Ich bin so sehr in der Sowjetunion sozialisiert und habe so viel Geschichte gelesen, dass mich die Epstein-Files leider nicht wirklich schockieren.
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@daccle
Wenn das Engagement vor Ort, die Nachbarschaft in Kontakt miteinander bringt, entstehen extrem wichtige soziale Strukturen. Sie machen die Gesellschaft resilienter. Das hat zwar nicht die fette Außenwirkung, ist aber entscheidend. Wenn die Bindungen dann auch eine wirtschaftliche Komponente haben, also Solawi, Food Koop, Carsharing, Fahrgemeinschaften, Arbeitskollektive, dann ists schon fast revolutionär.
@afelia@freistern @afelia tja, fast alles schon mal gemacht. Ich war Mitglied und Gründer von FoodCoops, hab diverse lokale Initiativen unterstützt oder mitgegründet. War wesentlich an der Orga der größten Demo in D‘Land beteiligt und an der längsten Menschenkette und und und…
Seit 1995 bin ich irgendeiner Weise aktiv. Jahrelang fühlte es sich nach Fortschritt an, jetzt fühlt es sich einfach nur noch nach Verteidigung an. Wie kommen wir wieder zu einer gemeinsamen Erzählung einer guten Zukunft? 1/2
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@freistern @afelia tja, fast alles schon mal gemacht. Ich war Mitglied und Gründer von FoodCoops, hab diverse lokale Initiativen unterstützt oder mitgegründet. War wesentlich an der Orga der größten Demo in D‘Land beteiligt und an der längsten Menschenkette und und und…
Seit 1995 bin ich irgendeiner Weise aktiv. Jahrelang fühlte es sich nach Fortschritt an, jetzt fühlt es sich einfach nur noch nach Verteidigung an. Wie kommen wir wieder zu einer gemeinsamen Erzählung einer guten Zukunft? 1/2
Dann hast Du sehr viel für eine gute Basis getan. Ich kann mich seit ca. 1970 an die Erzählungen erinnern. Da gehörte ganz zentral das gemeinsame Europa dazu. Wer möchte das allen ernstes missen?
Dass wir die große gemeinsame Erzählung brauchen, bezweifle ich. Diversität und Emanzipation von bisher benachteiligten Gruppen steht auf der Agenda. Das ist vielleicht mühsam, aber sehr viele junge Leute packen es an. Lob und auch Dank, denn es hilft auch den Alten
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Ich bin so sehr in der Sowjetunion sozialisiert und habe so viel Geschichte gelesen, dass mich die Epstein-Files leider nicht wirklich schockieren. Solche Netzwerke entstehen, wo Menschen mit zu viel Macht, Geld und Langeweile zusammen kommen. Der Fehler im System ist die Anhäufung von Macht.
@afelia "Der Fehler im System ist die Anhäufung von Macht." Besser kann man die bisherige Menschheitsgeschichte nicht zusammenfassen.
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@lassegismo @afelia @daccle
… und den Widerstand müssen wir wieder üben -
Dann hast Du sehr viel für eine gute Basis getan. Ich kann mich seit ca. 1970 an die Erzählungen erinnern. Da gehörte ganz zentral das gemeinsame Europa dazu. Wer möchte das allen ernstes missen?
Dass wir die große gemeinsame Erzählung brauchen, bezweifle ich. Diversität und Emanzipation von bisher benachteiligten Gruppen steht auf der Agenda. Das ist vielleicht mühsam, aber sehr viele junge Leute packen es an. Lob und auch Dank, denn es hilft auch den Alten
@freistern @afelia ich glaube auch nicht, dass wir eine gemeinsame Utopie brauchen. Sowas habe ich auch nie wahrgenommen, aber ein gemeinsames Verständnis davon, dass eine bessere Zukunft möglich ist und diese durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann.
Zwischen Antifa, AntiAKW, Gipfelprotesten und lokalen Bauernladen gab es wenig gemeinsame Utopie, aber trotzdem meine ich ein feines Band gemeinsamer „Ideen“ oder Ideale wahrgenommen zu haben. Das meine ich mit gemeinsamer Erzählung. -
@afelia ich bin lokal engagiert und bringe ich mich ein, wo ich kann. Aber die letzten Jahre fühlen sich nicht gerade nach Fortschritt an.
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@Em @afelia ich erlebe die Zeit gerade als einen konzertierten auf planetare Grenzen und zivilisatorischen Fortschritt. Ich habe Angst, dass die kleinen Schritt angesichts dieser Grenzen und der Fragilität des zivilisatorischen Fortschritts nicht reichen.
Aufgeben ist natürlich keine Lösung, aber ich wünsche mir gerade sehr, dass wir gemeinsam wieder eine bessere Idee für die Zukunft entwickeln und durchsetzen.
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P pearl22@troet.cafe shared this topic
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Ich bin so sehr in der Sowjetunion sozialisiert und habe so viel Geschichte gelesen, dass mich die Epstein-Files leider nicht wirklich schockieren. Solche Netzwerke entstehen, wo Menschen mit zu viel Macht, Geld und Langeweile zusammen kommen. Der Fehler im System ist die Anhäufung von Macht.
@afelia
Überall wo es ein Machtgefälle gibt, entstehen Ungerechtigkeiten und Verbrechen.
Machtgefâlle entstehen durch Adel, Religion, Arm/Reichgefälle und das Bestreben, für seine soziale Gruppe mehr materielle Vorteile zu haben, wie der direkte Nachbar. -
Ich bin so sehr in der Sowjetunion sozialisiert und habe so viel Geschichte gelesen, dass mich die Epstein-Files leider nicht wirklich schockieren. Solche Netzwerke entstehen, wo Menschen mit zu viel Macht, Geld und Langeweile zusammen kommen. Der Fehler im System ist die Anhäufung von Macht.
@afelia
Ich frage mich ja, wo Trump, Musk, Thiel, Bezos, Zuckerberg usw heute "after Epstein" ihre Phantasien und Ersatzbefriedigungen (weil sie vom Dauerluxuskonsum psychisch schon total überfressen sind) ausleben, da sie es sich ja "leisten" können. -
@Em @afelia ich erlebe die Zeit gerade als einen konzertierten auf planetare Grenzen und zivilisatorischen Fortschritt. Ich habe Angst, dass die kleinen Schritt angesichts dieser Grenzen und der Fragilität des zivilisatorischen Fortschritts nicht reichen.
Aufgeben ist natürlich keine Lösung, aber ich wünsche mir gerade sehr, dass wir gemeinsam wieder eine bessere Idee für die Zukunft entwickeln und durchsetzen.
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Trotzdem sind Menschen, die darüber schockiert sind, extrem wichtig. Denn die Gewöhnung an Unmenschliches, an Korruption und übermächtige Strukturen stärkt dieselben. Ich brauche die Naivität "behüteter" Menschen, die ihre Empörung zu politischer Energie machen.
@afelia man kann sich an sowas gewöhnen? Mein Eindruck ist eher, dass man entweder daran zugrundegeht, oder es schafft seinen gerechten Zorn auf solche Menschen zu kanalisieren.
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@freistern @afelia ich glaube auch nicht, dass wir eine gemeinsame Utopie brauchen. Sowas habe ich auch nie wahrgenommen, aber ein gemeinsames Verständnis davon, dass eine bessere Zukunft möglich ist und diese durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann.
Zwischen Antifa, AntiAKW, Gipfelprotesten und lokalen Bauernladen gab es wenig gemeinsame Utopie, aber trotzdem meine ich ein feines Band gemeinsamer „Ideen“ oder Ideale wahrgenommen zu haben. Das meine ich mit gemeinsamer Erzählung. -
@daccle Fang klein an. Lokal. Vernetz dich mit Menschen. Hilf deinen Nachbarn. Mach ehrenamt. Wirkt jetzt zu klein für das Problem. Ist aber präzise, was dieses Problem lösen wird.
@afelia @daccle Pragmatischer und richtiger Ansatz, denn aus der machtlosen Position gibt es gar keine anderen Möglichkeiten. Letztlich liegt die Problemlösung aber in Änderungen im Grundgesetz, denn dort wird das Machtproblem bisher umschifft. Erst wenn Macht gleichmäßig auf alle Bürger verteilt ist, wird diese als Problem neutralisiert.
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@freistern @afelia ich habe häufig den Eindruck, dass ich mit 15-30 Jahren einfach mehr Zeit hatte. Obwohl ich meine Studium selbst finanziert habe, hatte ich einfach viel Zeit für Aktivistisches, für Freund*innen und manchen Quatsch.
Studis heute haben gefühlt permanent die Zunge aus dem Hals hängen. -
Ich bin so sehr in der Sowjetunion sozialisiert und habe so viel Geschichte gelesen, dass mich die Epstein-Files leider nicht wirklich schockieren. Solche Netzwerke entstehen, wo Menschen mit zu viel Macht, Geld und Langeweile zusammen kommen. Der Fehler im System ist die Anhäufung von Macht.
@afelia Ich bin zwar komplett in NRW sozialisiert und von Anfang an komplett Teil des Westens (wobei ich die USA immer unheimlich und bizarr fand und nicht viel weniger bedrohlich als die UdSSR, nur auf andere Art), aber ich habe aus der Geschichte und aus dem Tagesgeschehen früh gelernt, daß Macht eine gefährliche Sache ist, und daß Menschen möglichst wenig Macht haben sollten. Deshalb bin ich Anarchist.
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E energisch_@troet.cafe shared this topic
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Ich bin so sehr in der Sowjetunion sozialisiert und habe so viel Geschichte gelesen, dass mich die Epstein-Files leider nicht wirklich schockieren. Solche Netzwerke entstehen, wo Menschen mit zu viel Macht, Geld und Langeweile zusammen kommen. Der Fehler im System ist die Anhäufung von Macht.
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@afelia ich denke mir: Eigentlich sollten wir die Kontrolle auf Finanzen grundsätzlich dem Binärsystem unterwerfen.
Also z.B. bei Beträgen mit <=4 Stellen → 1 Person, ab 5 Stellen 2 Personen, die der Transaktion zustimmen müssen. Damit wären wir bei Beträgen von 100mio. schon bei 32 Personen die am Entscheidungsprozess beteiligt werden müssten.
Auf diese Weise ließe sich eine gesellschaftsfeindliche Verwendung von großen Vermögen wesentlich besser regulieren. -
@Pixelschubser @afelia ein exponentiell wachsendes Kontrollgremium, genau.
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B blumine@troet.cafe shared this topic
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@afelia man kann sich an sowas gewöhnen? Mein Eindruck ist eher, dass man entweder daran zugrundegeht, oder es schafft seinen gerechten Zorn auf solche Menschen zu kanalisieren.
@funbaker man stumpft ab.
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@afelia
Ich frage mich ja, wo Trump, Musk, Thiel, Bezos, Zuckerberg usw heute "after Epstein" ihre Phantasien und Ersatzbefriedigungen (weil sie vom Dauerluxuskonsum psychisch schon total überfressen sind) ausleben, da sie es sich ja "leisten" können.@Canisius oh, das System wird weiterleben.
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