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  3. Mein Vater ist ein typisches Opfer des Patriarchats.

Mein Vater ist ein typisches Opfer des Patriarchats.

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  • kaddastrophe@norden.socialK This user is from outside of this forum
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    schrieb zuletzt editiert von
    #1

    Mein Vater ist ein typisches Opfer des Patriarchats. Er leidet und kennt leider nur eine Strategie im Umgang mit seinen eigenen Leid: andere Menschen ebenfalls leiden lassen.

    Das große Versprechen "Wenn er sich als 'richtiger Mann' an die Spielregeln hält, ist er glücklich" wurde nicht eingehalten. Er ist nicht der Mann, der er versucht zu sein. Er wurde vom Leben verarscht. Sein einziger Sohn ist tot, seine Töchter haben den Kontakt abgebrochen. Trotzdem hinterfragt er nicht. Er versucht
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    kaddastrophe@norden.socialK villon@bildung.socialV 2 Antworten Letzte Antwort
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    • kaddastrophe@norden.socialK kaddastrophe@norden.social

      Mein Vater ist ein typisches Opfer des Patriarchats. Er leidet und kennt leider nur eine Strategie im Umgang mit seinen eigenen Leid: andere Menschen ebenfalls leiden lassen.

      Das große Versprechen "Wenn er sich als 'richtiger Mann' an die Spielregeln hält, ist er glücklich" wurde nicht eingehalten. Er ist nicht der Mann, der er versucht zu sein. Er wurde vom Leben verarscht. Sein einziger Sohn ist tot, seine Töchter haben den Kontakt abgebrochen. Trotzdem hinterfragt er nicht. Er versucht
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      kaddastrophe@norden.social
      schrieb zuletzt editiert von
      #2

      verzweifelt weiter nach den alten Spielregeln zu spielen. Und wenn er sich an all die Regeln hält, obwohl er leidet, dann müssen an diesem Leid alle anderen Schuld sein.

      Es hat mir jahrelang weh getan, das zu erkennen und zu beobachten. Inzwischen hab ich auch innerlich Abstand genommen und das Leid, das er mir durch sein Verhalten zugefügt hat, ebenfalls anerkannt. Dafür nehme ich ihn inzwischen in Verantwortung. Er ist nicht nur emotional arm dran, er ist auch erwachsen und trägt
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      kaddastrophe@norden.socialK 1 Antwort Letzte Antwort
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      • kaddastrophe@norden.socialK kaddastrophe@norden.social

        verzweifelt weiter nach den alten Spielregeln zu spielen. Und wenn er sich an all die Regeln hält, obwohl er leidet, dann müssen an diesem Leid alle anderen Schuld sein.

        Es hat mir jahrelang weh getan, das zu erkennen und zu beobachten. Inzwischen hab ich auch innerlich Abstand genommen und das Leid, das er mir durch sein Verhalten zugefügt hat, ebenfalls anerkannt. Dafür nehme ich ihn inzwischen in Verantwortung. Er ist nicht nur emotional arm dran, er ist auch erwachsen und trägt
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        schrieb zuletzt editiert von
        #3

        die Verantwortung für sein Verhalten.

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        kegelrobbe@troet.cafeK sofasophia@fairmove.netS chaotica@nrw.socialC expertenkommision_cyberunfall@mastodon.socialE energisch_@troet.cafeE 6 Antworten Letzte Antwort
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        • kaddastrophe@norden.socialK kaddastrophe@norden.social

          die Verantwortung für sein Verhalten.

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          #4

          @Kaddastrophe 🫂

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          • kaddastrophe@norden.socialK kaddastrophe@norden.social

            die Verantwortung für sein Verhalten.

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            schrieb zuletzt editiert von
            #5

            @Kaddastrophe Und er ist in „bester Gesellschaft“, was Veränderungen noch schwieriger macht.
            Da ist so viel Uneinsicht.

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            • kaddastrophe@norden.socialK kaddastrophe@norden.social

              die Verantwortung für sein Verhalten.

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              schrieb zuletzt editiert von
              #6

              @Kaddastrophe
              Das ist die Originalbeschreibung meines Onkels, dessen Frau die Frechheit besessen hat vor ihm zu sterben.
              Und jetzt ist er allein und einsam und verbittert und kann nicht mal um sie trauern, weil er nur darum trauert, dass sie ihn im Stich gelassen hat.

              Patriarchat tut wirklich niemandem gut.

              Tut mir leid, dass Du das durchmachen musstest. Gut, dass Du Abstand gewinnen konntest!

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              • kaddastrophe@norden.socialK kaddastrophe@norden.social

                die Verantwortung für sein Verhalten.

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                schrieb zuletzt editiert von
                #7

                @Kaddastrophe

                Der letzte Satz, genau das ist es.

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                • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe shared this topic
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                  die Verantwortung für sein Verhalten.

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                  schrieb zuletzt editiert von energisch_@troet.cafe
                  #8

                  @Kaddastrophe Die Erkenntnis ist bitter aber auch befreiend, oder?
                  Es ist so schlimm mit solchen Leuten in der Familie. Niemensch kann sich Familie aussuchen. Aber wie und ob Kontakt bleibt, das ist kontrollierbar. :blobcathug:

                  kaddastrophe@norden.socialK 1 Antwort Letzte Antwort
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                  • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe

                    @Kaddastrophe Die Erkenntnis ist bitter aber auch befreiend, oder?
                    Es ist so schlimm mit solchen Leuten in der Familie. Niemensch kann sich Familie aussuchen. Aber wie und ob Kontakt bleibt, das ist kontrollierbar. :blobcathug:

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                    schrieb zuletzt editiert von
                    #9

                    @energisch_
                    Die Erkenntnis, dass ich nicht verantwortlich bin? Ja, die ist sehr befreiend.

                    Den Kontakt hab ich schon lange abgebrochen, aber ich fühle mich inzwischen nicht mehr schuldig.

                    energisch_@troet.cafeE villon@bildung.socialV 2 Antworten Letzte Antwort
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                      @energisch_
                      Die Erkenntnis, dass ich nicht verantwortlich bin? Ja, die ist sehr befreiend.

                      Den Kontakt hab ich schon lange abgebrochen, aber ich fühle mich inzwischen nicht mehr schuldig.

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                      energisch_@troet.cafe
                      schrieb zuletzt editiert von
                      #10

                      @Kaddastrophe Eben, das ist ja das perfide. Solche Leute schieben die Schuld an ihrem Unglück auch ihren Kindern zu. Als Kind zerbricht da was unter der Bürde. Das zu reparieren ist harte Arbeit, die Ausdauer erfordert.

                      villon@bildung.socialV 2 Antworten Letzte Antwort
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                        die Verantwortung für sein Verhalten.

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                        pistolenkind@wien.rocksP This user is from outside of this forum
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                        pistolenkind@wien.rocks
                        schrieb zuletzt editiert von
                        #11

                        @Kaddastrophe so geht es leider vielen. Aber ich glaube, das wird mit den Generationen besser.

                        1 Antwort Letzte Antwort
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                          @energisch_
                          Die Erkenntnis, dass ich nicht verantwortlich bin? Ja, die ist sehr befreiend.

                          Den Kontakt hab ich schon lange abgebrochen, aber ich fühle mich inzwischen nicht mehr schuldig.

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                          schrieb zuletzt editiert von
                          #12

                          @Kaddastrophe @energisch_
                          Ich fühle da sehr mit dir und wünsche dir vor allem Kraft, die Narben, die du erworben hast, wie soll ich sagen, als Erkenntis dafür zu nehmen, dass du das überlebt hast und hoffentlich stärker daraus hervor gehst.
                          Es ist schwierig, stelle ich gerade fest, darüber zu schreiben und Wörter zu finden, die das treffend beschreiben, da viele dieser Wörter verseucht sind mit Schuld und anderen falschen Bedeutungen.

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                          • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe

                            @Kaddastrophe Eben, das ist ja das perfide. Solche Leute schieben die Schuld an ihrem Unglück auch ihren Kindern zu. Als Kind zerbricht da was unter der Bürde. Das zu reparieren ist harte Arbeit, die Ausdauer erfordert.

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                            villon@bildung.social
                            schrieb zuletzt editiert von
                            #13

                            @energisch_ @Kaddastrophe
                            Das mit der Sprache trifft leider auch hier zu Marina. Reparieren ist so ein mechanistischer Begriff, der doch nicht wirklich trifft, was während dieser Kindheitraumata passiert ist und rückgängig machen lässt sich das leider auch nicht. Nur irgendwie wieder dahin kommen, trotz dieser Verletzungen und Demütigungen es hinzubekommen nicht so ein Mensch zu werden, der es nötig hat, zu seiner Selbststabilisierung andere Menschen verletzen muss, wäre ein Anfang.

                            energisch_@troet.cafeE 1 Antwort Letzte Antwort
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                            • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe

                              @Kaddastrophe Eben, das ist ja das perfide. Solche Leute schieben die Schuld an ihrem Unglück auch ihren Kindern zu. Als Kind zerbricht da was unter der Bürde. Das zu reparieren ist harte Arbeit, die Ausdauer erfordert.

                              villon@bildung.socialV This user is from outside of this forum
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                              schrieb zuletzt editiert von
                              #14

                              @energisch_ @Kaddastrophe
                              Aber ich glaube, dass ich weiß was du gemeint hast.

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • kaddastrophe@norden.socialK kaddastrophe@norden.social

                                Mein Vater ist ein typisches Opfer des Patriarchats. Er leidet und kennt leider nur eine Strategie im Umgang mit seinen eigenen Leid: andere Menschen ebenfalls leiden lassen.

                                Das große Versprechen "Wenn er sich als 'richtiger Mann' an die Spielregeln hält, ist er glücklich" wurde nicht eingehalten. Er ist nicht der Mann, der er versucht zu sein. Er wurde vom Leben verarscht. Sein einziger Sohn ist tot, seine Töchter haben den Kontakt abgebrochen. Trotzdem hinterfragt er nicht. Er versucht
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                                schrieb zuletzt editiert von
                                #15

                                @Kaddastrophe Darf ich fragen, aus welcher Generation dein Vater stammt?

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • villon@bildung.socialV villon@bildung.social

                                  @energisch_ @Kaddastrophe
                                  Das mit der Sprache trifft leider auch hier zu Marina. Reparieren ist so ein mechanistischer Begriff, der doch nicht wirklich trifft, was während dieser Kindheitraumata passiert ist und rückgängig machen lässt sich das leider auch nicht. Nur irgendwie wieder dahin kommen, trotz dieser Verletzungen und Demütigungen es hinzubekommen nicht so ein Mensch zu werden, der es nötig hat, zu seiner Selbststabilisierung andere Menschen verletzen muss, wäre ein Anfang.

                                  energisch_@troet.cafeE This user is from outside of this forum
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                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #16

                                  @villon ich habe reparieren gewählt, weil ich mich als Kind und Teenie so oft wie ein Scherbenhaufen fühlte, aus dem mit Klebstoff und Geschick dann doch wieder was stabiles geworden ist. Damals kannte ich die Kunst des Reparierens mit Gold, Kintsugi, noch nicht. Aus den Scherben können auch Kunstwerke entstehen, die sehr viel mehr als die Summe der zusammengesetzten Teile ausmachen. @Kaddastrophe

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                                  • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe

                                    @villon ich habe reparieren gewählt, weil ich mich als Kind und Teenie so oft wie ein Scherbenhaufen fühlte, aus dem mit Klebstoff und Geschick dann doch wieder was stabiles geworden ist. Damals kannte ich die Kunst des Reparierens mit Gold, Kintsugi, noch nicht. Aus den Scherben können auch Kunstwerke entstehen, die sehr viel mehr als die Summe der zusammengesetzten Teile ausmachen. @Kaddastrophe

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                                    schrieb zuletzt editiert von
                                    #17

                                    @energisch_ @Kaddastrophe
                                    Als ich deinen Text angelesen habe, musste ich auch an Kintsugi denken. Also noch bevor ich das Wort las. Insofren nimmt das eine ganz andere, als die von mir gedachte Richtung. Vielleicht dachte ich in die mechanistische Richtung und nicht du. 😄

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                                    • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe

                                      @villon ich habe reparieren gewählt, weil ich mich als Kind und Teenie so oft wie ein Scherbenhaufen fühlte, aus dem mit Klebstoff und Geschick dann doch wieder was stabiles geworden ist. Damals kannte ich die Kunst des Reparierens mit Gold, Kintsugi, noch nicht. Aus den Scherben können auch Kunstwerke entstehen, die sehr viel mehr als die Summe der zusammengesetzten Teile ausmachen. @Kaddastrophe

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                                      #18

                                      @energisch_ @Kaddastrophe
                                      Hier das passt ganz gut, denke ich:

                                      1 Antwort Letzte Antwort
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