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Aktuell Bestbewertet Umstritten

  • Ab und zu schreibe ich im Fediverse etwas Längeres.
    mikka@mikka.isM mikka@mikka.is

    Weil wir nicht nochmal 10k hatten, die wir nie wieder zurück bekommen würden, benannten wir Camino Now um. In Ultreia.

    Und weil wir nicht noch einmal wochenlang mit Apple und Google kämpfen wollten, weil wir als Datendiebe "Strikes" von einem anderen Mitbewerber bekamen (die immer falsch waren, aber auch hier haben wir nicht das Geld), wurde aus einer Flutter App mit schlechtem Server ein PWA.

    Capitalism, meet Open Source ingenuity.

    Das hatte Vorteile. Der Camino, der aus tausenden von Albergues und Cafés besteht, war auf unserer Seite. Die haben nämlich die Schnauze auch gestrichen voll von den traditionellen Apps, die langsam reagieren, denen die kleinen Betriebe am Camino scheißegal sind so lange sie Geld verdienen, und die mit ihren Affiliate links die Betriebe richtig fett Geld kosten. Betriebe, die gerade so an der Deckung arbeiten.

    Ohne Alternativen sind diese Betriebe aber mehr oder weniger gezwungen, mitzumachen. Mit einer 73% Abdeckung von Pilger:innen mit diesen Apps bist Du entweder dabei, oder Du bist raus aus dem Geschäft.

    Capitalism, meet Barbara Streisand.

    Die Klage, die ganzen Anrufe, bewirkten genau ein Ding: Man wurde auf uns aufmerksam. Auf unsere "Leaf & Shell" Vegan-Vegetarian-Camino Liste, auf die Tatsache, dass man mich (wie damals Andy) wirklich auf dem Camino treffen konnte, statt ein Fax nach Konstanz zu schicken und auf Antwort zu hoffen.

    Frag eine:n Hospitaler@ in Spanien (das sind die Betreiber der Hostels für Pilger:innen), und man kennt "The Mikka". Wie gesagt, besser als jeder Paycheck.

    Open Source works. Vielleicht nicht oft um einen Lambo zu kaufen. Aber genug für Abendessen auf einer Veranda in der untergehenden Sonne in Hontanas, während eine Gitarre spielt, Menschen lachen, und dafür, die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser zu machen und als "The Mikka" bekannt zu sein.

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  • Ab und zu schreibe ich im Fediverse etwas Längeres.
    mikka@mikka.isM mikka@mikka.is

    Wie gesagt, insane insane insane Revenue.

    Ein "Mitbewerber" verklagte uns in Spanien, weil wir angeblich seine Daten abgezockt hatten. Es kostete fast 10k Euro mit Anwalt in Madrid aufzutauchen, Hotel, Anfahrt, Essen, Anwaltskosten, Übersetzer, um zu beweisen dass, nein, wir hatte nicht gestohlen. In der Tat hatten wir den Eintrag in OSM gemacht (der Sachverständige, der OSM erklären musste kostete auch Geld) und der Mitbewerber hatte ihn integriert. Nach 30 Minuten zog der Mitbewerber seine Klage zurück. Beim Rausgehen meinte er noch "es geht nicht ums Gewinnen, es geht darum, dass ihr vor mir bankrott seid und weg".

    Ein anderer Mitbewerber bemängelte den Namen, drohte auch mit Gericht.

    Und ein Dritter verbrachte Wochen damit, in Spanien alle Hostels anzurufen und vor uns zu warnen, mit allen möglichen Lügen.

    Open Source, meet Capitalism. Capitalism, meet Open Source.

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  • Ab und zu schreibe ich im Fediverse etwas Längeres.
    mikka@mikka.isM mikka@mikka.is

    Und damit wurde Camino Now geboren. Camino Now war ein Flutter App mit einem Server backend in R. Ja, R. Nein, frag mich nicht warum.

    Camino Now war ein Instant-Hit. 14000 Downloads in weniger als drei Monaten. In der Nebensaison. Egal, dass wir alle Jobs hatten, dass wir kein Geld verdienten, dass wir das aus Altruismus machten, es war Spaß. Manchmal ist bei Pilgern erkannt werden und eine dicke Umarmung von einer Wander-Oma bekommen die beste Bezahlung.

    Dann kamen die Probleme...

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  • Ab und zu schreibe ich im Fediverse etwas Längeres.
    mikka@mikka.isM mikka@mikka.is

    Das war das Ende, damals, der letzten altruistischen App. Der Investor war klar auf die Kohle (I repeat: verdammt lukrativ) aus, die es z.B. Andy ermöglichte in der sehr Pilger-armen Zeit von 2020 bis 2021 genug Geld zu verdienen um über den Kauf eines Apartments in León nachzudenken.

    Andere Apps taten und tun das Gleiche. Im Endeffekt: scrape OpenStreetMap, mach Deine eigenen Daten drauf, schreibe eine App in Flutter oder React Native, schmeiße Booking dot Com und andere Affiliate links auf alles, tracke Nutzerdaten als Candy, und werde stark.

    Im Spätsommer 2022 saßen wir, die alten Camino Ninja Menschen, in einer Bar in der spanischen Hochwüste, der Meseta. Jemand spielte Gitarre, der Wirt rauchte einen Joint, das Bier war kalt. Tränen in Augen beschlossen wir, etwas Neues zu versuchen: eine App, die all das nicht tat. Die keine Daten sammelte, die keine Gegenleistungen von Hostels und Cafés für's Listing wollte, die keine Affiliate links schaltete.

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  • Ab und zu schreibe ich im Fediverse etwas Längeres.
    mikka@mikka.isM mikka@mikka.is

    Mit dem neuen Zeitalter kommen auch neue Tools. Die Caminos sind von einer genialen Infrastruktur umgeben, die das Pilgern heute schon fast einfacher und sicherer macht als eine Einkaufstour durch die Supermall am Ende der Stadt. Und statt Karten hat man heute Apps.

    Apps gibt es einige. Was sie alle gemein haben ist, dass sie verdammt lukrativ sind. Bei fast 600.000 Pilgern auf den Jakobswegen in 2025 alleine gibt es da eine Klientele die finanziell recht gut gestellt ist (kann sich einen 30-Tage Urlaub in Spanien und Ausrüstung leisten), und fast schon fanatische Fans der Wanderung sind.

    Ich habe von 2019 bis 2022 an einer App namens "Camino Ninja" mitgearbeitet. Der Hauptentwickler, Andy, verstarb leider am 22. Juli 2022 zuhause in León, und die App wurde von einem Investor in Konstanz gekauft. Wie gesagt, diese Apps sind verdammt lukrativ, und nachdem der Investor mit seiner eigenen App gescheitert war (welche schon versuchte, in Design und Namen mit unserer App verwechselt zu werden), Andy verstarb, und ein anderer App Entwickler die Gunst der Stunde nutzte um zu versuchen Camino Ninja vom App Store entfernen zu lassen, kaufte er das Ding für einen Appel und ein Ei.

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  • Ab und zu schreibe ich im Fediverse etwas Längeres.
    mikka@mikka.isM mikka@mikka.is

    Ab und zu schreibe ich im Fediverse etwas Längeres. Das ist so eine Geschichte. Und, wahrscheinlich, keine die die meisten auf den ersten Blick interessiert. Aber gib dem mal eine Chance, weil es nicht wirklich um Pilger und den Camino geht.

    Am Anfang war die Sühne. Das war so vor 1200 Jahren und die iberische Halbinsel war im Konflikt mit dem Al'Andalus Kalifat, das schon vor mehr als 300 Jahren angefangen hatte, Spanien zum Islam zu konvertieren und, sich der ganzen internen Kriege zwischen den Prinzen von Iberia bedienend, große Teile des Landes zu erobern.

    Währenddessen waren in den Gegenden des heutigen Deutschland, Österreich, und Frankreich die Kirchen stark wie nie. Was aber, wenn ein reicher Fürst oder ein Bischof etwas Schlimmes tat? Hinrichten war nicht, weil schlechte Werbung? Einfach: Man erfand die Pilgersühne, in der die Person zu einem heiligen Ort pilgern musste, dort um Vergebung und Ablass bitten, und dann frei kam. Vorteil: Die meisten starben auf dem Weg oder blieben einfach da, also entweder war zwischen Abreise und Rückkehr genug Zeit um das Ganze vergessen zu machen, oder man sparte sich die Hinrichtung.

    Heute pilgern immer noch Menschen. Nicht die ganz schlimmen, sondern aus ganz mundänen religiösen Gründen. Die am besten bekannten Pilgerrouten sind die des "Camino de Santiago", des Jakobswegs. Dank Hape auch in Deutschland. Die Caminos sind ein Netzwerk aus Wegen, die alle wie Flüsse in einen großen Strom, an die westliche Küste Spaniens führen.

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  • Ich bin schon ein wenig stolz auf die Arbeit, die wir mit Ultreia leisten.
    mikka@mikka.isM mikka@mikka.is

    @mikka@medic.cafe @padeluun@digitalcourage.social Ich stimme Dir bedingt (zu 99.9%) zu. Ich bin nur kein Fan von "Trust me Bro" wenn es um Projekte geht, deshalb haben wir bisher kein Fundraising betrieben. Ein Prototyp mit Value Proposition muss schon sein 🙂

    Mein Problem mit der Sache ist, dass wir heute (Stand Code Version 0.6.5) eher in die Klasse der "Bezahl mich für meine Wanderung/whatever, vielleicht blogge ich was für Dich mit fragwürdigem Wert" "Influencer" fallen würden, nicht als zukünftige Dienstleister einer (von zwei[1]) offenen Camino App mit stabilem Datenschutz und ohne Datenverwertung.

    Also machen wir mal langsam, zahlen halt erstmal drauf, und wenn das Ganze spruchreif ist, dann schauen wir mal. Größtes Problem ist auch, dass andere Apps halt aktiv auf Instagram, X, Facebook, und Reddit werben, wo auch Geld liegt. Die Pilgercommunity und das Fediverse sind da (zum Glück) eher verhalten. Und ich schmeiße lieber den Code in den Müll als Instagram-Werbung zu machen 🙂

    [1] De Calixtinus von Australier Doug (https://de-calixtinus.org/) ist Open Source, in Haskell geschrieben (weil Doug eine Maschine ist) und mit TeX Dynamic Programming Idealen realisiert. Seines ist ein Nischenprojekt, wir wollen eher Allgemeinnutzen schaffen.

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  • Ich bin schon ein wenig stolz auf die Arbeit, die wir mit Ultreia leisten.
    mikka@mikka.isM mikka@mikka.is

    Ich bin schon ein wenig stolz auf die Arbeit, die wir mit Ultreia leisten. Seit der Idee sind jetzt zwei Jahre vergangen, von der App und dem schlechten Server im Backend zu einer PWA Lösung, die allen gerecht wird, gutem a11y Design, und der Leaf & Shell "Vegan and Vegetarian Pilgrims" Implementation, das Team hat einen super Job hingelegt.

    Und das Ganze noch ohne Profitdenken, ohne Tracking, ohne räuberische Erpressung mit Affiliate-Links... es geht.

    Ultreia macht im Monat noch dreistelligen Verlust. Das ist erstmal OK, aber unsere "Konkurrenz" verdient sich mit fünf- bis sechsstelligen Einnahmen im Quartal einen goldenen Hoden. Weil wir keine Daten verkaufen oder Affiliate Links schalten und auf Donations angewiesen sind.

    Ich finde Betteln ohne solide Gegenleistung immer kritisch. Also machen wir das nicht. Unsere Hoffnung ist, dass mit der Open Beta oder Release Menschen auch den Wert der App sehen, und die Arbeit die 30+ Volunteers in die Infrastruktur und Daten gesteckt haben. Aber Hoffnung ist nicht Wissen. Schauen wir mal.

    Bild: Der Camino Francés, die 790km lange Wanderstrecke von Frankreich durch Spanien, mit veganen und vegetarischen Hostels und Restaurants angezeigt.

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  • Von 7000 Führungskräften bei der Deutschen Bahn, die zwischen Dienstwagen und einer Bahncard 100 wählen können, nutzen gerade mal 300 die Bahncard.
    mikka@mikka.isM mikka@mikka.is

    Von 7000 Führungskräften bei der Deutschen Bahn, die zwischen Dienstwagen und einer Bahncard 100 wählen können, nutzen gerade mal 300 die Bahncard.

    Also diejenigen, die bei der Bahn Verantwortung tragen, fahren lieber Auto.

    (Zitat Christian Siebert)

    Uncategorized auto bahn

  • Und hier ist was Tolles: Was bekommt man, wenn man Diphtherie, E. coli und Fentanyl mischt?
    mikka@mikka.isM mikka@mikka.is

    Und hier ist was Tolles: Was bekommt man, wenn man Diphtherie, E. coli und Fentanyl mischt?

    Einen Impfstoff, was denn sonst? Die Idee ist nicht neu, aber genial: Wissenschaftler steckten ein synthetisches Fentanyl-Fragment an den Diphtherie-Giftstoff CRM197. Diphtherie, wie wir ja hoffentlich alle wissen, wird durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae ausgelöst, welches einen Giftstoff ausscheidet, welcher dann zum Tod führen kann. Die Impfung gegen Diphtherie ist übrigens eine der wenigen, die nicht gegen das Bakterium, sondern gegen seinen Giftstoff impfen.

    An diese Verbindung wird dann dmLT angehängt. dmLT ist ein Teil des E. coli-Bakteriums, welcher (da wir ständig mit E. coli zu tun haben) sofort immunaktivierend wirkt. So weit, so schon bekannt, gleiches oder ähnliches passiert in vielen Impfstoffen.

    Jetzt wird's aber cool: Wenn eine Person, die so geimpft ist, Fentanyl konsumiert, hängen sich die vom Körper gegen den Impfstoff gebildeten Antikörper an die Droge und machen es unmöglich, dass diese die Blut-Hirn-Schranke überquert.

    In einer Tierstudie blockierte die Impfung 92 bis 98 Prozent des Fentanyls vom Übertritt. Andere Opioide sind nicht betroffen, also können auch geimpfte Menschen weiterhin anagelsiert werden, wenn das benötigt wird. Die Impfung hält bis zu 20 Wochen an, dann sind die Antikörper weg, und die adaptive Immunantwort (der Körper baut neue Antikörper als Antwort auf eine Infektion) ist zu langsam. Aber 20 Wochen sind schon mal was.

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