Diese ganze "Social Media erst ab 16"-Debatte ist doch auch ein riesiges Ablenkungsmanöver.
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@hobo_ahoi @sonjalemke ist das nicht eh so, dass social media apps eine Altersbeschränkung haben?
@threecoloured @sonjalemke Nur in Australien. Da ist das seit kurzem vorgeschrieben. Ansonsten nicht. Spotify fragt mich nicht wie alt ich bin. Nicht mal Mastodon tut das.
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@lianna @sonjalemke Queere Kinder sind aber genauso selten wie cis-heterosexuelle Kinder, oder?
Und Online Dating für Kinder und Jugendliche so ganz auf eigene Faust erscheint mir recht gruselig, es gibt dafür ja keine geschützten Räume.
Und ich habe noch nie jemanden auf YouTube oder Spotify gedatet.
Ich weiß jetzt auch nicht, ob z.B. Messenger Dienste in Australien überhaupt von der Altersbeschränkung erfasst sind.
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Diese ganze "Social Media erst ab 16"-Debatte ist doch auch ein riesiges Ablenkungsmanöver.
Das ist so als ob keine Verkehrsregeln gelten und deshalb Kindern das Fahrradfahren verboten wird. Und anstatt, dass wir drüber reden wie wir Regeln durchsetzen oder sie vielleicht auch anpassen müssen, diskutieren alle nur darüber ob man in dem Alter auch wirklich schon sein Gleichgewicht halten kann.
@sonjalemke ist das selbe wie in den 2000er mit Ego Shootern und Alcopops. Verboten müssen her anstatt zu reden und aufzuklären. Geht ja schneller. Leider.
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@lianna @sonjalemke Queere Kinder sind aber genauso selten wie cis-heterosexuelle Kinder, oder?
Und Online Dating für Kinder und Jugendliche so ganz auf eigene Faust erscheint mir recht gruselig, es gibt dafür ja keine geschützten Räume.
Und ich habe noch nie jemanden auf YouTube oder Spotify gedatet.
Ich weiß jetzt auch nicht, ob z.B. Messenger Dienste in Australien überhaupt von der Altersbeschränkung erfasst sind.
1/2@lianna @sonjalemke Und da du mir schon das „Leute wie du“ anbietest, schlage ich vor, dass wir im Fediverse alle lieb und freundlich zueinander sind und uns in unserer jeweiligen Einzigartigkeit schätzen

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@lianna @sonjalemke So herzlichen Glückwunsch, du bist die erste Person, die ich hier stumm schalte.
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Und dann?
Du brauchst zwei Seiten, Alter des Rezipienten und Tags an den Inhalten. Wo kommen die her?
Bei Werbung vom Auftraggeber, aber bei Social Media?
@isotopp @sonjalemke Woher weiß denn die SM-Plattform, für welche Inhalte Du Dich interessierst? Da sitzt doch niemand und labelt die Inhalte.
Es ist immer die gleiche Diskussion mit Technikern: "Wenn die Lösung nicht perfekt ist und 100 % immer richtig arbeitet, ist kann es keine Lösung sein."
Ich bin da pragmatischer:
Wenn die Eltern für ihre Kinder entscheiden können, welche Altersfreigabe sie nutzen dürfen, dann ist das eine simple Lösung, die gut genug funktioniert.
Wenn die Plattformen sich an dieser Altersangabe orientieren und die Kinder und Jugendliche bestimmte Features nicht haben (angechattet werden von Unbekannten) und weniger nicht altersangemessene Inhalte angezeigt bekommen, dann ist die Situation besser als heute. -
@sonjalemke ist das selbe wie in den 2000er mit Ego Shootern und Alcopops. Verboten müssen her anstatt zu reden und aufzuklären. Geht ja schneller. Leider.
@madmurdoc @sonjalemke Ich überlege auch immer, ob es da Parallelen gibt. Neulich habe ich eine Doku über Beatmusik gesehen und die DDR-Funktionäre, die davon sprachen, dass diese Musik die Gehirne der jungen Leute übernähmen.
Aber ich glaube, es gibt durchaus Unterschiede: Eine Hand voll Plattformen übernehmen unsere demokratischen Öffentlichkeiten. Sie übernehmen faktisch einen Großteil der Aufmerksamkeit - nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen.
Die klügsten Verhaltensforscher der Welt arbeiten für die Plattformen, damit wir da immer mehr Zeit verbringen. Und wir erwarten von 6, 7, 8-jährigen - von Jugendlichen mit pubertärem Gehirn, dass wir sie so souverän medienbilden können, dass sie dagegen allein ankommen.
Ich bin gegen ein Verbot, aber... -
@madmurdoc @sonjalemke Ich überlege auch immer, ob es da Parallelen gibt. Neulich habe ich eine Doku über Beatmusik gesehen und die DDR-Funktionäre, die davon sprachen, dass diese Musik die Gehirne der jungen Leute übernähmen.
Aber ich glaube, es gibt durchaus Unterschiede: Eine Hand voll Plattformen übernehmen unsere demokratischen Öffentlichkeiten. Sie übernehmen faktisch einen Großteil der Aufmerksamkeit - nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen.
Die klügsten Verhaltensforscher der Welt arbeiten für die Plattformen, damit wir da immer mehr Zeit verbringen. Und wir erwarten von 6, 7, 8-jährigen - von Jugendlichen mit pubertärem Gehirn, dass wir sie so souverän medienbilden können, dass sie dagegen allein ankommen.
Ich bin gegen ein Verbot, aber...@madmurdoc @sonjalemke ...wir brauchen eine andere Lösung, die Eltern und Kinder unterstützen.
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Dann definiert doch mal bitte "ernstzunehmende Strafen" und wie die umgesetzt werden sollen
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@isotopp @sonjalemke Woher weiß denn die SM-Plattform, für welche Inhalte Du Dich interessierst? Da sitzt doch niemand und labelt die Inhalte.
Es ist immer die gleiche Diskussion mit Technikern: "Wenn die Lösung nicht perfekt ist und 100 % immer richtig arbeitet, ist kann es keine Lösung sein."
Ich bin da pragmatischer:
Wenn die Eltern für ihre Kinder entscheiden können, welche Altersfreigabe sie nutzen dürfen, dann ist das eine simple Lösung, die gut genug funktioniert.
Wenn die Plattformen sich an dieser Altersangabe orientieren und die Kinder und Jugendliche bestimmte Features nicht haben (angechattet werden von Unbekannten) und weniger nicht altersangemessene Inhalte angezeigt bekommen, dann ist die Situation besser als heute.@isotopp @sonjalemke Die Frage ist allerdings: WOLLEN die Plattformen so etwas überhaupt? Oder wollen die einfach das anzeigen, was die User maximal in der App hält? Würde die überhaupt versuchen, sich an so etwas zu halten? Derzeit sieht es für mich nicht so aus.
Was macht man mit Unternehmen, die sich gar nicht an Gesetze halten wollen?
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@mythenmetz @sonjalemke Der Unterschied ist, dass Alkohol nicht so verändert werden kann, dass er an sich weniger schädlich und suchtgefährlich ist - Social Media schon.
@viktor_linsel @sonjalemke na ja, eine Frage der Konzentration.
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@promovicz löst halt nur begrenzt Probleme, wenn das genauso profitorierntiert ist und die gleichen süchtig machen den Muster bedient.
@sonjalemke Das ist wohl so. Ich denke halt, dass wir hier ohne konstruktive Gestaltung nicht weiterkommen. Die CDU soll sich daran gewöhnen, dass Moral nicht vom Meckern kommt. Ein Grund für Sucht, abseits von Technik, ist schließlich auch der Mangel an Perspektiven.
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@promovicz @sonjalemke Startup gründen und los

Ich habe als erster ein Abo.@JuenniausUebach @sonjalemke Nachdem ich Startups von innen gesehen habe bin ich eher gegen das Modell - zumindest wenn man das Geschäft gestalten will. Das funktioniert einfach nicht zusammen. Startups haben Verkauf als Hauptzweck - da stehen andere Ziele meistens im Weg.
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@JuenniausUebach @sonjalemke Nachdem ich Startups von innen gesehen habe bin ich eher gegen das Modell - zumindest wenn man das Geschäft gestalten will. Das funktioniert einfach nicht zusammen. Startups haben Verkauf als Hauptzweck - da stehen andere Ziele meistens im Weg.
@promovicz @sonjalemke
Um zu expandieren, muss man später Investoren reinholen. Man muss sich aber die Gestaltungshoheit dabei sichern. -
Diese ganze "Social Media erst ab 16"-Debatte ist doch auch ein riesiges Ablenkungsmanöver.
Das ist so als ob keine Verkehrsregeln gelten und deshalb Kindern das Fahrradfahren verboten wird. Und anstatt, dass wir drüber reden wie wir Regeln durchsetzen oder sie vielleicht auch anpassen müssen, diskutieren alle nur darüber ob man in dem Alter auch wirklich schon sein Gleichgewicht halten kann.
@sonjalemke
... und ab 16 ist dann auf einmal die Medienkompetenz da. Verbot nicht zu Ende gedacht. -
@promovicz @sonjalemke
Um zu expandieren, muss man später Investoren reinholen. Man muss sich aber die Gestaltungshoheit dabei sichern.@JuenniausUebach @sonjalemke Ich finde, das stellen sich Leute zu einfach vor. Wenn man ein Startup verkauft, dann verkauft man genau die Gestaltungshoheit - und das gilt meistens selbst für "Founder", die als Personalie in Deutschland sowieso nicht so angesehen sind wie in den USA.
Also ich würde sagen: nein, Kapitalismus widerspricht sich mit gesellschaftlich verträglichen Geschäftszielen. Da bin ich einfach zu oft durch, um's zu glauben.
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Diese ganze "Social Media erst ab 16"-Debatte ist doch auch ein riesiges Ablenkungsmanöver.
Das ist so als ob keine Verkehrsregeln gelten und deshalb Kindern das Fahrradfahren verboten wird. Und anstatt, dass wir drüber reden wie wir Regeln durchsetzen oder sie vielleicht auch anpassen müssen, diskutieren alle nur darüber ob man in dem Alter auch wirklich schon sein Gleichgewicht halten kann.
@sonjalemke Würde ja eher profitorientierte soziale Medien verbieten stattdessen

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@JuenniausUebach @sonjalemke Ich finde, das stellen sich Leute zu einfach vor. Wenn man ein Startup verkauft, dann verkauft man genau die Gestaltungshoheit - und das gilt meistens selbst für "Founder", die als Personalie in Deutschland sowieso nicht so angesehen sind wie in den USA.
Also ich würde sagen: nein, Kapitalismus widerspricht sich mit gesellschaftlich verträglichen Geschäftszielen. Da bin ich einfach zu oft durch, um's zu glauben.
@promovicz @sonjalemke leider bleibt es dann meistens ein Traum
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@promovicz @sonjalemke leider bleibt es dann meistens ein Traum
️@JuenniausUebach @sonjalemke Leute reden sich das schön, und am Ende stehst du vor der Wahl: Moral oder Profit. Wer ein solides Unternehmen aufbauen will, macht kein Startup draus. (meine Erfahrungssumme ist btw etwa 100M€, falls sich wer fragt)
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@JuenniausUebach @sonjalemke Leute reden sich das schön, und am Ende stehst du vor der Wahl: Moral oder Profit. Wer ein solides Unternehmen aufbauen will, macht kein Startup draus. (meine Erfahrungssumme ist btw etwa 100M€, falls sich wer fragt)
Habe in meiner beruflichen Praxis andere Beispiele kennengelernt z.B. https://1komma5.com/de/ueber-uns
Aber ich kann verstehen, wenn jemand das nicht möchte. Es erfordert Mut, Hartnäckigkeit und Ausdauer. Aber man sollte nicht behaupten, dass es in Deutschland unmöglich ist