Ich versuche, 1984 als Hörbuch zu hören.
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@PippiPunkstrumpf
Verkürzt:
Im Kern sind Orwells Werke vollkommen unkritisch gegenüber der Gesellschaft. Alles was da passiert is ohne systematischen Grund. In dieser Logik kann es friedlichen privatsphären-freundlichen Kapitalismus geben, wenn die doofen Herrscher das machen. Braucht nur nen benevolent Leader der es tut.
Orwell is son Type der Sexismus schreit, wenns gegen Männer geht und rafft es nicht.Kurznachrichtendienst, politische Analyse.... grml....
@pitch er beschreibt aber auch manche Dinge ganz gut.
Die Veränderung der Sprache
Die Kinder als Spizel
Die Angst, dass die Gedanken erkannt werden/ doppeldenk-oder wie nennt er das nochmalIch find ihn aber eh arschig, deshalb will ich ihn auf keinen Fall verteidigen.
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ah oke
ja, das ganze spielt halt in einer patriarchischen dystopie
da wäre die ganze geschichte ziemlich unglaubwürdig wenn sie nicht frauenfeindlich wäredie botschaft des buches ist ja "dort gehen wir hin wenn wir uns nicht ändern"
@pmj man kann eine patriarchale Gesellschaft beschreiben, ohne selbst misogyn zu sein.
Wenn er rassistisch schreiben würde, dann würde es Männern schneller auffallen als wenn es frauenfeindlich ist- weil wir immernoch in einer frauenfeindlichen Welt leben. -
Ich versuche, 1984 als Hörbuch zu hören.
Junge, ist das frauenfeindlich. Ich weiss echt nicht, ob ich das aushalte.
Ich wünschte, ich hätte das vorher gewusst.@PippiPunkstrumpf nun, George Orwell lebte von 1903 bis Anfang 1950. Kann man da ein progressives Frauenbild erwarten?
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@vger ich hab schon ganz oft gehört, dass sie Rassistin war. Erzähl bitte, ob du es zuende geschafft hast. Ich hab noch gar nichts von ihr gelesen. Lohnt es sich überhaupt?
@PippiPunkstrumpf Ob es sich lohnt, weiß ich noch nicht

Es ist zumindest ein sehr ungewohnter Schreibstil. Ich versuche zu berichten.
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@PippiPunkstrumpf nun, George Orwell lebte von 1903 bis Anfang 1950. Kann man da ein progressives Frauenbild erwarten?
@rostundrad mir ist klar, dass männer damals wie heute Frauen nicht als gleichwertige Menschen wahrnehmen. Aber auch 1940 haben nicht alle männer so über Frauen gedacht und diese Gedanke auf Papier gebracht.
Bei Astrid Lindgren war es möglich, Worte zu ändern, bei Orwell ist es scheinbar einfach OK, weil damals...
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@PippiPunkstrumpf Ob es sich lohnt, weiß ich noch nicht

Es ist zumindest ein sehr ungewohnter Schreibstil. Ich versuche zu berichten.
@vger bitte tagge mich auf jeden Fall



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@pitch er beschreibt aber auch manche Dinge ganz gut.
Die Veränderung der Sprache
Die Kinder als Spizel
Die Angst, dass die Gedanken erkannt werden/ doppeldenk-oder wie nennt er das nochmalIch find ihn aber eh arschig, deshalb will ich ihn auf keinen Fall verteidigen.
@PippiPunkstrumpf Ich weiss schon was zu meinst. Deswegen ja die Bemerkung Künstler/Werk.
Am Ende sind Kulturdinge ja auch Plattform für Auseinandersetzung. Ich gegen das Buch, wir über das Buch, wir gegen andere mithilfe des Buchs und so weiter.
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@pmj man kann eine patriarchale Gesellschaft beschreiben, ohne selbst misogyn zu sein.
Wenn er rassistisch schreiben würde, dann würde es Männern schneller auffallen als wenn es frauenfeindlich ist- weil wir immernoch in einer frauenfeindlichen Welt leben.fair point
allerdings darf man nicht vergessen dass das buch in den 1940ern geschrieben wurde und wäre wohl schon 20 jahre später anders geschrieben worden
man muss kunst immer im kontext ihrer entstehung betrachten - imo -
@PippiPunkstrumpf Ich weiss schon was zu meinst. Deswegen ja die Bemerkung Künstler/Werk.
Am Ende sind Kulturdinge ja auch Plattform für Auseinandersetzung. Ich gegen das Buch, wir über das Buch, wir gegen andere mithilfe des Buchs und so weiter.
@pitch Lebende Künstler*innen unterstützt man ja immer finanziell durch den Konsum. "Werk und Künstler" trennen hat den eigentlichen Sinn ja in unserer Zeitlinie verloren. Zu verstehen, dass das Literarische Ich nicht dem Charakter des Autors entspricht.
Aber der Schreibstil ist ja der*die Autor*in selbst.
Und JKRowling zB kann schreiben was sie will, sie ist ein Monster. -
fair point
allerdings darf man nicht vergessen dass das buch in den 1940ern geschrieben wurde und wäre wohl schon 20 jahre später anders geschrieben worden
man muss kunst immer im kontext ihrer entstehung betrachten - imo@pmj nein. Er schreibt wirklich ganz entsetzliche Dinge.
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@pmj nein. Er schreibt wirklich ganz entsetzliche Dinge.
ja, für die heutige zeit, wo wir mehr wissen
der schinken ist 80 jahre alt -
ja, für die heutige zeit, wo wir mehr wissen
der schinken ist 80 jahre alt@pmj hast du es gelesen?
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@pmj hast du es gelesen?
teilweise aber hab den film gesehen
fand beides mühsam und langatmigwäre nicht das hauptthema diese dystopische überwachungsgesellschaft direkt nach dem krieg gegen den faschismus und dem kollaps des british empire hätte es wohl nie einen solchen impact gehabt
heute würde weder das buch noch der film so veröffentlich werden ausser vlt bei so "alternativen" medien wie nius oder so
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teilweise aber hab den film gesehen
fand beides mühsam und langatmigwäre nicht das hauptthema diese dystopische überwachungsgesellschaft direkt nach dem krieg gegen den faschismus und dem kollaps des british empire hätte es wohl nie einen solchen impact gehabt
heute würde weder das buch noch der film so veröffentlich werden ausser vlt bei so "alternativen" medien wie nius oder so
@pmj es geht schon darum, wie er schreibt, nicht, was die Leute vom Film daraus gemacht haben.
Du kannst seine misogynen Mord/Vergewaltigungsohantasien nicht verteidigen, wenn du sie nicht gelesen/gehört hast. -
@pmj es geht schon darum, wie er schreibt, nicht, was die Leute vom Film daraus gemacht haben.
Du kannst seine misogynen Mord/Vergewaltigungsohantasien nicht verteidigen, wenn du sie nicht gelesen/gehört hast.ich verteidige sie nicht, ich sage nur, man muss das buch im kontext der zeit in der es entstanden ist lesen und nicht als wäre es 202X geschrieben worden