Stoppt die Politik den Solar-Boom?
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@cmister26 @lress @_RyekDarkener_ @ews Ja, aber in einer Welt in der man quasi nix für die Einspeisung bekommt, aber selber sehr viel mehr zahlen muss, rentiert sich das immer mehr. Alle Leute in meinem Bekantenkreis mit mehr als Balkonsolar bauen sich zur Zeit Speicher.... mit der Option das auszubauen.
@casandro @lress @_RyekDarkener_ @ews
Das ist toll, aber solche Post mit solchen Ueberschriften wie der Erste hier, versuchen Solar zu framen.
Die Fossilmafia versucht halt alles, um zu bremsen, da sie eingesehen hat, dass sie es nicht mehr aufhalten kann. -
@elottermann @ews Weil Energiewende eben NICHT bedeutet, einfach nur die Erzeugung von fossil auf erneuerbar umzustellen. Sondern eben auch die Erzeugung lokal vor Ort - denzentral zu machen. Schließlich wird Strom aus Privat-PV überwiegend direkt oder im nahen Umfeld verwendet. Netztentgelt ist einer der Preistreiber beim Strompreis. Erzeugung und Verbrauch vor Ort ist also gesamt betrachtet im Vgl. zu zentral durchaus positiv. Eine reine Betrachtung der Gestehungskosten greift da zu kurz.
@onterof
Hm, so langsam könnte aber mal ankommen, dass die Erzählg. vom reduz. Netzaufwand durch kleine PV auf der untersten Netzebene falsch war und Gerichte entschieden haben, dass die BNetzA die Netzkostenumlage ändern muss, damit die Netzkosten nicht auf die Letztverbraucher ohne PV abgewälzt werden.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/1_GZ/GBK-GZ/2025/GBK-25-01-1x3_AgNes/GBK-25-01-1x3_Kons_Stn_AgNes.html?nn=1059162
Freiflächen-PV auf der Mittel- oder Hochspannungsebene ist auch dez., verursacht aber weniger Netzkosten und rechnet sich nicht über vermiedene Netzkosten schön.
@ews -
@onterof
Hm, so langsam könnte aber mal ankommen, dass die Erzählg. vom reduz. Netzaufwand durch kleine PV auf der untersten Netzebene falsch war und Gerichte entschieden haben, dass die BNetzA die Netzkostenumlage ändern muss, damit die Netzkosten nicht auf die Letztverbraucher ohne PV abgewälzt werden.
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/1_GZ/GBK-GZ/2025/GBK-25-01-1x3_AgNes/GBK-25-01-1x3_Kons_Stn_AgNes.html?nn=1059162
Freiflächen-PV auf der Mittel- oder Hochspannungsebene ist auch dez., verursacht aber weniger Netzkosten und rechnet sich nicht über vermiedene Netzkosten schön.
@ews@elottermann @ews nein, das ist weiterhin korrekt, FFV PV in MW Bereich brauchen (genauso wie WKA, die bisher ja leider fast nur im Norden gebaut wurden) zwingend Investitionen in's Netz, wenn nicht ausreichend Großabhnehmer vor Ort sind. Bisher zahlen alle Verbraucher unsinnig Geld, wenn im Norden zu viel Wind oder im Süden zu viel PV Energie erzeugt wird. Bei Agnes geht es um etwas ganz anderes, nämlich um eine faire Beteiligung am Netzausbau für PV-Betreiber.
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@elottermann @ews nein, das ist weiterhin korrekt, FFV PV in MW Bereich brauchen (genauso wie WKA, die bisher ja leider fast nur im Norden gebaut wurden) zwingend Investitionen in's Netz, wenn nicht ausreichend Großabhnehmer vor Ort sind. Bisher zahlen alle Verbraucher unsinnig Geld, wenn im Norden zu viel Wind oder im Süden zu viel PV Energie erzeugt wird. Bei Agnes geht es um etwas ganz anderes, nämlich um eine faire Beteiligung am Netzausbau für PV-Betreiber.
@elottermann @ews Ab Juni wird in DE auch endlich(!) eine Richtlinie umgesetzt, sodass im selben Verteilnetz private PV Betreiber Strom an andere verkaufen können. Das spart sowohl dem Staat einen Teil der EEG-Vergütung und lässt auch Haushalte ohne Möglichkeit zu PV vom privaten Ausbau profitieren.
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@elottermann @ews nein, das ist weiterhin korrekt, FFV PV in MW Bereich brauchen (genauso wie WKA, die bisher ja leider fast nur im Norden gebaut wurden) zwingend Investitionen in's Netz, wenn nicht ausreichend Großabhnehmer vor Ort sind. Bisher zahlen alle Verbraucher unsinnig Geld, wenn im Norden zu viel Wind oder im Süden zu viel PV Energie erzeugt wird. Bei Agnes geht es um etwas ganz anderes, nämlich um eine faire Beteiligung am Netzausbau für PV-Betreiber.
Es sieht sehr danach aus, dass Netzkosten vom Verbrauch auf den Anschluss verschoben werden. Das reduziert das Einsparpotential durch PV-Eigenverbrauch.
Windstrom wird verstärkt aus dem Norden kommen, daran wird sich nichts ändern. PV wird eher nicht weiträumig übertragen. Es müssen für die kleine PV nur eben viele Niederspannungsnetze verstärkt werden, weil die Verbraucher nicht im selben Netz sind.
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@elottermann @ews Ab Juni wird in DE auch endlich(!) eine Richtlinie umgesetzt, sodass im selben Verteilnetz private PV Betreiber Strom an andere verkaufen können. Das spart sowohl dem Staat einen Teil der EEG-Vergütung und lässt auch Haushalte ohne Möglichkeit zu PV vom privaten Ausbau profitieren.
In meiner Kleinstadt reicht die Mittelspannungsanbindung seit Jahren nicht mehr aus, um die sommerliche PV-Spitzenlast aus dem Netz zu bringen und es müssen PV-Anlagen abgeschaltet werden.
Dem dauerinsolventen kommunalen Netzbetreiber fehlen ca. 40 Mio. Euro für die Errichtung einer Hochspannungsanbindung. Der PV-Nachbarschaftsverkauf ist Showprogramm, das keine Netzkosten sparen kann, weil es nichts an den physikalischen Stromflüssen ändert. -
In meiner Kleinstadt reicht die Mittelspannungsanbindung seit Jahren nicht mehr aus, um die sommerliche PV-Spitzenlast aus dem Netz zu bringen und es müssen PV-Anlagen abgeschaltet werden.
Dem dauerinsolventen kommunalen Netzbetreiber fehlen ca. 40 Mio. Euro für die Errichtung einer Hochspannungsanbindung. Der PV-Nachbarschaftsverkauf ist Showprogramm, das keine Netzkosten sparen kann, weil es nichts an den physikalischen Stromflüssen ändert.@elottermann @ews Natürlich ändert es etwas an den Stromflüssen. Wenn die Leute wissen, dass sie PV-Strom vom Nachbarn für 20ct/kWh bekommen, statt für >30ct/kWh vom Stromanbieter werden die Leute ihren Verbrauch logischerweise wenn möglich verschieben. Z.B. kann man dann mit E-Auto auch günstig laden, ohne PV. Wenn da - wie z.B. in Österreich viele Leute mitmachen hat das einen Effekt. Genauso wie dynamische Netzentgelte oder variable Strompreise, alles Anreize Verbrauch zu verlagern.
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Stoppt die Politik den Solar-Boom? Die geplante Direktvermarktungspflicht könnte das Aus für viele private Solaranlagen bedeuten. Das belegt die von uns beim Fraunhofer ISE beauftragte Studie: Der Systemwechsel kommt zu früh, ist zu teuer und technisch derzeit nicht umsetzbar.
https://www.ews-schoenau.de/blog/artikel/solar-ausbau-in-gefahr@ews CDU und SPD betreiben beide Konzern Förderung - denn die haben als einzige die Währung, mit der sie handeln können: Pöstchen.
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@elottermann @ews Natürlich ändert es etwas an den Stromflüssen. Wenn die Leute wissen, dass sie PV-Strom vom Nachbarn für 20ct/kWh bekommen, statt für >30ct/kWh vom Stromanbieter werden die Leute ihren Verbrauch logischerweise wenn möglich verschieben. Z.B. kann man dann mit E-Auto auch günstig laden, ohne PV. Wenn da - wie z.B. in Österreich viele Leute mitmachen hat das einen Effekt. Genauso wie dynamische Netzentgelte oder variable Strompreise, alles Anreize Verbrauch zu verlagern.
Da verschiebt keiner was, weil er meistens zur Mittagszeit nicht zu Hause ist. Bei variablen Tarifen gibt es auch Börsenstrom Mittags kostenlos und der kommt physisch auch von der Anlage des Nachbarn.
Abnehmer für PV könnten Elektrolyseure werden, aber die werden gerade auf Eis gelegt und sind dann auch nicht im lokalen Netz. -
Da verschiebt keiner was, weil er meistens zur Mittagszeit nicht zu Hause ist. Bei variablen Tarifen gibt es auch Börsenstrom Mittags kostenlos und der kommt physisch auch von der Anlage des Nachbarn.
Abnehmer für PV könnten Elektrolyseure werden, aber die werden gerade auf Eis gelegt und sind dann auch nicht im lokalen Netz.@elottermann @ews die Einspeise-Problematik ist ja vor allem an den Tagen (Wochenende, Feiertage) ein Problem, an den die Leute gerade daheim sind. Weil dann Industrie/Büros etc wenig verbrauchen, da könnte durchaus ein nennswerter Teil der Bevölkerung war von haben. Und Batterien sind genau die Lösung für Einspeise-Spitzen, die kann man prima automatisch so laden, dass eben nicht mittags/nachmittags alles eingespeist wird. Genau deshalb wird bei Agnes auch ein Leistungspreis (Maximum)
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@elottermann @ews die Einspeise-Problematik ist ja vor allem an den Tagen (Wochenende, Feiertage) ein Problem, an den die Leute gerade daheim sind. Weil dann Industrie/Büros etc wenig verbrauchen, da könnte durchaus ein nennswerter Teil der Bevölkerung war von haben. Und Batterien sind genau die Lösung für Einspeise-Spitzen, die kann man prima automatisch so laden, dass eben nicht mittags/nachmittags alles eingespeist wird. Genau deshalb wird bei Agnes auch ein Leistungspreis (Maximum)
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@elottermann @ews die Einspeise-Problematik ist ja vor allem an den Tagen (Wochenende, Feiertage) ein Problem, an den die Leute gerade daheim sind. Weil dann Industrie/Büros etc wenig verbrauchen, da könnte durchaus ein nennswerter Teil der Bevölkerung war von haben. Und Batterien sind genau die Lösung für Einspeise-Spitzen, die kann man prima automatisch so laden, dass eben nicht mittags/nachmittags alles eingespeist wird. Genau deshalb wird bei Agnes auch ein Leistungspreis (Maximum)
@elottermann @ews untersucht, der dafür Anreize schaffen würde. Das Elektrolyse nicht kommt ist wenig verwundlich, die direkte Nutzung von Strom ist weitaus überlegen wegen Unwandlungsverlusten, Speicherung, Transport usw. Und die müssten halt Durchlaufen was in nicht absehbar ist, erst Recht wenn man den Ausbau bremst. Wer will schon irgendein olles Gas verheizen, dass unter irsinniger Energieverschwendung teuer hergestellt wurde, wenn man mit Strom um eine Größenordnung billiger heizen kann?
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@elottermann @ews Aktuell gibt es faktisch keine Möglichkeit für Kleinanlagen am Strommarkt teilzunehmen - Stichwort Smart-Meter. Zumal die Frage ist, warum sollte jede Kleinstanlage an der Börse teilnehmen sollen? unsinniger Aufwand. Ein Modell wie im Artikel vorgeschlagen, bei dem der Netzbetreiber gebündelt vermarktet und dann z.B. eine gewichtete Vergütung zahlt hat quasi den selben Nutzen, nur wesentlich einfacher.
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@elottermann @ews Aktuell gibt es faktisch keine Möglichkeit für Kleinanlagen am Strommarkt teilzunehmen - Stichwort Smart-Meter. Zumal die Frage ist, warum sollte jede Kleinstanlage an der Börse teilnehmen sollen? unsinniger Aufwand. Ein Modell wie im Artikel vorgeschlagen, bei dem der Netzbetreiber gebündelt vermarktet und dann z.B. eine gewichtete Vergütung zahlt hat quasi den selben Nutzen, nur wesentlich einfacher.
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@elottermann @ews Aktuell gibt es faktisch keine Möglichkeit für Kleinanlagen am Strommarkt teilzunehmen - Stichwort Smart-Meter. Zumal die Frage ist, warum sollte jede Kleinstanlage an der Börse teilnehmen sollen? unsinniger Aufwand. Ein Modell wie im Artikel vorgeschlagen, bei dem der Netzbetreiber gebündelt vermarktet und dann z.B. eine gewichtete Vergütung zahlt hat quasi den selben Nutzen, nur wesentlich einfacher.
Die Produktion der EEG-Anlagen mit fester Vergütung wird heute schon von den Netzbetreibern geschätzt und am Strommarkt eingestellt. Mangels Istwerten von den Anlagen kann aber keine Ausgleichsenergie bestimmt werden und die Differenzen kommen dann aus der Regelenergie und müssen von der Allgemeinheit übernommen werden. Das ist auch eine Art Subvention für die kleine PV.
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Die Produktion der EEG-Anlagen mit fester Vergütung wird heute schon von den Netzbetreibern geschätzt und am Strommarkt eingestellt. Mangels Istwerten von den Anlagen kann aber keine Ausgleichsenergie bestimmt werden und die Differenzen kommen dann aus der Regelenergie und müssen von der Allgemeinheit übernommen werden. Das ist auch eine Art Subvention für die kleine PV.
Ich denke, dass wir Niederspannungsnetze nicht darüber hinaus verstärken sollten als das, was wir für WP und Autos brauchen. In dem Rahmen kann man sicher auch etwas kleine PV ohne viel Aufwand unterbringen. Das ist aber m.E. viel zu wenig für das geplante Wachstum von PV. Das geht nur mit großen Anlagen.
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Ich denke, dass wir Niederspannungsnetze nicht darüber hinaus verstärken sollten als das, was wir für WP und Autos brauchen. In dem Rahmen kann man sicher auch etwas kleine PV ohne viel Aufwand unterbringen. Das ist aber m.E. viel zu wenig für das geplante Wachstum von PV. Das geht nur mit großen Anlagen.
@elottermann @ews Das Problem z.T. hausgemacht - DE ist weit abgeschlagen beim Einbau von modernen Zählern. Ist-Werte könnte man kostengünstig am Ortstrafo aggregiert messen - ausreichend um zu wissen da rein/raus geht. Gibt es vereinzelt schon, solche regelbare und fernauslesbaren Trafos, ohne so Daten ist die Netzbelastung pure Spekulation und der Ausbau unnötig teuer. Dass es auch Groß-Anlagen braucht ist klar, aber die könnten ja auch auf Gewerbe-Dächern sein.
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@elottermann @ews Die Ist-Werte bräuchte man schon, aber die Vermarktung würde dann automatisch vom Netzbetreiber übernommen und der zahlt als Vergütung dann automatisch den entsprechenden Wert für die entsprechenden Mengen aus. Warum braucht man dafür extra Dienstleister, mit denen man extra Verträge schließen muss und die gar nicht genug Anlagen bündeln können in einem Gebiet, dass sich das überhaupt lohnt für Kleinanlagen. Der Netzbetreiber hätte diese Möglichkeit.
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@elottermann @ews Die Ist-Werte bräuchte man schon, aber die Vermarktung würde dann automatisch vom Netzbetreiber übernommen und der zahlt als Vergütung dann automatisch den entsprechenden Wert für die entsprechenden Mengen aus. Warum braucht man dafür extra Dienstleister, mit denen man extra Verträge schließen muss und die gar nicht genug Anlagen bündeln können in einem Gebiet, dass sich das überhaupt lohnt für Kleinanlagen. Der Netzbetreiber hätte diese Möglichkeit.
Stromhändler brauchen keine Rücksicht auf Netze zu nehmen. Du kannst ja auch beliebig irgendwo deinen Strom kaufen. Also kann auch jeder, der online Zugang zu den Anlagen bekommt sie beliebig bündeln und als virt. Kraftwerk vermarkten. So machen das m.W. auch die DV-Anbieter für kleine Anlagen. Es war Absicht, dass die Aufgaben von Stromhändlern und Netzbetreibern getrennt wurden. M.E. macht es den meisten Sinn die kleine PV mit dem Verbrauch des Anschlusses zusammenzufassen.