An diejenigen, die in Deutschland so ziemlich alles schlimm finden, hätte ich zwei Fragen: 1.
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@billiglarper @jakob_thoboell @smial @OrntLaOkro @rpolenz Sehe ich exakt genau so. Aber die Lösung liegt nicht darin, Sozialbeiträge auf Kapitalerträge zu erheben, sondern Vermögen zu besteuern, großzügige Freibeträge auf Kapitalerträge einzuführen und die Belastung von Arbeit nachhaltig zu senken, so dass mehr als nur 17% (keinen Schimmer, ob diese Statistik stimmt aber klingt plausibel) Aktien halten können.
Es ist absehbar, dass die staatliche soziale Alterssicherung auf Dauer nicht finanziert werden kann, weil die Demographie nicht mehr mitspielt und sich keiner traut das Umlagesystem abzuschaffen. Also muss man privat Vorsorge betreiben und dazu muss man monatlich genug Geld übrig haben, um es am Kapitalmarkt zu investieren. Idealerweise sollte das mit staatlicher Förderung geschehen wie bspw der amerikanische 401k es erlaubt aber zur Not geht es auch ohne.
Aber wer jetzt noch den Deutschen zusätzlich den Kapitalmarkt madig macht, treibt kommende Generationen in die Altersarmut.
@Martin_Beck
Als Klimaphysiker halte ich die Grundidee von aktienfinanziertet Altersvorsorge für Unsinn. Dieses Konzept wettet auf Wirtschaftswachstum.
- Endloses Wachstum in einer endlichen Welt verletzt physikalische Grundsätze (abgesehen von der Entropie...)- Angesichts der Klimakatastrophe und ihrer Zukunftsprojektionen halte ich die Wette auf die Stabilität unserer Europäischen Wirtschaft für unplausibel.
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@Martin_Beck
Als Klimaphysiker halte ich die Grundidee von aktienfinanziertet Altersvorsorge für Unsinn. Dieses Konzept wettet auf Wirtschaftswachstum.
- Endloses Wachstum in einer endlichen Welt verletzt physikalische Grundsätze (abgesehen von der Entropie...)- Angesichts der Klimakatastrophe und ihrer Zukunftsprojektionen halte ich die Wette auf die Stabilität unserer Europäischen Wirtschaft für unplausibel.
@jakob_thoboell @billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz Als Ökonom sehe ich schon, wo bei Klimaphysikern die Grenzen des Verständnisses für grundlegende volkswirtschaftliche Zusammenhänge liegen. Aber bitte, zwingt dich niemand in Aktien zu investieren.
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@jakob_thoboell @billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz Als Ökonom sehe ich schon, wo bei Klimaphysikern die Grenzen des Verständnisses für grundlegende volkswirtschaftliche Zusammenhänge liegen. Aber bitte, zwingt dich niemand in Aktien zu investieren.
@Martin_Beck
Gut, dass mein zweiter Punkt direkt ignoriert wurde. Vergleiche dazu Munich Re, die sinngemäß sagten, dass die Deutsche Volkswirtschaft schon 2030 mit einem Ereignis wie dem Ahrtal-Hochwasser nicht mehr fertig würde. Dazu die Klimaprojektionen, die eine Häufung solcher Ereignisse als signifikante Ergebnisse zeigen.
@billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz -
@jakob_thoboell @billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz Als Ökonom sehe ich schon, wo bei Klimaphysikern die Grenzen des Verständnisses für grundlegende volkswirtschaftliche Zusammenhänge liegen. Aber bitte, zwingt dich niemand in Aktien zu investieren.
@Martin_Beck
die Realität zeigt im ubrigen, dass bezogen auf die aktuell real existierenden Spielarten des Kapitalismus noch keine Gesellschaft es geschafft hat, Nachhaltiges Wachstum zu realisieren. Bis dahin sind leider alle Gegenvorschläge, so interessant ich sie finde, graue Theorie.
@billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz -
@jakob_thoboell @billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz Als Ökonom sehe ich schon, wo bei Klimaphysikern die Grenzen des Verständnisses für grundlegende volkswirtschaftliche Zusammenhänge liegen. Aber bitte, zwingt dich niemand in Aktien zu investieren.
@Martin_Beck
im übrjgen falle ich als Wiss. Mitarbeiter in die Kategorie derer, die es sich nicht leisten können, in Aktien zu investieren.
@billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz -
@Martin_Beck
im übrjgen falle ich als Wiss. Mitarbeiter in die Kategorie derer, die es sich nicht leisten können, in Aktien zu investieren.
@billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz@jakob_thoboell @billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz Sparpläne kann man schon ab 25€ monatlich einstellen und damit beispielsweise breit gestreute Welt-ETFs besparen.
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@billiglarper @jakob_thoboell @smial @OrntLaOkro @rpolenz Sehe ich exakt genau so. Aber die Lösung liegt nicht darin, Sozialbeiträge auf Kapitalerträge zu erheben, sondern Vermögen zu besteuern, großzügige Freibeträge auf Kapitalerträge einzuführen und die Belastung von Arbeit nachhaltig zu senken, so dass mehr als nur 17% (keinen Schimmer, ob diese Statistik stimmt aber klingt plausibel) Aktien halten können.
Es ist absehbar, dass die staatliche soziale Alterssicherung auf Dauer nicht finanziert werden kann, weil die Demographie nicht mehr mitspielt und sich keiner traut das Umlagesystem abzuschaffen. Also muss man privat Vorsorge betreiben und dazu muss man monatlich genug Geld übrig haben, um es am Kapitalmarkt zu investieren. Idealerweise sollte das mit staatlicher Förderung geschehen wie bspw der amerikanische 401k es erlaubt aber zur Not geht es auch ohne.
Aber wer jetzt noch den Deutschen zusätzlich den Kapitalmarkt madig macht, treibt kommende Generationen in die Altersarmut.
@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Die 17.2% sind vom Deutschen Aktieninstitut. Keine Ahnung wie seriös die sind, aber es klingt jetzt nicht wie ne Org die die Zahlen künstlich kleinrechnet.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/kapitalmarkt-zwoelf-millionen-deutsche-legen-ihr-geld-in-aktien-an/100098152.htmlUnd wir sind uns glaub beide einig, dass die Demografie ein "einfach weiter so" nicht zuläßt.
Aber wie du ja selbst ausführst, um Geld in den Kapitalmarkt zu stecken, muss man erstmal Geld über haben. Das ist aber kaum der Fall.
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@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Die 17.2% sind vom Deutschen Aktieninstitut. Keine Ahnung wie seriös die sind, aber es klingt jetzt nicht wie ne Org die die Zahlen künstlich kleinrechnet.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/kapitalmarkt-zwoelf-millionen-deutsche-legen-ihr-geld-in-aktien-an/100098152.htmlUnd wir sind uns glaub beide einig, dass die Demografie ein "einfach weiter so" nicht zuläßt.
Aber wie du ja selbst ausführst, um Geld in den Kapitalmarkt zu stecken, muss man erstmal Geld über haben. Das ist aber kaum der Fall.
@billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz Richtig, weswegen auch ganz am Anfang die Umgestaltung der deutschen Steuerarchitektur stehen muss - weg vom Zwei-Säulen-Modell aus Arbeit und Konsum und hin zum Drei-Säulen-Modell aus Vermögen, Arbeit und Konsum. Dann kann die Belastung von Arbeit gesenkt werden, so dass den Leuten mehr Netto vom Brutto bleibt. Und dann muss man Anreize schaffen, dass dieses Netto zumindest zum Teil in Vermögensaufbau und Altersvorsorge fließt.
Viel zu tun.
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@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Die 17.2% sind vom Deutschen Aktieninstitut. Keine Ahnung wie seriös die sind, aber es klingt jetzt nicht wie ne Org die die Zahlen künstlich kleinrechnet.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/kapitalmarkt-zwoelf-millionen-deutsche-legen-ihr-geld-in-aktien-an/100098152.htmlUnd wir sind uns glaub beide einig, dass die Demografie ein "einfach weiter so" nicht zuläßt.
Aber wie du ja selbst ausführst, um Geld in den Kapitalmarkt zu stecken, muss man erstmal Geld über haben. Das ist aber kaum der Fall.
@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Wie gesagt, 1/3 der Deutschen haben weniger als 1250 zur Verfügung. Nicht an Einkommen, sondern an verfügbarem Vermögen. An auf bisherige Lebenszeit ersparten Reserven. Das ist ganz ganz finster.
Und Wünschdirwas hilft da auch nicht weiter. Private Vorsorge ist unter solchen Umständen nicht drin.
Selbst mit eigentlich ausreichendem Einkommen kanns einem gehen wie den Berliner Zahnärzten:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/zahnaerzte-berlin-vzb-milliarden-spekulation-folgen-li.3367590?reduced=true -
@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Wie gesagt, 1/3 der Deutschen haben weniger als 1250 zur Verfügung. Nicht an Einkommen, sondern an verfügbarem Vermögen. An auf bisherige Lebenszeit ersparten Reserven. Das ist ganz ganz finster.
Und Wünschdirwas hilft da auch nicht weiter. Private Vorsorge ist unter solchen Umständen nicht drin.
Selbst mit eigentlich ausreichendem Einkommen kanns einem gehen wie den Berliner Zahnärzten:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/zahnaerzte-berlin-vzb-milliarden-spekulation-folgen-li.3367590?reduced=true@billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz Ja, die Geschichte kenne ich, das ist halt auch hart dumm. Wer auf so riskante Vermögenswerte setzt und dabei nicht einmal diversifiziert, hat halt auch den Schuss nicht gehört (respektive am Kapitalmarkt nix zu suchen). Aber so funktioniert ja auch seriöser Vermögensaufbau nicht.
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@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Wie gesagt, 1/3 der Deutschen haben weniger als 1250 zur Verfügung. Nicht an Einkommen, sondern an verfügbarem Vermögen. An auf bisherige Lebenszeit ersparten Reserven. Das ist ganz ganz finster.
Und Wünschdirwas hilft da auch nicht weiter. Private Vorsorge ist unter solchen Umständen nicht drin.
Selbst mit eigentlich ausreichendem Einkommen kanns einem gehen wie den Berliner Zahnärzten:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/zahnaerzte-berlin-vzb-milliarden-spekulation-folgen-li.3367590?reduced=true@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Und wir sind uns glaub einig, dass der sauberste Weg weg vom Umlagesystem wäre. Was ja auch durchaus schrittweise ginge.
Etwa durch Steuern auf den Kapitalmarkt, die dann für die Altersversorgung verwendet werden.
Das würde auch die Entscheidung zwischen "Besteuern von Arbeit" und "Besteuern des Kapitalmarkts" transparenz und demokratisch machen.
Und sich eben nicht hinter dem Märchen von individueller Verantwortlichkeit verstecken.
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An diejenigen, die in Deutschland so ziemlich alles schlimm finden, hätte ich zwei Fragen: 1. Gibt es von den 193 Staaten auf der Welt 10, in denen Sie lieber leben würden als in Deutschland? 2. Gibt es in der Vergangenheit eine Zeitspanne, in der Sie lieber in Deutschland gelebt hätten, als jetzt? - Ich bin auf die Antworten gespannt.
@rpolenz
Sorry, aber diese Antwort erinnert mich sehr an die Antwort der „Alten“ in den 70ern an die „Jungen“, die sich über Unzulängliches und alte Ideen beschwerten. damals erhielten wir als Antwort keine Frage sondern den barschen Hinweis „Dann geht doch rüber!“ (an die Jüngeren: gemeint war die DDR). -
@billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz Ja, die Geschichte kenne ich, das ist halt auch hart dumm. Wer auf so riskante Vermögenswerte setzt und dabei nicht einmal diversifiziert, hat halt auch den Schuss nicht gehört (respektive am Kapitalmarkt nix zu suchen). Aber so funktioniert ja auch seriöser Vermögensaufbau nicht.
@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Wir stellen also fest, dass das schon im Normalbetrieb sehr fehleranfällig ist, wenn das selbst reichen Akademikern passiert?
Ich hätte ja fast gesagt, dass wir uns einig sind, dass Normalbürger am Kapitalmarkt nix zu suchen haben. Aber ich weiss, dass wir da gegensätzliche Ansichten haben, und wohl auch nicht zusammen kommen werden.
Aber wenn der Kapitalmarkt an sich ja so stabil und toll ist, ist der stabilste Weg den zu besteuern.
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@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Wir stellen also fest, dass das schon im Normalbetrieb sehr fehleranfällig ist, wenn das selbst reichen Akademikern passiert?
Ich hätte ja fast gesagt, dass wir uns einig sind, dass Normalbürger am Kapitalmarkt nix zu suchen haben. Aber ich weiss, dass wir da gegensätzliche Ansichten haben, und wohl auch nicht zusammen kommen werden.
Aber wenn der Kapitalmarkt an sich ja so stabil und toll ist, ist der stabilste Weg den zu besteuern.
@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Egal wer in Deutschland Gewinn macht, es wird dabei etwas für die Altersversorgung übrigbleiben. Verzocken ist so unmöglich.
Und niemand wird leer ausgehen, weil der Staat ja immer nur nen Teil nimmt und immer einiges übrigbleibt.
Gleichzeitig können staatliche Pensionsfonds so keine Fehlanreize bieten oder Bubbles am Leben halten, wie etwa damals bei der Immobilienkrise oder jetzt der KI-Blase.
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@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Wir stellen also fest, dass das schon im Normalbetrieb sehr fehleranfällig ist, wenn das selbst reichen Akademikern passiert?
Ich hätte ja fast gesagt, dass wir uns einig sind, dass Normalbürger am Kapitalmarkt nix zu suchen haben. Aber ich weiss, dass wir da gegensätzliche Ansichten haben, und wohl auch nicht zusammen kommen werden.
Aber wenn der Kapitalmarkt an sich ja so stabil und toll ist, ist der stabilste Weg den zu besteuern.
@billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz
"Aber wenn der Kapitalmarkt an sich ja so stabil und toll ist, ist der stabilste Weg den zu besteuern."Die stabilste und krisenfesteste Besteuerungsgrundlage ist das Vermögen. Es ist seit der Wende über alle Krisen hinweg stetig gewachsen, um durchschnittliche irgendwas in Richtung 4%, wenn ich mich nicht täusche. Alles Andere, vor allem Arbeit und Konsum, sind konjunkturabhängig. Vermögen allein ist langfristig stabil.
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An diejenigen, die in Deutschland so ziemlich alles schlimm finden, hätte ich zwei Fragen: 1. Gibt es von den 193 Staaten auf der Welt 10, in denen Sie lieber leben würden als in Deutschland? 2. Gibt es in der Vergangenheit eine Zeitspanne, in der Sie lieber in Deutschland gelebt hätten, als jetzt? - Ich bin auf die Antworten gespannt.
@rpolenz
zu 1. In Europa so ziemlich alle skandinavischen Länder, Schottland, Irland (beide Teile) und z.B. Kanada
zu 2. klassisch irrelevant.🤨 ich lebe nicht in der Vergangenheit. Und im Gegensatz zu "mitte bis rechts" Parteien möchte ich Erreichtes nicht wieder "zurückdrehen". #Arbeitszeit ... -
@billiglarper @smial @OrntLaOkro @rpolenz
"Aber wenn der Kapitalmarkt an sich ja so stabil und toll ist, ist der stabilste Weg den zu besteuern."Die stabilste und krisenfesteste Besteuerungsgrundlage ist das Vermögen. Es ist seit der Wende über alle Krisen hinweg stetig gewachsen, um durchschnittliche irgendwas in Richtung 4%, wenn ich mich nicht täusche. Alles Andere, vor allem Arbeit und Konsum, sind konjunkturabhängig. Vermögen allein ist langfristig stabil.
@Martin_Beck @smial @OrntLaOkro @rpolenz
Da stimme ich dir zu. Vermögenssteuer wäre besser als Einkommenssteuer.
Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist Vermögen ja "tot" und tut nix für Wohlstand/Konsum/Wirtschaft.
Und auch aus Demokratiesicht führt an ner Vermögenssteuer imho kein Weg vorbei.
Wobei mir 4% Vermögenswachstum ziemlich gering vorkommt.
Allein das Geldvermögen in Deutschland ist von 2023 bis 2025 von 8 Billionen€ auf 10 Billionen€ gewachsen.
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An diejenigen, die in Deutschland so ziemlich alles schlimm finden, hätte ich zwei Fragen: 1. Gibt es von den 193 Staaten auf der Welt 10, in denen Sie lieber leben würden als in Deutschland? 2. Gibt es in der Vergangenheit eine Zeitspanne, in der Sie lieber in Deutschland gelebt hätten, als jetzt? - Ich bin auf die Antworten gespannt.
@rpolenz Wie viele Menschen gibt es, die "so ziemlich alles" schlimm finden? Bevor der Herr Bundeskanzler mich und andere Arbeitslose zu Faulpelzen degradiert hat, bevor die Bundesregierung, wie die Elite 1930 bis 1933, den Faschismus verharmlost hat, bevor der Herr Bundeskanzler "links ist vorbei in Deutschland, jetzt wird Politik für die Anständigen gemacht" gerufen hat, war zwar nicht alles in Ordnung, aber im Rahmen einer Demokratie mit menschlichem Antlitz gut.
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@rpolenz Wie viele Menschen gibt es, die "so ziemlich alles" schlimm finden? Bevor der Herr Bundeskanzler mich und andere Arbeitslose zu Faulpelzen degradiert hat, bevor die Bundesregierung, wie die Elite 1930 bis 1933, den Faschismus verharmlost hat, bevor der Herr Bundeskanzler "links ist vorbei in Deutschland, jetzt wird Politik für die Anständigen gemacht" gerufen hat, war zwar nicht alles in Ordnung, aber im Rahmen einer Demokratie mit menschlichem Antlitz gut.
@rpolenz Und bitte gestatten Sie mir noch einen Nachtrag: Bevor der Herr Bundeskanzler es für geboten hielt, bei einem Gesetzesvorhaben, und dann noch in einer wichtigen, menschenrechtlich relevanten Frage, die man durchaus einige Wochen später hätte entscheiden können, mit Faschisten zu stimmen und die Staatsraison der Bundesrepublik, das gemeinschaftliche "Nie wieder Faschismus", aufzukündigen, habe ich auch viel lieber in Deutschland gelebt. Ich bin blind, auch das ist ein Grund.
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An diejenigen, die in Deutschland so ziemlich alles schlimm finden, hätte ich zwei Fragen: 1. Gibt es von den 193 Staaten auf der Welt 10, in denen Sie lieber leben würden als in Deutschland? 2. Gibt es in der Vergangenheit eine Zeitspanne, in der Sie lieber in Deutschland gelebt hätten, als jetzt? - Ich bin auf die Antworten gespannt.
@rpolenz
Gegenfrage: Muss eine Welt, wie man sie gerne hätte, immer schon woanders (zeitlich oder räumlich) existieren?Ich sehe Deutschland für mich definitiv in den Top 10, aber was hält uns davon ab, unser Land noch lebenswerter zu machen und Fehlentwicklungen umzukehren?