellcode offengelegt ist. Heisst aber nicht unbedingt, dass sie gratis ist (z.B. Threema).
Freeware ist gratis Software, aber nicht unbedingt OpenSource. z.B. GoogleMaps, die Legionen von Handy-Spielen, etc.
Ich würde OpenSource-Distributoren raten, ein Lizenzmodell einzuführen, welches kommerzielle Benutzung kostenpflichtig macht, ohne technische Locks, um die Lizenzzahlung durchzusetzen. Wie beispielsweise Oracle: Du kannst das ganze umfangreiche Softwarepaket ohne Probleme installieren und benutzen. Nur die juristischen Lizenzbestimmungen sagen, dass du was abdrücken musst, wenn du damit Geld verdienst. Damit sind sie bisher offenbar gut gefahren, denn Oracle nagt nicht grad am Hungertuch.
@heri
mag sein, dass es nicht allen klar ist, aber "Freie Software" (Floss) meint eben nicht "Freeware". Freie Software meint "free as free speach, not as free beer". -
@heri
mag sein, dass es nicht allen klar ist, aber "Freie Software" (Floss) meint eben nicht "Freeware". Freie Software meint "free as free speach, not as free beer".@wolf @mina @AwetTesfaiesus Auch wenn du es hier nochmals definierst: Die Verwendung von "frei" führt halt trotzdem zu Verwirrung.
-
@z428eu @pmj @mina @AwetTesfaiesus
Bei uns war es kaum jemals ein Wechsel von proprietär zu OpenSource. Desktop, Büro, Kommunikation, alles von Microsoft dominiert. Aber Entwicklung, Backend, Server, Hilfstools, und und wurde aus dem OpenSource-Bereich genommen. Nicht nur, weil es günstiger war, sondern meist auch besser und einfacher.
@heri Ja, das ist hier definitiv ähnlich gewesen, ist es immer noch. Gerade im Desktop/Office-Bereich gibt es keine Alternative zu Microsoft und gab es lang auch nix, was in relevanten Aspekten (Support durch Externe, Support für meist proprietäre Fachanwendungen, Support für die Dateitypen, die man für gewöhnlich zugeworfen bekommt, Bekanntheitsgrad bei den Anwendern, Erwartungshaltung, dass der Lieferant auch morgen die Software noch liefern kann, ...) "besser" gewesen wäre. Bei Systemen wie SAP, Oracle als Plattform, Dokumentenmanagement-Software und anderen proprietären Lösungen, auf die irgendwie Unternehmensanwendungen gepackt wurden, hingen auch immer Lizenzkosten, aber mindestens genau so viel Kosten für Customizing und Betreuung, dort wären Alternativen oft interessant und sogar denkbar gewesen, aber dort wäre der Aufwand für die spezifischen Anpassungen in einigen Fällen so exorbitant viel größer gewesen, dass der Lizenzkauf daneben verschmerzbar schien. Bei den Entwicklern, Admins, ... mit Tools, Frameworks, Third-Party-Modulen (npm, maven, PIP/CPAN, ...) war das schon immer anders, das waren meist aber Dinge, die das Management und den Einkauf nie interessiert hat - und dort war aber interessanterweise auch bei den Entwicklern selten bis nie die Sensibilisierung da, dass man vielleicht solchen Projekten irgendwelchen Support zukommen lassen müsste; das Maximum war dort mal ein Patch oder Kommunikation auf einer Mailingliste oder ein interner Fork, wenn irgendeine kritische Komponente nicht weitergepflegt wurde. Das hat sich in den letzten Jahren /etwas/ geändert, aber nur dort, wo das Management mittlerweile genauer hinschaut, was etwa and Third-Party-Abhängigkeiten in Software übernommen wird, Stichwort SBoM. Aber die Idee, dort auch /Geld/ in solche Projekte zu investieren, ist eher selten. Ich weiß nicht, ob das anders wäre, wenn es eben ... naja, mehr "kommerziell offene" Software gäbe, bei der klar ist, dass die Quellen offen sind, aber die für Enterprise-Einsatz Lizenzkäufe nach sich ziehen. Dann wiederum sehe ich aber, wie etwa bei RedHat Enterprise Linux einige Beteiligte mit viel Aufwand die Systeme von den Sources neu bauen, um eben /nicht/ Subscriptions an RedHat zahlen zu müssen, und dann hab ich weder eine klare Antwort noch weiß ich, was genau eigentlich die Frage ist, die gestellt und geklärt werden muss. An dem Punkt funktioniert ja nicht mal mehr das Modell "libre-aber-kostenpflichtig", wie es scheint.

-
@AwetTesfaiesus Naja die EU knurrt schon. Aber DE fiept schon nur vor sich hin. 🤭
@decorum @AwetTesfaiesus Ich habe zugebissen und nun stehe ich alleine da ohne Job. Ich hätte sehr viel Reden halten sollen bei Null Umsetzung. Leute verdienen Geld durch Moderation und Kommunikation über bestimmte Probleme. Wehe da setzt wer um und Probleme verschwinden. Nö, funktioniert leider nicht, nicht in diesem Leben, nicht auf diesem Planeten.
-
@heri Ja, das ist hier definitiv ähnlich gewesen, ist es immer noch. Gerade im Desktop/Office-Bereich gibt es keine Alternative zu Microsoft und gab es lang auch nix, was in relevanten Aspekten (Support durch Externe, Support für meist proprietäre Fachanwendungen, Support für die Dateitypen, die man für gewöhnlich zugeworfen bekommt, Bekanntheitsgrad bei den Anwendern, Erwartungshaltung, dass der Lieferant auch morgen die Software noch liefern kann, ...) "besser" gewesen wäre. Bei Systemen wie SAP, Oracle als Plattform, Dokumentenmanagement-Software und anderen proprietären Lösungen, auf die irgendwie Unternehmensanwendungen gepackt wurden, hingen auch immer Lizenzkosten, aber mindestens genau so viel Kosten für Customizing und Betreuung, dort wären Alternativen oft interessant und sogar denkbar gewesen, aber dort wäre der Aufwand für die spezifischen Anpassungen in einigen Fällen so exorbitant viel größer gewesen, dass der Lizenzkauf daneben verschmerzbar schien. Bei den Entwicklern, Admins, ... mit Tools, Frameworks, Third-Party-Modulen (npm, maven, PIP/CPAN, ...) war das schon immer anders, das waren meist aber Dinge, die das Management und den Einkauf nie interessiert hat - und dort war aber interessanterweise auch bei den Entwicklern selten bis nie die Sensibilisierung da, dass man vielleicht solchen Projekten irgendwelchen Support zukommen lassen müsste; das Maximum war dort mal ein Patch oder Kommunikation auf einer Mailingliste oder ein interner Fork, wenn irgendeine kritische Komponente nicht weitergepflegt wurde. Das hat sich in den letzten Jahren /etwas/ geändert, aber nur dort, wo das Management mittlerweile genauer hinschaut, was etwa and Third-Party-Abhängigkeiten in Software übernommen wird, Stichwort SBoM. Aber die Idee, dort auch /Geld/ in solche Projekte zu investieren, ist eher selten. Ich weiß nicht, ob das anders wäre, wenn es eben ... naja, mehr "kommerziell offene" Software gäbe, bei der klar ist, dass die Quellen offen sind, aber die für Enterprise-Einsatz Lizenzkäufe nach sich ziehen. Dann wiederum sehe ich aber, wie etwa bei RedHat Enterprise Linux einige Beteiligte mit viel Aufwand die Systeme von den Sources neu bauen, um eben /nicht/ Subscriptions an RedHat zahlen zu müssen, und dann hab ich weder eine klare Antwort noch weiß ich, was genau eigentlich die Frage ist, die gestellt und geklärt werden muss. An dem Punkt funktioniert ja nicht mal mehr das Modell "libre-aber-kostenpflichtig", wie es scheint.

naja, es gibt halt auch selten gute lizenz modelle
bsp. odoo - du bezahlst mehr wenn du es selber hostest, what?!
oder magento; gratis wenn community edition, ab 10k aufwärts für enterprise (vor adobe) und seit adobe musst du erst mit denen kommunizieren um preis zu erfahren
als kleine bude die z.b. gerade am anfang steht und/oder noch nicht weiss wie sich das geschäft entwickelt kann man sich zum teil die lizenzen schlicht nicht leisten benötigt aber halt trotzdem ne infrastruktur
und zum teil möchte man die projekte auch unterstützen weiss aber nicht wieist halt auch alles ziemlicher wildwuchs in dem bereich
@mina @AwetTesfaiesus @heri -
naja, es gibt halt auch selten gute lizenz modelle
bsp. odoo - du bezahlst mehr wenn du es selber hostest, what?!
oder magento; gratis wenn community edition, ab 10k aufwärts für enterprise (vor adobe) und seit adobe musst du erst mit denen kommunizieren um preis zu erfahren
als kleine bude die z.b. gerade am anfang steht und/oder noch nicht weiss wie sich das geschäft entwickelt kann man sich zum teil die lizenzen schlicht nicht leisten benötigt aber halt trotzdem ne infrastruktur
und zum teil möchte man die projekte auch unterstützen weiss aber nicht wieist halt auch alles ziemlicher wildwuchs in dem bereich
@mina @AwetTesfaiesus @heri@pmj Ja, volle Zustimmung, insbesondere auch genau zu den letzten beiden Punkten: Es ist ein Wildwuchs, der schwer zu überblicken ist, und manchmal weiß man nicht, wie man die Projekte unterstützen kann, wenn man will, und als kleine Bude am Anfang des Weges braucht man Infrastruktur schnell und skalierbar.
Und das ist dann der Punkt, an dem in meinem Umfeld auch gerade viele Startups bei Google gelandet sind, bei Workplace oder wie das auch immer heißt. Oder allgemein bei Angeboten von den Cloud-Hyperscalern: Die Softwarer ist meist robust und niederschwellig, Preismodelle im Wesentlichen abhängig von Nutzer- und Ressourcenbedarf sind zwar möglicherweise teurer, als wenn man den Kram on-prem hält oder das individualisiert, aber greifbarer und schneller in beide Richtungen skalierbar, und viele andere Ärgernisse, die man sonst auf dem Schirm hat, dort für den Anfang hinnehmbar gut gelöst. Und wenn man so groß ist, dass man dort raus will und kann, ist es ... fast nicht mehr möglich. Bei Office365/Azure ist das noch schlimmer.
-
naja, es gibt halt auch selten gute lizenz modelle
bsp. odoo - du bezahlst mehr wenn du es selber hostest, what?!
oder magento; gratis wenn community edition, ab 10k aufwärts für enterprise (vor adobe) und seit adobe musst du erst mit denen kommunizieren um preis zu erfahren
als kleine bude die z.b. gerade am anfang steht und/oder noch nicht weiss wie sich das geschäft entwickelt kann man sich zum teil die lizenzen schlicht nicht leisten benötigt aber halt trotzdem ne infrastruktur
und zum teil möchte man die projekte auch unterstützen weiss aber nicht wieist halt auch alles ziemlicher wildwuchs in dem bereich
@mina @AwetTesfaiesus @heri -
@pmj Ja, volle Zustimmung, insbesondere auch genau zu den letzten beiden Punkten: Es ist ein Wildwuchs, der schwer zu überblicken ist, und manchmal weiß man nicht, wie man die Projekte unterstützen kann, wenn man will, und als kleine Bude am Anfang des Weges braucht man Infrastruktur schnell und skalierbar.
Und das ist dann der Punkt, an dem in meinem Umfeld auch gerade viele Startups bei Google gelandet sind, bei Workplace oder wie das auch immer heißt. Oder allgemein bei Angeboten von den Cloud-Hyperscalern: Die Softwarer ist meist robust und niederschwellig, Preismodelle im Wesentlichen abhängig von Nutzer- und Ressourcenbedarf sind zwar möglicherweise teurer, als wenn man den Kram on-prem hält oder das individualisiert, aber greifbarer und schneller in beide Richtungen skalierbar, und viele andere Ärgernisse, die man sonst auf dem Schirm hat, dort für den Anfang hinnehmbar gut gelöst. Und wenn man so groß ist, dass man dort raus will und kann, ist es ... fast nicht mehr möglich. Bei Office365/Azure ist das noch schlimmer.
jap, vendor lock-in müsste dringend aufgebrochen werden
@mina @AwetTesfaiesus @heri