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  3. Und hier ist was Tolles: Was bekommt man, wenn man Diphtherie, E. coli und Fentanyl mischt?

Und hier ist was Tolles: Was bekommt man, wenn man Diphtherie, E. coli und Fentanyl mischt?

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    #1

    Und hier ist was Tolles: Was bekommt man, wenn man Diphtherie, E. coli und Fentanyl mischt?

    Einen Impfstoff, was denn sonst? Die Idee ist nicht neu, aber genial: Wissenschaftler steckten ein synthetisches Fentanyl-Fragment an den Diphtherie-Giftstoff CRM197. Diphtherie, wie wir ja hoffentlich alle wissen, wird durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae ausgelöst, welches einen Giftstoff ausscheidet, welcher dann zum Tod führen kann. Die Impfung gegen Diphtherie ist übrigens eine der wenigen, die nicht gegen das Bakterium, sondern gegen seinen Giftstoff impfen.

    An diese Verbindung wird dann dmLT angehängt. dmLT ist ein Teil des E. coli-Bakteriums, welcher (da wir ständig mit E. coli zu tun haben) sofort immunaktivierend wirkt. So weit, so schon bekannt, gleiches oder ähnliches passiert in vielen Impfstoffen.

    Jetzt wird's aber cool: Wenn eine Person, die so geimpft ist, Fentanyl konsumiert, hängen sich die vom Körper gegen den Impfstoff gebildeten Antikörper an die Droge und machen es unmöglich, dass diese die Blut-Hirn-Schranke überquert.

    In einer Tierstudie blockierte die Impfung 92 bis 98 Prozent des Fentanyls vom Übertritt. Andere Opioide sind nicht betroffen, also können auch geimpfte Menschen weiterhin anagelsiert werden, wenn das benötigt wird. Die Impfung hält bis zu 20 Wochen an, dann sind die Antikörper weg, und die adaptive Immunantwort (der Körper baut neue Antikörper als Antwort auf eine Infektion) ist zu langsam. Aber 20 Wochen sind schon mal was.

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