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  3. Je länger ich in der Familienhilfe arbeite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wirksamste politische Maßnahme die Förderung niederigschwelliger Begegnungsangebote wäre.

Je länger ich in der Familienhilfe arbeite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wirksamste politische Maßnahme die Förderung niederigschwelliger Begegnungsangebote wäre.

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sozialessolidaritat
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  • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

    Je länger ich in der Familienhilfe arbeite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wirksamste politische Maßnahme die Förderung niederigschwelliger Begegnungsangebote wäre. Ein Frühstückstreff, eine Sozialarbeiterin auf dem Basketballfeld, ein Opa, der die Töpferei aufschließt, eine Ex-Kassiererin, die Samstags zuhört, spart Millionen an Zwangsmaßnahmen und Scheiß und halbiert im Alleingang Faschos. Wenn ihr aktiv werden wollt, macht was, wo jede*r hinkommen kann.

    #soziales #solidaritat

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    schrieb zuletzt editiert von
    #2

    Was Kindern, Jugendlichen, Familien, Alten am meisten fehlt, sind Orte in der Umgebung, wo sie ohne Geld regelmäßig sein und mit anderen in Kontakt kommen können. Je weniger Geld, desto ausgetrockneter sind viele Leute, was Austausch und Begegnung angeht. Oft verhärten sie dann und tragen die Unzufriedenheit nach außen. Dass regelmäßig jemand anders ins Leben kommt, mehr braucht es oft nicht. Sparpolitik, Leistungsdruck und "jeder für sich" sind Gift. Übrigens nutzen das Rechte gerne für sich.

    nisjasper@literatur.socialN bjorgulf@mastodon.pnpde.socialB funbaker@chaos.socialF maristya@norden.socialM sandfrog@social.grautier.euS 13 Antworten Letzte Antwort
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    • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

      Was Kindern, Jugendlichen, Familien, Alten am meisten fehlt, sind Orte in der Umgebung, wo sie ohne Geld regelmäßig sein und mit anderen in Kontakt kommen können. Je weniger Geld, desto ausgetrockneter sind viele Leute, was Austausch und Begegnung angeht. Oft verhärten sie dann und tragen die Unzufriedenheit nach außen. Dass regelmäßig jemand anders ins Leben kommt, mehr braucht es oft nicht. Sparpolitik, Leistungsdruck und "jeder für sich" sind Gift. Übrigens nutzen das Rechte gerne für sich.

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      #3

      90% der blöden Diskussionen um Bildschirmzeiten, soziale Medien, Killerspiele pipapo wären übrigens damit auch erledigt.

      gnusborflogge@dresden.networkG 1 Antwort Letzte Antwort
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      • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

        Was Kindern, Jugendlichen, Familien, Alten am meisten fehlt, sind Orte in der Umgebung, wo sie ohne Geld regelmäßig sein und mit anderen in Kontakt kommen können. Je weniger Geld, desto ausgetrockneter sind viele Leute, was Austausch und Begegnung angeht. Oft verhärten sie dann und tragen die Unzufriedenheit nach außen. Dass regelmäßig jemand anders ins Leben kommt, mehr braucht es oft nicht. Sparpolitik, Leistungsdruck und "jeder für sich" sind Gift. Übrigens nutzen das Rechte gerne für sich.

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        #4

        @nisjasper Kann ich. nur bestätigen. Ich hab in meinem Hobby regelmäßig mit alten Menschen (um die 80) zu tun und. bin immer wieder beeindruckt, wieviel Witz, Charme und Schabernack sie in sich tragen, wenn man sie denn lässt.

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        • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

          90% der blöden Diskussionen um Bildschirmzeiten, soziale Medien, Killerspiele pipapo wären übrigens damit auch erledigt.

          gnusborflogge@dresden.networkG This user is from outside of this forum
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          schrieb zuletzt editiert von
          #5

          @nisjasper die wichtigen Dritten Orte, die immer ums Überleben kämpfen oder die es gar nicht gibt, weil kein Raum, keine Leute, kein Geld. Wo Ehrenamt das Versagen des Staates auffangen soll. Ich bin totaler Fan von solchen Orten.

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          • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

            Je länger ich in der Familienhilfe arbeite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wirksamste politische Maßnahme die Förderung niederigschwelliger Begegnungsangebote wäre. Ein Frühstückstreff, eine Sozialarbeiterin auf dem Basketballfeld, ein Opa, der die Töpferei aufschließt, eine Ex-Kassiererin, die Samstags zuhört, spart Millionen an Zwangsmaßnahmen und Scheiß und halbiert im Alleingang Faschos. Wenn ihr aktiv werden wollt, macht was, wo jede*r hinkommen kann.

            #soziales #solidaritat

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            schrieb zuletzt editiert von
            #6

            @nisjasper Ich habe selber in der Familenhilfe gearbeitet und kann das nur unterschreiben. Es gibt viel zu wenige Public Spaces, in denen (nicht nur) junge Menschen zusammenkommen.

            Natürlich generieren solche Orte keine Gewinne, natürlich sind sie manchmal laut, natürlich sind sie "Gift für die Immobilienpreise".

            Übrigens bin ich ziemlich sicher, dass der Wegfall dieser Orte - Kultur- und Jugendzentren, übrigens auch Clubs und Kneipen - den Rechten sehr hilft.

            jonasjrichter@mastodon.pnpde.socialJ 1 Antwort Letzte Antwort
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            • moonmoth@mastodon.pnpde.socialM moonmoth@mastodon.pnpde.social

              @nisjasper Ich habe selber in der Familenhilfe gearbeitet und kann das nur unterschreiben. Es gibt viel zu wenige Public Spaces, in denen (nicht nur) junge Menschen zusammenkommen.

              Natürlich generieren solche Orte keine Gewinne, natürlich sind sie manchmal laut, natürlich sind sie "Gift für die Immobilienpreise".

              Übrigens bin ich ziemlich sicher, dass der Wegfall dieser Orte - Kultur- und Jugendzentren, übrigens auch Clubs und Kneipen - den Rechten sehr hilft.

              jonasjrichter@mastodon.pnpde.socialJ This user is from outside of this forum
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              schrieb zuletzt editiert von
              #7

              @moonmoth @nisjasper Ja (auch ohne eigene Erfahrung in der Familienhilfe). Reparaturcafés, Bibliotheken, offene Bücherregale, Solawi-Abholstellen, Probenräume - es gäbe soviele Nutzungsweisen, die echt nicht viele Quadratmeter brauchen, und die so unglaublich viel Lebensqualität und Gemeinschaft fördern.

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              • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

                Was Kindern, Jugendlichen, Familien, Alten am meisten fehlt, sind Orte in der Umgebung, wo sie ohne Geld regelmäßig sein und mit anderen in Kontakt kommen können. Je weniger Geld, desto ausgetrockneter sind viele Leute, was Austausch und Begegnung angeht. Oft verhärten sie dann und tragen die Unzufriedenheit nach außen. Dass regelmäßig jemand anders ins Leben kommt, mehr braucht es oft nicht. Sparpolitik, Leistungsdruck und "jeder für sich" sind Gift. Übrigens nutzen das Rechte gerne für sich.

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                funbaker@chaos.social
                schrieb zuletzt editiert von
                #8

                @nisjasper faschistische Systeme (zu denen der Umgang des Staates mit hilfsbedürftigen Familien definitiv zählt), erzeugen Faschisten. Soweit nichts neues.

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                • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

                  Was Kindern, Jugendlichen, Familien, Alten am meisten fehlt, sind Orte in der Umgebung, wo sie ohne Geld regelmäßig sein und mit anderen in Kontakt kommen können. Je weniger Geld, desto ausgetrockneter sind viele Leute, was Austausch und Begegnung angeht. Oft verhärten sie dann und tragen die Unzufriedenheit nach außen. Dass regelmäßig jemand anders ins Leben kommt, mehr braucht es oft nicht. Sparpolitik, Leistungsdruck und "jeder für sich" sind Gift. Übrigens nutzen das Rechte gerne für sich.

                  maristya@norden.socialM This user is from outside of this forum
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                  maristya@norden.social
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #9

                  @nisjasper dabei ist die Privatisierung öffentlichen Raums definitiv nicht hilfreich. Und überwachte Orte, an denen man einfach abhängen kann, sind rar geworden. Dabei wären sie so wichtig…

                  teskariel@eldritch.cafeT 1 Antwort Letzte Antwort
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                  • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

                    Was Kindern, Jugendlichen, Familien, Alten am meisten fehlt, sind Orte in der Umgebung, wo sie ohne Geld regelmäßig sein und mit anderen in Kontakt kommen können. Je weniger Geld, desto ausgetrockneter sind viele Leute, was Austausch und Begegnung angeht. Oft verhärten sie dann und tragen die Unzufriedenheit nach außen. Dass regelmäßig jemand anders ins Leben kommt, mehr braucht es oft nicht. Sparpolitik, Leistungsdruck und "jeder für sich" sind Gift. Übrigens nutzen das Rechte gerne für sich.

                    sandfrog@social.grautier.euS This user is from outside of this forum
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                    schrieb zuletzt editiert von
                    #10

                    @nisjasper War zu meiner Jugend gang und gebe jeder Stadtteil hatte mehrere solcher Angebote, und dann wurden die Leistungen dafür massiv gekürzt und fast alle haben dicht gemacht.

                    Die Angebote die das Sozialsystem hergibt sind ja auch ehr ein Witz also das was so über z.b. die Eingliderungshilfe lauft, sehe das ja in vielen Einrichtungen da geht keiner mehr hin weil das absolut nix ist.

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                    • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

                      Was Kindern, Jugendlichen, Familien, Alten am meisten fehlt, sind Orte in der Umgebung, wo sie ohne Geld regelmäßig sein und mit anderen in Kontakt kommen können. Je weniger Geld, desto ausgetrockneter sind viele Leute, was Austausch und Begegnung angeht. Oft verhärten sie dann und tragen die Unzufriedenheit nach außen. Dass regelmäßig jemand anders ins Leben kommt, mehr braucht es oft nicht. Sparpolitik, Leistungsdruck und "jeder für sich" sind Gift. Übrigens nutzen das Rechte gerne für sich.

                      katti@chaos.socialK This user is from outside of this forum
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                      schrieb zuletzt editiert von
                      #11

                      @nisjasper auf der anderen Seite braucht es für solche Orte auch entsprechende fachliche Unterstützung. Gerade an den "dritten Orten" tummeln sich mittlerweile gerne Schwurbler und irgendwo falsch abgebogene, die die aufgebauten Strukturen zerstören.

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                        Je länger ich in der Familienhilfe arbeite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wirksamste politische Maßnahme die Förderung niederigschwelliger Begegnungsangebote wäre. Ein Frühstückstreff, eine Sozialarbeiterin auf dem Basketballfeld, ein Opa, der die Töpferei aufschließt, eine Ex-Kassiererin, die Samstags zuhört, spart Millionen an Zwangsmaßnahmen und Scheiß und halbiert im Alleingang Faschos. Wenn ihr aktiv werden wollt, macht was, wo jede*r hinkommen kann.

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                        schrieb zuletzt editiert von
                        #12

                        @nisjasper @bewitchedmind so nämlich ❤️‍🔥

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                          Je länger ich in der Familienhilfe arbeite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wirksamste politische Maßnahme die Förderung niederigschwelliger Begegnungsangebote wäre. Ein Frühstückstreff, eine Sozialarbeiterin auf dem Basketballfeld, ein Opa, der die Töpferei aufschließt, eine Ex-Kassiererin, die Samstags zuhört, spart Millionen an Zwangsmaßnahmen und Scheiß und halbiert im Alleingang Faschos. Wenn ihr aktiv werden wollt, macht was, wo jede*r hinkommen kann.

                          #soziales #solidaritat

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                          schrieb zuletzt editiert von
                          #13

                          @nisjasper Ja! 💯

                          Es braucht mehr Dritte Orte, aber verbunden damit auch die Möglichkeit, dass sich aus dem Austausch Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten ergeben.

                          #DritteOrte #Selbstwirksamkeit #Teilhabe #Beteiligung

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                            Je länger ich in der Familienhilfe arbeite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wirksamste politische Maßnahme die Förderung niederigschwelliger Begegnungsangebote wäre. Ein Frühstückstreff, eine Sozialarbeiterin auf dem Basketballfeld, ein Opa, der die Töpferei aufschließt, eine Ex-Kassiererin, die Samstags zuhört, spart Millionen an Zwangsmaßnahmen und Scheiß und halbiert im Alleingang Faschos. Wenn ihr aktiv werden wollt, macht was, wo jede*r hinkommen kann.

                            #soziales #solidaritat

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                            schrieb zuletzt editiert von
                            #14

                            @nisjasper Voll. Ich glaube, mein Job (Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen) wäre dann teilweise gar nicht notwendig oder zumindest etwas weniger prekär.

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                              Je länger ich in der Familienhilfe arbeite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wirksamste politische Maßnahme die Förderung niederigschwelliger Begegnungsangebote wäre. Ein Frühstückstreff, eine Sozialarbeiterin auf dem Basketballfeld, ein Opa, der die Töpferei aufschließt, eine Ex-Kassiererin, die Samstags zuhört, spart Millionen an Zwangsmaßnahmen und Scheiß und halbiert im Alleingang Faschos. Wenn ihr aktiv werden wollt, macht was, wo jede*r hinkommen kann.

                              #soziales #solidaritat

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                              schrieb zuletzt editiert von
                              #15

                              @nisjasper
                              #Stadtbibliothek

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • maristya@norden.socialM maristya@norden.social

                                @nisjasper dabei ist die Privatisierung öffentlichen Raums definitiv nicht hilfreich. Und überwachte Orte, an denen man einfach abhängen kann, sind rar geworden. Dabei wären sie so wichtig…

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                                schrieb zuletzt editiert von
                                #16

                                @Maristya @nisjasper Der hat gedauert - ich hab erst ne Weile überlegt "Moment, Überwachung nimmt doch eher zu ...?"

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                                • teskariel@eldritch.cafeT teskariel@eldritch.cafe

                                  @Maristya @nisjasper Der hat gedauert - ich hab erst ne Weile überlegt "Moment, Überwachung nimmt doch eher zu ...?"

                                  maristya@norden.socialM This user is from outside of this forum
                                  maristya@norden.socialM This user is from outside of this forum
                                  maristya@norden.social
                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #17

                                  @Teskariel @nisjasper danke, den Tippfehler hatte ich nicht gesehen

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

                                    Was Kindern, Jugendlichen, Familien, Alten am meisten fehlt, sind Orte in der Umgebung, wo sie ohne Geld regelmäßig sein und mit anderen in Kontakt kommen können. Je weniger Geld, desto ausgetrockneter sind viele Leute, was Austausch und Begegnung angeht. Oft verhärten sie dann und tragen die Unzufriedenheit nach außen. Dass regelmäßig jemand anders ins Leben kommt, mehr braucht es oft nicht. Sparpolitik, Leistungsdruck und "jeder für sich" sind Gift. Übrigens nutzen das Rechte gerne für sich.

                                    molosovsky@literatur.socialM This user is from outside of this forum
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                                    schrieb zuletzt editiert von
                                    #18

                                    @nisjasper Jupp jupp jupp. Denk viel darüber nach derzeit. Hab mich nach Tagesklinik derweil erstmal verkrochen und ruh mich aus, aber die viele ›emotionelle Arbeit‹ war ein Segen. Dabei besteht die zu einem Gutteil darin, anderen zuzuhören, ihnen Raum zu geben, oder eben in meinem Fall, rausbekommen, wie man Raum einnehmen geschickter machen und aushalten kann.
                                    Zyniker-Sabotage-Stimmen dann aber so: vom Rumsitzen und Zuhören und Solidarisch-Sein allein kannste nicht leben.

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                                    • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

                                      Je länger ich in der Familienhilfe arbeite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wirksamste politische Maßnahme die Förderung niederigschwelliger Begegnungsangebote wäre. Ein Frühstückstreff, eine Sozialarbeiterin auf dem Basketballfeld, ein Opa, der die Töpferei aufschließt, eine Ex-Kassiererin, die Samstags zuhört, spart Millionen an Zwangsmaßnahmen und Scheiß und halbiert im Alleingang Faschos. Wenn ihr aktiv werden wollt, macht was, wo jede*r hinkommen kann.

                                      #soziales #solidaritat

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                                      schrieb zuletzt editiert von
                                      #19

                                      @nisjasper Aber wenn es dann solche Angebote gibt, passt manchen der Ort nicht. Ich hab letztens von jemandem gehört "Ich hätte ja gerne eine Handarbeitsgruppe - aber bei mir im Ort trifft sich die im evangelischen Gemeindehaus". Das war der Dame suspekt, zur protestantischen Konkurrenz zu gehen.
                                      Mein Handarbeitskreis ist auch in kirchlichen Räumen untergekommen - weil das halt die einzigen sind, die das kostenfrei anbieten. Das macht mir als Atheistin den Laden doch etwas sympathisch 😉

                                      1 Antwort Letzte Antwort
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                                      • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe shared this topic
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                                      • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

                                        Was Kindern, Jugendlichen, Familien, Alten am meisten fehlt, sind Orte in der Umgebung, wo sie ohne Geld regelmäßig sein und mit anderen in Kontakt kommen können. Je weniger Geld, desto ausgetrockneter sind viele Leute, was Austausch und Begegnung angeht. Oft verhärten sie dann und tragen die Unzufriedenheit nach außen. Dass regelmäßig jemand anders ins Leben kommt, mehr braucht es oft nicht. Sparpolitik, Leistungsdruck und "jeder für sich" sind Gift. Übrigens nutzen das Rechte gerne für sich.

                                        funkvolk@mastodon.socialF This user is from outside of this forum
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                                        schrieb zuletzt editiert von
                                        #20

                                        @nisjasper Sehr wahr.

                                        1 Antwort Letzte Antwort
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                                        • nisjasper@literatur.socialN nisjasper@literatur.social

                                          Je länger ich in der Familienhilfe arbeite, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wirksamste politische Maßnahme die Förderung niederigschwelliger Begegnungsangebote wäre. Ein Frühstückstreff, eine Sozialarbeiterin auf dem Basketballfeld, ein Opa, der die Töpferei aufschließt, eine Ex-Kassiererin, die Samstags zuhört, spart Millionen an Zwangsmaßnahmen und Scheiß und halbiert im Alleingang Faschos. Wenn ihr aktiv werden wollt, macht was, wo jede*r hinkommen kann.

                                          #soziales #solidaritat

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                                          schrieb zuletzt editiert von
                                          #21

                                          @nisjasper ^^^this
                                          die Linke hat jetzt den Vorschlag in jedem Kiez eine Volxsküche einzuführen. Das macht tatsächlich einen Unterschied! Einfaches Abendessen für 3-4€

                                          Ich hatte auch am WE kurz so die Vorstellung, wie cool es wäre, wenn in jeder Straße ein Raum ist mit Stühlen und Tischen und ner kleinen Teeküche und dann nehm ich mein Puzzle mit und geh da puzzlen. Gibts nicht. Es gibt keine freien offenen Räume wo Menschen einfach hingehen können zum Zusammensein.

                                          schwalbentenor@literatur.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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