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  3. Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:

Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:

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medienevolutionmedienrevolution
86 Beiträge 42 Kommentatoren 0 Aufrufe
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  • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

    Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:

    Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.

    Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll… 🤔📚🤷‍♂️ Was meinst Du?

    giggls@karlsruhe-social.deG This user is from outside of this forum
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    giggls@karlsruhe-social.de
    schrieb zuletzt editiert von
    #50

    @BlumeEvolution Ich bin ja generell ein Skeptiker was die Umbenennung etablierter Begriffe betrifft. Man muss da als Experte oft einfach mit leben.
    Ein Beispiel aus meinem Fachbereich:
    Beim Begriff *Digitalisierung* kräuseln sich mir die Nackenhaare. Diesen gab es schon zu meinem Studienzeiten als Bezeichnung für die Umwandlung analoger Daten in digitale Werte.
    Ich hätte mir auch gewünscht man würde für die Transformation von Verwaltungsprozessen ins Internet einen anderen Begriff verwenden.

    uwebrinkhoff@social.tchncs.deU 1 Antwort Letzte Antwort
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    • mbrandtner@gruene.socialM mbrandtner@gruene.social

      @BlumeEvolution Der Begriff „Evolution“ impliziert ja eine stetige Verbesserung bzw eine stetige bessere Anpassung an die Umstände. Ich finde da Begriffe wie „Revolution“, „Wandel“ oder „Umwälzung“ besser, weil sie wertfreier sind, weniger implizieren dass es eine logische Weiterentwicklung wäre und die Radikalität der Veränderung besser betonen.

      #Medien

      realbloginista@social.cologneR This user is from outside of this forum
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      realbloginista@social.cologne
      schrieb zuletzt editiert von
      #51

      @MBrandtner @BlumeEvolution Vielleicht drückt das Wort Disruption, das hier ein anderer Diskutant eingeworfen hat, die Radikalität des Umbruchs besser aus als Revolution, sofern Revolution auch als etwas gedeutet werden könnte, was evolutionär zustande gekommen ist. Dies spiegelt auch Schumpeters makroökonom. Begriff d. „schöpferischen Zerstörung“ wider, der im Gegensatz zur kontinuierlichen Verbesserung des Bestehenden steht. Aber „Revolution“ ist ja auch Umbruch…

      1 Antwort Letzte Antwort
      0
      • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

        Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:

        Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.

        Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll… 🤔📚🤷‍♂️ Was meinst Du?

        stiefel_fan@troet.cafeS This user is from outside of this forum
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        stiefel_fan@troet.cafe
        schrieb zuletzt editiert von
        #52

        @BlumeEvolution
        Nach dem Argument war dann die franz. Revolution ein Zurückrollen auf was? 🤔
        Vielleicht doch nicht soo kluge Studierende? 😜

        sagittarius_59@sueden.socialS 1 Antwort Letzte Antwort
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        • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

          @MBrandtner

          Guter Punkt, Danke! 🙏

          Ursprünglich meinte #Evolution ja das Ausrollen einer Buchrolle, #Darwin selbst schrieb v.a. von #Transmutation.

          Insofern könnten auch Medienwandel oder Medienumwälzung geeignet sein? Scheinen mir nur sehr deutsch & schwer zu übersetzen, oder? 🤔📚🤷‍♂️

          Danke für Deine dialogische Mithilfe! 👍

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          stiefel_fan@troet.cafe
          schrieb zuletzt editiert von
          #53

          @BlumeEvolution @MBrandtner
          Meduenumwälzung im Sinne von Medienrevolution? 🤔 Dann wird die Übersetzung wieder einfacher. 🤷🏼‍♂️

          1 Antwort Letzte Antwort
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          • gunchleoc@mastodon.scotG gunchleoc@mastodon.scot

            @MBrandtner @BlumeEvolution Was gerade durch KI und die Oligarchen passiert, könnte man eventuell sogar als Disruption bezeichnen. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen, Massenentlassung von Journalisten bei der Washington Post.

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            stiefel_fan@troet.cafe
            schrieb zuletzt editiert von
            #54

            @gunchleoc @MBrandtner @BlumeEvolution
            ... oder so! 😱👍

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

              @Exxo

              Nein, Dein Sprachgefühl trügt nicht! Die Wortbedeutung von Revolution und Reform hat sich nach dem Platonismus umgedreht: Wir verstehen darunter heute nicht mehr die wörtlichen Übersetzungen von Zurück-Rollen & Wieder-Herstellen, sondern das Anstreben von Neuem. Die Studierenden wiesen halt auf diesen Wort-Widerspruch hin. Wir wollten kritische Geister - jetzt dürfen wir uns nicht beschweren… 😁🤷‍♂️📚🤔 #Revolution #Reform #Begriffsarbeit #Platonismus #Falsifikation

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              stiefel_fan@troet.cafe
              schrieb zuletzt editiert von
              #55

              @BlumeEvolution @Exxo
              Hmm, wer benutzt den Begriff noch im platonischen Sinne?
              Ist ja eine der grundlegenden Prozesse, dass Sprache und daher deren Begriffe sich weiter entwickeln. Und da ist es mir im Tagesgeschäft zunächst erstmal egal, was die Bedeutung vor 500 oder mehr Jahren war. 🤷🏼‍♂️

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              • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

                Danke fürs dialogische Mitdenken, @Exxo 🙏😁👍

                Inzwischen werden hier auch Medienwandel & Medienememergenz diskutiert.

                Begriffsarbeit ist echt 1 Brett! 🤨

                #Medienwandel #Medienemergenz #Medienrevolution #Medienevolution https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsnetz-und-begriffsarbeit-mit-einem-guden-rosch-ins-neue-jahr/

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                stiefel_fan@troet.cafe
                schrieb zuletzt editiert von
                #56

                @BlumeEvolution @Exxo
                Hartholz? 😜

                1 Antwort Letzte Antwort
                0
                • sagittarius_59@sueden.socialS sagittarius_59@sueden.social

                  @DieWespe

                  Die Illusionen der Bewusstseinsbetäubung in materialistischer "Absicherung" sind im Punkte bestehender Nachhaltigkeit aber immer mehr kurzlebig, also ist Revolution doch wohl ...⁉️

                  @BlumeEvolution

                  stiefel_fan@troet.cafeS This user is from outside of this forum
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                  stiefel_fan@troet.cafe
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #57

                  @Sagittarius_59
                  ... und was soll das? 🤔🤷🏼‍♂️

                  @DieWespe @BlumeEvolution

                  1 Antwort Letzte Antwort
                  0
                  • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

                    Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:

                    Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.

                    Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll… 🤔📚🤷‍♂️ Was meinst Du?

                    erikml@troet.cafeE This user is from outside of this forum
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                    erikml@troet.cafe
                    schrieb zuletzt editiert von
                    #58

                    @BlumeEvolution

                    Ich finde -evolution auch besser, nicht nur wegen der sprachlichen Spitzfindigkeit von re- und e- (der man einfach das Argument der weiterentwicklung von Sprache durch Gebrauch entgegenhalten könnte), sondern auch weil es verdeutlicht, dass es häufig längere, vielteilige Entwicklungsprozesse sind.
                    🧵

                    erikml@troet.cafeE 1 Antwort Letzte Antwort
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                    • erikml@troet.cafeE erikml@troet.cafe

                      @BlumeEvolution

                      Ich finde -evolution auch besser, nicht nur wegen der sprachlichen Spitzfindigkeit von re- und e- (der man einfach das Argument der weiterentwicklung von Sprache durch Gebrauch entgegenhalten könnte), sondern auch weil es verdeutlicht, dass es häufig längere, vielteilige Entwicklungsprozesse sind.
                      🧵

                      erikml@troet.cafeE This user is from outside of this forum
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                      erikml@troet.cafe
                      schrieb zuletzt editiert von
                      #59

                      @BlumeEvolution

                      Bsp.: die Medien(r)evolution des späten Mittelalters, die wir gerne mit Gutenbergs Erfindung der Druckpresse mit beweglichen Lettern gleichsetzen hatte viel mehr Komponenten ohne die jene wohl kaum so durchschlagend gewesen wäre: Verbreitung von billigem Papier statt teurem Pergament als Beschreibstoff und die viel breitere Alphabetisierung durch städtische Schulen als wichtigste davon - das hat sich über Jahrzehnte gezogen.
                      2/2
                      Ceterum censeo afdem esse damnandum

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • stiefel_fan@troet.cafeS stiefel_fan@troet.cafe

                        @BlumeEvolution
                        Nach dem Argument war dann die franz. Revolution ein Zurückrollen auf was? 🤔
                        Vielleicht doch nicht soo kluge Studierende? 😜

                        sagittarius_59@sueden.socialS This user is from outside of this forum
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                        sagittarius_59@sueden.social
                        schrieb zuletzt editiert von
                        #60

                        @stiefel_fan

                        Französische "Revolution" = "Zurückrollen"/Reformation auf Anfang der GLEICHEN "Werteordnung", doch OHNE Kaiser/Könige - Inzwischen hätten die Menschen lernen müssen, das der Kaiser das Volk ist und "Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist ..." bedeutet, daß das bessere Zusammenleben im globalen GEMEINSCHAFTSEIGENTUM ist⁉️

                        @BlumeEvolution

                        1 Antwort Letzte Antwort
                        0
                        • ravenvh@troet.cafeR ravenvh@troet.cafe

                          @BlumeEvolution Medienwandel - es heißt ja auch Technologischer Wandel... oder?

                          sagittarius_59@sueden.socialS This user is from outside of this forum
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                          sagittarius_59@sueden.social
                          schrieb zuletzt editiert von
                          #61

                          @RavenVH

                          Technokratische Entmenschlichung, was jetzt besonders mit der KI deutlich wird⁉️

                          @BlumeEvolution

                          1 Antwort Letzte Antwort
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                          • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

                            Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:

                            Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.

                            Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll… 🤔📚🤷‍♂️ Was meinst Du?

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                            elottermann@kirche.social
                            schrieb zuletzt editiert von
                            #62

                            @BlumeEvolution

                            Medienrevolution passt, wenn man an die dadurch ausgelösten gesellschaftlichen Veränderungen denkt.

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                            • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

                              Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:

                              Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.

                              Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll… 🤔📚🤷‍♂️ Was meinst Du?

                              angeldruckt@sueden.socialA This user is from outside of this forum
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                              angeldruckt@sueden.social
                              schrieb zuletzt editiert von
                              #63

                              @BlumeEvolution
                              Die Evolution ist mE eher dynamisch, während die Revolution mehr eruptiv wirkt; und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass alle oder auch nur die meisten Revolutionen zu einem vorherigen Zustand zurück geführt haben, die Französische Revolution jedenfalls führte zur Ersten Republik, die es so nicht vorher gegeben hat.
                              Die Wiedererichtung einst bestehender Verhältnisse würde ich eher Restitution nennen als Revolution. my2ct

                              1 Antwort Letzte Antwort
                              0
                              • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

                                Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:

                                Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.

                                Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll… 🤔📚🤷‍♂️ Was meinst Du?

                                sagittarius_59@sueden.socialS This user is from outside of this forum
                                sagittarius_59@sueden.socialS This user is from outside of this forum
                                sagittarius_59@sueden.social
                                schrieb zuletzt editiert von
                                #64

                                @BlumeEvolution

                                Übrigens, Punkt 3 in der Abstimmung ist ein Absurdum, denn dort müsste stehen: Ich habe eine bessere Idee, noch bessere ... würde ja bedeuten ...⁉️🥴

                                1 Antwort Letzte Antwort
                                0
                                • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

                                  Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:

                                  Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.

                                  Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll… 🤔📚🤷‍♂️ Was meinst Du?

                                  M This user is from outside of this forum
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                                  marsmux@social.tchncs.de
                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #65

                                  @BlumeEvolution Die Kritik ist Verständlich, dennoch finde ich beides für unterschiedliche Teilbereiche passend.

                                  Revolution beschreibt gut die retrospektive Wahrnehmung des techn. Wandels - disruptiv, z.B. Buchdruck oder Internet

                                  Evolution trifft besser die kontemporäre gesellschaftliche Wahrnehmung - kontinuierlich, adaptiv, Ko-Evolution und Wandel, z.B. von digitalen und traditionellen Medien.

                                  uwebrinkhoff@social.tchncs.deU 1 Antwort Letzte Antwort
                                  0
                                  • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

                                    Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:

                                    Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.

                                    Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll… 🤔📚🤷‍♂️ Was meinst Du?

                                    finnsend@social.anoxinon.deF This user is from outside of this forum
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                                    schrieb zuletzt editiert von
                                    #66

                                    @BlumeEvolution "Evolution" hat eine Konnotation des Natürlichen, Organischen und eine Art 'Unausweichlichkeit', die die Machtasymmetrie (Großkonzerne) und den Zwang (Digitalzwang) verschleiern. Es ist im strengen Sinne auch keine "Revolution", denn die kommt zumeist von unten und hat eine politische Konnotation. Sicher hat die Digitalisierung sehr politische Auswirkungen (Konttollierbarkeit z.B.), aber das ist nicht der genuine Zweck.

                                    finnsend@social.anoxinon.deF 1 Antwort Letzte Antwort
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                                    • finnsend@social.anoxinon.deF finnsend@social.anoxinon.de

                                      @BlumeEvolution "Evolution" hat eine Konnotation des Natürlichen, Organischen und eine Art 'Unausweichlichkeit', die die Machtasymmetrie (Großkonzerne) und den Zwang (Digitalzwang) verschleiern. Es ist im strengen Sinne auch keine "Revolution", denn die kommt zumeist von unten und hat eine politische Konnotation. Sicher hat die Digitalisierung sehr politische Auswirkungen (Konttollierbarkeit z.B.), aber das ist nicht der genuine Zweck.

                                      finnsend@social.anoxinon.deF This user is from outside of this forum
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                                      schrieb zuletzt editiert von
                                      #67

                                      @BlumeEvolution

                                      Nachtrag: So sieht keine "Evolution" aus.

                                      https://corporateeurope.org/en/2025/10/big-tech-lobby-budgets-hit-record-levels

                                      nowhereman@troet.cafeN 1 Antwort Letzte Antwort
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                                      • giggls@karlsruhe-social.deG giggls@karlsruhe-social.de

                                        @BlumeEvolution Ich bin ja generell ein Skeptiker was die Umbenennung etablierter Begriffe betrifft. Man muss da als Experte oft einfach mit leben.
                                        Ein Beispiel aus meinem Fachbereich:
                                        Beim Begriff *Digitalisierung* kräuseln sich mir die Nackenhaare. Diesen gab es schon zu meinem Studienzeiten als Bezeichnung für die Umwandlung analoger Daten in digitale Werte.
                                        Ich hätte mir auch gewünscht man würde für die Transformation von Verwaltungsprozessen ins Internet einen anderen Begriff verwenden.

                                        uwebrinkhoff@social.tchncs.deU This user is from outside of this forum
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                                        schrieb zuletzt editiert von
                                        #68

                                        @BlumeEvolution @giggls
                                        Ein anderes Beispiel ist "Trojaner" als Abkürzung für "Trojanisches Pferd". Hier werden die Opfer (die Einwohner von Troja) zu Tätern gemacht. Obwohl viele das wissen, bleibt diese Wortwahl bestehen.

                                        In den 1980er Jahren, als die Technik der Fassade hinter dem was anderes geschieht, populär wurde, wurde noch der lange, korrekte Name verwendet. Erst in den 90er wurde er verkürzt.

                                        Edit: Historie ergänzt.

                                        1 Antwort Letzte Antwort
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                                        • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

                                          @Exxo

                                          Nein, Dein Sprachgefühl trügt nicht! Die Wortbedeutung von Revolution und Reform hat sich nach dem Platonismus umgedreht: Wir verstehen darunter heute nicht mehr die wörtlichen Übersetzungen von Zurück-Rollen & Wieder-Herstellen, sondern das Anstreben von Neuem. Die Studierenden wiesen halt auf diesen Wort-Widerspruch hin. Wir wollten kritische Geister - jetzt dürfen wir uns nicht beschweren… 😁🤷‍♂️📚🤔 #Revolution #Reform #Begriffsarbeit #Platonismus #Falsifikation

                                          fabianreidinger@social.tchncs.deF This user is from outside of this forum
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                                          fabianreidinger@social.tchncs.de
                                          schrieb zuletzt editiert von
                                          #69

                                          @BlumeEvolution @Exxo Wenn man das so sähe, wären ja Reaktionismus und Revolution das gleiche.

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