Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?
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@bpaassen ich. Meine Mutter war frische Witwe und ich habe exakt 25€ BAFÖG monatlich bekommen. Obwohl das Geld ganz furchtbar knapp war. Da stimmt irgendwas wirklich nicht mit der Berechnunggrundlage.
@bpaassen da war 2005. schon damals war das ein ziemlicher Scherz und Geld hat man eigentlich nur bekommen, wenn die Eltern typische Geringverdienerjobs hatten. Und Schulden wurden nicht angerechnet. Wenn auch nur ein Elternteil einen ganz normalen Bürojob hatte, der ein Studium erfordert, konntest du es eigentlich vergessen. Das ist realistisch wirklich nur was für ganz arme Familien. Und der striptease der für den Antrag nötig ist, war enorm.
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@Bugspriet
Kann ich nachvollziehen...als junges, zartes Pflänzchen der "Arbeiterklasse" war schon das Abi ein "Gewinn"...
* wurde übrigens während meiner 3-jährigen, schulischen Berufsausbildung, auch BAföG gefördert (nur mit Tankstellenjob und Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Fahrten im Rettungsdienst hätte ich das WG-Zimmer, sonstige Lebenshaltungskosten und 50iger-Roller [in gefühlt der Pampa] nicht stemmen können - Schulgeld haben schon die Eltern übernommen)... -
Hier ist ein ganz konkreter Ansatzpunkt für die Verbesserung des Lebensstandards vieler Studierender: Unterstützt Menschen in eurem Umfeld, Bafög zu beantragen. Noch haben wir dieses System. Wir sollten es nicht ganz sterben lassen. (10/10)
@bpaassen Ich habe über eine Dekade hinweg parteiische BAföG-Beratung für Studierende betrieben. Die Beträge, die ausgezahlt werden, sind zu gering für den Aufwand und reichen nicht zum Leben. Du bist außerdem mit einer langsamen und dir ausgesprochen feindlichen Bürokratie konfrontiert, die gezielt gegen dich arbeitet. Die Rückzahlung des Kreditanteils ist undurchschaubar und ungerecht.
Wirklich positiv ist hingegen das Auslandsstudium gefördert wird. -
@bpaassen Ich habe über eine Dekade hinweg parteiische BAföG-Beratung für Studierende betrieben. Die Beträge, die ausgezahlt werden, sind zu gering für den Aufwand und reichen nicht zum Leben. Du bist außerdem mit einer langsamen und dir ausgesprochen feindlichen Bürokratie konfrontiert, die gezielt gegen dich arbeitet. Die Rückzahlung des Kreditanteils ist undurchschaubar und ungerecht.
Wirklich positiv ist hingegen das Auslandsstudium gefördert wird.@jumalu Danke für die Einsichten!
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Hier ist ein ganz konkreter Ansatzpunkt für die Verbesserung des Lebensstandards vieler Studierender: Unterstützt Menschen in eurem Umfeld, Bafög zu beantragen. Noch haben wir dieses System. Wir sollten es nicht ganz sterben lassen. (10/10)
@bpaassen ein Gedanke, der mir hier noch fehlt ist, dass viele Studis inzwischen auch zuhause wohnen und studieren. Mein Bafög war (bin gerade bei meiner Abschlussarbeit) für meine Bedürfnisse sehr ausreichend, aber nur weil ich in einer seehr günstigen WG gewohnt habe und vom Pausschalbetrag für Miete viel übrig hatte. Wenn man zuhause wohnt, bekommt man den nicht und evtl. lohnt sich die Bürokratie für die mimale Förderung nicht. Bäfog zahlt halt vor allem die teure Miete
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög? Damit meine ich die staatliche, finanzielle Unterstützung von Ausbildung und Studium für Menschen mit geringem Einkommen/Vermögen. (1/10)
@bpaassen
Ich habe tatsächlich 1981 in meinem ersten Jahr der Ausbildung 184 DM Bafög bekommen.
Das erste Lehrjahr war ein komplettes Berufsschuljahr und der Ausbildungsbetrieb brauchte erst ab dem 2 Lehrjahr zahlen.