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  3. In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

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  • dr_jo_mue@troet.cafeD dr_jo_mue@troet.cafe

    @gafu @isotopp wird. Es ist also nicht zutreffend dass ein Kraftwerk mit 1 Gigawatt elektrischer Nennleistung (und vereinfacht gesprochen) 3 GW Heizleistung daher 2 GW in den Fluss abgibt. Aufgrund des Enthalpieverhältnisses ist es nur ein Bruchteil davon. Bei höherer Außentemperatur (Sommer) verachlechtert sich der Wirkungsgrad des Kühlturms daher nicht (wohl bei Trockenkühltürmen wie in Hamm am THR)

    Das kann bei Niedrigwasser und im Sommer jedoch schon zu viel für das Ökosystem sein.

    Was

    dr_jo_mue@troet.cafeD This user is from outside of this forum
    dr_jo_mue@troet.cafeD This user is from outside of this forum
    dr_jo_mue@troet.cafe
    schrieb zuletzt editiert von
    #97

    @gafu @isotopp ich bei der Kernenergie und auch bei Studien über Kernfusion frappierend finde: bei all der großartigen Ingenieurskunst welche hier zuwerk geht sind es am Ende bloß fancy Wasserkocher...

    1 Antwort Letzte Antwort
    0
    • crazy2bike@fediworld.deC crazy2bike@fediworld.de

      @byggvir@nrw.social @isotopp@infosec.exchange

      Bleibt nur zu hoffen, dass man bis dahin selbst die Radieschen von unten anschaut
      🤷‍♂️

      bot_anix@nrw.socialB This user is from outside of this forum
      bot_anix@nrw.socialB This user is from outside of this forum
      bot_anix@nrw.social
      schrieb zuletzt editiert von
      #98

      @crazy2bike @byggvir @isotopp ich möchte bitte Erdbeeren von unten anschauen, geht das?
      Radieschen sind nur einjährig, Erdbeeren gestatten mir länger meine Ruhe.
      Und blühen schöner.

      crazy2bike@fediworld.deC 1 Antwort Letzte Antwort
      0
      • V vaui@mastodon.berlin

        @isotopp

        Fusionskraftwerke werden sich sicherlich niemals rechnen.

        Deine Argumentation hat aber einen kleinen Haken: Das Problem mit der Kühlung ließe sich mittels Kühltürme angehen. Das macht es noch teurer, ist aber technisch möglich.

        bot_anix@nrw.socialB This user is from outside of this forum
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        bot_anix@nrw.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #99

        @vaui @isotopp Kühltürme!
        Und da rede bitte noch einer davon, Windkraftanlagen würden die Landschaft verhunzen

        1 Antwort Letzte Antwort
        0
        • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

          In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

          Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

          In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

          Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

          Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

          Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

          Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

          Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

          Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

          Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

          Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

          Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

          Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

          sds@rheinneckar.socialS This user is from outside of this forum
          sds@rheinneckar.socialS This user is from outside of this forum
          sds@rheinneckar.social
          schrieb zuletzt editiert von
          #100

          @isotopp Nunja, wir haben im Sommer auf dem Nachhauseweg von der Nordsee Windräder gezählt. Aus Interesse dann nach Windkraftanlagen gegoogelt und ein bisschen Kopfrechnen mit dem 12-jährigen geübt. Fazit von den Berechnungen: "Mama, wenn wir mit den 30.000 Windkrafträdern so viel Strom produzieren, wieso gibt es dann Leute, die behaupten, ohne AKWs geht es nicht?!" Ja, das ist sehr sehr einfach herunter gebrochen, aber irgendwie hat er Recht. Und ich bin neidisch mit meiner 11,5kWhP-PV. 😂🫣

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          • bot_anix@nrw.socialB bot_anix@nrw.social

            @isotopp
            so krass unwirtschaftlich ist ein AKW?!
            ⅔ GAU verhindern für ⅓ Leistung??
            Fast wie eine Glühbirne!
            (Sorry, ich musste unterbrechen, ich lese jetzt weiter.)

            isotopp@infosec.exchangeI This user is from outside of this forum
            isotopp@infosec.exchangeI This user is from outside of this forum
            isotopp@infosec.exchange
            schrieb zuletzt editiert von
            #101

            @Bot_Anix Es ist ein Wasserkocher mit einer Dampfturbine. Ja.

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • bot_anix@nrw.socialB bot_anix@nrw.social

              @crazy2bike @byggvir @isotopp ich möchte bitte Erdbeeren von unten anschauen, geht das?
              Radieschen sind nur einjährig, Erdbeeren gestatten mir länger meine Ruhe.
              Und blühen schöner.

              crazy2bike@fediworld.deC This user is from outside of this forum
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              crazy2bike@fediworld.de
              schrieb zuletzt editiert von
              #102

              @Bot_Anix@nrw.social @byggvir@nrw.social @isotopp@infosec.exchange

              Wenn man die Radieschen nicht erntet, säen sie sich wieder aus.

              Aber du kannst von unten anschauen, was auch immer du willst
              🤣

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • V vaui@mastodon.berlin

                @isotopp

                Fusionskraftwerke werden sich sicherlich niemals rechnen.

                Deine Argumentation hat aber einen kleinen Haken: Das Problem mit der Kühlung ließe sich mittels Kühltürme angehen. Das macht es noch teurer, ist aber technisch möglich.

                masta@noc.socialM This user is from outside of this forum
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                masta@noc.social
                schrieb zuletzt editiert von
                #103

                @vaui @isotopp das sind aber normalerweise auch nasskühltürme, ein Teil des Wasser verdunstet (was zu den Dampfschwaden führt) der Rest wird zurück geleitet.
                Die besagten 2GW müssen irgendwo hin. Mit Riesen Trockenkühltürmen bekommst du im Sommer durch die erhöhte Lufttemperaturen Probleme.

                1 Antwort Letzte Antwort
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                • blue1337blood@nerdculture.deB blue1337blood@nerdculture.de shared this topic
                • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                  In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                  Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                  In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                  Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                  Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                  Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                  Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                  Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                  Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                  Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                  Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                  Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                  Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                  honze_net@infosec.exchangeH This user is from outside of this forum
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                  honze_net@infosec.exchange
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #104

                  @isotopp "Trotz Jurastudium" 🍿🍿🍿🍿🍿

                  1 Antwort Letzte Antwort
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                  • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                    In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                    Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                    In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                    Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                    Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                    Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                    Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                    Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                    Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                    Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                    Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                    Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                    Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

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                    schrieb zuletzt editiert von
                    #105

                    @isotopp
                    So gut ist deutscher Physikunterricht nicht... 🤐
                    Aber logisch erschließbar ist das meiste schon

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                    • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                      In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                      Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                      In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                      Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                      Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                      Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                      Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                      Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                      Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                      Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                      Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                      Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                      Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                      nrdblkn@mastodontech.deN This user is from outside of this forum
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                      #106

                      @isotopp
                      Carnot ist Schulstoff? Ok, ich mag mich täuschen, ist lange her, aber ich glaube, ich hatte das erst im Studium.

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                        In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                        Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                        In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                        Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                        Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                        Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                        Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                        Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                        Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                        Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                        Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                        Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                        Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                        joschi64@hessen.socialJ This user is from outside of this forum
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                        schrieb zuletzt editiert von
                        #107

                        @isotopp selbst, wenn man nicht diese Mathematik aufbringt, sollte man sie wenigstens nachvollziehen können - zumindest, wenn man ein Land regieren will.

                        Brauchen wir vielleicht eine Aufnahmeprüfung für den Bundestag?

                        Oder sind solche Fakten einfach nur egal, und es geht um etwas ganz anderes?

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                        • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                          In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                          Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                          In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                          Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                          Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                          Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                          Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                          Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                          Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                          Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                          Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                          Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                          Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

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                          schrieb zuletzt editiert von
                          #108

                          @isotopp Das Problem ist halt, dass Logik der Konservativen so nicht funktioniert. Du gehst jetzt hier von einer physikalischen Grenze aus und hälst es deshalb für nicht verhandelbar. Für Konservative ist die Grenze dagegen: "In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung."

                          Die kann man ja beide einfach ändern und Problem gelöst. Bürokratieabbau!

                          Es ist trotzdem eine schöne Argumentationshilfe für Leute, die sich ernsthaft mit Ideen austauschen wollen. Dankeschön!

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                          • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                            Auch https://mastodon.social/@404mediaco/115924482638274711

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                            schrieb zuletzt editiert von
                            #109

                            @isotopp „In 2024, his 17,679-square-foot mansion near Dallas, which is a near-replica of the White House, was on sale for $40 million.“ Q: https://en.wikipedia.org/wiki/Toby_Neugebauer Reads like a sane person …

                            Und: Apfel<->Stamm: ‚According to a 2011 survey by the National Journal, Neugebauer was "the most conservative" member of the House.‘ Q: https://en.wikipedia.org/wiki/Randy_Neugebauer

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                            • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe

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                              schrieb zuletzt editiert von
                              #110

                              @energisch_ @isotopp muss er nicht, will er nicht. Zerstört seine Argumentation durch Fakten.

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                                In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                                Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                                In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                                Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                                Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                                Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                                Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                                Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                                Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                                Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                                Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                                Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                                Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                                orkoden@mastodon.cloudO This user is from outside of this forum
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                                #111

                                @isotopp Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten Abwärme loszuwerden. Geschlossene Kühlkreise sind möglich, kosten halt mehr in der Konstruktion und verbrauchen mehr Energie. Trockenkühltürme kombiniert mit Kühlteichen sind eine erprobte technische Lösung für Kühlung auch in heissen Gebieten.

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                                  In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                                  Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                                  In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                                  Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                                  Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                                  Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                                  Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                                  Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                                  Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                                  Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                                  Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                                  Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                                  Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

                                  D This user is from outside of this forum
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                                  #112

                                  @isotopp

                                  So lange Beiträge sollten nur geteasert werden und per Link auf eine Website führen.

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                                  • isotopp@infosec.exchangeI isotopp@infosec.exchange

                                    In Deutschland gilt das Wasserhaushaltsgesetz und die Oberflächengewässerverordnung.

                                    Ein Kraftwerk, das Kühlwasser in einen Fluß ausschüttet, ist auf 28ºC Flußwassertemperatur begrenzt (teilweise 25ºC), und auf eine maximale Erhöhung der Temperatur von 3º, kurzzeitig maximal und nur unter bestimmten Bedingungen 5º.

                                    In Frankreich ist man ein wenig großzügiger beim Maximum, teilweise geht das bis 30ºC, aber die maximale Erwärmung ist stärker reglementiert, 1-3º, je nach Wassermenge. Das wiederum wird aufgeweicht bei Dürre, ausgerechnet, um die Stromversorgung des Landes sicherzustellen.

                                    Warmes Wasser enthält weniger Sauerstoff, Fische sterben, Laichzyklen werden unterbrochen und es kommt zu Algenblüten, die beim Absterben dem Wasser noch mehr Sauerstoff entziehen. Ein warmer Fluß ist ein toter Fluß.

                                    Ein AKW hat, wie jede Dampfmaschine, einen Wirkungsgrad von etwa 1/3, neue Designs marginal mehr – bis 38%. Wenn wir also einen Kraftwerksblock mit einer elektrischen Leistung von 1 GW hinstellen, dann müssen wir 2 GW weg kühlen.

                                    Wenn ich das Abwasser also um 3º anwärmen darf, und ich 2 GW Wärmeleistung weg kühlen darf, dann brauche ich einen Wasserstrom von 159 m3 pro Sekunde. (2 Gigajoule/s und 4.18 kJ pro kg und Grad). Bei einem Limit von 1º sind es 478 m3/s.

                                    Man kann sich als Faustregel merken, daß man ca. 500 m3/s Kühlwasser braucht pro 1 GW elektisch = 2 GW Abwärme, und das Wasser wird dann um ein Grad wärmer.

                                    Der Rhein hat bei Karlsruhe ca. 1000-1200 m3/s bei normalem Wasserstand, bei Dürre sehr viel weniger. Die Loire im Sommer 200-400 m3/s. Der Neckar normal ca. 150 m3/s, die Isar 170 m3/s.

                                    Also, falls jemand einen noch nicht existierenden Gigawatt-Fusionsreaktor irgendwo hin fantasieren möchte in der Klimakrise mit Sommerdürre: Geht mal Kühlwasser suchen.

                                    Windkraftanlagen und Solarpanels machen Strom ohne Kühlung oder Kühlen sogar (den Boden unter Agri-PV), und sie machen die kWh zu weniger Kosten.

                                    Ich weiß nicht, wo deutsche Politiker Physikunterricht gehabt haben. Die Grundlagen für so eine Rechnung kommen in Deutschland sehr früh an die Reihe, in der Sekundarstufe I (Klasse 7/8), also etwa Alter 12-14 Jahre: Temperatur und Wärme, spezifische Wärme, Erwärmen und Abkühlen von Wasser.

                                    Kreisprozesse, Dampfmaschinen und Carnot-Wirkungsgrad kommen später, zum Teil erst in der Oberstufe, aber da dann auch in Grundkursen. Wer Physik abgibt, kriegt den Stoff trotzdem – in Chemie.

                                    Die Mathemathik daran ist Multiplikation und Division, keine Differential- und Integralrechnung. Das kann man schaffen. Sogar trotz Jurastudium.

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                                    #113

                                    @isotopp Heyy ich wollte nur fragen, ob man AKWs und Fusionskraftwerke so 1:1 vergleichen kann was Kühlung betrifft? Ich kenn mich nicht so gut aus mit Energietechnik, mir ist nur aufgefallen, dass du deine Kühlwasserrechnung für AKWs gemacht hast und dann auf Fusionskraftwerke umgelegt hast. Kann mir aber gut vorstellen, dass die Rechnung für alle Kraftwerke ähnlich ist, die ihren Strom durch Wasser erhitzen generieren.

                                    guenter_s@augsburg.socialG 1 Antwort Letzte Antwort
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                                    • patrikschoenfeldt@gruene.socialP patrikschoenfeldt@gruene.social

                                      @isotopp Vielleicht platziert man Fusionsreaktoren am besten Im Weltall, wo sie dann sämtliche Energie einfach abstrahlen. Wir müssten auf der Erde dann nur Fusionsenergieempfänger bauen. Der photoelektrische Effekt sollte sich da nutzen lassen.

                                      unionwhore@ni.hil.istU This user is from outside of this forum
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                                      schrieb zuletzt editiert von
                                      #114

                                      @PatrikSchoenfeldt @isotopp Leider geht über Strahlung nur sehr langsam Wärme verloren. Das ist generell ein großes Problem im Weltraum schon für Dinge, die weitaus weniger Wärme erzeugen.

                                      Ich glaube die einzige gute Strategie ist, die derzeitige Welt durch eine zu ersetzen, die weitaus weniger Energie verbraucht.

                                      patrikschoenfeldt@gruene.socialP 1 Antwort Letzte Antwort
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                                      • unionwhore@ni.hil.istU unionwhore@ni.hil.ist

                                        @PatrikSchoenfeldt @isotopp Leider geht über Strahlung nur sehr langsam Wärme verloren. Das ist generell ein großes Problem im Weltraum schon für Dinge, die weitaus weniger Wärme erzeugen.

                                        Ich glaube die einzige gute Strategie ist, die derzeitige Welt durch eine zu ersetzen, die weitaus weniger Energie verbraucht.

                                        patrikschoenfeldt@gruene.socialP This user is from outside of this forum
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                                        schrieb zuletzt editiert von
                                        #115

                                        @unionwhore @isotopp Dass die Wärme nur langsam abstrahlt, trifft sich gut: Expotherme Kernfusion wurde bisher nur bei extrem hohen Temperaturen beobachtet. Der Reaktor müsste sich entsprechend in einer angemessenen Entfernung befinden. Etwa 150 Mio. km eignen sich erfahrungsgemäß gut.

                                        Oder als Meme:
                                        “Mom, can we have a fusion reactor?“
                                        “No, we already have a fusion reactor at home.”
                                        Fusion reactor at home:

                                        unionwhore@ni.hil.istU 1 Antwort Letzte Antwort
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                                        • patrikschoenfeldt@gruene.socialP patrikschoenfeldt@gruene.social

                                          @unionwhore @isotopp Dass die Wärme nur langsam abstrahlt, trifft sich gut: Expotherme Kernfusion wurde bisher nur bei extrem hohen Temperaturen beobachtet. Der Reaktor müsste sich entsprechend in einer angemessenen Entfernung befinden. Etwa 150 Mio. km eignen sich erfahrungsgemäß gut.

                                          Oder als Meme:
                                          “Mom, can we have a fusion reactor?“
                                          “No, we already have a fusion reactor at home.”
                                          Fusion reactor at home:

                                          unionwhore@ni.hil.istU This user is from outside of this forum
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                                          schrieb zuletzt editiert von
                                          #116

                                          @PatrikSchoenfeldt @isotopp Die Sonne muss eins ja nicht mehr platzieren, die ist eh schon da

                                          1 Antwort Letzte Antwort
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