Warum es mehr Blogs braucht
-
Joan Westenberg (@Daojoan) macht sich kluge Gedanken darüber, was verloren ging, als die Leute ihre Blogs für Social Media aufgegeben haben.
Es war ja so viel einfacher, schnell etwas auf Twitter rauszuhauen oder bei Facebook zu posten. Obendrein gab es automatisch die Reichweite durch das Freundes-Netzwerk und Likes und Kommentare als direktes Feedback.
Wie langsam und öde war dagegen das Blog! Und so ist das Blog bei vielen, die in den 2000ern groß in der Blogosphäre waren, verstaubt und schließlich eingemottet worden.
Doch was ist dadurch verloren gegangen, als man nicht mehr seinen eigenen Ort zum öffentlichen Denken hatte?
„Es ist, als würde man jemanden beobachten, der früher Symphonien komponiert hat und sich nun dazu entschlossen hat, nur noch Klingeltöne zu produzieren,“ schreibt Joan Westenberg.
Im Blog schreibt man nicht gegen die Konkurrenz im Feed an – man muss deswegen nicht kurz und knackig sein. Der Text muss nicht knallen. Er muss für den Autor funktionieren und für die Person, die sich die Zeit nimmt, ihn zu lesen.
„Ein gut geschriebener Blogbeitrag zu einem bestimmten Thema kann über Jahre hinweg Leser über Google anziehen […]; ein Tweet kann sich glücklich schätzen, wenn er zwölf Stunden lang Aufmerksamkeit bekommt. […],“ schreibt Joan Westenberg.
Ich habe selbst schon einige Texte über das Bloggen geschrieben. Ich wünschte, ich hätte diesen geschrieben. Lest ihn.
Links
- Joan Westenberg: The Case for Blogging in the Ruins
-
Z zeitverschreib@freundica.de shared this topic
J jansenspott@ruhr.social shared this topic
-
Joan Westenberg (@Daojoan) macht sich kluge Gedanken darüber, was verloren ging, als die Leute ihre Blogs für Social Media aufgegeben haben.
Es war ja so viel einfacher, schnell etwas auf Twitter rauszuhauen oder bei Facebook zu posten. Obendrein gab es automatisch die Reichweite durch das Freundes-Netzwerk und Likes und Kommentare als direktes Feedback.
Wie langsam und öde war dagegen das Blog! Und so ist das Blog bei vielen, die in den 2000ern groß in der Blogosphäre waren, verstaubt und schließlich eingemottet worden.
Doch was ist dadurch verloren gegangen, als man nicht mehr seinen eigenen Ort zum öffentlichen Denken hatte?
„Es ist, als würde man jemanden beobachten, der früher Symphonien komponiert hat und sich nun dazu entschlossen hat, nur noch Klingeltöne zu produzieren,“ schreibt Joan Westenberg.
Im Blog schreibt man nicht gegen die Konkurrenz im Feed an – man muss deswegen nicht kurz und knackig sein. Der Text muss nicht knallen. Er muss für den Autor funktionieren und für die Person, die sich die Zeit nimmt, ihn zu lesen.
„Ein gut geschriebener Blogbeitrag zu einem bestimmten Thema kann über Jahre hinweg Leser über Google anziehen […]; ein Tweet kann sich glücklich schätzen, wenn er zwölf Stunden lang Aufmerksamkeit bekommt. […],“ schreibt Joan Westenberg.
Ich habe selbst schon einige Texte über das Bloggen geschrieben. Ich wünschte, ich hätte diesen geschrieben. Lest ihn.
Links
- Joan Westenberg: The Case for Blogging in the Ruins
-
Joan Westenberg (@Daojoan) macht sich kluge Gedanken darüber, was verloren ging, als die Leute ihre Blogs für Social Media aufgegeben haben.
Es war ja so viel einfacher, schnell etwas auf Twitter rauszuhauen oder bei Facebook zu posten. Obendrein gab es automatisch die Reichweite durch das Freundes-Netzwerk und Likes und Kommentare als direktes Feedback.
Wie langsam und öde war dagegen das Blog! Und so ist das Blog bei vielen, die in den 2000ern groß in der Blogosphäre waren, verstaubt und schließlich eingemottet worden.
Doch was ist dadurch verloren gegangen, als man nicht mehr seinen eigenen Ort zum öffentlichen Denken hatte?
„Es ist, als würde man jemanden beobachten, der früher Symphonien komponiert hat und sich nun dazu entschlossen hat, nur noch Klingeltöne zu produzieren,“ schreibt Joan Westenberg.
Im Blog schreibt man nicht gegen die Konkurrenz im Feed an – man muss deswegen nicht kurz und knackig sein. Der Text muss nicht knallen. Er muss für den Autor funktionieren und für die Person, die sich die Zeit nimmt, ihn zu lesen.
„Ein gut geschriebener Blogbeitrag zu einem bestimmten Thema kann über Jahre hinweg Leser über Google anziehen […]; ein Tweet kann sich glücklich schätzen, wenn er zwölf Stunden lang Aufmerksamkeit bekommt. […],“ schreibt Joan Westenberg.
Ich habe selbst schon einige Texte über das Bloggen geschrieben. Ich wünschte, ich hätte diesen geschrieben. Lest ihn.
Links
- Joan Westenberg: The Case for Blogging in the Ruins
-
@caterpillar Das ist schade, weil die meisten Blogs gar kein Impressum benötigen. Private Blog brauchen kein Impressum.
Ich weiß, da ist die Unsicherheit: Wer entscheidet, ob man nur privat ist?Die zuständig Aufsicht ist Deine Medienanstalt. Ich bin Mitglied im Medienrat der Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein und ich kann Dir versichern: Die haben gar keine Ressourcen dafür nach Blogs ohne Impressum zu suchen, um dann zu entscheiden, ob das eines bräuchte, um dann zu recherchieren, wer das Blog denn betreibt, um dann ein Ordnungsgeld durchzusetzen. Vor allem gibt die MA erst einen Hinweis, dass man ein Impressum braucht und nur in offensichtlichen Fällen, in denen der Betreiber nicht reagiert, gibt es ein Ordnungsgeld. Das ist, soweit ich weiß, in Hamburg und Schleswig-Holstein nur einmal passiert und das war jemand, der gutes Geld mit seiner Website verdient hat.
Das andere vernachlässigbare Risiko ist eine Abmahnung. Natürlich kann man immer unrechtmäßig abgemahnt werden – wir erinnern uns an die Google-Fonts-Abmahnungen. Aber passiert praktisch nie. Und rechtmäßig könnte Dich nur ein Wettbewerber abmahnen, der der Meinung ist, dass Du einen unfairen Wettbewerbsvorteil hat, weil Du kein Impressum hast.
Also, wenn Du einfach nur ein paar Sachen ins Internet schreiben willst – so wie Du es vermutlich bei Mastodon tust, wirst Du kein Impressum benötigen.

