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Abspeckgeflüster – Forum für Menschen mit Gewicht(ung)

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  3. ich bin btw noch auf instagram und sehe dort immer wieder coole reels und was ich mache, ist, dass ich alle guten linken reels in die timelines meiner normie friends pushe.

ich bin btw noch auf instagram und sehe dort immer wieder coole reels und was ich mache, ist, dass ich alle guten linken reels in die timelines meiner normie friends pushe.

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34 Beiträge 15 Kommentatoren 0 Aufrufe
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  • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

    was stattdessen unter linken als cool gilt und belohnt wird:

    „hey schaut, ich habe eine neue art gefunden, mich von anderen linken abzugrenzen und sie alle doof zu finden, obwohl ich 90 % die gleichen dinge will.“

    ui3o@chaos.socialU This user is from outside of this forum
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    ui3o@chaos.social
    schrieb zuletzt editiert von
    #14

    @mspro leider wahr. Vgl. auch den elitären Ekel Einzelner nur beim Gedanken daran, sich bei Initiativenwie #dit mit dem niederen Pöbel einzulassen. Danke für den Diskussionsimpuls!

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    • na@digitalcourage.socialN na@digitalcourage.social

      @mspro

      würde einwerfen wollen: das problem, dass in diesen Diensten bestimmte politische Richtungen gepushed werden, ist ja nicht nur user driven, sondern zu einem signifikanten anteil agenda.

      etwas metaphorischer: das fühlt sich ein bisschen an, wie ein aufruf leserbriefe an die bild zu schreiben..

      ich würde sogar die these aufstellen, dass der einfluss auf den algo vs der einfluss auf die aktivisten nicht zu "unseren" gunsten ausfallen würde..

      und nein, ich habe auch keine gute lösung, außer vernünftige medienerziehung (was illusorisch ist.. -.-)
      Aber "Niemand ist Imun" ist ein wichtiger teil davon..

      "Wenn du dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel, der Teufel verändert dich" - Lord of the Weed, (2003)

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      mspro@fnordon.de
      schrieb zuletzt editiert von
      #15

      @na das stimmt schon, aber jeder algorithmus ist für eine konkrete mediale situation geschaffen, also anhand von kollektivem erwartetem verhalten designed.

      d.h. ändern wir unser verhalten, gamen wir den algorithmus.

      mir gehts hier gar nicht konkret so sehr um instagram. mir geht es um das einüben von collective action im netz. da steckt so viel macht drin.

      na@digitalcourage.socialN 1 Antwort Letzte Antwort
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      • kirschwipfel@nerdculture.deK kirschwipfel@nerdculture.de

        > die algos gehören den oligarchen, aber man kann sie gamen.

        Im Casino kann man auch gamen. Die Bank gewinnt trotzdem immer.
        @mspro

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        mspro@fnordon.de
        schrieb zuletzt editiert von
        #16

        @kirschwipfel auch die casinos werden regelmäßig gegamed. ein setting/alsogroithmus funktioniert nur so lange, sich das verhalten nicht ändert.

        1 Antwort Letzte Antwort
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        • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

          @kaffeeringe genau. ich bin natürlich nicht der einzige, der die plattformen so nutzt. aber lasst uns darüber reden, lasst und best practices austauschen, lasst uns das zu einem „thing“ machen. das reicht ja schon für koordination.

          kaffeeringe@social.tchncs.deK This user is from outside of this forum
          kaffeeringe@social.tchncs.deK This user is from outside of this forum
          kaffeeringe@social.tchncs.de
          schrieb zuletzt editiert von
          #17

          @mspro Ich fands schon zu Blogosphäre-Zeiten gut, sich gegenseitig Reichweite zu verschaffen für Dinge, die den anderen offensichtlich wichtig sind.

          Ich glaube auch, mehr Leute sollten die digitalen Möglichkeiten weniger privat zu nutzen und dafür politischer. Es kann nicht nur darum gehen, möglichst viele Otter-Videos im Feed zu haben.

          mspro@fnordon.deM 1 Antwort Letzte Antwort
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          • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

            @na das stimmt schon, aber jeder algorithmus ist für eine konkrete mediale situation geschaffen, also anhand von kollektivem erwartetem verhalten designed.

            d.h. ändern wir unser verhalten, gamen wir den algorithmus.

            mir gehts hier gar nicht konkret so sehr um instagram. mir geht es um das einüben von collective action im netz. da steckt so viel macht drin.

            na@digitalcourage.socialN This user is from outside of this forum
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            na@digitalcourage.social
            schrieb zuletzt editiert von
            #18

            @mspro
            ja, verstehe glaube ich den abstrahierten ansatz und es hat auf jeden fall was für sich.

            würde nur diese platformen als Ziel in frage stellen, da "optimierungen" an diesen algos viel schneller zu realisieren sind als koordinierte reaktionen darauf.
            zumal wir hier (bei praktisch allen platformen) einen massiven informations nachteil haben.

            bestimmt besser als nichts, nur ...
            die taube, das schachbrett.. you know...

            vielleicht wirklich altmodisch ÜBER social media koordinierte aktionen die aber systeme ins visier nehmen die nicht so schnell kontern können.
            Ich meine... das ist quasi 1:1 aus dem playbook der rechten: sich als (somewhat) koordinierte, laute gruppe/minderheit als mehrheit zu verkaufen und damit von institutionen jeder art wahrgenommen zu werden.

            viele worte um zu sagen:

            Ja, gebe dir recht.
            und das klingt alles nicht falsch und ich hoffe wir bekommen irgendwas in der art hin, da ist luft nach oben.

            Hoffnung ist ein schwieriges Thema, aber ohne gehts halt auch nicht.

            mspro@fnordon.deM 1 Antwort Letzte Antwort
            0
            • na@digitalcourage.socialN na@digitalcourage.social

              @mspro
              ja, verstehe glaube ich den abstrahierten ansatz und es hat auf jeden fall was für sich.

              würde nur diese platformen als Ziel in frage stellen, da "optimierungen" an diesen algos viel schneller zu realisieren sind als koordinierte reaktionen darauf.
              zumal wir hier (bei praktisch allen platformen) einen massiven informations nachteil haben.

              bestimmt besser als nichts, nur ...
              die taube, das schachbrett.. you know...

              vielleicht wirklich altmodisch ÜBER social media koordinierte aktionen die aber systeme ins visier nehmen die nicht so schnell kontern können.
              Ich meine... das ist quasi 1:1 aus dem playbook der rechten: sich als (somewhat) koordinierte, laute gruppe/minderheit als mehrheit zu verkaufen und damit von institutionen jeder art wahrgenommen zu werden.

              viele worte um zu sagen:

              Ja, gebe dir recht.
              und das klingt alles nicht falsch und ich hoffe wir bekommen irgendwas in der art hin, da ist luft nach oben.

              Hoffnung ist ein schwieriges Thema, aber ohne gehts halt auch nicht.

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              mspro@fnordon.de
              schrieb zuletzt editiert von
              #19

              @na naja, die algos haben ja schon ein ökonomischen constraint: die MÜSSEN die user zufriedenstellen und dafür MÜSSEN sie auf nutzungssignale hören.

              und diese nutzungssignale werden deswegen immer auf die eine oder andere art gamebar sein.

              es sei denn es kommt der purge und wir fliegen alle raus, dann müssen wir uns was ganz neues überlegen.

              ist immer schwer abzuschätzen, wo sich kampf lohnt, wo rückzug angebracht ist. bei x sage ich auch klar nein, aber instagram ist derzeit noch leveragbar.

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • kaffeeringe@social.tchncs.deK kaffeeringe@social.tchncs.de

                @mspro Ich fands schon zu Blogosphäre-Zeiten gut, sich gegenseitig Reichweite zu verschaffen für Dinge, die den anderen offensichtlich wichtig sind.

                Ich glaube auch, mehr Leute sollten die digitalen Möglichkeiten weniger privat zu nutzen und dafür politischer. Es kann nicht nur darum gehen, möglichst viele Otter-Videos im Feed zu haben.

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                schrieb zuletzt editiert von
                #20

                @kaffeeringe wir müssen den clicktivismus wiederbringen!

                1 Antwort Letzte Antwort
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                • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                  was stattdessen unter linken als cool gilt und belohnt wird:

                  „hey schaut, ich habe eine neue art gefunden, mich von anderen linken abzugrenzen und sie alle doof zu finden, obwohl ich 90 % die gleichen dinge will.“

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                  schrieb zuletzt editiert von
                  #21

                  worauf ich auch hinaus will: instagram ist zumindest bei mir gerade der einzig sinnvolle mediale pfad, den ich bespielen kann, der ein bisschen aus meiner bubble und vor allem der bubble der bereits bekehrten rausführt und neue leute erreicht.

                  man sitzt immer in seiner eigenen perspektive und glaubt, dass alle wissen, was man selbst weiß (oft bereits 5 minuten, nachdem man sich das angelesen hat) aber das ist nicht so.

                  mediale öffentlichkeiten sind fragmentiert. du sitzt auf wichtigem wissen.

                  mspro@fnordon.deM 1 Antwort Letzte Antwort
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                  • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                    worauf ich auch hinaus will: instagram ist zumindest bei mir gerade der einzig sinnvolle mediale pfad, den ich bespielen kann, der ein bisschen aus meiner bubble und vor allem der bubble der bereits bekehrten rausführt und neue leute erreicht.

                    man sitzt immer in seiner eigenen perspektive und glaubt, dass alle wissen, was man selbst weiß (oft bereits 5 minuten, nachdem man sich das angelesen hat) aber das ist nicht so.

                    mediale öffentlichkeiten sind fragmentiert. du sitzt auf wichtigem wissen.

                    mspro@fnordon.deM This user is from outside of this forum
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                    mspro@fnordon.de
                    schrieb zuletzt editiert von
                    #22

                    social media – auch mastodon – macht es leicht, zu glauben, alle wüssten dasselbe, weil wir uns hier entlang unserer interessen vernetzen und so kommt es dir so vor, als hinkst du ständig dem wissen hinterher, was aber nur in den spezialisierten kreisen gilt, in denen du liest. aber du lebst in einer bubble. wie alle anderen auch.

                    wenn die linke ihre kommunikation stratgischer aufstellen will, muss sie lernen, pfade — am besten 8 spurige autobahnen – zwischen den bubbles zu bauen.

                    mspro@fnordon.deM 1 Antwort Letzte Antwort
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                    • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                      social media – auch mastodon – macht es leicht, zu glauben, alle wüssten dasselbe, weil wir uns hier entlang unserer interessen vernetzen und so kommt es dir so vor, als hinkst du ständig dem wissen hinterher, was aber nur in den spezialisierten kreisen gilt, in denen du liest. aber du lebst in einer bubble. wie alle anderen auch.

                      wenn die linke ihre kommunikation stratgischer aufstellen will, muss sie lernen, pfade — am besten 8 spurige autobahnen – zwischen den bubbles zu bauen.

                      mspro@fnordon.deM This user is from outside of this forum
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                      schrieb zuletzt editiert von
                      #23

                      viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.

                      wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.

                      weltenkreuzer@social.tchncs.deW prefec2@norden.socialP mspro@fnordon.deM gegenwind@chaos.socialG ftranschel@norden.socialF 5 Antworten Letzte Antwort
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                      • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                        viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.

                        wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.

                        weltenkreuzer@social.tchncs.deW This user is from outside of this forum
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                        weltenkreuzer@social.tchncs.de
                        schrieb zuletzt editiert von
                        #24

                        @mspro Fallen dir Beispiele ein, wo das geklappt hat?

                        mspro@fnordon.deM 1 Antwort Letzte Antwort
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                        • weltenkreuzer@social.tchncs.deW weltenkreuzer@social.tchncs.de

                          @mspro Fallen dir Beispiele ein, wo das geklappt hat?

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                          schrieb zuletzt editiert von
                          #25

                          @Weltenkreuzer ich behaupte: wenn es jemals geklappt hat, menschen für linke diskurse onzuboarden, dann hat es in wirklichkeit immer genau so geklappt.

                          1 Antwort Letzte Antwort
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                          • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                            viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.

                            wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.

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                            schrieb zuletzt editiert von
                            #26

                            @mspro danke für den Thread. Dem kann ich nur zustimmen. Neben einer Geheimsprache, "Coolness" und Selbstzentriertheit fallen mir immer wieder drei Dinge auf, die Bündnisse und gemeinsame Aktionen behindern.
                            1. Mangelnde Kompromissfähigkeit / Anhänger*innen der reinen Lehre / unfähig Allianzen zu bauen
                            2. Viel Analyse, wenig Lösung (umsetzen)
                            3. Kein Durchhaltevermögen (z.B. weil Bündnisse nicht halten und weil wir uns überfordern)

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                            • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                              viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.

                              wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.

                              mspro@fnordon.deM This user is from outside of this forum
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                              schrieb zuletzt editiert von
                              #27

                              *räusper* [opa erzählt vom krieg]

                              damals, als das anfing mit dem "internetaktivismus" war die allgemeine erfahrung, dass man durch das netz koordiniert überproportionalen impact auf politsche diskurse haben kann. bis ca. 2013 oder so punchten ein paar tausend clicktivisten weit oberhalb ihrer gewichtsklasse.

                              aber wie das so ist: die strategien wurden überleveraged und als sie nicht mehr gut funktionieren als "clicktivism" eingemottet.

                              mspro@fnordon.deM ftranschel@norden.socialF 2 Antworten Letzte Antwort
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                              • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                                viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.

                                wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.

                                gegenwind@chaos.socialG This user is from outside of this forum
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                                schrieb zuletzt editiert von
                                #28

                                @mspro was ich hier in Frankfurt etabliere ist, dass man bspw bei Vorstellungsrunden vielleicht nicht seine Pronomen aufzählt, aber sich mit Artikel (wie im hessich üblich) vorstellt. Es reicht ja idR wenn man sagt: „ich bin der Gegenwind“, oder „ich bin xier Robin“. Damit kann man auch „onboarden“.

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                                  was stattdessen unter linken als cool gilt und belohnt wird:

                                  „hey schaut, ich habe eine neue art gefunden, mich von anderen linken abzugrenzen und sie alle doof zu finden, obwohl ich 90 % die gleichen dinge will.“

                                  sternentau@don.linxx.netS This user is from outside of this forum
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                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #29

                                  @mspro Das.

                                  adipoeserpursch@troet.cafeA 1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                                    *räusper* [opa erzählt vom krieg]

                                    damals, als das anfing mit dem "internetaktivismus" war die allgemeine erfahrung, dass man durch das netz koordiniert überproportionalen impact auf politsche diskurse haben kann. bis ca. 2013 oder so punchten ein paar tausend clicktivisten weit oberhalb ihrer gewichtsklasse.

                                    aber wie das so ist: die strategien wurden überleveraged und als sie nicht mehr gut funktionieren als "clicktivism" eingemottet.

                                    mspro@fnordon.deM This user is from outside of this forum
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                                    schrieb zuletzt editiert von
                                    #30

                                    ironischer weise genau dort, wo das internet zum massenphänomen wurde. aber die – wie wir sie damals nannten – "internet gemeinde" wurde von der auf plattformen entstehenden "internet culture" in reichweite und relevanz schnell überholt.

                                    und das zepter für internet savy kommunikation ging von den linken zu den rechten über, die weniger berührungsängste mit populismus hatten, (außerdem oligarchengeld und infrastruktur) und das feld der netzkommunikationstrategien immer tiefer auslotete.

                                    mspro@fnordon.deM 1 Antwort Letzte Antwort
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                                    • sternentau@don.linxx.netS sternentau@don.linxx.net

                                      @mspro Das.

                                      adipoeserpursch@troet.cafeA This user is from outside of this forum
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                                      adipoeserpursch@troet.cafe
                                      schrieb zuletzt editiert von
                                      #31

                                      @sternentau @mspro Leider. 😤

                                      1 Antwort Letzte Antwort
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                                      • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                                        viele leute haben einfach deswegen keine "linke interpretation" der welt, weil ihnen der zugang zu linken deutungsangeboten fehlt, oder weil ihnen das semantische rüstzeug fehlt, bestimmten linken diskursen, die für sie relevant sind, zu folgen.

                                        wenn man also leute an board holen will, muss man "onramps" schaffen. und dafür muss man sich hineinversetzen in andere bubbles und sich fragen: wie kann ich von dort zu meiner position einen pfad finden? technisch medial – aber auch semantisch.

                                        ftranschel@norden.socialF This user is from outside of this forum
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                                        ftranschel@norden.social
                                        schrieb zuletzt editiert von
                                        #32

                                        @mspro Mich macht dieser konkrete Toot sehr glücklich, weil ich das in so konkreter Form von Dir noch nicht gelesen habe*.

                                        Zusammen mit den ersten zwei Absätzen von @tante in https://tante.cc/2026/02/20/acting-ethical-in-an-imperfect-world/ gestern habe ich das Gefühl, dass sich gerade so ein bisschen eine Mischung aus Gelassenheit und Demut entwickelt, die wirklich "bubbletangential" Orientierte auch abholen kann.

                                        Und *DAS* brauchen wir mehr.

                                        Danke.

                                        * Kann natürlich an mir liegen, also nicht Steinigen bitte 😜

                                        1 Antwort Letzte Antwort
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                                        • mspro@fnordon.deM mspro@fnordon.de

                                          ironischer weise genau dort, wo das internet zum massenphänomen wurde. aber die – wie wir sie damals nannten – "internet gemeinde" wurde von der auf plattformen entstehenden "internet culture" in reichweite und relevanz schnell überholt.

                                          und das zepter für internet savy kommunikation ging von den linken zu den rechten über, die weniger berührungsängste mit populismus hatten, (außerdem oligarchengeld und infrastruktur) und das feld der netzkommunikationstrategien immer tiefer auslotete.

                                          mspro@fnordon.deM This user is from outside of this forum
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                                          schrieb zuletzt editiert von
                                          #33

                                          wie ich neulich im newsletter schrieb: man kann die ganze geschichte des 21. jahrhunderts als die entdeckung und gezielte kapitalistischen und politisch-strategische urbarmachtung von netzwerkeffekten erzählen.

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