Meine 5 Cent zur Causa #socialmediaverbot: Die Plattformen müssen die Pflicht genommen werden statt junge Menschen von wichtigen Diskussionsräumen auszuschließen.
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@weirdfish Ich argumentiere vielmehr dafür, dass die Betreiber mehr tun müssen, um Nutzende zu schützen - und zwar alle. Und dass die Politik viel mehr dafür tun muss, die handvoll Firmen stärker zu regulieren. Altersverifikation halte ich nicht nur für den falschen Weg, sondern auch für sehr schwer umsetzbar und zudem für ein privacy nightmare.
@mimrma@mastodon.wurzelmann.at @weirdfish@literatur.social Du willst also auch das Fediverse verbieten?
Denn "mehr tun, um Nutzende zu schützen" wird mit absoluter Sicherheit interpretiert werden als "Vollmoderation in Echtzeit durch KI".
Und "wir haben Filter am Laufen, eine Liste gesperrter Instanzen und User, und ihr könnt unsere Moderatoren jederzeit hier oder per Report-Button erreichen" wird nicht genügen, da es ja effektiv nichts verhindern, sondern nur im Nachhinein bestrafen kann.
Und dann sind wir genau da, wo wir bei dem anderen Ansatz auch landen: dass nur noch Big Tech soziale Medien betreiben darf. -
@mimrma Natürlich gäbe es auch minimalinvasive Methoden der Altersverifikation, wie zum Beispiel die #Ausweisapp. Wahrscheinlicher ist es aber, dass sich eine Big-Tech-Lösung durchsetzen wird.
@weirdfish das geht völlig entgegen der ursprünglichen Argumentation: BigTech muss sich an Regeln halten (oder es wird in Europa gesperrt), Jugendlichen darf hingegen auch digitale Teilhabe nicht einfach verwehrt werden!
Was sich (auf Lobbydruck hin und wegen politischer Eigeninteressen der BroKo) durchsetzen wird, ist ein anderes Thema.
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@mimrma@mastodon.wurzelmann.at @weirdfish@literatur.social Du willst also auch das Fediverse verbieten?
Denn "mehr tun, um Nutzende zu schützen" wird mit absoluter Sicherheit interpretiert werden als "Vollmoderation in Echtzeit durch KI".
Und "wir haben Filter am Laufen, eine Liste gesperrter Instanzen und User, und ihr könnt unsere Moderatoren jederzeit hier oder per Report-Button erreichen" wird nicht genügen, da es ja effektiv nichts verhindern, sondern nur im Nachhinein bestrafen kann.
Und dann sind wir genau da, wo wir bei dem anderen Ansatz auch landen: dass nur noch Big Tech soziale Medien betreiben darf.@divVerent in der Praxis schützen Fediverse-Instanzen ihre Nutzer*innen aber heute bereits sehr viel mehr, als BigTech mit ihren "AI"-Filtern und Algorithmen das tut. Warum man da unbedingt entgegen der Faktenlage der BigTech-Argumentation folgen sollte, erschließt sich mir wirklich nicht!
Und ja, gewisse Politiker*innen werden immer versuchen, es BigTech Recht zu machen, völlig egal wie (richtig) man dagegen argumentiert.
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@weirdfish das geht völlig entgegen der ursprünglichen Argumentation: BigTech muss sich an Regeln halten (oder es wird in Europa gesperrt), Jugendlichen darf hingegen auch digitale Teilhabe nicht einfach verwehrt werden!
Was sich (auf Lobbydruck hin und wegen politischer Eigeninteressen der BroKo) durchsetzen wird, ist ein anderes Thema.
@sunnythesheep @weirdfish @mimrma Digitale Teilhabe müsste halt auch wirklich altersgerecht erfolgen. Das geht total schief, weil schon jeder Bildschirm süchtig macht, dazu braucht es noch gar kein Tiktok.
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Meine 5 Cent zur Causa #socialmediaverbot: Die Plattformen müssen die Pflicht genommen werden statt junge Menschen von wichtigen Diskussionsräumen auszuschließen.
"Es ist bezeichnend, dass die Maßnahme als »Jugendschutz« verkauft wird. Denn ein Verbot würde vor allem die Betreiber der Plattformen davor schützen, mehr für die Sicherheit der Nutzenden zu tun. Kindern und Jugendlichen droht hingegen ein schmerzlicher Verlust, der für viele von ihnen negative Folgen hätte."
https://www.spektrum.de/kolumne/social-media-verbot-fuer-minderjaehrige-ausgrenzung-statt-schutz/2310987danke. Auch wenn ich keinen Nachwuchs mehr im fraglichen Alter habe, kann ich dir nur zustimmen:
Die Plattformen regulieren - und wenn da wieder das Drumherum stimmt und all die dark patterns weg sind, dann können wir weiterschauen. Und mehr Medienkopetenz für die Jugendlichen und Kinder und vor allem für deren Eltern.
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@weirdfish das geht völlig entgegen der ursprünglichen Argumentation: BigTech muss sich an Regeln halten (oder es wird in Europa gesperrt), Jugendlichen darf hingegen auch digitale Teilhabe nicht einfach verwehrt werden!
Was sich (auf Lobbydruck hin und wegen politischer Eigeninteressen der BroKo) durchsetzen wird, ist ein anderes Thema.
@sunnythesheep @weirdfish This exactly

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@sunnythesheep @weirdfish @mimrma Digitale Teilhabe müsste halt auch wirklich altersgerecht erfolgen. Das geht total schief, weil schon jeder Bildschirm süchtig macht, dazu braucht es noch gar kein Tiktok.
@kuzmandi was meinst du mit "jeder Bildschirm"? (In der Mehrzahl zu Beginn) 14-16 Jährige hatten übrigens ab 2018 Fridays for Future und die dazugehörigen Chatgruppen und Social Media-Auftritte großgezogen. Größtenteils ganz alleine, teils auch mit der Unterstützung der Eltern.
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@sunnythesheep @weirdfish This exactly

@mimrma und hinzu kommt noch: müssen Jugendliche und Kinder verifiziert werden, um von Social Media ausgeschlossen zu werden, müssen wir alle durch die Alterskontrolle.
Mal davon abgesehen, dass mir bereits auf Anhieb mehrere Wege einfallen, um diese zu umgehen. Zumindest so lange, wie nicht alle Länder mitziehen und solange dezentrale Plattformen wie das Fediverse nicht auch Instanzbetreiber verifizieren.
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@mimrma und hinzu kommt noch: müssen Jugendliche und Kinder verifiziert werden, um von Social Media ausgeschlossen zu werden, müssen wir alle durch die Alterskontrolle.
Mal davon abgesehen, dass mir bereits auf Anhieb mehrere Wege einfallen, um diese zu umgehen. Zumindest so lange, wie nicht alle Länder mitziehen und solange dezentrale Plattformen wie das Fediverse nicht auch Instanzbetreiber verifizieren.
@sunnythesheep @weirdfish Jup, ich hab während der Recherche zu dem Thema einen Bericht aus Australien gelesen, der genau darauf hinweist, dass die Sperren mit etwas Skill (den viele der jungen Menschen mitbringen) oder mit Hilfe älterer Geschwister leicht umgangen werden können. Und wie du sagst, eine Alterskontrolle (+/- Klarnamenpflicht) ist in mehrerlei Hinsicht eine schreckliche Lösung.
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@sunnythesheep @weirdfish Jup, ich hab während der Recherche zu dem Thema einen Bericht aus Australien gelesen, der genau darauf hinweist, dass die Sperren mit etwas Skill (den viele der jungen Menschen mitbringen) oder mit Hilfe älterer Geschwister leicht umgangen werden können. Und wie du sagst, eine Alterskontrolle (+/- Klarnamenpflicht) ist in mehrerlei Hinsicht eine schreckliche Lösung.
@mimrma bei einer Klarnamenpflicht kommt noch hinzu:
- heiße ich Thomas Müller, dann bin ich allein in Berlin einer unter etwa 2.500 (deutschlandweit nach einer früheren Erhebung etwa 50.000)
- heiße ich z.B. so, wie ich actually heiße, gibt's meinen Namen (noch ganz ohne den Mittelnamen!) weltweit nur genau 1x
Engagieren könnten sich dann in tatsächlich kritischen Bereichen höchstens noch Menschen mit Allerweltsnamen in Großstädten.
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@mimrma Natürlich gäbe es auch minimalinvasive Methoden der Altersverifikation, wie zum Beispiel die #Ausweisapp. Wahrscheinlicher ist es aber, dass sich eine Big-Tech-Lösung durchsetzen wird.
@weirdfish @mimrma Minimal - Invasiv ist es z.b. bei der Bibliothek, da ist gespeichert ob ich fsk6, 12, 16 oder 18 bin, und das wird dann z.b. an Filmfriend weitergegeben.
und ja, ich bin auch hier im fediverse dankbar, dass viele Menschen über CW ansagen, ob etwas eher leichter oder schwerer anzusehen ist.
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Meine 5 Cent zur Causa #socialmediaverbot: Die Plattformen müssen die Pflicht genommen werden statt junge Menschen von wichtigen Diskussionsräumen auszuschließen.
"Es ist bezeichnend, dass die Maßnahme als »Jugendschutz« verkauft wird. Denn ein Verbot würde vor allem die Betreiber der Plattformen davor schützen, mehr für die Sicherheit der Nutzenden zu tun. Kindern und Jugendlichen droht hingegen ein schmerzlicher Verlust, der für viele von ihnen negative Folgen hätte."
https://www.spektrum.de/kolumne/social-media-verbot-fuer-minderjaehrige-ausgrenzung-statt-schutz/2310987@mimrma Die Plattformbetreiber lassen sich nicht in die Pflicht nehmen. Das widerspricht deren libertären Verständnis davon, wie die Welt aussehen sollte. Wir User werden als Klickvieh betrachtet, das für deren Reichtum zu melken ist. Wer sich an Regeln hält, gehört nicht dazu. Vergleiche "Peter Thiel“ von Max Chafkin.
Im Jugendalter lernt man soziale Kompetenz durch persönliche Interaktion. In den sozialen Medien findet sich wenig von Wert.
Ich bin für ein Verbot. Schützt wenigstens ein paar. -
@mimrma Die Plattformbetreiber lassen sich nicht in die Pflicht nehmen. Das widerspricht deren libertären Verständnis davon, wie die Welt aussehen sollte. Wir User werden als Klickvieh betrachtet, das für deren Reichtum zu melken ist. Wer sich an Regeln hält, gehört nicht dazu. Vergleiche "Peter Thiel“ von Max Chafkin.
Im Jugendalter lernt man soziale Kompetenz durch persönliche Interaktion. In den sozialen Medien findet sich wenig von Wert.
Ich bin für ein Verbot. Schützt wenigstens ein paar.@mimrma Ich erlebe täglich hochgradig smartphonesüchtige Kinder, die den Anschluss an die Bildungsgesellschaft verloren haben. Das Suchtmittel Smartphone gehört meines Erachtens nicht in Kinderhände. Mit dem, was wir darüber wissen, was die Nutzung mit dem Gehirn macht und dass das Geschäftsmodell und die Anstrengungen der App-Entwickler darauf abzielen die Nutzer an das Display zu fesseln, zieht die Hoffnung nicht, dass Aufklärung etwas bewirken könne. Sucht ist Sucht! Da hilft nur wegnehmen.
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P pearl22@troet.cafe shared this topic
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Meine 5 Cent zur Causa #socialmediaverbot: Die Plattformen müssen die Pflicht genommen werden statt junge Menschen von wichtigen Diskussionsräumen auszuschließen.
"Es ist bezeichnend, dass die Maßnahme als »Jugendschutz« verkauft wird. Denn ein Verbot würde vor allem die Betreiber der Plattformen davor schützen, mehr für die Sicherheit der Nutzenden zu tun. Kindern und Jugendlichen droht hingegen ein schmerzlicher Verlust, der für viele von ihnen negative Folgen hätte."
https://www.spektrum.de/kolumne/social-media-verbot-fuer-minderjaehrige-ausgrenzung-statt-schutz/2310987@mimrma Dieser »Jugendschutz« ist die Vorbereitung und/oder Vorstufe für das Ende der Anonymität im Internet. Zumal diese Altersgrenze willkürlich und leicht zu umgehen ist.
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@mimrma Klar müssten die was für die Sicherheit tun, das streite ich nicht ab. Ich fürchte nur, wenn man die Betreiber von Social Media tatsächlich unter Androhung von Geldstrafen in die Pflicht nimmt, zu verhindern, dass Minderjährige - das ist ja gerade der Schwerpunkt der derzeitigen Diskussion - sich dort anmelden, wird denen keine andere Möglichkeit als die Altersverifikation bleiben.
Ich denke der Punkt ist ja, nicht einfach ein Verbot für Kinder und Jugendliche, sondern bessere Moderation, was allen Altersgruppen zu gute kommt?
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@mimrma Natürlich gäbe es auch minimalinvasive Methoden der Altersverifikation, wie zum Beispiel die #Ausweisapp. Wahrscheinlicher ist es aber, dass sich eine Big-Tech-Lösung durchsetzen wird.
Auch AusweisApp schafft Probleme. Ausschluss von allen, die keinen passenden (!) Ausweis haben. Ausschluss von allen ohne Smartphone (Desktop/Laptop mit NFC habe ich bisher nicht gesehen).
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B bugspriet@social.tchncs.de shared this topic
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@divVerent in der Praxis schützen Fediverse-Instanzen ihre Nutzer*innen aber heute bereits sehr viel mehr, als BigTech mit ihren "AI"-Filtern und Algorithmen das tut. Warum man da unbedingt entgegen der Faktenlage der BigTech-Argumentation folgen sollte, erschließt sich mir wirklich nicht!
Und ja, gewisse Politiker*innen werden immer versuchen, es BigTech Recht zu machen, völlig egal wie (richtig) man dagegen argumentiert.
@sunnythesheep@mastodon.social @mimrma@mastodon.wurzelmann.at @weirdfish@literatur.social Du hast in der Praxis recht, aber wenn man diese Vorschläge in Gesetzestexte umsetzt, wird man feststellen, dass das löchrige KI-Monitoring von Big Tech gesetzeskonform sein wird, und die Kollektivmoderation im Fediverse nicht.
Daher will ich lieber keine solchen Gesetze. Die führen nur zu noch stärkeren Monopolen. -
Meine 5 Cent zur Causa #socialmediaverbot: Die Plattformen müssen die Pflicht genommen werden statt junge Menschen von wichtigen Diskussionsräumen auszuschließen.
"Es ist bezeichnend, dass die Maßnahme als »Jugendschutz« verkauft wird. Denn ein Verbot würde vor allem die Betreiber der Plattformen davor schützen, mehr für die Sicherheit der Nutzenden zu tun. Kindern und Jugendlichen droht hingegen ein schmerzlicher Verlust, der für viele von ihnen negative Folgen hätte."
https://www.spektrum.de/kolumne/social-media-verbot-fuer-minderjaehrige-ausgrenzung-statt-schutz/2310987@mimrma Da gleich mit "negativen Folgen" zu schießen halte ich für überzogen. Ja, es wird etwas verändert. Ja, das ist mit Einschränkungen verbunden. Aber deswegen gleich negative Folgen heranzuziehen ist zu stark formuliert. Wenn das so währe, müssten ja Alle, die vor der Internetzeit aufgewachsen sind, psychologische Wracks sein.
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Ich denke der Punkt ist ja, nicht einfach ein Verbot für Kinder und Jugendliche, sondern bessere Moderation, was allen Altersgruppen zu gute kommt?
@project1enigma das wäre schön, ich glaube aber nicht, dass das passieren wird.
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Auch AusweisApp schafft Probleme. Ausschluss von allen, die keinen passenden (!) Ausweis haben. Ausschluss von allen ohne Smartphone (Desktop/Laptop mit NFC habe ich bisher nicht gesehen).
@project1enigma war nur ein Beispiel für eine technische Umsetzung, die kein privacy nightmare ist. Besser wäre es natürlich, wenn keine Altersverifikation nötig ist.