ich bin btw noch auf instagram und sehe dort immer wieder coole reels und was ich mache, ist, dass ich alle guten linken reels in die timelines meiner normie friends pushe.
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viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.
wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.
@mspro Fallen dir Beispiele ein, wo das geklappt hat?
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@mspro Fallen dir Beispiele ein, wo das geklappt hat?
@Weltenkreuzer ich behaupte: wenn es jemals geklappt hat, menschen für linke diskurse onzuboarden, dann hat es in wirklichkeit immer genau so geklappt.
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viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.
wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.
@mspro danke für den Thread. Dem kann ich nur zustimmen. Neben einer Geheimsprache, "Coolness" und Selbstzentriertheit fallen mir immer wieder drei Dinge auf, die Bündnisse und gemeinsame Aktionen behindern.
1. Mangelnde Kompromissfähigkeit / Anhänger*innen der reinen Lehre / unfähig Allianzen zu bauen
2. Viel Analyse, wenig Lösung (umsetzen)
3. Kein Durchhaltevermögen (z.B. weil Bündnisse nicht halten und weil wir uns überfordern) -
viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.
wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.
*räusper* [opa erzählt vom krieg]
damals, als das anfing mit dem "internetaktivismus" war die allgemeine erfahrung, dass man durch das netz koordiniert überproportionalen impact auf politsche diskurse haben kann. bis ca. 2013 oder so punchten ein paar tausend clicktivisten weit oberhalb ihrer gewichtsklasse.
aber wie das so ist: die strategien wurden überleveraged und als sie nicht mehr gut funktionieren als "clicktivism" eingemottet.
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viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.
wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.
@mspro was ich hier in Frankfurt etabliere ist, dass man bspw bei Vorstellungsrunden vielleicht nicht seine Pronomen aufzählt, aber sich mit Artikel (wie im hessich üblich) vorstellt. Es reicht ja idR wenn man sagt: „ich bin der Gegenwind“, oder „ich bin xier Robin“. Damit kann man auch „onboarden“.
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was stattdessen unter linken als cool gilt und belohnt wird:
„hey schaut, ich habe eine neue art gefunden, mich von anderen linken abzugrenzen und sie alle doof zu finden, obwohl ich 90 % die gleichen dinge will.“
@mspro Das.
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*räusper* [opa erzählt vom krieg]
damals, als das anfing mit dem "internetaktivismus" war die allgemeine erfahrung, dass man durch das netz koordiniert überproportionalen impact auf politsche diskurse haben kann. bis ca. 2013 oder so punchten ein paar tausend clicktivisten weit oberhalb ihrer gewichtsklasse.
aber wie das so ist: die strategien wurden überleveraged und als sie nicht mehr gut funktionieren als "clicktivism" eingemottet.
ironischer weise genau dort, wo das internet zum massenphänomen wurde. aber die – wie wir sie damals nannten – "internet gemeinde" wurde von der auf plattformen entstehenden "internet culture" in reichweite und relevanz schnell überholt.
und das zepter für internet savy kommunikation ging von den linken zu den rechten über, die weniger berührungsängste mit populismus hatten, (außerdem oligarchengeld und infrastruktur) und das feld der netzkommunikationstrategien immer tiefer auslotete.
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@sternentau @mspro Leider.

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viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.
wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.
@mspro Mich macht dieser konkrete Toot sehr glücklich, weil ich das in so konkreter Form von Dir noch nicht gelesen habe*.
Zusammen mit den ersten zwei Absätzen von @tante in https://tante.cc/2026/02/20/acting-ethical-in-an-imperfect-world/ gestern habe ich das Gefühl, dass sich gerade so ein bisschen eine Mischung aus Gelassenheit und Demut entwickelt, die wirklich "bubbletangential" Orientierte auch abholen kann.
Und *DAS* brauchen wir mehr.
Danke.
* Kann natürlich an mir liegen, also nicht Steinigen bitte

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ironischer weise genau dort, wo das internet zum massenphänomen wurde. aber die – wie wir sie damals nannten – "internet gemeinde" wurde von der auf plattformen entstehenden "internet culture" in reichweite und relevanz schnell überholt.
und das zepter für internet savy kommunikation ging von den linken zu den rechten über, die weniger berührungsängste mit populismus hatten, (außerdem oligarchengeld und infrastruktur) und das feld der netzkommunikationstrategien immer tiefer auslotete.
wie ich neulich im newsletter schrieb: man kann die ganze geschichte des 21. jahrhunderts als die entdeckung und gezielte kapitalistischen und politisch-strategische urbarmachtung von netzwerkeffekten erzählen.
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*räusper* [opa erzählt vom krieg]
damals, als das anfing mit dem "internetaktivismus" war die allgemeine erfahrung, dass man durch das netz koordiniert überproportionalen impact auf politsche diskurse haben kann. bis ca. 2013 oder so punchten ein paar tausend clicktivisten weit oberhalb ihrer gewichtsklasse.
aber wie das so ist: die strategien wurden überleveraged und als sie nicht mehr gut funktionieren als "clicktivism" eingemottet.
@mspro "dass man durch das netz koordiniert überproportionalen impact auf politsche diskurse haben kann"
Meine Überlegung: Das ist doch schon noch immer so. Nur machen das halt andere Strömungen auch, v.a. Russland/AFD haben das ja aufgenommen und können es - dank mangelnden Gewissens - ja mittlerweile auch industriell und besser - und dadurch ergibt sich ein anderes Gleichgewicht, das in Summe den Diskurs nach Rechts verschiebt.
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