Danke für die vielen Antworten.
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@rpolenz
Ja, in Anbetracht dessen, dass die deutsche Armutsgrenze noch unter den reichsten 20% der Weltbevölkerung liegt, ist aus finanzieller Metrik die Situation in Deutschland jammern auf hohem Niveau. Das stimmt.
Wenn man aber Metriken, wie Zufriedenheit, soziale Struktur, Gerechtigkeit innerhalb der Gesellschaft, Schutz von Minderheiten , Schutz demokratischer Freiheiten anlegt, ist Luft nach oben und liegt leider ein negativer Trend vor.@rpolenz
Vegleiche dazu beispielsweise
die zeitliche Entwicklung der Würzburger Demokratiematrix, des Pressefreiheits-Index oder auch die explizite Erwähnung Deutschlands als Negativbeispiel im UN-Bericht zur Sicherheit der Zivilgesellschaft bei Gewalt der Exekutive gegen Klima-und Umweltaktivisten. -
@rpolenz Huch ... ich bin erst jetzt auf diese Frage aufmerksam geworden.
Wenn ich heute selber entscheiden könnte, wo ich lieber geboren wäre, dann Singapur ... und an 2. Stelle alternativ Finnland.
Eine "Demokratie", in der sich Armut immer mehr (politisch gewollt!!) ausbreitet (darunter inzwischen 2,8 Mill. Kinder!!) ist keine Demokratie mehr.
Klar, wenn man sich als MdB keine Sorgen um seine Altersabsicherung (auf Kosten der Bürger) machen muß, muß DE das Paradies sein ...@rpolenz Übrigens, von wegen "jammern auf hohem Niveau" ... Die meisten EU-Staaten verfügen über eine Mindestrente. FR & NL z.B. 1200 € ... Davon können viele Armutsrenter hier in DE, die 40 Jahre gearbeitet haben, nur träumen!! Erzählen Sie denen doch mal etwas vom "hohem Niveau" ..
Übrigens: wer 20 Jahre Abgeordneter war, hat bereits Anspruch auf die vollen Altersbezüge und nicht erst nach 40+ Jahren ...
Wie war das mit Marie-Antoinette und dem Spruch "gebt dem Volk Brioches" ...? -
@rpolenz das Niveau sinkt aber in Rekordgeschwindigkeit die immer noch mehr Richtung Lichtgeschwindigkeit tendiert
@ichbinda @rpolenz
Ganz genau, das Problem ist die Tendenz: Als ich Kind war, war D fast überall Weltspitze. Ein Mekka für den Rest der Welt.
Heute ist es überall Mittelmaß: Bildung, Gesundheit, Wohlfahrtsstaat, ÖPNV, Lohnniveau, Digitalisierung... Wohin man auch sieht, ist alles auf Kante genäht und funktioniert nicht mehr richtig. Politik ist nicht mehr in der Lage, die großen Probleme unserer Zeit, wie Klima oder globalen Tech Bro -Faschismus, adäquat anzugehen.
Eine Abwärtsspirale halt -
@AlienJay man darf nicht vergessen, dass Leute wie Merz sich gefühlt zum Mittelstand einordnen. Weil er kein Bezos oder Flick ist. Und es gibt halt etliche, die sich mit 4000€ netto noch unten fühlen und rummotzen. Da wären wir dann schon bei Jammern auf hohem Niveau. Und ich glaub diese Gruppe ist Ruprecht und allen CDUlern näher als der Rest, der zwei Gehälter oder Grundsicherung braucht. Das ist nicht ihre Realität. Auch gut situierte Rentner können schon nicht mehr nachempfinden, wie man mit GruSi lebt. @arthurdent @rpolenz
@Dodo_sipping @AlienJay @arthurdent @rpolenz Absolut. Ich bin nicht reich geboren aber mittlerweile in dieser Einkommensklasse angekommen. Ich kann nicht mehr wirklich nachempfinden wie man mit Bürgergeld oder Grundsicherung über die Runden kommt. Deshalb steht es mir auch nicht zu über diese Menschen ein Urteil zu bilden, sie zu belehren oder gar zu verhöhnen. Punkt.
In einem so reichen Land wie dem unseren sollte es keine Armut geben. Und solange es die gibt, können wir nicht zufrieden sein.
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@rpolenz Einfach nein, Herr Polenz. Wir jammern nicht auf hohem Niveau. Wir jammern, weil für viele Menschen „No Future“ sehr real wird, wenn man nach über 40 Erwerbsjahren von der spärlichen Rente den Kühlschrank nicht voll bekommt, was auch egal ist, da man sich die überteuerte Miete ohnehin nicht leisten kann. Eine „Mittelschicht“ wurde gerade von Ihrer Partei ja erfolgreich abgeschafft, besser abgeschöpft. Fast alle sind nur eine Katastrophe von Armut entfernt. #Realität
@arthurdent @rpolenz
Und wir sprechen hier z.B. auch über die vielen (bis dahin selbstständigen) Kulturschaffenden die im/durch Behördenchaos zu Pandemiebeginn ihre private Altersvorsorge verloren haben.
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RE: https://mastodon.social/@rpolenz/115969478337557981
Danke für die vielen Antworten. Manche haben gemeint, die Frage sei überheblich und klänge wie früher „wenn es dir hier nicht gefällt, geh`doch nach drüben“. So war sie jedem falls nicht gemeint. Die Frage zielt darauf ab, ins Bewußtsein zu rufen, dass wir auf hohem Niveau jammern.
@rpolenz Mmmh. Ok. Ich finde das etwas abfällig formuliert. Die Entscheidung zu gehen, fällt definitiv mit dem Aufkeimen des Faschismus in Deutschland. Wenn man permanent von nach rechts orientierten Menschen angepöbelt wird, bedroht wird, dass mit der Remigration auch man selbst als unliebsamer deutscher Staatsbürger verschwinden soll, dann fürchtet man um Leib und Leben. Die #CDU tut ihr übriges dazu. (1/2)
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@rpolenz Mmmh. Ok. Ich finde das etwas abfällig formuliert. Die Entscheidung zu gehen, fällt definitiv mit dem Aufkeimen des Faschismus in Deutschland. Wenn man permanent von nach rechts orientierten Menschen angepöbelt wird, bedroht wird, dass mit der Remigration auch man selbst als unliebsamer deutscher Staatsbürger verschwinden soll, dann fürchtet man um Leib und Leben. Die #CDU tut ihr übriges dazu. (1/2)
Ich habe es ausführlich in ihrem Thread erklärt (wenn Herr #Merz nichts anderes als „Treten" kann, dann fühlt man sich als Steuerzahler hinters Licht geführt. Nicht wir Bürger sind schuld, sondern die rückwärtsgewandte Politik IHRER #CDU. Mit euren Taten, wird die Welt brennen - sowohl aus Klimasicht, als auch durch den aufkeimenden Faschismus. Bravo!) . Niemand "jammert“. Vor dem Faschismus zu fliehen ist garantiert kein „Jammern“. (2/2)
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RE: https://mastodon.social/@rpolenz/115969478337557981
Danke für die vielen Antworten. Manche haben gemeint, die Frage sei überheblich und klänge wie früher „wenn es dir hier nicht gefällt, geh`doch nach drüben“. So war sie jedem falls nicht gemeint. Die Frage zielt darauf ab, ins Bewußtsein zu rufen, dass wir auf hohem Niveau jammern.
@rpolenz Ich denke es ist sehr abhängig von der individuellen Lebenssituation und dem gesell Stand, ob man das "auf hohem Niveau jammern" nennen sollte. Den Ausdruck empfinde ich als sehr deplaziert & es entzieht sich mir vollkommen, wieso Sie erst eine solch polemische Frage stellen und dies dann, zumindest konsequent, polemisch auflösen. Das können Sie sicher auch konstruktiver und empathischer. Dabei hilft es, sich mit der Lebensrealität weniger priviligierter Mitmenschen zu konfrontieren.
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@rpolenz Wer in meiner Wahrnehmung auf äußerst hohem Niveau jammert sind Mitglieder der Bundesregierung die sich in immer noch einem der reichsten Länder der Welt mit Billionenvermögen und Multimilliardenerbschaften vor Kameras stellen und erklären dass Mindestlöhne, eine menschenwürdige Grundsicherung und dringend notwendige Investitionen leider nicht zu finanzieren wären und Menschen die von Monat zu Monat gerade durchkommen ihr „Anspruchsdenken“ aufgeben müssten.
Genau das!
Gemessen am BIP hatten wir vor 40 Jahren (1985) höhere Ausgaben für Sozialhilfe als heute für Bürgergeld.
Vor der Wiedervereinigung, vor Hartz IV, vor der Finanzkrise, Covid, Ukraine-Krieg, US-Zöllen…
Aber heute haben wir "explodierende Kosten".
Unser Problem ist die unersättliche Gier der Überreichen und ihrer Speichellecker*innen in der Politik (namentlich in Deutschlands Haupt- und Staatspartei CDU/CSU).
Bild
: Klaus Staeck, 1974 -
RE: https://mastodon.social/@rpolenz/115969478337557981
Danke für die vielen Antworten. Manche haben gemeint, die Frage sei überheblich und klänge wie früher „wenn es dir hier nicht gefällt, geh`doch nach drüben“. So war sie jedem falls nicht gemeint. Die Frage zielt darauf ab, ins Bewußtsein zu rufen, dass wir auf hohem Niveau jammern.
@rpolenz Einer der wenigen Aussprüche, die ich von einer BWL-Vorlesung noch im Kopf habe: "Wer 'ist' mit 'ist' vergleicht, der vergleicht Schlendrian mit Schlendrian".
Es geht nicht darum, stolz darauf zu sein, dass es in anderen Ländern und Zeiten noch schlechter ist. Es geht darum, zu sehen, was sein könnte, und dann zu fragen, warum es nicht ist. Und wenn die Antworten nicht überzeugen, dann wirkt es mir sehr sinnvoll, das lautstark zu kritisieren.
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@rpolenz Auf hohem Niveau jammert nicht jeder. Es gibt das Hashtag #ichbinarmutsbetroffen nicht zufällig.
Und auch nach dem World Happiness Index (data.worldhappiness.report/tab…) muß sich Deutschland nicht auf die Schultern klopfen. -
RE: https://mastodon.social/@rpolenz/115969478337557981
Danke für die vielen Antworten. Manche haben gemeint, die Frage sei überheblich und klänge wie früher „wenn es dir hier nicht gefällt, geh`doch nach drüben“. So war sie jedem falls nicht gemeint. Die Frage zielt darauf ab, ins Bewußtsein zu rufen, dass wir auf hohem Niveau jammern.
@rpolenz Das Gejammere auf hohem Niveau findet doch lediglich beim Geldadel und deren politischen konservativen Bütteln statt. Kein Arbeitnehmer würde jammern, wenn er nicht die letzten 4-5 Jahrzehnte lediglich Lohnsteigerungen unterhalb der Inflationsrate hätte hinnehmen müssen während die Investoren und die Industrie Milliardengewinne eingefahren haben.
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RE: https://mastodon.social/@rpolenz/115969478337557981
Danke für die vielen Antworten. Manche haben gemeint, die Frage sei überheblich und klänge wie früher „wenn es dir hier nicht gefällt, geh`doch nach drüben“. So war sie jedem falls nicht gemeint. Die Frage zielt darauf ab, ins Bewußtsein zu rufen, dass wir auf hohem Niveau jammern.
Wer ist "wir"? Wenn Menschen existentiell bedroht sind, ist das nicht "auf hohem Niveu", selbst wenn es woanders
noch schlimmer ist.Z.B. Leute, die mit der Bürgergeld-Reform eher die Wohnung verlieren.
Z.B. chronisch Kranke, die durch die Angriffe auf Teilzeit und Lohnfortzahlung in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht werden.
Z.B. trans/inter/nichtbinäre/agender Menschen, die auch von der Union, erst recht von der AfD erhebliche Diskriminierung zu erwarten haben.
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Wer ist "wir"? Wenn Menschen existentiell bedroht sind, ist das nicht "auf hohem Niveu", selbst wenn es woanders
noch schlimmer ist.Z.B. Leute, die mit der Bürgergeld-Reform eher die Wohnung verlieren.
Z.B. chronisch Kranke, die durch die Angriffe auf Teilzeit und Lohnfortzahlung in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht werden.
Z.B. trans/inter/nichtbinäre/agender Menschen, die auch von der Union, erst recht von der AfD erhebliche Diskriminierung zu erwarten haben.
Und das Niveau wird noch schlimmer, wenn "wir" (die Mächtigen und das Kapital, auch in Deutschland und Europa) die Klimakrise weiter so antreiben.
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RE: https://mastodon.social/@rpolenz/115969478337557981
Danke für die vielen Antworten. Manche haben gemeint, die Frage sei überheblich und klänge wie früher „wenn es dir hier nicht gefällt, geh`doch nach drüben“. So war sie jedem falls nicht gemeint. Die Frage zielt darauf ab, ins Bewußtsein zu rufen, dass wir auf hohem Niveau jammern.
@rpolenz grundsätzlich verstehe ich schon, was Sie damit meinten. Dennoch muss ich anmerken, zumindest bei mir, ist eine andere Ebene erreicht: Harter Dissenz, komplett anderer Zugang zu Themen oder auch großer Ärger mit politischen Entwicklungen und Entscheidungen... kenne ich. Aber noch nie habe ich ernsthaft Scham empfunden. Dass ich mich für Äußerungen oder Entscheidungen schäme, weil sie alles verletzen, was mir als Demokratin und Mensch wichtig ist, das hatte ich noch nie. (Neues Niveau)
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@AlienJay man darf nicht vergessen, dass Leute wie Merz sich gefühlt zum Mittelstand einordnen. Weil er kein Bezos oder Flick ist. Und es gibt halt etliche, die sich mit 4000€ netto noch unten fühlen und rummotzen. Da wären wir dann schon bei Jammern auf hohem Niveau. Und ich glaub diese Gruppe ist Ruprecht und allen CDUlern näher als der Rest, der zwei Gehälter oder Grundsicherung braucht. Das ist nicht ihre Realität. Auch gut situierte Rentner können schon nicht mehr nachempfinden, wie man mit GruSi lebt. @arthurdent @rpolenz
@Dodo_sipping @AlienJay @arthurdent @rpolenz
Bitte nicht Mittelstand (mittelständische Wirtschaft) und Mittelschicht (Menschen mit mittlerem Einkommen) verwechseln!
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RE: https://mastodon.social/@rpolenz/115969478337557981
Danke für die vielen Antworten. Manche haben gemeint, die Frage sei überheblich und klänge wie früher „wenn es dir hier nicht gefällt, geh`doch nach drüben“. So war sie jedem falls nicht gemeint. Die Frage zielt darauf ab, ins Bewußtsein zu rufen, dass wir auf hohem Niveau jammern.
@rpolenz
Es ist gesunder Menschenverstand sich gegen die strukturelle Eliminierung des eigenen Wohlergehens zu erwehren. Gerade wenn das zu mehr sozialer Ungleichheit führt, weil dies nachweislich zur Schwächung der Demokratie führt. Wer also ungerne in autokratisch geführten Ländern leben möchte, sollte sich hier unbedingt der Anfänge erwehren. -
Viele der bisherigen Antworten hier finde ich im Ergebnis nicht falsch, aber vom Ton her vermutlich ungewollt unnötig konfrontativ.
Beispiel: „Wegen deiner Partei“. Was soll das bringen, außer, als persönlichen Angriff wahrgenommen zu werden? Da wäre ein „wegen der Union“ schon viel besser.
Ich gehöre sicher nicht zur Fanbase von @rpolenz , halte ihn aber für reflektiert genug, dass er bei Kritik an Umständen die Rolle seiner Partei und seine persönliche dazu bedenkt.
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@rpolenz Einer der wenigen Aussprüche, die ich von einer BWL-Vorlesung noch im Kopf habe: "Wer 'ist' mit 'ist' vergleicht, der vergleicht Schlendrian mit Schlendrian".
Es geht nicht darum, stolz darauf zu sein, dass es in anderen Ländern und Zeiten noch schlechter ist. Es geht darum, zu sehen, was sein könnte, und dann zu fragen, warum es nicht ist. Und wenn die Antworten nicht überzeugen, dann wirkt es mir sehr sinnvoll, das lautstark zu kritisieren.
@Teskariel Wazlawick würde das, angewandt auf das eigene Leben, wahrscheinlich für eine Anleitung zum Unglücklichsein bezeichnen
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@Teskariel Wazlawick würde das, angewandt auf das eigene Leben, wahrscheinlich für eine Anleitung zum Unglücklichsein bezeichnen
@rpolenz @Teskariel die Leute, die uns 8h Tag und generell Arbeitnehmerrechte erkämpft haben, würden dem wohl widersprechen.
