Ellenlanger Rant-Thread hier wie Scheiße Spektrum ist, weil man da bezahlen muss.
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@NeussWave ist das nicht dein Bibliotheksausweis?
@FraumitFahrrad
Ja, wobei das vermutlich zu wenig ist um die Verlage am Leben zu halten.
Meist decken die Bibliotheksgebühren ja nicht mal den Betrieb vor Ort.
@NeussWave @Fischblog -
@Fischblog @theVedek @ojelabii
"Ich vermute, das ist ein Fehler" - der zieht sich dann aber duch sehr viele Medien.
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@Fischblog
Sitzt Du gerade auf der Palme? Die Verständigung erscheint mir gerade sehr schwierig.Nicht freiwillig. Sonder: zahle… was weiß ich… 30€ im Monat und bekomme dafür 20 Artikel aus diesen Medien [Liste] zur freien Auswahl.
Oder 50€ für 50 Artikel.Wie ein Zeitungsabo. Nur dass man halt selbst zusammenstellen kann, weil man den Wirtschaftsteil von Medium A, den Kulturteil von B und Wissenschaft am liebsten von Spektrum liest.
@NeussWave@Chaotica @NeussWave Ich finde die Argumentation einfach völlig absurd. Irgendwie sollen alle Zugriff auf möglichst viele Medien für den Preis eines einzelnen Abos haben. Aber dass dann weder A noch B noch Spektrum genug Einnahmen zum Überleben haben, scheint nicht klar zu sein.
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@Chaotica @NeussWave Ich finde die Argumentation einfach völlig absurd. Irgendwie sollen alle Zugriff auf möglichst viele Medien für den Preis eines einzelnen Abos haben. Aber dass dann weder A noch B noch Spektrum genug Einnahmen zum Überleben haben, scheint nicht klar zu sein.
@Fischblog @Chaotica @NeussWave
Also von mir bekäme Spektrum dann deutlich mehr als bisher, weil ich meinen wissenschaftsteil dann ebenfalls da lesen würde.
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@funbaker @nik
Naja, man könnte einfach wie früher n Nachrichtenmedium plus ein, zwei persönliche Favoriten abonnieren.Es gibt ne Lösung, die sich ganz natürlich einstellen wird: ein paar wenige Medien haben genug Abos zum Überleben, der Rest verschwindet und wird durch KI-Zusammenfassungen ersetzt.
Pluspunkt: die sind dann ohne Paywall.@Fischblog @nik die Regeln des Marktes muten natürlich an, sind aber gleichzeitig ziemlich menschengemachter Unfug.
"So wie früher" ist leider keine Lösung.
Es ist bereits mit freier Verfügbarkeit von Informationen schon schwer genug, der Verbreitung von Unsinn entgegenzuwirken. Mich überzeugt keine der Lösungen, die dies irgendwie einschränken.
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@Chaotica @NeussWave Ich finde die Argumentation einfach völlig absurd. Irgendwie sollen alle Zugriff auf möglichst viele Medien für den Preis eines einzelnen Abos haben. Aber dass dann weder A noch B noch Spektrum genug Einnahmen zum Überleben haben, scheint nicht klar zu sein.
@Fischblog @NeussWave
Und ich finde es absurd, zu fordern: zahlt gefälligst genug und dann auf die Wünsche der Kunden überhaupt nicht einzugehen.Wenn es so ein Modell gäbe, würden ja möglicherweise deutlich mehr Menschen so ein Abo kaufen. Zum Beispiel all diejenigen, die bisher keins haben, weil sie ja eh nur 1/3 lesen würden - und dafür ist es ihnen dann zu teuer.
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@ojelabii Ich kenn den Song: Ich würd ja bezahlen wenn irgendwas irgendwie anders etc.
Aber das stimmt schlicht nicht. Der Kern der Sache ist, dass zu wenig Leute zu wenig Geld für Journalismus zu zahlen bereit sind.@Fischblog @ojelabii Ich zahle für die öffentlich-rechtlichen gerne. Allerdings sollten die unabhängiger sein und sich stärker auf Journalismus konzentrieren.
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@Chaotica @Fischblog exakt. Der sportteil interessiert mich eigentlich gar nicht, den politikteil will ich nicht von unserer (inzwischen funke medien) lokalzeitung, sondern von nem tiefer recherchierendem und einordnenden medium und im Feuilleton gibts auch extreme Unterschiede in Schwerpunkt und Qualität.
@Nephele @Chaotica @Fischblog taz für tagesaktuelles, Riffreporter und Krautreporter für Deep Dives, Blätter für Politik.
Aktiv lese ich davon gefühlt nix

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@Chaotica @NeussWave


Ein freiwilliger Beitrag? Srsly?
Wenn die Leute freiwillig zahlen würden, hätten wir die Diskussion nicht.@Fischblog @Chaotica @NeussWave
Was macht die TAZ denn dann so anders, dass es da funktioniert? Klar, die sind größer und so, aber die stehen ja nicht grade vor der Insolvenz.
Abgesehen davon finde ich, dass diese Diskussion einen wichtigen Punkt übersieht: den signifikanten Anteil der Menschen, die von Armut betroffen sind - rund 16 Mio.
Die fallen nämlich grundsätzlich dabei hinten runter und können sich diese ganzen Abos und Artikelkäufe gar nicht leisten.
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@Fischblog @NeussWave
Und ich finde es absurd, zu fordern: zahlt gefälligst genug und dann auf die Wünsche der Kunden überhaupt nicht einzugehen.Wenn es so ein Modell gäbe, würden ja möglicherweise deutlich mehr Menschen so ein Abo kaufen. Zum Beispiel all diejenigen, die bisher keins haben, weil sie ja eh nur 1/3 lesen würden - und dafür ist es ihnen dann zu teuer.
@Chaotica @Fischblog @NeussWave Ich finde die Lösung über Bibliotheken immer noch am vernünftigsten. Nur ist die Auswahl an Medien in Stadtbibliotheken nicht immer groß. Gerade Wissenschaft kommt mE zu kurz. Über Bibliotheken ließe sich auch ein besseres Zusatzangebot für Zeitungen/Magazine arrangieren. Denn die haben sowieso den Verwaltungsaufwand.
z.B. Extra was für Pressreader bezahlen und dafür mehrere Wissenschaftsmagazine lesen dürfen. -
@Fischblog @Chaotica
Zugespitzt kann man das so sagen. Bei Streamingdiensten haben wir ja auch nicht alle Dienste abonniert, weil das schlicht unbezahlbar ist. Da entscheidet man sich für einen oder zwei, ggf wird dan mal für n monat n dritter dazu genommen weil man deren exklusive Serie schauen will, aber das wars. Bei print ist es dann halt die örtliche Tageszeitung, ggf noch eine Wochenzeitung wie Spiegel oder Zeit, und der Rest guckt in die röhre.@Nephele
Hier gibt es viele Zeitungen/Zeitschriften/Magazine im digitalen Angebot der Bibliothek - genau dort finde ich die Artikel, die mich in nicht selbst abonnierten Zeitschriften interessieren - wie “früher” analog.
Aus meiner Sicht gab es “früher” aufgrund fehlender Verlinkungsmöglichkeiten weniger Hinweise auf interessante Artikel - deshalb war das Bedürfnis, einzelne Artikel zu lesen, nicht so groß.Rosinenpicken ging noch nie.
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@Nephele
Hier gibt es viele Zeitungen/Zeitschriften/Magazine im digitalen Angebot der Bibliothek - genau dort finde ich die Artikel, die mich in nicht selbst abonnierten Zeitschriften interessieren - wie “früher” analog.
Aus meiner Sicht gab es “früher” aufgrund fehlender Verlinkungsmöglichkeiten weniger Hinweise auf interessante Artikel - deshalb war das Bedürfnis, einzelne Artikel zu lesen, nicht so groß.Rosinenpicken ging noch nie.
@Nephele
Es wurde da wirklich viel ausprobiert - flattr, verschiedene digitale Kioske.Aktuell gibt es Readly für eine Monatsgebühr - dort gibt es auch Spektrum und internationale Magazine (und viel Kram, von dem man lieber nicht wüsste, dass es den gibt).
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@Fischblog @Chaotica @NeussWave
Was macht die TAZ denn dann so anders, dass es da funktioniert? Klar, die sind größer und so, aber die stehen ja nicht grade vor der Insolvenz.
Abgesehen davon finde ich, dass diese Diskussion einen wichtigen Punkt übersieht: den signifikanten Anteil der Menschen, die von Armut betroffen sind - rund 16 Mio.
Die fallen nämlich grundsätzlich dabei hinten runter und können sich diese ganzen Abos und Artikelkäufe gar nicht leisten.
@jumpfruit
Die TAZ war sehr sehr früh in Richtung Digital unterwegs und hat sich da offenbar einen stabilen Kundenstamm aufgebaut.Und auch die TAZ hat schon sehr lange einen Solidarpreis, der armutsbetroffenen den Zugang zumindest erleichtert.
Natürlich kann ein Verlag nicht die soziale Schieflage einer ganzen Gesellschaft abfedern.
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@Chaotica Also zusammengefasst, du willst die Zugangsrechte von 50 Abos, aber nur eins bezahlen.
️@Fischblog Ich verstehe genau, was @Chaotica meint. Ich komme auch an Grenzen bei dem, was ich lesen kann. Guardian, Riffreporter und ND abonniert, dazu fördere ich über Steady zwei Blogs und einen Podcast. Ab und zu gibt es dann interessante Artikel, die hier "vorbeikommen" - aber ich kann nicht jede Zeitung abonnieren. Und ich schaffe es auch nicht immer in den Leseraum der Stadtbibliothek, um es dort zu lesen. Zu viel Infos - zu wenig Zeit.
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@Chaotica @NeussWave Ich finde die Argumentation einfach völlig absurd. Irgendwie sollen alle Zugriff auf möglichst viele Medien für den Preis eines einzelnen Abos haben. Aber dass dann weder A noch B noch Spektrum genug Einnahmen zum Überleben haben, scheint nicht klar zu sein.
@Fischblog @Chaotica @NeussWave Es ist halt völlig absurd, ohne Druck- und Verteilkosten eine Sammlung von Artikeln als ganzes zu verkaufen, wenn der Markt seit Jahrzehnten nach Lösungen je Artikel oder bis zu x Artikel dürstet. Da man aber nicht kooperieren kann/will, nicht mal innerhalb von Verlagen, verkackt man es, und beschwert sich das keiner zahlt.
Das Angebot ist halt nicht zeitgemäß. -
@Chaotica @NeussWave


Ein freiwilliger Beitrag? Srsly?
Wenn die Leute freiwillig zahlen würden, hätten wir die Diskussion nicht.@Fischblog @Chaotica @NeussWave Frag mal Podcaster. Es gibt ein Marktsegment wo freiwilllig zahlen funktioniert. Da werden aber Personen unterstützt, keine Aktionäre.
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@Chaotica Also zusammengefasst, du willst die Zugangsrechte von 50 Abos, aber nur eins bezahlen.
️@Fischblog
Genauer: mich interessieren 30 Artikel aus 12 Quellen, die jeweils zig weitere Artikel im Portfolio haben. Ich kann mir aber nur 5 Einzelabos leisten.
Wie kann ich mein Geld so verteilen, dass alle 12 bezahlt werden und ich mir die interessanten Inhalte aussuchen kann?
Klingt nach Rosinenpickerei, ist es vielleicht auch. Könnte (mit Abstrichen) auch den Verlagen zugute kommen.
@Chaotica -
@Fischblog
Ich zahle sogar für Journalismus, den ich kaum konsumiere, z.B. die @tazgetroete@mastodon.social-Zeitung kommt einfach nie an.
Aber der Kostendruck auf den Journalismus ist unabhängig von dem was die User bezahlen. Die Zahlung setzt nur eine Obergrenze für die Qualität, leider keinen Mindeststandard. Zu viele Verlage (Spektrum kenne ich nicht so) hauen einfach schlechte Artikel raus. Dafür will ich nicht zahlen.
@ojelabii@lostgen mein take: Nachrichten sind (überwiegend) Infrastruktur. In Infrastruktur funktioniert Wettbewerb quasi nie. Meist gibt es einen Qualitäts-Wettbewerb nach unten. Dienstleistung wird immer schlechter, Kundenservice ebenfalls. Fluggesellschaften, Paketdienste, etc. sind gute Beispiele. Wenige, einigermaßen gut regulierte Anbieter wären ein möglicher Ausweg.
Aber wegen „Staatsferne“ beginnt die Diskussion erst gar nicht.
@Fischblog @ojelabii -
@Fischblog
Genauer: mich interessieren 30 Artikel aus 12 Quellen, die jeweils zig weitere Artikel im Portfolio haben. Ich kann mir aber nur 5 Einzelabos leisten.
Wie kann ich mein Geld so verteilen, dass alle 12 bezahlt werden und ich mir die interessanten Inhalte aussuchen kann?
Klingt nach Rosinenpickerei, ist es vielleicht auch. Könnte (mit Abstrichen) auch den Verlagen zugute kommen.
@Chaotica@Lamal
Ich würde das auch nicht Rosinenpickerei nennen wollen.
Ich kaufe in der Bäckerei auch nicht das ganze Sortiment.
@Fischblog -
@Chaotica @Fischblog @NeussWave Ich finde die Lösung über Bibliotheken immer noch am vernünftigsten. Nur ist die Auswahl an Medien in Stadtbibliotheken nicht immer groß. Gerade Wissenschaft kommt mE zu kurz. Über Bibliotheken ließe sich auch ein besseres Zusatzangebot für Zeitungen/Magazine arrangieren. Denn die haben sowieso den Verwaltungsaufwand.
z.B. Extra was für Pressreader bezahlen und dafür mehrere Wissenschaftsmagazine lesen dürfen.Ja, pressreader.com hätte ich jetzt auch in die Diskussion geworfen. Da kann ich mit meinem Bibliotheksausweis der Stadtbücherei eine Menge Zeitungen und Zeitschriften lesen, sprich für 20 Euro im Jahr habe ich viel Lesestoff. Meine Lokalzeitung ist dabei (da wäre man sonst mit 10 Euro/Monat im digitalen Abo), Spektrum der Wissenschaft allerdings nicht.