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Boah, ist das spannend!

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autismus
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  • funbaker@chaos.socialF funbaker@chaos.social

    @Erdrandbewohner naja, schwingt doch bis heute nach, dass man sich diesbezüglich lieber auf die pseudowissenschaftliche Arbeit eines Nazis (Wikipediaartikel zu Hans Asperger lesen) beruft, statt auf eine Frau die kein Nazi war.

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    #3

    @funbaker
    Die hat ja noch nicht mal die Kinder, die sie untersucht hat, im Anschluss in den Tod geschickt, sobald sie sie nicht mehr für ihre Forschung verwenden konnte. Sowas kann ja keiner ernst nehmen!

    (Mit einer der Gründe, warum ich mich im autistischen Spektrum sehe und nicht als "Asperger'sches Syndrom" wie es in meiner Diagnose steht. Der Nazi sollte für seine Verbrechen bekannt sein und nicht für seine Forschung.)
    @Erdrandbewohner

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    • funbaker@chaos.socialF funbaker@chaos.social

      @Erdrandbewohner naja, schwingt doch bis heute nach, dass man sich diesbezüglich lieber auf die pseudowissenschaftliche Arbeit eines Nazis (Wikipediaartikel zu Hans Asperger lesen) beruft, statt auf eine Frau die kein Nazi war.

      erdrandbewohner@social.tchncs.deE This user is from outside of this forum
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      erdrandbewohner@social.tchncs.de
      schrieb zuletzt editiert von
      #4

      @funbaker Interessanterweise war die Idee der Euthanasie von behinderten Menschen eine Idee aus den USA. Die deutschen Nazis haben das halbherzig (!) adaptiert und umgesetzt. Halbherzig, weil man Angesichts des Krieges und des Arbeitskräftemangels arbeitsfähige "Idioten" leben ließ. In den USA wurde die komplette Auslöschung aller Menschen mit einer kognitiven / psychischen / angeboren physischen Behinderung diskutiert.

      Auch diese Geschichte muss erzählt und darf nie vergessen werden.

      funbaker@chaos.socialF erdstern@nrw.socialE 2 Antworten Letzte Antwort
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      • erdrandbewohner@social.tchncs.deE erdrandbewohner@social.tchncs.de

        @funbaker Interessanterweise war die Idee der Euthanasie von behinderten Menschen eine Idee aus den USA. Die deutschen Nazis haben das halbherzig (!) adaptiert und umgesetzt. Halbherzig, weil man Angesichts des Krieges und des Arbeitskräftemangels arbeitsfähige "Idioten" leben ließ. In den USA wurde die komplette Auslöschung aller Menschen mit einer kognitiven / psychischen / angeboren physischen Behinderung diskutiert.

        Auch diese Geschichte muss erzählt und darf nie vergessen werden.

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        funbaker@chaos.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #5

        @Erdrandbewohner Geschichte wird von Siegern geschrieben.

        Hatte das wahnsinnige Glück, einen Geschichtslehrer zu haben, der die Rolle der Amis etwas kritischer betrachtete.

        Dank ihm weiß ich z.B. dass der Kriegsbeitritt der USA rein opportunistisch war.

        1 Antwort Letzte Antwort
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        • erdrandbewohner@social.tchncs.deE erdrandbewohner@social.tchncs.de

          @funbaker Interessanterweise war die Idee der Euthanasie von behinderten Menschen eine Idee aus den USA. Die deutschen Nazis haben das halbherzig (!) adaptiert und umgesetzt. Halbherzig, weil man Angesichts des Krieges und des Arbeitskräftemangels arbeitsfähige "Idioten" leben ließ. In den USA wurde die komplette Auslöschung aller Menschen mit einer kognitiven / psychischen / angeboren physischen Behinderung diskutiert.

          Auch diese Geschichte muss erzählt und darf nie vergessen werden.

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          schrieb zuletzt editiert von
          #6

          @Erdrandbewohner @funbaker

          Hierzu gibt es einen guten Vortrag:

          https://www.cultureunplugged.com/documentary/watch-online/play/51570/autism-and-the-disability-community-the-politics-of-neurodiversity

          (transcript: https://autisticadvocacy.org/2017/02/autism-and-the-disability-community-the-politics-of-neurodiversity-causation-and-cure/ )

          erdrandbewohner@social.tchncs.deE 1 Antwort Letzte Antwort
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          • erdstern@nrw.socialE erdstern@nrw.social

            @Erdrandbewohner @funbaker

            Hierzu gibt es einen guten Vortrag:

            https://www.cultureunplugged.com/documentary/watch-online/play/51570/autism-and-the-disability-community-the-politics-of-neurodiversity

            (transcript: https://autisticadvocacy.org/2017/02/autism-and-the-disability-community-the-politics-of-neurodiversity-causation-and-cure/ )

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            schrieb zuletzt editiert von
            #7

            @erdstern Super, danke! Hab kurz ins Transkript reingeschaut und werde es später ausführlich lesen. @funbaker

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            • erdrandbewohner@social.tchncs.deE erdrandbewohner@social.tchncs.de

              Boah, ist das spannend!

              Es wird allgemein behauptet, dass Leo Kanner und Hans Asperger diejenigen gewesen seien, die #Autismus in den 40ern erstmalig wissenschaftlich beschrieben haben.

              Stimmt aber nicht. 20 Jahre zuvor hat eine russische Psychiaterin sehr genau und akribisch das autistische Verhalten von Mädchen und Jungs beobachtet und beschrieben. Ihr Name war Grunja Sucharewa.

              Als Frau, die in der frühen UdSSR arbeitete und forschte, wurde sie von der männlich geprägten westlichen Wissenschaft komplett ignoriert.

              https://de.wikipedia.org/wiki/Grunja_Jefimowna_Sucharewa

              tessarakt@mastodon.socialT This user is from outside of this forum
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              tessarakt@mastodon.social
              schrieb zuletzt editiert von
              #8

              @Erdrandbewohner wo hast du das gerade her? Neurotribes?

              erdrandbewohner@social.tchncs.deE 1 Antwort Letzte Antwort
              0
              • erdrandbewohner@social.tchncs.deE erdrandbewohner@social.tchncs.de

                Boah, ist das spannend!

                Es wird allgemein behauptet, dass Leo Kanner und Hans Asperger diejenigen gewesen seien, die #Autismus in den 40ern erstmalig wissenschaftlich beschrieben haben.

                Stimmt aber nicht. 20 Jahre zuvor hat eine russische Psychiaterin sehr genau und akribisch das autistische Verhalten von Mädchen und Jungs beobachtet und beschrieben. Ihr Name war Grunja Sucharewa.

                Als Frau, die in der frühen UdSSR arbeitete und forschte, wurde sie von der männlich geprägten westlichen Wissenschaft komplett ignoriert.

                https://de.wikipedia.org/wiki/Grunja_Jefimowna_Sucharewa

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                schrieb zuletzt editiert von
                #9

                @Erdrandbewohner Ja, wusste ich. Ich glaube, in Clara Törnvalls „Autistinnen“ las ich von ihr.
                Der „Gendergap“ in der Neurodivergenz ist, finde ich, besonders tief, und zwar auf Forschenden- und Betroffenenseite.

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                • erdrandbewohner@social.tchncs.deE This user is from outside of this forum
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                  erdrandbewohner@social.tchncs.de
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #10

                  @13staedte "Ob Sucharewas jüdische Herkunft eine Rolle darin gespielt haben könnte, dass ihre umfangreiche Forschung in den Arbeiten Aspergers nicht erwähnt wird, lässt sich nicht genau bestimmen und ist Gegenstand von Diskussionen in der Fachwelt"

                  Dies ist für Deutschland und Österreich und andere faschistische Länder wahrscheinlich. Aber für die USA zur damaligen Zeit eher nicht, da ist ihre Geschlechtszugehörigkeit und ihre Nationalität der ausschlaggebende Punkt.

                  1 Antwort Letzte Antwort
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                  • tessarakt@mastodon.socialT tessarakt@mastodon.social

                    @Erdrandbewohner wo hast du das gerade her? Neurotribes?

                    erdrandbewohner@social.tchncs.deE This user is from outside of this forum
                    erdrandbewohner@social.tchncs.deE This user is from outside of this forum
                    erdrandbewohner@social.tchncs.de
                    schrieb zuletzt editiert von
                    #11

                    @tessarakt Aus einem Interview mit der Neurobiologin Gina Rippon. Sie erzählte das eher so nebenbei.

                    tessarakt@mastodon.socialT 1 Antwort Letzte Antwort
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                    • erdrandbewohner@social.tchncs.deE erdrandbewohner@social.tchncs.de

                      @tessarakt Aus einem Interview mit der Neurobiologin Gina Rippon. Sie erzählte das eher so nebenbei.

                      tessarakt@mastodon.socialT This user is from outside of this forum
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                      tessarakt@mastodon.social
                      schrieb zuletzt editiert von
                      #12

                      @Erdrandbewohner OK, ich meine das entweder aus Neurotribes oder aus einem Buch von Devon Price erfahren zu haben.

                      1 Antwort Letzte Antwort
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