"Sie haben in der Anmeldung angegeben, dass Ihr Kind unter Autismus leidet.
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@michaelgiesler @erdstern Kann man fragen, wenn man von diesem Spektrum weiß. Wer sich nie wirklich mit Autismus, ADHS und anderem Krams beschäftigt hat kann "es ist ein Spektrum" nicht so wirklich fassen. Da hat man ggf halt nur das Bild vom absoluten Extrem und nicht von der beschriebenen Art. Und dann verstehe ich das Muffensausen schon, wer weiß was bei der Gruppe sonst noch so ansteht
Dann ist das ein Armutszeugnis.
Wir reden ja hier nicht von einem Elektrogerätehandel oder Gärtnereifachbetrieb. Wenn ich mit Menschen arbeite, sollte ich auch ein bisschen was darüber wissen. So exotisch sind wir nun auch wieder nicht, dass es als Spezialfall angesehen werden muss, dass mal eins von uns - vielleicht auch unerkannt - mit dabei ist.
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"Sie haben in der Anmeldung angegeben, dass Ihr Kind unter Autismus leidet. Wir haben uns im Team beraten und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir das nicht handhaben können. Wir müssen Ihnen die Ferienfreizeit leider absagen."
Schwupps - Anzahlung zurücküberwiesen.Kennt jemand Ferienfreizeiten für 14-jährige Autisten? Sonst hängt das Kind sechs Wochen in seinem Zimmer und sieht kein Licht.
PS. Bisher haben ALLE Ferienfreizeiten überraschenderweise IMMER funktioniert.
@michaelgiesler
ich würde sehr die Pfadfinder empfehlen. weniger für ne einzelne Freizeit, als für langfristig Freizeiten und gemeinsame Aktionen. Die pfadis, egal ob kirchlich oder bündisch sind meist sehr motivierte Leitende, die Lust haben, allen Kindern und jugendlichen Platz zu bieten.
Das kann man über viele andere kommerzielle und nichtkommerzielle Träger leider nicht sagen. -
"Sie haben in der Anmeldung angegeben, dass Ihr Kind unter Autismus leidet. Wir haben uns im Team beraten und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir das nicht handhaben können. Wir müssen Ihnen die Ferienfreizeit leider absagen."
Schwupps - Anzahlung zurücküberwiesen.Kennt jemand Ferienfreizeiten für 14-jährige Autisten? Sonst hängt das Kind sechs Wochen in seinem Zimmer und sieht kein Licht.
PS. Bisher haben ALLE Ferienfreizeiten überraschenderweise IMMER funktioniert.
@michaelgiesler pfadfinder immer ne gute option, aber da wäre es wichtig erstmal regelmäßig zu den gruppenstunden zu gehen, bevor man mit auf lager fährt.
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Dann ist das ein Armutszeugnis.
Wir reden ja hier nicht von einem Elektrogerätehandel oder Gärtnereifachbetrieb. Wenn ich mit Menschen arbeite, sollte ich auch ein bisschen was darüber wissen. So exotisch sind wir nun auch wieder nicht, dass es als Spezialfall angesehen werden muss, dass mal eins von uns - vielleicht auch unerkannt - mit dabei ist.
@michaelgiesler @erdstern Ich sage nicht es ist gut so! Zugegeben, meine Jugendleiterausbildung ist auch 20 Jahre her und hab das so ca 4-5 Jahre gemacht. Ich kann mir nur vorstellen, dass der Trend auch hier eher ist, dass wenig jüngere Teamer zur Verfügung stehen und eher Ältere und es im ehrenamtlichen Bereich Fortbildungen jenseits des Standards "Gruppendynamiken verstehen" a) angeboten und b) überhaupt besucht werden (können). Kostet die Leute ja auch Zeit und Geld neben dem Beruf
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Dann ist das ein Armutszeugnis.
Wir reden ja hier nicht von einem Elektrogerätehandel oder Gärtnereifachbetrieb. Wenn ich mit Menschen arbeite, sollte ich auch ein bisschen was darüber wissen. So exotisch sind wir nun auch wieder nicht, dass es als Spezialfall angesehen werden muss, dass mal eins von uns - vielleicht auch unerkannt - mit dabei ist.
Und mal ehrlich: was du als “Extrembild” im Kopf hast, ist vielleicht ein autistischer Mensch im absoluten Meltdown, völliger Überforderung und sensorischem Zusammenbruch. Eine Situation, zu der es NIE kommen müsste, wenn früh genug die Zeichen erkannt UND respektiert werden.
Das entsteht nicht im luftleeren Raum. Es hat Bedingungen, die sich vermeiden lassen. Wir wissen selbst meist ganz gut, was wir brauchen, es muss uns dann nur auch geglaubt und gewährt werden!
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Und mal ehrlich: was du als “Extrembild” im Kopf hast, ist vielleicht ein autistischer Mensch im absoluten Meltdown, völliger Überforderung und sensorischem Zusammenbruch. Eine Situation, zu der es NIE kommen müsste, wenn früh genug die Zeichen erkannt UND respektiert werden.
Das entsteht nicht im luftleeren Raum. Es hat Bedingungen, die sich vermeiden lassen. Wir wissen selbst meist ganz gut, was wir brauchen, es muss uns dann nur auch geglaubt und gewährt werden!
@michaelgiesler @erdstern Jop, mir persönlich ist das klar
Ich möchte nur hinweisen, dass das gut und gerne das "typische" Bild ist wenn man es nicht besser weiß / nie drüber nachgedacht hat. Generell ist die Frage "Was brauchst du?" Ein viel zu selten genutztes Werkzeug. Hätten sie dich das gefragt, unterstelle ich mal die Antwort wäre "Achso, nur das? Das geht klar" gewesen -
@michaelgiesler @erdstern Jop, mir persönlich ist das klar
Ich möchte nur hinweisen, dass das gut und gerne das "typische" Bild ist wenn man es nicht besser weiß / nie drüber nachgedacht hat. Generell ist die Frage "Was brauchst du?" Ein viel zu selten genutztes Werkzeug. Hätten sie dich das gefragt, unterstelle ich mal die Antwort wäre "Achso, nur das? Das geht klar" gewesenIch finde nicht, dass es in irgend einer Weise hilfreich ist, hier Erklärungen und Entschuldigungen für diskriminierendes Verhalten zu finden.
Ich finde, das sollte zuallererst klar als solches erkannt und benannt werden.
Auch als Rückmeldung an die betreffende Stelle, damit sie eine Chance haben, das zu verbessern. Die kann dann gern intern versuchen, die Ursachen für das diskriminierende Verhalten zu finden, um sie auszuräumen.
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Ich finde nicht, dass es in irgend einer Weise hilfreich ist, hier Erklärungen und Entschuldigungen für diskriminierendes Verhalten zu finden.
Ich finde, das sollte zuallererst klar als solches erkannt und benannt werden.
Auch als Rückmeldung an die betreffende Stelle, damit sie eine Chance haben, das zu verbessern. Die kann dann gern intern versuchen, die Ursachen für das diskriminierende Verhalten zu finden, um sie auszuräumen.
Und das wäre auch für das Kind wichtig, IMO.
Die Beziehung zu meiner Mutter wurde irreparabel beschädigt, als ich als Grundschulkind bei ihr Schutz und Unterstützung suchte, weil die anderen Kinder in der Klasse so gemein zu mir waren. Und sie in Schuldumkehr nur lapidar sagte “na, dann musst du dich halt wehren”.
Es wäre wichtig für mich gewesen, das Gefühl, dass mir Unrecht widerfährt, bestätigt zu bekommen, anstatt das Signal, dass mit mir was nicht stimmt.
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@michaelgiesler
ich würde sehr die Pfadfinder empfehlen. weniger für ne einzelne Freizeit, als für langfristig Freizeiten und gemeinsame Aktionen. Die pfadis, egal ob kirchlich oder bündisch sind meist sehr motivierte Leitende, die Lust haben, allen Kindern und jugendlichen Platz zu bieten.
Das kann man über viele andere kommerzielle und nichtkommerzielle Träger leider nicht sagen.Ich wünschte, dass könne man über alle Stämme sagen, wäre aber leider auch kaum die Wahrheit.

(Das möchte ich jetzt nicht als Schuss gegen Pfadis verstanden wissen. Ist halt schwankend.)
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Ich wünschte, dass könne man über alle Stämme sagen, wäre aber leider auch kaum die Wahrheit.

(Das möchte ich jetzt nicht als Schuss gegen Pfadis verstanden wissen. Ist halt schwankend.)
@Saupreiss
das gilt leider bei jedem Träger. Bei den großen Bünden kann ich zumindest sagen, dass fast alle Arbeit aus Ehrenamt und Leidenschaft kommt. Und das die Leitliniennund Grundsätze Inklusion fordern.
@michaelgiesler -
@pink161 ja, 'die Falken' wollte ich auch sagen. Freundschaft!
@michaelgiesler@Wando Freundschaft

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