Ich persönlich hätte nichts dagegen in Zukunft Facharzttermine durch meinen Hausarzt zu veranlassen.
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@jwildeboer Das wäre natürlich ideal. Tatsächlich haben viele aber gar keinen Hausarzt (in ihrer Nähe). Ich fahre z.B. immer 30km bis zu meinem, weil es hier wo ich wohne keinen gescheiten gibt (also entweder sind die extrem überlaufen oder "schlecht" (oft bedingt durch den ersten Grund)). Dann würde es in Zukunft ewig Dauern einen Termin beim Hausarzt zu bekommen. Und dann ist es noch mehr wie am Fliessband.
Die ganze Diskussion findet bestimmt wieder nur für die Wirtschaft statt. Damit noch mehr Leute mit kleineren Problemchen (Erkältung,...) schön weiter arbeiten gehen, weil niemand Bock auf diesen Hausarzt-Stress hat.
@diabhoil Die Kehrseite der Medaille ist das Patienten aufgrund selbstgestellter "Diagnosen" die Praxen der Fachärzte verstopfen und es keine koordinierte Behandlungen gibt, was schlussendlich auch eher negativ ist.
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Ich persönlich hätte nichts dagegen in Zukunft Facharzttermine durch meinen Hausarzt zu veranlassen. Aber nur wenn mein Hausarzt dann auch dafür verantwortlich ist die Termine kurzfristig beim Facharzt zu vereinbaren. Das würde mir als Kassenpatient viel Zeit und Ärger sparen. Also TL;DR Facharztüberweisung nur mit Terminangebot. Dann auch gerne exklusiv über Hausarzt.
@jwildeboer jepp, sehr guter Punkt. Fände ich auch gut, denn die Termin-Orga nimmt je nach Facharzt ganz viel Zeit in Anspruch.
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@alerich Absolut. Aber ich als total überlasteter Patient, der Stunden am Telefon verbringen muss um einen Hautarzttermin oder eine Darmspiegelung zu bekommen der dann 3-6 Monate in der Zukunft liegt obwohl mein Hausarzt die Dringlichkeit betont bin auch überlastet.
@jwildeboer Eine Möglichkeit bieten Notfallcodes auf der Überweisung, die man bei der kassenärztlichen Vereinigung angeben kann.
Insgesamt braucht es aber größere Reformen - auch des ambulanten Sektors - um eine Entlastung zu bewirken. Eine Verschiebung auf die Hausärzte wird eher das Gegenteil bewirken. Schon jetzt haben viele Praxen massive Probleme, MTAs zu gewinnen / zu halten. -
Ich persönlich hätte nichts dagegen in Zukunft Facharzttermine durch meinen Hausarzt zu veranlassen. Aber nur wenn mein Hausarzt dann auch dafür verantwortlich ist die Termine kurzfristig beim Facharzt zu vereinbaren. Das würde mir als Kassenpatient viel Zeit und Ärger sparen. Also TL;DR Facharztüberweisung nur mit Terminangebot. Dann auch gerne exklusiv über Hausarzt.
@jwildeboer Ich würde das nur begrenzt wollen.
Ich verbringe viel Zeit mit der Recherche, zu welcher Ärztin ich möchte, wie die Praxis für mich erreichbar ist etc pp.
Ich sehe nicht, dass eine koordinierende Praxis das für mich leisten würde.
Also: gern als zusätzliches Angebot.
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@jwildeboer Eine Möglichkeit bieten Notfallcodes auf der Überweisung, die man bei der kassenärztlichen Vereinigung angeben kann.
Insgesamt braucht es aber größere Reformen - auch des ambulanten Sektors - um eine Entlastung zu bewirken. Eine Verschiebung auf die Hausärzte wird eher das Gegenteil bewirken. Schon jetzt haben viele Praxen massive Probleme, MTAs zu gewinnen / zu halten.@alerich Und es auf die Patienten abzuwälzen, die Termine, wenn überhaupt, nur Monate in der Zukunft bekommen und sich dabei auf Hoffnung und Hörensagen verlassen müssen um die Qualität der FachärztInnen einschätzen zu können sorgt für verschleppte Diagnosen und Behandlungen, was dann noch mehr Kosten verursacht.
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Dafür braucht es neue Prozesse, wo Ärzte besser und effektiver zusammenarbeiten können. Technisch lösbar. Man muss es nur wollen. Ach ja, mein Post bezieht sich auf Kassenpatienten. Privat Versicherte leben in einer anderen Welt. Die sind hier explizit NICHT mitgemeint.
@jwildeboer 100% deiner Meinung! Die Frage ist, was ist der Fallback, wenn z.B. eine kleine Praxis länger ausfällt und die Vertretung nicht harmoniert, oder schlimmer mit der eigenen Ärztin. (Hatte ich bisher nie, da ich glücklicherweise immer schnell wechseln konnte, wenn der erste Besuch ‘blöd’ war.)
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@jwildeboer Ich würde das nur begrenzt wollen.
Ich verbringe viel Zeit mit der Recherche, zu welcher Ärztin ich möchte, wie die Praxis für mich erreichbar ist etc pp.
Ich sehe nicht, dass eine koordinierende Praxis das für mich leisten würde.
Also: gern als zusätzliches Angebot.
@larsmb Umgekehrt macht für mich mehr Sinn. Hausarzt Überweisung mit Terminpflicht und wenn man glaubt selber besser beurteilen zu können welcher Facharzt zu einem passt dann muss man das selber regeln. Aber zumindest hat man einen gesicherten Termin.
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@alerich Absolut. Aber ich als total überlasteter Patient, der Stunden am Telefon verbringen muss um einen Hautarzttermin oder eine Darmspiegelung zu bekommen der dann 3-6 Monate in der Zukunft liegt obwohl mein Hausarzt die Dringlichkeit betont bin auch überlastet.
@jwildeboer @alerich
Ich lerne gerade, wie das in Frankreich „funktioniert“. Es kostet vor allem Zeit und Geld. Ich brauche einen Termin beim HA für eine chronische Erkrankung, von der ich mehr Ahnung habe. Dann gibt es kaum FA, die neue Patienten nehmen. Also Termin im KH - Monate später. Zum Gyn und Augenarzt darf ich eigenständig gehen. Ich sehe hier wenig Vorteile.
Wenn ich ahnungslos bin, gehe ich eh zum HA. Wie oft hat Euch ein FA gesagt „Ach, da wären sie besser bei Soundso aufgehoben?“ -
Ich persönlich hätte nichts dagegen in Zukunft Facharzttermine durch meinen Hausarzt zu veranlassen. Aber nur wenn mein Hausarzt dann auch dafür verantwortlich ist die Termine kurzfristig beim Facharzt zu vereinbaren. Das würde mir als Kassenpatient viel Zeit und Ärger sparen. Also TL;DR Facharztüberweisung nur mit Terminangebot. Dann auch gerne exklusiv über Hausarzt.
@jwildeboer Das wäre dann OK, wenn ich den Hausarzt einfach damit beauftragen könnte. Aber wenn der Hausarzt zum Gatekeeper würde, also selber mitentscheiden kann, unter dem Motto "Sie brauchen keine Meinung von einem Internisten" oder so was, dann ist es nicht OK.
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@jwildeboer @alerich
Ich lerne gerade, wie das in Frankreich „funktioniert“. Es kostet vor allem Zeit und Geld. Ich brauche einen Termin beim HA für eine chronische Erkrankung, von der ich mehr Ahnung habe. Dann gibt es kaum FA, die neue Patienten nehmen. Also Termin im KH - Monate später. Zum Gyn und Augenarzt darf ich eigenständig gehen. Ich sehe hier wenig Vorteile.
Wenn ich ahnungslos bin, gehe ich eh zum HA. Wie oft hat Euch ein FA gesagt „Ach, da wären sie besser bei Soundso aufgehoben?“@samy Re die Frage unten: ja, aber auch nur, als ich explizit nachgefragt habe. "Könnte es ausser X nach einen anderen Zusammenhang z.B. Y geben?" Vorher herrschte Betriebsblindheit
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Ich persönlich hätte nichts dagegen in Zukunft Facharzttermine durch meinen Hausarzt zu veranlassen. Aber nur wenn mein Hausarzt dann auch dafür verantwortlich ist die Termine kurzfristig beim Facharzt zu vereinbaren. Das würde mir als Kassenpatient viel Zeit und Ärger sparen. Also TL;DR Facharztüberweisung nur mit Terminangebot. Dann auch gerne exklusiv über Hausarzt.
@jwildeboer Ja, das wäre gut. Hab ein-zwei Beispiele, wo mich die Hausärztin zu Fachärzt*innen überwiesen hat, auf die ich bei der Symptomlage gar nicht gekommen wäre.
Leider ist meine Erfahrung auch, dass teilweise nach Ansicht des Personals bei Fachärzt*innen, mit dem Besitz einer Überweisung die Dringlichkeit sinkt. (Hatte z.B. mal diese Erlebnis: Mit Schmerzen zur HA, die so: "könnte vielleicht das oder das sein, hier zwei Überweisungen, gense mal zuerst zu dem", bei der FA-Anmeldung (immernoch mit Schmerzen): "das hätten sie am Telefon sagen müssen, dass sie eine Überweisung haben [hatte ich], dann ist es ja nicht mehr akut"
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@samy Re die Frage unten: ja, aber auch nur, als ich explizit nachgefragt habe. "Könnte es ausser X nach einen anderen Zusammenhang z.B. Y geben?" Vorher herrschte Betriebsblindheit
@electricfusionQ @jwildeboer @alerich
Ich habe es bei einer Freundin hier auch schon erlebt, wie durch die falsche Diagnose des HA die richtige Behandlung zu ihrem Nachteil verzögert wurde.
Hier sind die Ärzte noch sehr deutlich „Götter in Weiß“, die man nicht herausfordert. Zumindest ist das bisher mein Eindruck. -
@diabhoil Die Kehrseite der Medaille ist das Patienten aufgrund selbstgestellter "Diagnosen" die Praxen der Fachärzte verstopfen und es keine koordinierte Behandlungen gibt, was schlussendlich auch eher negativ ist.
@jwildeboer kommt vielleicht am Ende drauf an um welche Ärzte es geht.
Für nen Augenarzt-Termin brauche ich imo nicht zum Hausarzt vorher gehen. Das gleiche gilt für nen Zahnarzt-Termin. Mache gehen z.B. für ne regelmäßige Ohrenreinigung zum HNO Arzt. Sollte man dafür dann auch in Zukunft erst zum Hausarzt um abzustimmen, ob das nötig ist oder nicht?
Also ja, es gibt sicherlich Fälle, wo man ggf. selbst irgendwas falsch diagnostiziert und man das ggf. mit einem Hausarzt-Termin abfangen könnte. Aber oft liegt man ja auch gar nicht mal so weit daneben mit seiner Selbstdiagnose und wird dann vom Hausarzt weiter geleitet, weil der selbst auch nur raten kann. Und dann war man unnötigerweise bei zwei Ärzten. Wenn es dadurch in Zukunft schneller geht wäre das vielleicht ok?
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@jwildeboer kommt vielleicht am Ende drauf an um welche Ärzte es geht.
Für nen Augenarzt-Termin brauche ich imo nicht zum Hausarzt vorher gehen. Das gleiche gilt für nen Zahnarzt-Termin. Mache gehen z.B. für ne regelmäßige Ohrenreinigung zum HNO Arzt. Sollte man dafür dann auch in Zukunft erst zum Hausarzt um abzustimmen, ob das nötig ist oder nicht?
Also ja, es gibt sicherlich Fälle, wo man ggf. selbst irgendwas falsch diagnostiziert und man das ggf. mit einem Hausarzt-Termin abfangen könnte. Aber oft liegt man ja auch gar nicht mal so weit daneben mit seiner Selbstdiagnose und wird dann vom Hausarzt weiter geleitet, weil der selbst auch nur raten kann. Und dann war man unnötigerweise bei zwei Ärzten. Wenn es dadurch in Zukunft schneller geht wäre das vielleicht ok?
@jwildeboer Eigentlich noch schlimmer wäre, wenn der Hausarzt, dann aus Unwissenheit (oder anderen Gründen, wer weiß was sich die Politik und die Kassen da für tolle Regeln ausdenken), keinen Facharzt-Termin veranlasst und/oder eine Fehldiagnose stellt.
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@larsmb Umgekehrt macht für mich mehr Sinn. Hausarzt Überweisung mit Terminpflicht und wenn man glaubt selber besser beurteilen zu können welcher Facharzt zu einem passt dann muss man das selber regeln. Aber zumindest hat man einen gesicherten Termin.
@jwildeboer Ja, das funktioniert auch. Halt mit der Möglichkeit dazu, nicht komplett restriktiv.
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@jwildeboer Ja, das funktioniert auch. Halt mit der Möglichkeit dazu, nicht komplett restriktiv.
@larsmb Genau. Zeitnahe Versorgung zuerst, Wahlfreiheit danach.
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@electricfusionQ @jwildeboer @alerich
Ich habe es bei einer Freundin hier auch schon erlebt, wie durch die falsche Diagnose des HA die richtige Behandlung zu ihrem Nachteil verzögert wurde.
Hier sind die Ärzte noch sehr deutlich „Götter in Weiß“, die man nicht herausfordert. Zumindest ist das bisher mein Eindruck.@samy Aber dann auf gut Glück und nach Rücksprache mit Dr. Google alle möglichen FachärztInnen auf eigene Faust abklappern ist auch keine gute Lösung. (Etwas überspitzt, aber nicht ganz unrealistisch) @electricfusionQ @alerich
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@samy Aber dann auf gut Glück und nach Rücksprache mit Dr. Google alle möglichen FachärztInnen auf eigene Faust abklappern ist auch keine gute Lösung. (Etwas überspitzt, aber nicht ganz unrealistisch) @electricfusionQ @alerich
@jwildeboer @electricfusionQ @alerich
Klar. Wie gesagt, wenn es nicht offensichtlich ist, dann würde ich den HA konsultieren. Aber oft kennt man seine Schwachstellen doch schon. -
@jwildeboer @electricfusionQ @alerich
Klar. Wie gesagt, wenn es nicht offensichtlich ist, dann würde ich den HA konsultieren. Aber oft kennt man seine Schwachstellen doch schon.@samy Mir geht es nicht um den Einzelfall, sondern um die prinzipielle Herangehensweise. Nicht alle Patienten haben Zeit u d Wissen für eine gute Selbstdiagnose aber jeder sollte zeitnah versorgt werden. @electricfusionQ @alerich
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@samy Mir geht es nicht um den Einzelfall, sondern um die prinzipielle Herangehensweise. Nicht alle Patienten haben Zeit u d Wissen für eine gute Selbstdiagnose aber jeder sollte zeitnah versorgt werden. @electricfusionQ @alerich
@jwildeboer @electricfusionQ @alerich
Das ist mir klar. Ist es denn so, dass viele Leute sich von ChatGPT oder Google den Facharzt empfehlen lassen? Gehen die ggf. nicht trotzdem erst zum HA?