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  3. Ich lese immer wieder solche Posts wie:"Ich bin Teilzeitler*in, aber ich bin nach der Arbeit nicht faul, sondern mache Ehrenamt, Rette die Welt, begleite meine Eltern zu Terminen, bin für die Familie da" und so weiter

Ich lese immer wieder solche Posts wie:"Ich bin Teilzeitler*in, aber ich bin nach der Arbeit nicht faul, sondern mache Ehrenamt, Rette die Welt, begleite meine Eltern zu Terminen, bin für die Familie da" und so weiter

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teilzeitfaulheitsystemfehler
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  • ohweh@climatejustice.socialO ohweh@climatejustice.social

    @ose_rouge @nocci

    Genau, es geht um die Nichtanerkennung von unbezahlter Tätigkeit.

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    mango@social.tchncs.de
    schrieb zuletzt editiert von
    #29

    @OhWeh

    WORD!

    Neulich: Ich telefonierte mit dem Jobcenter. Frage, ob ich Anspruch auf ALG habe, weil wegen #Angehörigenpflege ohne Erwerbsarbeit.
    Die Bearbeiterin so: »Nein, Sie arbeiten ja nicht.«

    Der Bekannte, dem ich erzählte, dass ich kein Erwerbseinkommen habe, dann so: »Ach ja, du arbeitest ja nicht.«

    Das Kind, gefragt, was seine Eltern machen: »Papa ist auf Arbeit, Mama ist Hausfrau.«

    Diese Denke, dass nur Erwerbsarbeit Arbeit sei, ist schon sehr lange und immer noch ganz, ganz tief in unserer Gesellschaft verankert. Wie praktisch in einer Zeit, in der Maschinen aller Art immer mehr Produktion übernehmen und Menschen, die dann »arbeitslos« werden, arm werden und als faul gelten, und der Kapitalist stopft sich die Taschen voll aus dem Erlös des Produzierten.

    @ose_rouge @nocci

    mango@social.tchncs.deM heri@net.miaumuh.chH karpfenratten@mastodon.socialK 3 Antworten Letzte Antwort
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    • mango@social.tchncs.deM mango@social.tchncs.de

      @OhWeh

      WORD!

      Neulich: Ich telefonierte mit dem Jobcenter. Frage, ob ich Anspruch auf ALG habe, weil wegen #Angehörigenpflege ohne Erwerbsarbeit.
      Die Bearbeiterin so: »Nein, Sie arbeiten ja nicht.«

      Der Bekannte, dem ich erzählte, dass ich kein Erwerbseinkommen habe, dann so: »Ach ja, du arbeitest ja nicht.«

      Das Kind, gefragt, was seine Eltern machen: »Papa ist auf Arbeit, Mama ist Hausfrau.«

      Diese Denke, dass nur Erwerbsarbeit Arbeit sei, ist schon sehr lange und immer noch ganz, ganz tief in unserer Gesellschaft verankert. Wie praktisch in einer Zeit, in der Maschinen aller Art immer mehr Produktion übernehmen und Menschen, die dann »arbeitslos« werden, arm werden und als faul gelten, und der Kapitalist stopft sich die Taschen voll aus dem Erlös des Produzierten.

      @ose_rouge @nocci

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      mango@social.tchncs.de
      schrieb zuletzt editiert von
      #30

      @OhWeh

      Interessante Literatur dazu (ich schreibe das hier hin, damit ich es später selber wiederfinde):

      Kocka, Jürgen (2010), Mehr Last als Lust (Reprint), Arbeit und Arbeitsgesellschaft in der europäischen Geschichte
      https://zeitgeschichte-online.de/themen/mehr-last-als-lust-reprint

      Lafargue, Paul (Originalfassung erschien 1833 in frz. Sprache).
      Das Recht auf Faulheit
      https://de.wikisource.org/wiki/Das_Recht_auf_Faulheit

      @ose_rouge @nocci

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      • helgarhelgar@digitalcourage.socialH helgarhelgar@digitalcourage.social shared this topic
      • nocci@punk.cyber77.deN nocci@punk.cyber77.de

        Ich lese immer wieder solche Posts wie:
        "Ich bin Teilzeitler*in, aber ich bin nach der Arbeit nicht faul, sondern mache Ehrenamt, Rette die Welt, begleite meine Eltern zu Terminen, bin für die Familie da" und so weiter.

        Ja, das ist auch alles schön und gut, aber es ist auch wirklich nichts daran auszusetzen, wenn ihr wirklich faul in der Ecke oder auf der Couch liegt und Euch eine Serie nach der anderen rein zieht, einfach im Wald abhängt oder mal ans Wasser fahrt um stundenlang den Wellen zu lauschen.

        Das ist die Freiheit, die frühere Generationen auch für uns erkämpft haben.
        Ihr MÜSST nichts leisten... alles ist fein.
        Kommt mal von dem Gedanken weg, dass alles produktiv und vermeintlich "sinnvoll" sein muss.
        Denn das ist das denken, was die Regierenden und Libertäre von Euch verlangen.

        Macht das Spiel nicht mit.

        #Teilzeit #faulheit #systemfehler

        intersektionalesgemecker@chaos.socialI This user is from outside of this forum
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        intersektionalesgemecker@chaos.social
        schrieb zuletzt editiert von
        #31

        @nocci Also ich bin Totalverweigerin beim Jobcenter und mache Ehrenamt und rette die Welt 😄
        Aber es ist auch nichts dran auszusetzen einfach zu Hartzen und faul auf der Couch zu liegen. Sollte ich mal mehr machen glaube ich.

        nocci@punk.cyber77.deN 1 Antwort Letzte Antwort
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        • intersektionalesgemecker@chaos.socialI intersektionalesgemecker@chaos.social

          @nocci Also ich bin Totalverweigerin beim Jobcenter und mache Ehrenamt und rette die Welt 😄
          Aber es ist auch nichts dran auszusetzen einfach zu Hartzen und faul auf der Couch zu liegen. Sollte ich mal mehr machen glaube ich.

          nocci@punk.cyber77.deN This user is from outside of this forum
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          schrieb zuletzt editiert von
          #32

          @IntersektionalesGemecker@chaos.social

          Finde ich absolut okay und auch ein bissl beneidenswert.
          Wichtig ist, dass 1 selbst voll mit sich im Reinen ist.
          Lass die anderen denken, was sie wollen.

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          • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe shared this topic
          • nocci@punk.cyber77.deN nocci@punk.cyber77.de

            Ich lese immer wieder solche Posts wie:
            "Ich bin Teilzeitler*in, aber ich bin nach der Arbeit nicht faul, sondern mache Ehrenamt, Rette die Welt, begleite meine Eltern zu Terminen, bin für die Familie da" und so weiter.

            Ja, das ist auch alles schön und gut, aber es ist auch wirklich nichts daran auszusetzen, wenn ihr wirklich faul in der Ecke oder auf der Couch liegt und Euch eine Serie nach der anderen rein zieht, einfach im Wald abhängt oder mal ans Wasser fahrt um stundenlang den Wellen zu lauschen.

            Das ist die Freiheit, die frühere Generationen auch für uns erkämpft haben.
            Ihr MÜSST nichts leisten... alles ist fein.
            Kommt mal von dem Gedanken weg, dass alles produktiv und vermeintlich "sinnvoll" sein muss.
            Denn das ist das denken, was die Regierenden und Libertäre von Euch verlangen.

            Macht das Spiel nicht mit.

            #Teilzeit #faulheit #systemfehler

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            energisch_@troet.cafe
            schrieb zuletzt editiert von
            #33

            @nocci Solcherart Faulheit erhöht das Wohlbefinden und damit auch die gesamte Gesundheit, geistig wie körperlich. Nennt sich Erholung. Es gibt Arbeitsplätze da braucht der Mensch mehr davon. Auch, weil die Arbeit kaputt macht.

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • ana_krchdrfr@hessen.socialA ana_krchdrfr@hessen.social

              @nocci Ich habe einen jungen Kollegen, der bei uns sein duales Studium absolviert hat. Nach dem Abschluss hat er einfach die Teilzeit beibehalten. Begründung: Das Gehalt reicht ihm. Finde ich großartig.

              newstrujew@autistics.lifeN This user is from outside of this forum
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              newstrujew@autistics.life
              schrieb zuletzt editiert von
              #34

              @ana_krchdrfr @nocci Wie ich damals dauerhaft auf 80% Arbeitszeit reduziert habe, und der Kollege zweifelnd meinte "Na wenn dir das Gehalt reicht..." Ich habe immer noch ganz gut verdient, und nach der Geburt des zweiten Kindes ging es auf 50% runter. Ging gar nicht anders, ich bekomme Familie und Vollzeitarbeit nicht unter einen Hut (wer es kann, ohne die gesamte Arbeit auf die Partnerin abzuwälzen - gut für die, ich kann es nicht).

              nocci@punk.cyber77.deN 1 Antwort Letzte Antwort
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              • newstrujew@autistics.lifeN newstrujew@autistics.life

                @ana_krchdrfr @nocci Wie ich damals dauerhaft auf 80% Arbeitszeit reduziert habe, und der Kollege zweifelnd meinte "Na wenn dir das Gehalt reicht..." Ich habe immer noch ganz gut verdient, und nach der Geburt des zweiten Kindes ging es auf 50% runter. Ging gar nicht anders, ich bekomme Familie und Vollzeitarbeit nicht unter einen Hut (wer es kann, ohne die gesamte Arbeit auf die Partnerin abzuwälzen - gut für die, ich kann es nicht).

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                nocci@punk.cyber77.de
                schrieb zuletzt editiert von
                #35

                @Newstrujew@autistics.life
                Ich hätte das alles vermutlich auch nie unter einem Hut bekommen.
                Von daher finde ich Deine Herangehensweise sehr cool.

                @ana_krchdrfr@hessen.social

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                • nocci@punk.cyber77.deN nocci@punk.cyber77.de

                  Ich lese immer wieder solche Posts wie:
                  "Ich bin Teilzeitler*in, aber ich bin nach der Arbeit nicht faul, sondern mache Ehrenamt, Rette die Welt, begleite meine Eltern zu Terminen, bin für die Familie da" und so weiter.

                  Ja, das ist auch alles schön und gut, aber es ist auch wirklich nichts daran auszusetzen, wenn ihr wirklich faul in der Ecke oder auf der Couch liegt und Euch eine Serie nach der anderen rein zieht, einfach im Wald abhängt oder mal ans Wasser fahrt um stundenlang den Wellen zu lauschen.

                  Das ist die Freiheit, die frühere Generationen auch für uns erkämpft haben.
                  Ihr MÜSST nichts leisten... alles ist fein.
                  Kommt mal von dem Gedanken weg, dass alles produktiv und vermeintlich "sinnvoll" sein muss.
                  Denn das ist das denken, was die Regierenden und Libertäre von Euch verlangen.

                  Macht das Spiel nicht mit.

                  #Teilzeit #faulheit #systemfehler

                  foobarblubb@ohai.socialF This user is from outside of this forum
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                  foobarblubb@ohai.social
                  schrieb zuletzt editiert von
                  #36

                  @nocci deutlich schöner formuliert als von mir kürzlich 🙂

                  https://ohai.social/@foobarblubb/115990032030332092

                  nocci@punk.cyber77.deN 1 Antwort Letzte Antwort
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                  • foobarblubb@ohai.socialF foobarblubb@ohai.social

                    @nocci deutlich schöner formuliert als von mir kürzlich 🙂

                    https://ohai.social/@foobarblubb/115990032030332092

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                    schrieb zuletzt editiert von
                    #37

                    @foobarblubb@ohai.social

                    Ich finde Deinen Text aber auch sehr gut.
                    👍

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                      Ich lese immer wieder solche Posts wie:
                      "Ich bin Teilzeitler*in, aber ich bin nach der Arbeit nicht faul, sondern mache Ehrenamt, Rette die Welt, begleite meine Eltern zu Terminen, bin für die Familie da" und so weiter.

                      Ja, das ist auch alles schön und gut, aber es ist auch wirklich nichts daran auszusetzen, wenn ihr wirklich faul in der Ecke oder auf der Couch liegt und Euch eine Serie nach der anderen rein zieht, einfach im Wald abhängt oder mal ans Wasser fahrt um stundenlang den Wellen zu lauschen.

                      Das ist die Freiheit, die frühere Generationen auch für uns erkämpft haben.
                      Ihr MÜSST nichts leisten... alles ist fein.
                      Kommt mal von dem Gedanken weg, dass alles produktiv und vermeintlich "sinnvoll" sein muss.
                      Denn das ist das denken, was die Regierenden und Libertäre von Euch verlangen.

                      Macht das Spiel nicht mit.

                      #Teilzeit #faulheit #systemfehler

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                      schrieb zuletzt editiert von
                      #38

                      @nocci

                      Ich wäre gern Teilzeitler und ich würde die Zeit für ne Extraportion Faulheit nutzen.
                      Und evtl. für meine Hobbys aber hauptsächlich für Faulheit.

                      nocci@punk.cyber77.deN 1 Antwort Letzte Antwort
                      0
                      • fzer0@nerdculture.deF fzer0@nerdculture.de

                        @nocci

                        Ich wäre gern Teilzeitler und ich würde die Zeit für ne Extraportion Faulheit nutzen.
                        Und evtl. für meine Hobbys aber hauptsächlich für Faulheit.

                        nocci@punk.cyber77.deN This user is from outside of this forum
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                        schrieb zuletzt editiert von
                        #39

                        @fzer0@nerdculture.de

                        Das verstehe ich sehr.
                        Es ist einfach scheiße, dass so viele quasi gezwungen bzw genötigt sind, so dass es ihnen nicht möglich ist, frei zu entscheiden.

                        1 Antwort Letzte Antwort
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                        • nocci@punk.cyber77.deN nocci@punk.cyber77.de

                          Ich lese immer wieder solche Posts wie:
                          "Ich bin Teilzeitler*in, aber ich bin nach der Arbeit nicht faul, sondern mache Ehrenamt, Rette die Welt, begleite meine Eltern zu Terminen, bin für die Familie da" und so weiter.

                          Ja, das ist auch alles schön und gut, aber es ist auch wirklich nichts daran auszusetzen, wenn ihr wirklich faul in der Ecke oder auf der Couch liegt und Euch eine Serie nach der anderen rein zieht, einfach im Wald abhängt oder mal ans Wasser fahrt um stundenlang den Wellen zu lauschen.

                          Das ist die Freiheit, die frühere Generationen auch für uns erkämpft haben.
                          Ihr MÜSST nichts leisten... alles ist fein.
                          Kommt mal von dem Gedanken weg, dass alles produktiv und vermeintlich "sinnvoll" sein muss.
                          Denn das ist das denken, was die Regierenden und Libertäre von Euch verlangen.

                          Macht das Spiel nicht mit.

                          #Teilzeit #faulheit #systemfehler

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                          schrieb zuletzt editiert von
                          #40

                          @nocci mit 40 und nach einem Burnout habe ich das auch endlich verstanden.

                          Arbeite jetzt 20 Stunden Teilzeit, zeitsouverän, meist mit einem mehr oder weniger erwerbsarbeitsfreien Tag am Mittwoch. Das ist schwierig, weil niemand die Grenzen ziehen kann außer mir. Aber es erlaubt mir, Haushalt, Kind und einen interessanten Job unter einem Hut zu bekommen - und ab und zu auch einfach mal Zeit für einen Spaziergang oder ein Computerspiel zu haben. Oder Löcher in die Luft zu starren, muss auch sein. 😶

                          lizzard@social.tchncs.deL 1 Antwort Letzte Antwort
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                            @nocci mit 40 und nach einem Burnout habe ich das auch endlich verstanden.

                            Arbeite jetzt 20 Stunden Teilzeit, zeitsouverän, meist mit einem mehr oder weniger erwerbsarbeitsfreien Tag am Mittwoch. Das ist schwierig, weil niemand die Grenzen ziehen kann außer mir. Aber es erlaubt mir, Haushalt, Kind und einen interessanten Job unter einem Hut zu bekommen - und ab und zu auch einfach mal Zeit für einen Spaziergang oder ein Computerspiel zu haben. Oder Löcher in die Luft zu starren, muss auch sein. 😶

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                            schrieb zuletzt editiert von
                            #41

                            @nocci Pausen sind Erholungsarbeit.

                            nocci@punk.cyber77.deN 1 Antwort Letzte Antwort
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                            • lizzard@social.tchncs.deL lizzard@social.tchncs.de

                              @nocci Pausen sind Erholungsarbeit.

                              nocci@punk.cyber77.deN This user is from outside of this forum
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                              schrieb zuletzt editiert von
                              #42

                              @lizzard@social.tchncs.de

                              Das!

                              Absolut. Und es ist definitiv schwer, sich dem gesellschaftlichen Druck immer wieder zu stellen.

                              lizzard@social.tchncs.deL 1 Antwort Letzte Antwort
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                              • nocci@punk.cyber77.deN nocci@punk.cyber77.de

                                @lizzard@social.tchncs.de

                                Das!

                                Absolut. Und es ist definitiv schwer, sich dem gesellschaftlichen Druck immer wieder zu stellen.

                                lizzard@social.tchncs.deL This user is from outside of this forum
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                                schrieb zuletzt editiert von
                                #43

                                @nocci am härtesten habe ich das gemerkt, als ich schwanger und im Mutterschutz war. Ich hatte ein ganz intensives Gefühl von "was tue ich hier, sollte ich nicht etwas arbeiten?" Wie eine Legehenne aus dem Käfig, die man plötzlich auf eine Wiese setzt, wusste ich überhaupt nicht, was ich mit der Freiheit anfangen soll... Schlimm.

                                nocci@punk.cyber77.deN 1 Antwort Letzte Antwort
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                                • lizzard@social.tchncs.deL lizzard@social.tchncs.de

                                  @nocci am härtesten habe ich das gemerkt, als ich schwanger und im Mutterschutz war. Ich hatte ein ganz intensives Gefühl von "was tue ich hier, sollte ich nicht etwas arbeiten?" Wie eine Legehenne aus dem Käfig, die man plötzlich auf eine Wiese setzt, wusste ich überhaupt nicht, was ich mit der Freiheit anfangen soll... Schlimm.

                                  nocci@punk.cyber77.deN This user is from outside of this forum
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                                  schrieb zuletzt editiert von
                                  #44

                                  @lizzard@social.tchncs.de

                                  Vermutlich nicht direkt vergleichbar, aber ganz ähnlich ging es mir als ich in die Erwerbsminderungsrente gekommen bin.

                                  Neben dem: jetzt liege ich allen auf der Tasche kam ein Gefühl von "hier läuft was falsch, ich muss doch produktiv sein" dazu.

                                  Das hat Jahre gedauert bis ich verinnerlicht habe, dass ich wirklich sehr krank bin und dass ich auch außerhalb geregelter Arbeit einen Sinn und Freiheit finden kann.

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                  • jantietje@norden.socialJ jantietje@norden.social shared this topic
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                                    @OhWeh

                                    WORD!

                                    Neulich: Ich telefonierte mit dem Jobcenter. Frage, ob ich Anspruch auf ALG habe, weil wegen #Angehörigenpflege ohne Erwerbsarbeit.
                                    Die Bearbeiterin so: »Nein, Sie arbeiten ja nicht.«

                                    Der Bekannte, dem ich erzählte, dass ich kein Erwerbseinkommen habe, dann so: »Ach ja, du arbeitest ja nicht.«

                                    Das Kind, gefragt, was seine Eltern machen: »Papa ist auf Arbeit, Mama ist Hausfrau.«

                                    Diese Denke, dass nur Erwerbsarbeit Arbeit sei, ist schon sehr lange und immer noch ganz, ganz tief in unserer Gesellschaft verankert. Wie praktisch in einer Zeit, in der Maschinen aller Art immer mehr Produktion übernehmen und Menschen, die dann »arbeitslos« werden, arm werden und als faul gelten, und der Kapitalist stopft sich die Taschen voll aus dem Erlös des Produzierten.

                                    @ose_rouge @nocci

                                    heri@net.miaumuh.chH This user is from outside of this forum
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                                    schrieb zuletzt editiert von
                                    #45

                                    @mango @OhWeh @ose_rouge @nocci ich hab mir schon vor längerem angewöhnt, von "bezahlter Arbeit" und von "unbezahlter Arbeit" zu sprechen.

                                    1 Antwort Letzte Antwort
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                                    • mango@social.tchncs.deM mango@social.tchncs.de

                                      @OhWeh

                                      WORD!

                                      Neulich: Ich telefonierte mit dem Jobcenter. Frage, ob ich Anspruch auf ALG habe, weil wegen #Angehörigenpflege ohne Erwerbsarbeit.
                                      Die Bearbeiterin so: »Nein, Sie arbeiten ja nicht.«

                                      Der Bekannte, dem ich erzählte, dass ich kein Erwerbseinkommen habe, dann so: »Ach ja, du arbeitest ja nicht.«

                                      Das Kind, gefragt, was seine Eltern machen: »Papa ist auf Arbeit, Mama ist Hausfrau.«

                                      Diese Denke, dass nur Erwerbsarbeit Arbeit sei, ist schon sehr lange und immer noch ganz, ganz tief in unserer Gesellschaft verankert. Wie praktisch in einer Zeit, in der Maschinen aller Art immer mehr Produktion übernehmen und Menschen, die dann »arbeitslos« werden, arm werden und als faul gelten, und der Kapitalist stopft sich die Taschen voll aus dem Erlös des Produzierten.

                                      @ose_rouge @nocci

                                      karpfenratten@mastodon.socialK This user is from outside of this forum
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                                      schrieb zuletzt editiert von
                                      #46

                                      @OhWeh @ose_rouge @nocci @mango
                                      Da hat die Person am Telefon Mist erzählt. Auch wer einen Angehörigen pflegt hat Anspruch auf Bürgergeld. Vorraussetzung für Bürgergeld ist, das man für mindestens drei Stunden am Tag erwerbsfähig ist. Es ist KEINE Voraussetzung für den Leistungsbezug, das man arbeiten geht.

                                      mango@social.tchncs.deM 1 Antwort Letzte Antwort
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                                      • karpfenratten@mastodon.socialK karpfenratten@mastodon.social

                                        @OhWeh @ose_rouge @nocci @mango
                                        Da hat die Person am Telefon Mist erzählt. Auch wer einen Angehörigen pflegt hat Anspruch auf Bürgergeld. Vorraussetzung für Bürgergeld ist, das man für mindestens drei Stunden am Tag erwerbsfähig ist. Es ist KEINE Voraussetzung für den Leistungsbezug, das man arbeiten geht.

                                        mango@social.tchncs.deM This user is from outside of this forum
                                        mango@social.tchncs.deM This user is from outside of this forum
                                        mango@social.tchncs.de
                                        schrieb zuletzt editiert von
                                        #47

                                        @Karpfenratten

                                        Meine Frage an die Jobcenter-Bearbeiterin stellte ich vor 2022. Sie bezog sich damals tatsächlich auf ALG. Es gab für mich kein ALG, weil ich »dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung« stand.

                                        Es gab, nebenbei, auch keine Erwerbsunfähigkeitsrente, obwohl ich ja wegen Pflege unfähig war, einer Erwerbsarbeit nachzugehen. IOW, als #pflegendeAngehörige haste nulliger Ansprüche, außer du bist schon finanziell im Eimer.

                                        Eine Angehörigenpflege begründet auch nicht automatisch Bürgergeld-Bezug. Auch dazu muss eins »hilfebedürftig« sein, d.h. Einkommen (der Bedarfsgemeinschaft) muss unterm Existenzminimum liegen.

                                        Auf jeden Fall müssen im 1. und 2. Grad verwandte Menschen ihre Angehörigen für lau versorgen. Ein Skandal, wenn du mich fragst.

                                        @OhWeh @ose_rouge @nocci

                                        wiebke_worm@mastodon.socialW 1 Antwort Letzte Antwort
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                                        • mango@social.tchncs.deM mango@social.tchncs.de

                                          @Karpfenratten

                                          Meine Frage an die Jobcenter-Bearbeiterin stellte ich vor 2022. Sie bezog sich damals tatsächlich auf ALG. Es gab für mich kein ALG, weil ich »dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung« stand.

                                          Es gab, nebenbei, auch keine Erwerbsunfähigkeitsrente, obwohl ich ja wegen Pflege unfähig war, einer Erwerbsarbeit nachzugehen. IOW, als #pflegendeAngehörige haste nulliger Ansprüche, außer du bist schon finanziell im Eimer.

                                          Eine Angehörigenpflege begründet auch nicht automatisch Bürgergeld-Bezug. Auch dazu muss eins »hilfebedürftig« sein, d.h. Einkommen (der Bedarfsgemeinschaft) muss unterm Existenzminimum liegen.

                                          Auf jeden Fall müssen im 1. und 2. Grad verwandte Menschen ihre Angehörigen für lau versorgen. Ein Skandal, wenn du mich fragst.

                                          @OhWeh @ose_rouge @nocci

                                          wiebke_worm@mastodon.socialW This user is from outside of this forum
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                                          wiebke_worm@mastodon.social
                                          schrieb zuletzt editiert von
                                          #48

                                          @mango @Karpfenratten @OhWeh @ose_rouge @nocci

                                          Deshalb kämpfe ich seit vielen Jahren für bessere Bedingungen für Pflegende Angehörige. Für richtige soziale Absicherung, damit niemand Angst vor Armut und Altersarmut haben muss.
                                          Derzeit habe ich eine #Petition am Laufen, in der es um defekte essenzielle #Hilfsmittel geht - ausserhalb von Öffnungszeiten hat man keine Hilfe (bisher), das muss sich bundesweit ändern.

                                          1 Antwort Letzte Antwort
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