Runway, ein AI-Videogenerations-Unternehmen hat einen visuellen Turing-Test vorgestellt.
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Runway, ein AI-Videogenerations-Unternehmen hat einen visuellen Turing-Test vorgestellt.
Ihr könnt das ja mal machen. Die Erkenntnis dabei ist, das AI-Videogeneratoren nach wie vor nicht vollständig reales erzeugen und eigentlich auch Bildintegritätsinformationen enthalten sollten. Allerdings halte ich den aktuellen Output für – mit noch etwas Nachbearbeitung – hinreichend real, dass 90% aller Betrachtenden plausible Fakes wahrscheinlich anstandslos als echt akzeptieren
@bkastl Kleine Begriffskritik: Es geht hier nicht darum, ob algorithmisch generierte Medien-Artefakte "real" sind, sondern darum, wie "realistisch" sie wirken. Real sind sie immer (oder nie, je nach Definition) - nicht anders als alle anderen, auf herkömmlichere Weisen erzeugten, Bilder/Videos etc.
Im Fall dieses Tests sind es Stock-Footage-Videos, die anhand ihrer vermeintlichen Produktionsweise als "real" gelabelt werden, und das ist sowohl Methode als auch ideologischer Effekt dieses "Tests": hochgradig inszenierte und generische Videoschnipsel werden als Goalpost für das gesetzt, was "echte" Abbildungen von etwas Wirklichem sein sollen.
Der messbar gemachte Status von Realität wird auf der Ebene der technischen Produktion ihrer massenmedialen Darstellung verhandelt.
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Die Beispiele sind teilweise im Vergleich echt hart zu erkennen.
Falls ihr euch da eher vorkommt, als ob ihr eher so würfelt, was echt ist oder nicht – wir sind teilweise an dem Punkt angekommen, ja.
@bkastl
Hab 65% richtig erkannt. War echt schwer. -
@bkastl Kleine Begriffskritik: Es geht hier nicht darum, ob algorithmisch generierte Medien-Artefakte "real" sind, sondern darum, wie "realistisch" sie wirken. Real sind sie immer (oder nie, je nach Definition) - nicht anders als alle anderen, auf herkömmlichere Weisen erzeugten, Bilder/Videos etc.
Im Fall dieses Tests sind es Stock-Footage-Videos, die anhand ihrer vermeintlichen Produktionsweise als "real" gelabelt werden, und das ist sowohl Methode als auch ideologischer Effekt dieses "Tests": hochgradig inszenierte und generische Videoschnipsel werden als Goalpost für das gesetzt, was "echte" Abbildungen von etwas Wirklichem sein sollen.
Der messbar gemachte Status von Realität wird auf der Ebene der technischen Produktion ihrer massenmedialen Darstellung verhandelt.
@bkastl Ich weiß, dass das sehr über den Zweck dieses Posts hinausgeht. Im Kontext ist hier auch völlig verständlich, was gemeint ist.
Ich merke das alles nur deswegen als Ergänzung an, weil die Verwechslung von "realistisch" und "real" ein Kern von Medienstrategien ist, die Macht durch die technische Produktion von Realismuseffekten akkumulieren.
Das ist etwas, das mich selbst gerade interessiert, weil Realismus eigentlich ein ästhetische Kategorie ist, die aber seit Jahrzehnten als moving goalpost in die Legitimierung von Forschung und Entwicklung digitaler Simulationsmedien eingewoben ist.
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Die Beispiele sind teilweise im Vergleich echt hart zu erkennen.
Falls ihr euch da eher vorkommt, als ob ihr eher so würfelt, was echt ist oder nicht – wir sind teilweise an dem Punkt angekommen, ja.
Es fehlten mir zwar etwas die Zeichen, aber wichtige Ergänzung / Kritik an dem Ausgangspost von @foyglgezang – auch wenn das noch ein paar andere Ebenen aufmacht. Die aber ebenso wichtig sind.
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Es fehlten mir zwar etwas die Zeichen, aber wichtige Ergänzung / Kritik an dem Ausgangspost von @foyglgezang – auch wenn das noch ein paar andere Ebenen aufmacht. Die aber ebenso wichtig sind.
@bkastl @foyglgezang wenn es um Bildkritik und dem Umgang mit neuen Technologien geht, lohnt es sich https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Kunstwerk_im_Zeitalter_seiner_technischen_Reproduzierbarkeit?wprov=sfti1 von Walter Benjamin zu lesen. Er hat sich unter anderem mit Faschismus im Zusammenhang massenhaft erzeugter Bilder auseinandergesetzt.
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Runway, ein AI-Videogenerations-Unternehmen hat einen visuellen Turing-Test vorgestellt.
Ihr könnt das ja mal machen. Die Erkenntnis dabei ist, das AI-Videogeneratoren nach wie vor nicht vollständig reales erzeugen und eigentlich auch Bildintegritätsinformationen enthalten sollten. Allerdings halte ich den aktuellen Output für – mit noch etwas Nachbearbeitung – hinreichend real, dass 90% aller Betrachtenden plausible Fakes wahrscheinlich anstandslos als echt akzeptieren
@bkastl ich bin vielleicht zu müde, oder meine verbindung ist es? manche sind gelaufen, andere standbild ??
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@bkastl ich bin vielleicht zu müde, oder meine verbindung ist es? manche sind gelaufen, andere standbild ??
@zombiecide Es läuft eigentlich 1 oder 2 mal zum Vergleich, aber nicht kontinuierlich. Etwas random auch mit stabiler Verbindung
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@bkastl Kleine Begriffskritik: Es geht hier nicht darum, ob algorithmisch generierte Medien-Artefakte "real" sind, sondern darum, wie "realistisch" sie wirken. Real sind sie immer (oder nie, je nach Definition) - nicht anders als alle anderen, auf herkömmlichere Weisen erzeugten, Bilder/Videos etc.
Im Fall dieses Tests sind es Stock-Footage-Videos, die anhand ihrer vermeintlichen Produktionsweise als "real" gelabelt werden, und das ist sowohl Methode als auch ideologischer Effekt dieses "Tests": hochgradig inszenierte und generische Videoschnipsel werden als Goalpost für das gesetzt, was "echte" Abbildungen von etwas Wirklichem sein sollen.
Der messbar gemachte Status von Realität wird auf der Ebene der technischen Produktion ihrer massenmedialen Darstellung verhandelt.
@foyglgezang @bkastl Das ist insofern spannend, weil mein 14/20 Ergebnis in dem Test nur deshalb möglich war weil ich
- wusste dass 1 der beiden Videos nicht real sein soll (sonst hätte ich sie allesamt geschluckt)
- im direkten Vergleich dann Heuristiken auf Basis von Annahmen über den Produktionsprozess treffen konnte: Zu stabil/ zu seltsamer Schwenk; zu klare Farben; Videomodelle mögen es nicht Dinge aus dem Frame heraus- und hereinzubewegenAußerhalb dieses Rahmens bin ich aufgeschmissen.
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@zombiecide Es läuft eigentlich 1 oder 2 mal zum Vergleich, aber nicht kontinuierlich. Etwas random auch mit stabiler Verbindung
@bkastl die meisten sind losgelaufen als ich gewählt hab, das hat mich etwas gewundert
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Es fehlten mir zwar etwas die Zeichen, aber wichtige Ergänzung / Kritik an dem Ausgangspost von @foyglgezang – auch wenn das noch ein paar andere Ebenen aufmacht. Die aber ebenso wichtig sind.
Falls ihr euch fragt, wie ich da so abgeschlossen habe:
18 von 20.
Besser als der Durchschnitt.
Das liegt aber auch an:
- einen abgeschlossenen Bachelor und Master in "was mit Medien"
- Erfahrungen mit Broadcast und Filmtechnik, Computer Vision, Imaging, etc.
- einem Color Grading geeigneten MonitorAber selbst dann ist es echt hart geworden an manchen Stellen.
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Falls ihr euch fragt, wie ich da so abgeschlossen habe:
18 von 20.
Besser als der Durchschnitt.
Das liegt aber auch an:
- einen abgeschlossenen Bachelor und Master in "was mit Medien"
- Erfahrungen mit Broadcast und Filmtechnik, Computer Vision, Imaging, etc.
- einem Color Grading geeigneten MonitorAber selbst dann ist es echt hart geworden an manchen Stellen.
@bkastl Nur 13/20

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Falls ihr euch fragt, wie ich da so abgeschlossen habe:
18 von 20.
Besser als der Durchschnitt.
Das liegt aber auch an:
- einen abgeschlossenen Bachelor und Master in "was mit Medien"
- Erfahrungen mit Broadcast und Filmtechnik, Computer Vision, Imaging, etc.
- einem Color Grading geeigneten MonitorAber selbst dann ist es echt hart geworden an manchen Stellen.
Der Witz an den Videos ist aber, dass die meisten Videos nur deswegen auffallen, weil sie im Vergleich eine eher hyperrealen Look haben, wenn keine Menschen drauf sind.
So wirklich grobe Schnitzer logischer Art gibt es da aber nicht mehr.
Was meine ich mit hyperreal? Die synthetisierten Videos haben oftmals mehr Details als das Original. Hoher Mikrokontrast, mehr Sättigung, mehr Schärfe, weniger "Foggyness".
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Runway, ein AI-Videogenerations-Unternehmen hat einen visuellen Turing-Test vorgestellt.
Ihr könnt das ja mal machen. Die Erkenntnis dabei ist, das AI-Videogeneratoren nach wie vor nicht vollständig reales erzeugen und eigentlich auch Bildintegritätsinformationen enthalten sollten. Allerdings halte ich den aktuellen Output für – mit noch etwas Nachbearbeitung – hinreichend real, dass 90% aller Betrachtenden plausible Fakes wahrscheinlich anstandslos als echt akzeptieren
@bkastl 9 von 20 ist beschämend, oder?

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Falls ihr euch fragt, wie ich da so abgeschlossen habe:
18 von 20.
Besser als der Durchschnitt.
Das liegt aber auch an:
- einen abgeschlossenen Bachelor und Master in "was mit Medien"
- Erfahrungen mit Broadcast und Filmtechnik, Computer Vision, Imaging, etc.
- einem Color Grading geeigneten MonitorAber selbst dann ist es echt hart geworden an manchen Stellen.
@bkastl 13/20. Sauschwer.
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Der Witz an den Videos ist aber, dass die meisten Videos nur deswegen auffallen, weil sie im Vergleich eine eher hyperrealen Look haben, wenn keine Menschen drauf sind.
So wirklich grobe Schnitzer logischer Art gibt es da aber nicht mehr.
Was meine ich mit hyperreal? Die synthetisierten Videos haben oftmals mehr Details als das Original. Hoher Mikrokontrast, mehr Sättigung, mehr Schärfe, weniger "Foggyness".
Dann haben wir nach wie vor Probleme bei der Reproduktion feiner Details, weirde Pupillenartefakte (siehe bei den Katzen), JJ abrahms Gedächtnis Lensflares, Glitches mit Fahrstreifen und so weiter.
Aber nicht mehr so viele grobe Schnitzer.
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Dann haben wir nach wie vor Probleme bei der Reproduktion feiner Details, weirde Pupillenartefakte (siehe bei den Katzen), JJ abrahms Gedächtnis Lensflares, Glitches mit Fahrstreifen und so weiter.
Aber nicht mehr so viele grobe Schnitzer.
@bkastl Und manche wirken zu perfekt, wie die Haare im Cabrio, das Gras, oder die Vögel. Ohne den direkten Vergleich würde mir das Meiste aber nicht auffallen.
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