Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:
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Die Illusionen der Bewusstseinsbetäubung in materialistischer "Absicherung" sind im Punkte bestehender Nachhaltigkeit aber immer mehr kurzlebig, also ist Revolution doch wohl ...
️@Sagittarius_59 @BlumeEvolution Das ist mir zu hoch für meinen Stand in der Diskussion. Aber vielleicht richtig oder des Widerspruches wert. 🫣
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@BlumeEvolution Ja, mir gefallen die Begriffe besser. Media Shift oder Media Transformation wären vielleicht geeignete Übersetzungen, wenn man den Revolutionsbegriff vermeiden will.
Der Film zeigt ziemlich deutlich was Zukunft wäre, wenn das Eskalationspotential nicht ...
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@BlumeEvolution Ja, mir gefallen die Begriffe besser. Media Shift oder Media Transformation wären vielleicht geeignete Übersetzungen, wenn man den Revolutionsbegriff vermeiden will.
@MBrandtner @BlumeEvolution Ich denke, Evolution ist einfacher skalierbar. Wurzeln, Stämme, Äste, Zweige entwickeln sich in Medien und sterben ab. Das war wohl immer so.
Bei Revolution wird mir das zu militärisch mit den Begrifflichen der Abstufung. Revolution, Palast-/Revolte, Coup ...
Aber wo befinde ich mich als nutzender Rezipient? Lässt sich für die Revolution nur im Lagerdenken festlegen. -
Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:
Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.
Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll…


️ Was meinst Du?@BlumeEvolution Ich bin ja generell ein Skeptiker was die Umbenennung etablierter Begriffe betrifft. Man muss da als Experte oft einfach mit leben.
Ein Beispiel aus meinem Fachbereich:
Beim Begriff *Digitalisierung* kräuseln sich mir die Nackenhaare. Diesen gab es schon zu meinem Studienzeiten als Bezeichnung für die Umwandlung analoger Daten in digitale Werte.
Ich hätte mir auch gewünscht man würde für die Transformation von Verwaltungsprozessen ins Internet einen anderen Begriff verwenden. -
@BlumeEvolution Der Begriff „Evolution“ impliziert ja eine stetige Verbesserung bzw eine stetige bessere Anpassung an die Umstände. Ich finde da Begriffe wie „Revolution“, „Wandel“ oder „Umwälzung“ besser, weil sie wertfreier sind, weniger implizieren dass es eine logische Weiterentwicklung wäre und die Radikalität der Veränderung besser betonen.
@MBrandtner @BlumeEvolution Vielleicht drückt das Wort Disruption, das hier ein anderer Diskutant eingeworfen hat, die Radikalität des Umbruchs besser aus als Revolution, sofern Revolution auch als etwas gedeutet werden könnte, was evolutionär zustande gekommen ist. Dies spiegelt auch Schumpeters makroökonom. Begriff d. „schöpferischen Zerstörung“ wider, der im Gegensatz zur kontinuierlichen Verbesserung des Bestehenden steht. Aber „Revolution“ ist ja auch Umbruch…
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Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:
Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.
Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll…


️ Was meinst Du?@BlumeEvolution
Nach dem Argument war dann die franz. Revolution ein Zurückrollen auf was?
Vielleicht doch nicht soo kluge Studierende?
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Guter Punkt, Danke!
Ursprünglich meinte #Evolution ja das Ausrollen einer Buchrolle, #Darwin selbst schrieb v.a. von #Transmutation.
Insofern könnten auch Medienwandel oder Medienumwälzung geeignet sein? Scheinen mir nur sehr deutsch & schwer zu übersetzen, oder?


️Danke für Deine dialogische Mithilfe!

@BlumeEvolution @MBrandtner
Meduenumwälzung im Sinne von Medienrevolution?
Dann wird die Übersetzung wieder einfacher. 
️ -
@MBrandtner @BlumeEvolution Was gerade durch KI und die Oligarchen passiert, könnte man eventuell sogar als Disruption bezeichnen. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen, Massenentlassung von Journalisten bei der Washington Post.
@gunchleoc @MBrandtner @BlumeEvolution
... oder so!

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Nein, Dein Sprachgefühl trügt nicht! Die Wortbedeutung von Revolution und Reform hat sich nach dem Platonismus umgedreht: Wir verstehen darunter heute nicht mehr die wörtlichen Übersetzungen von Zurück-Rollen & Wieder-Herstellen, sondern das Anstreben von Neuem. Die Studierenden wiesen halt auf diesen Wort-Widerspruch hin. Wir wollten kritische Geister - jetzt dürfen wir uns nicht beschweren…

️
#Revolution #Reform #Begriffsarbeit #Platonismus #Falsifikation@BlumeEvolution @Exxo
Hmm, wer benutzt den Begriff noch im platonischen Sinne?
Ist ja eine der grundlegenden Prozesse, dass Sprache und daher deren Begriffe sich weiter entwickeln. Und da ist es mir im Tagesgeschäft zunächst erstmal egal, was die Bedeutung vor 500 oder mehr Jahren war.
️ -
Danke fürs dialogische Mitdenken, @Exxo



Inzwischen werden hier auch Medienwandel & Medienememergenz diskutiert.
Begriffsarbeit ist echt 1 Brett! 🤨
#Medienwandel #Medienemergenz #Medienrevolution #Medienevolution https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/begriffsnetz-und-begriffsarbeit-mit-einem-guden-rosch-ins-neue-jahr/
@BlumeEvolution @Exxo
Hartholz?
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Die Illusionen der Bewusstseinsbetäubung in materialistischer "Absicherung" sind im Punkte bestehender Nachhaltigkeit aber immer mehr kurzlebig, also ist Revolution doch wohl ...
️@Sagittarius_59
... und was soll das?

️ -
Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:
Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.
Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll…


️ Was meinst Du?Ich finde -evolution auch besser, nicht nur wegen der sprachlichen Spitzfindigkeit von re- und e- (der man einfach das Argument der weiterentwicklung von Sprache durch Gebrauch entgegenhalten könnte), sondern auch weil es verdeutlicht, dass es häufig längere, vielteilige Entwicklungsprozesse sind.
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Ich finde -evolution auch besser, nicht nur wegen der sprachlichen Spitzfindigkeit von re- und e- (der man einfach das Argument der weiterentwicklung von Sprache durch Gebrauch entgegenhalten könnte), sondern auch weil es verdeutlicht, dass es häufig längere, vielteilige Entwicklungsprozesse sind.
🧵Bsp.: die Medien(r)evolution des späten Mittelalters, die wir gerne mit Gutenbergs Erfindung der Druckpresse mit beweglichen Lettern gleichsetzen hatte viel mehr Komponenten ohne die jene wohl kaum so durchschlagend gewesen wäre: Verbreitung von billigem Papier statt teurem Pergament als Beschreibstoff und die viel breitere Alphabetisierung durch städtische Schulen als wichtigste davon - das hat sich über Jahrzehnte gezogen.
2/2
Ceterum censeo afdem esse damnandum -
@BlumeEvolution
Nach dem Argument war dann die franz. Revolution ein Zurückrollen auf was?
Vielleicht doch nicht soo kluge Studierende?
Französische "Revolution" = "Zurückrollen"/Reformation auf Anfang der GLEICHEN "Werteordnung", doch OHNE Kaiser/Könige - Inzwischen hätten die Menschen lernen müssen, das der Kaiser das Volk ist und "Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist ..." bedeutet, daß das bessere Zusammenleben im globalen GEMEINSCHAFTSEIGENTUM ist
️ -
@BlumeEvolution Medienwandel - es heißt ja auch Technologischer Wandel... oder?
Technokratische Entmenschlichung, was jetzt besonders mit der KI deutlich wird
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Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:
Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.
Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll…


️ Was meinst Du?Medienrevolution passt, wenn man an die dadurch ausgelösten gesellschaftlichen Veränderungen denkt.
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Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.
Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll…


️ Was meinst Du?@BlumeEvolution
Die Evolution ist mE eher dynamisch, während die Revolution mehr eruptiv wirkt; und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass alle oder auch nur die meisten Revolutionen zu einem vorherigen Zustand zurück geführt haben, die Französische Revolution jedenfalls führte zur Ersten Republik, die es so nicht vorher gegeben hat.
Die Wiedererichtung einst bestehender Verhältnisse würde ich eher Restitution nennen als Revolution. my2ct -
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Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.
Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll…


️ Was meinst Du?Übrigens, Punkt 3 in der Abstimmung ist ein Absurdum, denn dort müsste stehen: Ich habe eine bessere Idee, noch bessere ... würde ja bedeuten ...
️🥴 -
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Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.
Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll…


️ Was meinst Du?@BlumeEvolution Die Kritik ist Verständlich, dennoch finde ich beides für unterschiedliche Teilbereiche passend.
Revolution beschreibt gut die retrospektive Wahrnehmung des techn. Wandels - disruptiv, z.B. Buchdruck oder Internet
Evolution trifft besser die kontemporäre gesellschaftliche Wahrnehmung - kontinuierlich, adaptiv, Ko-Evolution und Wandel, z.B. von digitalen und traditionellen Medien.
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Habe eine Frage zur Begriffsarbeit:
Kluge Studierende in Karlsruhe haben den etablierten Begriff der „Medienrevolution“ m.E. zu Recht kritisiert, weil er die Zeitform falsch wiedergebe. Gerade bei neuen Medien gäbe es kein Zurückrollen (Re-volution), sondern genuin Neues, also Evolution.
Seitdem ringe ich damit, ob ich wirklich noch einen neuen Begriff wagen, #Medienevolution statt #Medienrevolution verwenden soll…


️ Was meinst Du?@BlumeEvolution "Evolution" hat eine Konnotation des Natürlichen, Organischen und eine Art 'Unausweichlichkeit', die die Machtasymmetrie (Großkonzerne) und den Zwang (Digitalzwang) verschleiern. Es ist im strengen Sinne auch keine "Revolution", denn die kommt zumeist von unten und hat eine politische Konnotation. Sicher hat die Digitalisierung sehr politische Auswirkungen (Konttollierbarkeit z.B.), aber das ist nicht der genuine Zweck.