In Deutschland gab es schon mal ein kapitalgedecktes Rentensystem.
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In Deutschland gab es schon mal ein kapitalgedecktes Rentensystem. Nach dem ersten Weltkrieg und infolge der Weltwirtschaftskrise ab 1929 wurden die Renten durch Hyperinflationen jedoch fast völlig entwertet. Das half den Faschisten.
Die Unsicherheiten der Kapitaldeckung brachte Adenauer und seine Regierung 1957 auf die Idee, auf die Umlagenfinanzierung umzustellen. Sie ist auch bei veränderter Demografie das stabilere System.
@LThiry du brachtest Hyperinflation und Weltwirtschaftskrise durcheinander.
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@Drude
Sicher gibt es auch hier einen Pferdefuß, aber es ist ein Versuch ein nachhaltiges Investment anzubieten für Leute, die überhaupt etwas zurücklegen können.
https://www.union-investment.de/fairworldfonds-LU0458538880-fonds-A0YCZ3/?portrait=5Wenn mir nicht jemand inhaltlich erklären kann, was in den nächsten 10-30 Jahren eine "Wertsteigerung" erlebt, ohne dabei Ungerechtigkeit zu verschlimmern, bleibe ich dabei, dass private Vorsorge in dieser Form Mist ist.
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Wenn mir nicht jemand inhaltlich erklären kann, was in den nächsten 10-30 Jahren eine "Wertsteigerung" erlebt, ohne dabei Ungerechtigkeit zu verschlimmern, bleibe ich dabei, dass private Vorsorge in dieser Form Mist ist.
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@max_muehsal @LThiry Deswegen halte ich das ja für Mist.
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@LThiry du brachtest Hyperinflation und Weltwirtschaftskrise durcheinander.
@ipofanes
Danke, das hatte ich nicht ganz präzise formuliert. Ich hoffe, jetzt wirds klarer. -
Das System funktioniert gut mit konstanter Bevölkerung. Es werden so viele geboren, wie sterben. Aber die Demographie verändert sich. Es werden viel weniger geboren, als im Moment alt werden. Die Menschen werden immer älter.
Gute Nachricht: In ein paar Jahren sterben massenhaft Alte und entlasten die Rentenkassen.
Allerdings schrumpft die Bevölkerung ohne Migration. Damit müssen auch in Zukunft die Jüngeren mehr Ältere unterstützen, als in einer konstanten, stabilen Bevölkerung.
@byggvir Der Punkt beim Umlagesystem ist die Produktivität und die Reallöhne. Vor Jahrzehnten haben 5-6 Leute ein*e Renter*in getragen, inzwischen sind wir bei 2 angekommen. Wenn die Reallöhne in den letzten 20 Jahren mit der Produktivität gestiegen wären, wäre das auch kein Problem. Außerdem würde es natürlich reichen, wenn alle mit Einkommen (auch aus Mieten und Aktien) in die Sozialkasen einzahlen würden. Das ist alles längst belegt. Das Demographieargument ist Propaganda. @LThiry
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@max_muehsal @LThiry Deswegen halte ich das ja für Mist.
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@max_muehsal @LThiry Absolut!
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@max_muehsal @LThiry Absolut!
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In Deutschland gab es schon mal ein kapitalgedecktes Rentensystem. Nach dem ersten Weltkrieg und infolge der Weltwirtschaftskrise ab 1929 wurden die Renten durch Hyperinflationen jedoch fast völlig entwertet. Das half den Faschisten.
Die Unsicherheiten der Kapitaldeckung brachte Adenauer und seine Regierung 1957 auf die Idee, auf die Umlagenfinanzierung umzustellen. Sie ist auch bei veränderter Demografie das stabilere System.
@LThiry ein reines Umlagesystem hat den Vorteil, dass es besser recovered nach einer Krise. Beide Systeme gehen runter in der Leistung wenn eine Krise kommt. Aber das kapitalgedeckte System kommt dann nicht mehr richtig hoch. Beispiele sind alle Krisen der jüngeren Vergangenheit in den USA.
Ein Umlagesystem plus staatliche Transfers kann Krisen noch besser meistern, weil es Löcher abmildern kann. Damit erhält man auch Kaufkraft. 1/2
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@LThiry ein reines Umlagesystem hat den Vorteil, dass es besser recovered nach einer Krise. Beide Systeme gehen runter in der Leistung wenn eine Krise kommt. Aber das kapitalgedeckte System kommt dann nicht mehr richtig hoch. Beispiele sind alle Krisen der jüngeren Vergangenheit in den USA.
Ein Umlagesystem plus staatliche Transfers kann Krisen noch besser meistern, weil es Löcher abmildern kann. Damit erhält man auch Kaufkraft. 1/2
@LThiry Sollte das System gänzlich kollabieren, taugt keines der Systeme, aber dagegen kann man auch nichts im System tun. Das muss an anderer Stelle erfolgen. 2/2
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@PatrikSchoenfeldt
Mit der Verengung der Argumentation auf die Kopplung von Renten und Anzahl der Erwerbstätigen fangen die Probleme an, weil andere Einkommensarten nicht einbezogen werden.Genau, das seh ich auch so. Und ich möchte noch einen Schritt weitergehen.
Wir müssen nicht "andere Einkommensarten" in Betracht ziehen, sondern den Focus komplett umstellen. Es ist nicht das Geld, das uns ernährt oder ein warmes Zuhause bereitstellt, sondern letzlich die Wirtschaftstätikgeit, die HIER und JETZT stattfindet. Die aktuelle Produktion (ob durch Mensch, Maschine, Roboter, KI, ...) versorgt alle HEUTE, egal ob Arbeiter, Rentner, Kind, Kranker, etc. Es ist letzlich nur eine Frage der gerechten Verteilung (die durch Geld lediglich organisiert wird).
Es wird auch in Zukunft so sein: Auch mit noch so viel angespartem Geld (oder Aktien) kannst Du in Zukunft kein Brot mehr kaufen, wenn kein Brot mehr gebacken wird.
Darum gibt es zum Umlagerungsverfahren keine Alternativ. Die kapitalgebundene Vorsorge ist nur eine Erfindung der Finanzindustrie, die damit reichlich zusätzliches Geld abzockt.
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@max_muehsal Worauf?
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@max_muehsal Worauf?
@Drude auf das andere. Magst du es verraten?
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@Drude auf das andere. Magst du es verraten?
Du meinst sowas wie tatsächlich solidarisches Denken und Handeln?
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Du meinst sowas wie tatsächlich solidarisches Denken und Handeln?
@Drude genau! Und solidarisch mit wem? Oder was? Den Insekten? Den Bäumen?
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@Drude genau! Und solidarisch mit wem? Oder was? Den Insekten? Den Bäumen?
Glaube tatsächlich, da ist unserem Denken wenig Grenze gesetzt.
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Glaube tatsächlich, da ist unserem Denken wenig Grenze gesetzt.
@Drude dann bleibe ich gespannt
zeige mir die Tür hinaus! -
@Drude dann bleibe ich gespannt
zeige mir die Tür hinaus!Fürchte, da musst du selbst ran. Ich lasse als Inspiration mal folgende Links hier:
https://www.volkshochschule.de/vhs-welt/index.php
https://www.divibib.com/informationen-fuer-nutzerinnen/c-1819
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Fürchte, da musst du selbst ran. Ich lasse als Inspiration mal folgende Links hier:
https://www.volkshochschule.de/vhs-welt/index.php
https://www.divibib.com/informationen-fuer-nutzerinnen/c-1819
@Drude
klar