Boah, ist das spannend!
-
Boah, ist das spannend!
Es wird allgemein behauptet, dass Leo Kanner und Hans Asperger diejenigen gewesen seien, die #Autismus in den 40ern erstmalig wissenschaftlich beschrieben haben.
Stimmt aber nicht. 20 Jahre zuvor hat eine russische Psychiaterin sehr genau und akribisch das autistische Verhalten von Mädchen und Jungs beobachtet und beschrieben. Ihr Name war Grunja Sucharewa.
Als Frau, die in der frühen UdSSR arbeitete und forschte, wurde sie von der männlich geprägten westlichen Wissenschaft komplett ignoriert.
-
Boah, ist das spannend!
Es wird allgemein behauptet, dass Leo Kanner und Hans Asperger diejenigen gewesen seien, die #Autismus in den 40ern erstmalig wissenschaftlich beschrieben haben.
Stimmt aber nicht. 20 Jahre zuvor hat eine russische Psychiaterin sehr genau und akribisch das autistische Verhalten von Mädchen und Jungs beobachtet und beschrieben. Ihr Name war Grunja Sucharewa.
Als Frau, die in der frühen UdSSR arbeitete und forschte, wurde sie von der männlich geprägten westlichen Wissenschaft komplett ignoriert.
@Erdrandbewohner naja, schwingt doch bis heute nach, dass man sich diesbezüglich lieber auf die pseudowissenschaftliche Arbeit eines Nazis (Wikipediaartikel zu Hans Asperger lesen) beruft, statt auf eine Frau die kein Nazi war.
-
@Erdrandbewohner naja, schwingt doch bis heute nach, dass man sich diesbezüglich lieber auf die pseudowissenschaftliche Arbeit eines Nazis (Wikipediaartikel zu Hans Asperger lesen) beruft, statt auf eine Frau die kein Nazi war.
@funbaker
Die hat ja noch nicht mal die Kinder, die sie untersucht hat, im Anschluss in den Tod geschickt, sobald sie sie nicht mehr für ihre Forschung verwenden konnte. Sowas kann ja keiner ernst nehmen!(Mit einer der Gründe, warum ich mich im autistischen Spektrum sehe und nicht als "Asperger'sches Syndrom" wie es in meiner Diagnose steht. Der Nazi sollte für seine Verbrechen bekannt sein und nicht für seine Forschung.)
@Erdrandbewohner -
@Erdrandbewohner naja, schwingt doch bis heute nach, dass man sich diesbezüglich lieber auf die pseudowissenschaftliche Arbeit eines Nazis (Wikipediaartikel zu Hans Asperger lesen) beruft, statt auf eine Frau die kein Nazi war.
@funbaker Interessanterweise war die Idee der Euthanasie von behinderten Menschen eine Idee aus den USA. Die deutschen Nazis haben das halbherzig (!) adaptiert und umgesetzt. Halbherzig, weil man Angesichts des Krieges und des Arbeitskräftemangels arbeitsfähige "Idioten" leben ließ. In den USA wurde die komplette Auslöschung aller Menschen mit einer kognitiven / psychischen / angeboren physischen Behinderung diskutiert.
Auch diese Geschichte muss erzählt und darf nie vergessen werden.
-
@funbaker Interessanterweise war die Idee der Euthanasie von behinderten Menschen eine Idee aus den USA. Die deutschen Nazis haben das halbherzig (!) adaptiert und umgesetzt. Halbherzig, weil man Angesichts des Krieges und des Arbeitskräftemangels arbeitsfähige "Idioten" leben ließ. In den USA wurde die komplette Auslöschung aller Menschen mit einer kognitiven / psychischen / angeboren physischen Behinderung diskutiert.
Auch diese Geschichte muss erzählt und darf nie vergessen werden.
@Erdrandbewohner Geschichte wird von Siegern geschrieben.
Hatte das wahnsinnige Glück, einen Geschichtslehrer zu haben, der die Rolle der Amis etwas kritischer betrachtete.
Dank ihm weiß ich z.B. dass der Kriegsbeitritt der USA rein opportunistisch war.
-
@funbaker Interessanterweise war die Idee der Euthanasie von behinderten Menschen eine Idee aus den USA. Die deutschen Nazis haben das halbherzig (!) adaptiert und umgesetzt. Halbherzig, weil man Angesichts des Krieges und des Arbeitskräftemangels arbeitsfähige "Idioten" leben ließ. In den USA wurde die komplette Auslöschung aller Menschen mit einer kognitiven / psychischen / angeboren physischen Behinderung diskutiert.
Auch diese Geschichte muss erzählt und darf nie vergessen werden.
Hierzu gibt es einen guten Vortrag:
(transcript: https://autisticadvocacy.org/2017/02/autism-and-the-disability-community-the-politics-of-neurodiversity-causation-and-cure/ )
-
Hierzu gibt es einen guten Vortrag:
(transcript: https://autisticadvocacy.org/2017/02/autism-and-the-disability-community-the-politics-of-neurodiversity-causation-and-cure/ )
-
Boah, ist das spannend!
Es wird allgemein behauptet, dass Leo Kanner und Hans Asperger diejenigen gewesen seien, die #Autismus in den 40ern erstmalig wissenschaftlich beschrieben haben.
Stimmt aber nicht. 20 Jahre zuvor hat eine russische Psychiaterin sehr genau und akribisch das autistische Verhalten von Mädchen und Jungs beobachtet und beschrieben. Ihr Name war Grunja Sucharewa.
Als Frau, die in der frühen UdSSR arbeitete und forschte, wurde sie von der männlich geprägten westlichen Wissenschaft komplett ignoriert.
@Erdrandbewohner wo hast du das gerade her? Neurotribes?
-
Boah, ist das spannend!
Es wird allgemein behauptet, dass Leo Kanner und Hans Asperger diejenigen gewesen seien, die #Autismus in den 40ern erstmalig wissenschaftlich beschrieben haben.
Stimmt aber nicht. 20 Jahre zuvor hat eine russische Psychiaterin sehr genau und akribisch das autistische Verhalten von Mädchen und Jungs beobachtet und beschrieben. Ihr Name war Grunja Sucharewa.
Als Frau, die in der frühen UdSSR arbeitete und forschte, wurde sie von der männlich geprägten westlichen Wissenschaft komplett ignoriert.
@Erdrandbewohner Ja, wusste ich. Ich glaube, in Clara Törnvalls „Autistinnen“ las ich von ihr.
Der „Gendergap“ in der Neurodivergenz ist, finde ich, besonders tief, und zwar auf Forschenden- und Betroffenenseite. -
@13staedte "Ob Sucharewas jüdische Herkunft eine Rolle darin gespielt haben könnte, dass ihre umfangreiche Forschung in den Arbeiten Aspergers nicht erwähnt wird, lässt sich nicht genau bestimmen und ist Gegenstand von Diskussionen in der Fachwelt"
Dies ist für Deutschland und Österreich und andere faschistische Länder wahrscheinlich. Aber für die USA zur damaligen Zeit eher nicht, da ist ihre Geschlechtszugehörigkeit und ihre Nationalität der ausschlaggebende Punkt.
-
@Erdrandbewohner wo hast du das gerade her? Neurotribes?
@tessarakt Aus einem Interview mit der Neurobiologin Gina Rippon. Sie erzählte das eher so nebenbei.
-
@tessarakt Aus einem Interview mit der Neurobiologin Gina Rippon. Sie erzählte das eher so nebenbei.
@Erdrandbewohner OK, ich meine das entweder aus Neurotribes oder aus einem Buch von Devon Price erfahren zu haben.
-
S skorpy@chaos.social shared this topic