In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen zum Thema Barrierefreiheit, insbesondere bezüglich fehlender Bildbeschreibungen & (vieler) Hashtags innerhalb von Beiträgen.
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In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen zum Thema Barrierefreiheit, insbesondere bezüglich fehlender Bildbeschreibungen & (vieler) Hashtags innerhalb von Beiträgen.
Die Betroffenen & die, die sich für deren Teilhabe einsetzen, werden trotz ihrer größtenteils freundlichen Bitten & Bemühungen um Inklusion nun gehäuft kritisiert, leider nicht immer sachlich.
Wie empfindet ihr die Thematisierung von Ableismus & die Erinnerungen an z. B. fehlende Alttexte?
Bitte teilen!
@AnyaKarl Ich finde Alt-Texte sind ein geringer Mehraufwand, um mehr Menschen Zugang zu gewähren. Für diese Menschen sind sie in unserer bebilderten Welt ziemlich wichtig.
Gegen das unabsichtliche Vergessen eines Alt-Texts hilft eine Einstellung in der App, die vor der Veröffentlichung daran erinnert, einen hinzuzufügen. Tusky hat sowas zum Beispiel.
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@AnyaKarl Ich finde Alt-Texte sind ein geringer Mehraufwand, um mehr Menschen Zugang zu gewähren. Für diese Menschen sind sie in unserer bebilderten Welt ziemlich wichtig.
Gegen das unabsichtliche Vergessen eines Alt-Texts hilft eine Einstellung in der App, die vor der Veröffentlichung daran erinnert, einen hinzuzufügen. Tusky hat sowas zum Beispiel.
@AnyaKarl Alt-Text-Erinnerungskommentare, die ich hier bisher sah, klangen leider selten freundlich. "Bildbeschreibung fehlt, also gibt's leider kein Fav." oder auch nur "Bildbeschreibung!" sorgten in diesen Fällen nicht dafür, dass Personen eine Bildbeschreibung hinzufügten, sondern nur dafür, dass die Leute sich von Mastodon in Richtung Bluesky verabschiedeten, weil sie sich bevormundet fühlten. Es kommt halt sehr auf den Ton an, den bei diesem Thema leider viele nicht zu treffen scheinen.
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@AnyaKarl
Ich denke, dass es zumindest vereinzelt mal ein bisschen was bringt.Ist leider wie bei anderen Themen auch, bei denen sich Leute moralisch kritisiert fühlen(Fortbewegung, Ernährung, Mülltrennung/-vermeidung, usw.), der Verstand schaltet bei vielen direkt aus und es geht in den Verteidigungsmodus, oder es wird sogar zum Gegenangriff angesetzt.
Man kann manches nicht "nett genug" sagen, wenn die eigentliche unfreundliche Stimme sich im Kopf der adressierten Person befindet.
@hauchvonstaub Danke dir! Insbesondere für den letzten Absatz, der mir ohne Übertreibung gerade wirklich geholfen hat und perfekt in Worte fasst, dass und warum man manchmal wohl schlicht gar keine Chance hat.
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@AnyaKarl Ich finde es hilfreich und wichtig, habe aber nicht immer die Löffel dafür (PostCovid, CFS).
@macavaty Danke. Das ist verständlich. Nicht jeder kann es, es ist wichtig, dass auch das nicht in Vergessenheit gerät.
Lediglich die bewusste Verweigerung, wenn man es könnte, ist für mich nicht okay.
Alles Gute dir! -
@AnyaKarl Alt-Text-Erinnerungskommentare, die ich hier bisher sah, klangen leider selten freundlich. "Bildbeschreibung fehlt, also gibt's leider kein Fav." oder auch nur "Bildbeschreibung!" sorgten in diesen Fällen nicht dafür, dass Personen eine Bildbeschreibung hinzufügten, sondern nur dafür, dass die Leute sich von Mastodon in Richtung Bluesky verabschiedeten, weil sie sich bevormundet fühlten. Es kommt halt sehr auf den Ton an, den bei diesem Thema leider viele nicht zu treffen scheinen.
@HerrKlamauk
Danke für die Antwort. Leider sorgen auch freundliche Bitten meist nicht dafür. Vielleicht verlieren einige dann auch mal die Geduld. Es gibt also unfreundliche Ausnahmen, die vielen freundlichen scheinen dafür leider nicht im Gedächtnis zu bleiben.Dein erstes Beispiel ist zumindest eine sachliche Info, die ja einen Grund hat, der immer wieder untergeht: die Bedürfnisse behinderter Menschen.
Das mit Mastodon & Bluesky halte ich für übertrieben. Wie oft kam das wirklich vor?
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@AnyaKarl Ich finde Alt-Texte sind ein geringer Mehraufwand, um mehr Menschen Zugang zu gewähren. Für diese Menschen sind sie in unserer bebilderten Welt ziemlich wichtig.
Gegen das unabsichtliche Vergessen eines Alt-Texts hilft eine Einstellung in der App, die vor der Veröffentlichung daran erinnert, einen hinzuzufügen. Tusky hat sowas zum Beispiel.
@HerrKlamauk
Danke, Zustimmung zu allem. Gerade der erste Absatz zeigt, worum es geht und wie einfach es sein könnte. Das kann man gar nicht oft genug betonen. -
@HerrKlamauk
Danke für die Antwort. Leider sorgen auch freundliche Bitten meist nicht dafür. Vielleicht verlieren einige dann auch mal die Geduld. Es gibt also unfreundliche Ausnahmen, die vielen freundlichen scheinen dafür leider nicht im Gedächtnis zu bleiben.Dein erstes Beispiel ist zumindest eine sachliche Info, die ja einen Grund hat, der immer wieder untergeht: die Bedürfnisse behinderter Menschen.
Das mit Mastodon & Bluesky halte ich für übertrieben. Wie oft kam das wirklich vor?
@AnyaKarl Das erste Beispiel mag eine Info sein, aber jemand, der immer wieder solche Sprüche unter den eigenen Posts stehen hatte, empfindet es aber vielleicht eher als moralisches Machtspiel. Wie Eltern, die ihrem Kind den Nachtisch vorenthalten, bis der Spinat aufgegessen ist.
Ich kenne zwei Fälle. Ob die Diskussionen über fehlende Bildbeschreibungen der ausschlaggebende Grund für den Wechsel waren, weiß ich natürlich nicht, doch aufgrund ihrer waren Personen von Mastodon-User:innen genervt.
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@AnyaKarl Das erste Beispiel mag eine Info sein, aber jemand, der immer wieder solche Sprüche unter den eigenen Posts stehen hatte, empfindet es aber vielleicht eher als moralisches Machtspiel. Wie Eltern, die ihrem Kind den Nachtisch vorenthalten, bis der Spinat aufgegessen ist.
Ich kenne zwei Fälle. Ob die Diskussionen über fehlende Bildbeschreibungen der ausschlaggebende Grund für den Wechsel waren, weiß ich natürlich nicht, doch aufgrund ihrer waren Personen von Mastodon-User:innen genervt.
Es liegt also am Ton...nicht an der Sache?
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@AnyaKarl Alt-Text-Erinnerungskommentare, die ich hier bisher sah, klangen leider selten freundlich. "Bildbeschreibung fehlt, also gibt's leider kein Fav." oder auch nur "Bildbeschreibung!" sorgten in diesen Fällen nicht dafür, dass Personen eine Bildbeschreibung hinzufügten, sondern nur dafür, dass die Leute sich von Mastodon in Richtung Bluesky verabschiedeten, weil sie sich bevormundet fühlten. Es kommt halt sehr auf den Ton an, den bei diesem Thema leider viele nicht zu treffen scheinen.
@HerrKlamauk@troet.cafe
Also mal ehrlich:
Du meinst also, dass man sich bitte bitte im Ton mäßigen möge, damit eine Erinnerung an Inklusion auch der*dem geneigte*n Ersteller*innen des zu Grunde liegenden Posts das möglichst nicht negativ aufstößt, dass sie einen Teil der Bevölkerung hier aktiv ausschließen?
@AnyaKarl@norden.social -
@AnyaKarl Das erste Beispiel mag eine Info sein, aber jemand, der immer wieder solche Sprüche unter den eigenen Posts stehen hatte, empfindet es aber vielleicht eher als moralisches Machtspiel. Wie Eltern, die ihrem Kind den Nachtisch vorenthalten, bis der Spinat aufgegessen ist.
Ich kenne zwei Fälle. Ob die Diskussionen über fehlende Bildbeschreibungen der ausschlaggebende Grund für den Wechsel waren, weiß ich natürlich nicht, doch aufgrund ihrer waren Personen von Mastodon-User:innen genervt.
@HerrKlamauk
Wenn jemand immer wieder "Sprüche" unter den Posts stehen hat, bedeutet das ja, dass er keine Alttexte schreibt, obwohl ihm bewusst geworden sein müsste, dass er Behinderte damit ausschließt.
Das aber wird nicht kritisiert, sondern nur Kritik & Tonfall?
Moralisches Machtspiel? Wie dein Beispiel zeigt, ist das doch eher kindisches Trotzverhalten, womit er sich in den Mittelpunkt stellt & Betroffene ignoriert.Zwei unsichere Fälle als Urteilsgrundlage gegen das Engagement? Na ja …
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@AnyaKarl Das erste Beispiel mag eine Info sein, aber jemand, der immer wieder solche Sprüche unter den eigenen Posts stehen hatte, empfindet es aber vielleicht eher als moralisches Machtspiel. Wie Eltern, die ihrem Kind den Nachtisch vorenthalten, bis der Spinat aufgegessen ist.
Ich kenne zwei Fälle. Ob die Diskussionen über fehlende Bildbeschreibungen der ausschlaggebende Grund für den Wechsel waren, weiß ich natürlich nicht, doch aufgrund ihrer waren Personen von Mastodon-User:innen genervt.
@HerrKlamauk
Noch zu dem Punkt, dass die Diskussionen genervt hätten. Warum diskutiert man denn da überhaupt und macht nicht einfach zukünftig Bildbeschreibungen?Egal, wie es einem mitgeteilt wurde, dass diese wichtig sind und warum, müsste doch in jedem Fall klar werden.
Dass man genervt davon sein kann, wenn man unfreundlich angesprochen wurde, ist klar, aber wie genervt werden wohl erst Nutzer*innen von Screenreadern sein, wenn sie nicht teilhaben können?
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@HerrKlamauk
Wenn jemand immer wieder "Sprüche" unter den Posts stehen hat, bedeutet das ja, dass er keine Alttexte schreibt, obwohl ihm bewusst geworden sein müsste, dass er Behinderte damit ausschließt.
Das aber wird nicht kritisiert, sondern nur Kritik & Tonfall?
Moralisches Machtspiel? Wie dein Beispiel zeigt, ist das doch eher kindisches Trotzverhalten, womit er sich in den Mittelpunkt stellt & Betroffene ignoriert.Zwei unsichere Fälle als Urteilsgrundlage gegen das Engagement? Na ja …
@AnyaKarl Ich habe nicht behauptet, dass es nicht zu kritisieren sei, wenn Menschen andere nicht mitdenken. Bitte unterstell mir hier nicht (unabsichtlich) Dinge, die ich nicht gesagt habe.
Ja, es mag Trotzverhalten sein. Trotz hervorzurufen wird wohl nur leider nichts Gutes für die Sache tun, befürchte ich.
Da ich mich aufgrund der zwei Fälle nicht gegen das Engagement entschied, frage ich mich, über wessen Urteil du hier sprichst. Würdest du das erläutern?
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@HerrKlamauk
Noch zu dem Punkt, dass die Diskussionen genervt hätten. Warum diskutiert man denn da überhaupt und macht nicht einfach zukünftig Bildbeschreibungen?Egal, wie es einem mitgeteilt wurde, dass diese wichtig sind und warum, müsste doch in jedem Fall klar werden.
Dass man genervt davon sein kann, wenn man unfreundlich angesprochen wurde, ist klar, aber wie genervt werden wohl erst Nutzer*innen von Screenreadern sein, wenn sie nicht teilhaben können?
@AnyaKarl Tut mir leid, dass kann ich dir nicht sagen, da ich von Anfang an Alt-Texte schrieb.
Ja, das sollte es, aber niemand bekommt gerne gesagt, dass er/sie etwas falsch macht. Wenn das dann auch noch an einem schlechten Tag kommt oder auf eine unfreundliche Art, sperrt sich manch ein Mensch vielleicht dagegen.
Ich glaube, dass viele darüber leider nicht groß nachdenken, weil es sie und/oder ihre Liebsten halt nicht direkt betrifft.

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Es liegt also am Ton...nicht an der Sache?
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@HerrKlamauk @AnyaKarl
Das meinte ich auch nicht unbedingt.Aber ich habe leider schon sehr viele Diskussionen über Bildbeschreibungen führen dürfen, bei denen es um "keine Zeit/kein Geld/keine Lust..." ging.
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@AnyaKarl Ich habe nicht behauptet, dass es nicht zu kritisieren sei, wenn Menschen andere nicht mitdenken. Bitte unterstell mir hier nicht (unabsichtlich) Dinge, die ich nicht gesagt habe.
Ja, es mag Trotzverhalten sein. Trotz hervorzurufen wird wohl nur leider nichts Gutes für die Sache tun, befürchte ich.
Da ich mich aufgrund der zwei Fälle nicht gegen das Engagement entschied, frage ich mich, über wessen Urteil du hier sprichst. Würdest du das erläutern?
@HerrKlamauk
Wollte dir nichts unterstellen, sondern auf genau das hinweisen, was du hier nicht sagst. Du kritisierst, vielleicht ohne es zu bemerken, nur die, die auf Bildbeschreibungen hinweisen und verweist dabei auf den Tonfall als Ursache.Auch dein mittlerer Absatz wirkt erneut, als sei dies das einzige Problem und die Angesprochenen täten nichts dazu. Finde ich schwierig, da nicht alle Hinweise unfreundlich sind & es nach Informationserhalt nicht nur um "nicht mitdenken" geht.
(1/2)
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@HerrKlamauk@troet.cafe
Also mal ehrlich:
Du meinst also, dass man sich bitte bitte im Ton mäßigen möge, damit eine Erinnerung an Inklusion auch der*dem geneigte*n Ersteller*innen des zu Grunde liegenden Posts das möglichst nicht negativ aufstößt, dass sie einen Teil der Bevölkerung hier aktiv ausschließen?
@AnyaKarl@norden.social -
@HerrKlamauk
Wollte dir nichts unterstellen, sondern auf genau das hinweisen, was du hier nicht sagst. Du kritisierst, vielleicht ohne es zu bemerken, nur die, die auf Bildbeschreibungen hinweisen und verweist dabei auf den Tonfall als Ursache.Auch dein mittlerer Absatz wirkt erneut, als sei dies das einzige Problem und die Angesprochenen täten nichts dazu. Finde ich schwierig, da nicht alle Hinweise unfreundlich sind & es nach Informationserhalt nicht nur um "nicht mitdenken" geht.
(1/2)
@HerrKlamauk
Beim letzten Teil hast du mich missverstanden.Meinte nicht, dass du dich gegen das Engagement entschieden hättest, sondern dass du schriebst, dass der Hinweis auf Alttexte nicht für diese gesorgt hätte, "sondern nur dafür, dass die Leute sich von Mastodon in Richtung Bluesky verabschiedeten, weil sie sich bevormundet fühlten".
Da du auf Nachfrage gar nicht sicher warst, dass diese 2 Fälle wirklich deshalb gingen, finde ich es schwierig, anhand dieser hier zu urteilen.
(2/2)
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In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen zum Thema Barrierefreiheit, insbesondere bezüglich fehlender Bildbeschreibungen & (vieler) Hashtags innerhalb von Beiträgen.
Die Betroffenen & die, die sich für deren Teilhabe einsetzen, werden trotz ihrer größtenteils freundlichen Bitten & Bemühungen um Inklusion nun gehäuft kritisiert, leider nicht immer sachlich.
Wie empfindet ihr die Thematisierung von Ableismus & die Erinnerungen an z. B. fehlende Alttexte?
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@AnyaKarl Die Sinnhaftigkeit von Bildunterschriften wird sicher niemand ernsthaft anzweifeln und ich mache die auch gern.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass einige Verfechter der Bildunterschriften hier einen aufdringlichen / belehrenden Ton an den Tag legen.
Ich lasse mich gern freundlich darauf hinweisen, wenn ich es mal nicht geschaft / vergessen habe eine Bildunterschrift zu erstellen.
Am Ende spielt hier der Ton aber für mich eine wichtige Rolle. Nötigen lasse ich mich dazu nicht

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In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen zum Thema Barrierefreiheit, insbesondere bezüglich fehlender Bildbeschreibungen & (vieler) Hashtags innerhalb von Beiträgen.
Die Betroffenen & die, die sich für deren Teilhabe einsetzen, werden trotz ihrer größtenteils freundlichen Bitten & Bemühungen um Inklusion nun gehäuft kritisiert, leider nicht immer sachlich.
Wie empfindet ihr die Thematisierung von Ableismus & die Erinnerungen an z. B. fehlende Alttexte?
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Menschen suchen sich gerne ihresgleichen. Immer wieder daran erinnert zu werden, das das eigene Realiätserleben bei anderen (teilweise gänzlich) anders ist, ist für viele anstrengend.
Das macht inklusives Verhalten anstrengend, regelmässig darauf angesprochen zu werden noch anstrengender.
Dauernde, wellenartige Belehrungsorgien, gefühltes wegmobben von hilfreichen Tools (altbot) und unterschiedlichste Bewertungen der Texte hinterlassen ein schales Gefühl.