Es gab eine Anregung, die Frage nach #Geoengineering anders zu fassen.
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@AwetTesfaiesus Prinzipiell wäre CO2-Entzug aus der Atmosphäre nicht verwerflich, Pflanzen tun das ja jeden Tag, aber ökonomisch ist es halt unsinnig. Deswegen habe ich mit Gesamtablehnung gestimmt.
Man darf ja nicht vergessen wo das CO2 herkommt:
aus einer exothermen Reaktion mit der wir hier immer noch große Teile der Wirtschaft und Welt antreiben. Und der Rückwärtsgang ist endotherm und zwischendrin will die Thermodynamik ihren Tribut bezahlt sehen, sondern könnten wir Perpetuum mobile bauen.
Also ist die Vermeidung/Verminderung von CO2-Eintrag erst mal ganz oben auf der Liste.
Und bei irgendwelchen Methoden im Dunstkreis Carbon-Capture stellt sich immer IMHO die Frage bringt die dafür reingesteckte Energie wirklich etwas?
Verpresstes CO2 ist immer noch CO2 und eben nicht C + O. Im Einzelfall kann das sinnvoll sein (industrielle Prozesse wo sehr viel CO2 anfällt, aber weiterverarbeitet werden kann), aber nicht allgemein.
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Es gab eine Anregung, die Frage nach #Geoengineering anders zu fassen.
Würdet ihr da bitte nochmal antworten?
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Vielleicht sollte man statt Geoengineering lieber "terrestrial Terraforming" sagen.

@AwetTesfaiesus
Eine sehr gute Zusammenfassung zu Punkt zwei (öffentliche Wahrnehmung) gibt es im letzten State of CDR Bericht. Das gesamte Report ist übrigens empfehlenswert und absolut unverzichtbar in unserem wissenschaftlichen Disziplin.Ich wäre außerdem höchst interessiert, wie Kapitel 6 aussehen würde, wenn #fediverse statt #muskyboi im Fokus gewesen wäre....
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Es gab eine Anregung, die Frage nach #Geoengineering anders zu fassen.
Würdet ihr da bitte nochmal antworten?
@AwetTesfaiesus Schwierig so zu beantworten:
Geoengineering indem man Wälder wieder herstellt, Brach und Ackerflächen in Naturwald umwandelt, 50% aller Parkplätze mit Bäumen bepflanzt; damit habe ich kein Problem.
Geoengineering bei dem Energie, die wir besser dafür benutzen könnten klimaintensive Industrien zu elektrifizieren, eingesetzt wird um CO2 der Luft zu entziehen macht für mich wenig sinn.
Solarabschirmung und Stoffe sind Science-Fiction-Experimente.
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Vielleicht sollte man statt Geoengineering lieber "terrestrial Terraforming" sagen.

@AwetTesfaiesus
das tun wir ja immer schon. Und werden wir auch weiter tun. Nur sollten wir da bei mehr die Auswirkungen aufs Erdsystem bewusst einkalkulieren. -
Es gab eine Anregung, die Frage nach #Geoengineering anders zu fassen.
Würdet ihr da bitte nochmal antworten?
@AwetTesfaiesus Habe abgestimmt in der Gewissheit nicht kompetent genug zu sein. Dafür habe ich die Politik die über ein Gremium zur Entscheidung kommt. Ich habe mich in einem Bürgerentscheid meiner Kommune falsch entschieden ( so wie die Mehrheit). Erst nach intensiver Einarbeitung konnte ich meinen Fehler erkennen, zu spät.
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Es gab eine Anregung, die Frage nach #Geoengineering anders zu fassen.
Würdet ihr da bitte nochmal antworten?
@AwetTesfaiesus Auch wenn wir ggf. einmal um CO2-Entnahme nicht herumkommen werden, habe ich hier für "lehne Geoengineering vollständig ab" votiert, weil es derzeit wissenschaftlich von den potenziellen Entnahmemengen sowie den Unsicherheiten bzgl. möglichst dauerhafter Einlagerung noch so viele Fragezeichen gibt und keine ernstzunehmende Option ist. D.h. die Diskussion darum ist viel zu oft eine #Scheinlösung, um die tatsächlich real exisiteirenden Lösungen #Effizienzwende #Suffizienz #EreneuerbareEnergien-Ausbau zu blockieren. Wenn einmal genauso viel Aufwand finanziell und personell in die #Suffizienz-, #Effizienz- und #Konsistenz-Strategie gesteckt wird, wie in vermeintliche (idR technische) End-of-Pipe-Rettungsoptionen, dann können wir auch über CO2-Entnahme sprechen. #Actthefucknow #Klimakrise #Klimakatastrophe
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Es gab eine Anregung, die Frage nach #Geoengineering anders zu fassen.
Würdet ihr da bitte nochmal antworten?
@AwetTesfaiesus "Entzug von CO2" ist halt ne Scheindebatte, da teurer, als CO2 gar nicht erst zu emittieren. Zumindest zum heutigen Zeitpunkt, wo dies an so vielen Stellen noch so einfach möglich wäre. Damit dient CCS lediglich als Feigenblatt, um wichtigere Lösungen weiter zu verzögern.
Deswegen lehne ich es aktuell STRATEGISCH ab.
Insgesamt ist es aber bestenfalls "Reverse-Geoengineering" und die Wechselwirkungen von CO2 in der Atmosphäre gut erforscht. Daher als ERGÄNZENDE Maßnahme richtig.
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@AwetTesfaiesus "Entzug von CO2" ist halt ne Scheindebatte, da teurer, als CO2 gar nicht erst zu emittieren. Zumindest zum heutigen Zeitpunkt, wo dies an so vielen Stellen noch so einfach möglich wäre. Damit dient CCS lediglich als Feigenblatt, um wichtigere Lösungen weiter zu verzögern.
Deswegen lehne ich es aktuell STRATEGISCH ab.
Insgesamt ist es aber bestenfalls "Reverse-Geoengineering" und die Wechselwirkungen von CO2 in der Atmosphäre gut erforscht. Daher als ERGÄNZENDE Maßnahme richtig.
@AwetTesfaiesus aber selbst wenn wir mittels CCS die Klimaerwärmung einfach stoppen könnten, während wir unverändert viel emittieren (was natürlich Quatsch ist): die massive Ausbeutung der letzten Ressourcen der Erde hinterlässt natürlich neben zu vielen Treibhausgasen in der Atmosphäre viele weitere Schäden, die uns ebenfalls lebensgefährlich werden können, angefangen beim Insektensterben (Biodiversität) und der Verseuchung des Grundwassers.
Und: wenn wir binnen weniger Jahrhunderte bereits
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@AwetTesfaiesus aber selbst wenn wir mittels CCS die Klimaerwärmung einfach stoppen könnten, während wir unverändert viel emittieren (was natürlich Quatsch ist): die massive Ausbeutung der letzten Ressourcen der Erde hinterlässt natürlich neben zu vielen Treibhausgasen in der Atmosphäre viele weitere Schäden, die uns ebenfalls lebensgefährlich werden können, angefangen beim Insektensterben (Biodiversität) und der Verseuchung des Grundwassers.
Und: wenn wir binnen weniger Jahrhunderte bereits
@AwetTesfaiesus ... alle Ressourcen verfeuern oder damit erzeugte Produkte nicht konsequent(er) recyclen, dann ist schlicht für die nachfolgenden Generationen nichts mehr da. Die Herstellung von Medikamenten ist beispielsweise nunmal auf Erdöl angewiesen, wohl auch in Zukunft noch. Auch bestimmte, technische Kunststoffe gehen nur mit fossilem Öl.
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@AwetTesfaiesus
Die CO2 Speicherung wird angeblich auch von eigentlich ablehnenden Klimaforscher:innen als Übergangslösung zähneknirschend akzeptiert, weil die Lage gerade so ist wie sie ist.
Ich habe entsprechend mit Bauchggrummeln gestimmt.@Nowhereman als Übergangslösung ja gerade nicht. Eine Übergangslösung ist etwas, das im Hier und Jetzt mehr bringt, günstiger ist oder einfacher zu bewerkstelligen (als Energiewende, Verkehrswende und Agrar- bzw. Ernährungswende). Alle 3 Punkte treffen auf CCS aber gerade NICHT zu.
CCS wird stattdessen erst in der "Endphase" wichtig werden. Entweder weil wir es bereits komplett verbockt haben, oder als ergänzende Maßnahme, dort wo CO2-Emissionen nicht oder kaum vermeidbar sind.
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@Nowhereman als Übergangslösung ja gerade nicht. Eine Übergangslösung ist etwas, das im Hier und Jetzt mehr bringt, günstiger ist oder einfacher zu bewerkstelligen (als Energiewende, Verkehrswende und Agrar- bzw. Ernährungswende). Alle 3 Punkte treffen auf CCS aber gerade NICHT zu.
CCS wird stattdessen erst in der "Endphase" wichtig werden. Entweder weil wir es bereits komplett verbockt haben, oder als ergänzende Maßnahme, dort wo CO2-Emissionen nicht oder kaum vermeidbar sind.
@Nowhereman denn Stand heute ist CCS sehr teuer und bringt fast gar nichts, gemessen an der (möglichen) Dekarbonisierung. Mit anderen Worten: 80% des efforts, um 20% (wenn überhaupt!! Aber nur, um mal auf die beliebte "80/20-Regel" zurückzugreifen) zur Lösung beizutragen, während mit 20% des efforts bereits 80% (eher mehr) erreichbar wären.
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@AwetTesfaiesus Für mich wären alle drei okay, solange sie
* nicht von anderen Maßnahmen – „natürliche“ CO₂-Senken, Energie- und Verkehrswende, Anpassung an jetzt schon unvermeidliche Änderungen – ablenken oder diese gar ersetzen und
* mit einer vernünftigen Risiko-Abschätzung, Tests, sorgfältiger und unabhängiger wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt werden.
@HeptaSean sehr viel Wenns, aber ja, so ginge es. Mit Betonung auf ginge.
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Genau das! Energieaufwändig CO2 entziehen ist Quatsch, aber die natürlichen Wege, u.a. auch Vernässung der Moore, müssen wir nutzen, weil das CO2 wieder aus der Atmosphäre muss.
"Energieaufwändig CO2 entziehen ist Quatsch"
Kann für mich gerne auch nachrangiger TEIL der Lösung sein. Aber halt kein bisschen mehr, schon gar nicht priorisiert (oder auch nur populistisch ausgeschlachtet), nur um von den echten Lösungen abzulenken und einfach gar nichts zu tun.
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Es gab eine Anregung, die Frage nach #Geoengineering anders zu fassen.
Würdet ihr da bitte nochmal antworten?
@AwetTesfaiesus Ich lehne das strikt ab. Zum einen, weil wir da in ein komplexes System eingreifen, das wir gerade einmal im Ansatz und dessen Verzahnung mit anderen Systemen wir gar nicht verstehen. Da können wir nur mehr kaputt machen als heilen.
Zum anderen, und das ist elementar, kennen wir die Lösung für die Probleme seit Jahrzehnten! Jetzt an der Atmosphäre herumfrickeln, weil wir zu gierig und zu dumm sind, konsequent entsprechend unseren Erkenntnissen zu handeln, ist noch viel dümmer! -
@Nowhereman denn Stand heute ist CCS sehr teuer und bringt fast gar nichts, gemessen an der (möglichen) Dekarbonisierung. Mit anderen Worten: 80% des efforts, um 20% (wenn überhaupt!! Aber nur, um mal auf die beliebte "80/20-Regel" zurückzugreifen) zur Lösung beizutragen, während mit 20% des efforts bereits 80% (eher mehr) erreichbar wären.
@sunnythesheep @AwetTesfaiesus
Ich finde leider die entsprechenden Interviews nicht wieder (das Potdam-Institut für Klimaforschung wäre mir noch zu wenig).
Zum einen gilt CCS zwar als schlechte Lösung aber durchaus schneller zur erreichen (falls die Pilotprojekte stimmen).
Eine echte Lösung durch Landwirtschaft, Verkehr usw. muss ja erst kommen und wirkt sich noch langsamer aus, während die Sofortentnahme sofort wirksam wäre und nur solange gebraucht würde bis die echten Lösungen greifen. -
@sunnythesheep @AwetTesfaiesus
Ich finde leider die entsprechenden Interviews nicht wieder (das Potdam-Institut für Klimaforschung wäre mir noch zu wenig).
Zum einen gilt CCS zwar als schlechte Lösung aber durchaus schneller zur erreichen (falls die Pilotprojekte stimmen).
Eine echte Lösung durch Landwirtschaft, Verkehr usw. muss ja erst kommen und wirkt sich noch langsamer aus, während die Sofortentnahme sofort wirksam wäre und nur solange gebraucht würde bis die echten Lösungen greifen.@sunnythesheep @AwetTesfaiesus
Ich referierte aus dem Gedächtnis ohne Prüfung, daher ist der Beitrag mit Sicherheit so oder so kritisch. -
@sunnythesheep @AwetTesfaiesus
Ich finde leider die entsprechenden Interviews nicht wieder (das Potdam-Institut für Klimaforschung wäre mir noch zu wenig).
Zum einen gilt CCS zwar als schlechte Lösung aber durchaus schneller zur erreichen (falls die Pilotprojekte stimmen).
Eine echte Lösung durch Landwirtschaft, Verkehr usw. muss ja erst kommen und wirkt sich noch langsamer aus, während die Sofortentnahme sofort wirksam wäre und nur solange gebraucht würde bis die echten Lösungen greifen.@Nowhereman damit das wahr wäre, müsste CCS in einem marktwirtschaftlichen Umfeld zumindest günstiger (pro eingesparter Tonne CO2) sein, als #EE. Das Gegenteil ist der Fall: "CCS bis zu 12x teurer, als Renewables":
https://sustainability.stanford.edu/news/opportunity-costs-carbon-capture (ganze Studie: https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.4c10686?goto=supporting-info)
Ich bin für Sofort-Nichtemission – und CCS als nachgelagerte, ergänzende Lösung!
CCS jetzt teuer hinstellen, damit energieintensiv nur ein klein wenig CO2 einsammeln und danach wieder einstellen?? 🤯
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@Nowhereman damit das wahr wäre, müsste CCS in einem marktwirtschaftlichen Umfeld zumindest günstiger (pro eingesparter Tonne CO2) sein, als #EE. Das Gegenteil ist der Fall: "CCS bis zu 12x teurer, als Renewables":
https://sustainability.stanford.edu/news/opportunity-costs-carbon-capture (ganze Studie: https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.est.4c10686?goto=supporting-info)
Ich bin für Sofort-Nichtemission – und CCS als nachgelagerte, ergänzende Lösung!
CCS jetzt teuer hinstellen, damit energieintensiv nur ein klein wenig CO2 einsammeln und danach wieder einstellen?? 🤯
@Nowhereman vielleicht muss man da aber auch nochmal unterscheiden: CO2-Abscheidung direkt an der Quelle, wie in der Zementproduktion (wird gerne auch zu CCS gezählt, welches Pilotprojekt genau meintest du denn?), die nunmal unabhängig von der Energiequelle sehr CO2-intensiv ist, ist natürlich sehr begrüßenswert.
Ungleich ineffizienter und energieintensiver ist es, aus der bereits durchmischten Atmosphäre CO2, das man zuvor emittiert hat, wieder zu entnehmen (capture & storage)
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@Nowhereman vielleicht muss man da aber auch nochmal unterscheiden: CO2-Abscheidung direkt an der Quelle, wie in der Zementproduktion (wird gerne auch zu CCS gezählt, welches Pilotprojekt genau meintest du denn?), die nunmal unabhängig von der Energiequelle sehr CO2-intensiv ist, ist natürlich sehr begrüßenswert.
Ungleich ineffizienter und energieintensiver ist es, aus der bereits durchmischten Atmosphäre CO2, das man zuvor emittiert hat, wieder zu entnehmen (capture & storage)
@sunnythesheep @AwetTesfaiesus
Ich meinte keine konkreten Projekte sondern erinnerte Interviews mit Akademikern, die CCS eigentlich ablehnend gegenüber stehen, aber angesichts, der zu langsamen C02-Reduzierung bereit sind nach jedem Strohalm zu greifen.
Ein Beispiel der Quellenabschöpfung war neben deinem Beispiel auch die Müllverbrennung.