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Abspeckgeflüster – Forum für Menschen mit Gewicht(ung)

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  3. Wildes Wetter dieser Tage. Wild auch, dass offenbar vielerorts erzwungen wird, dass Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen, um pünktlich an ihrem Arbeitsplatz zu sein.

Wildes Wetter dieser Tage. Wild auch, dass offenbar vielerorts erzwungen wird, dass Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen, um pünktlich an ihrem Arbeitsplatz zu sein.

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  • sinnundverstand@fnordon.deS sinnundverstand@fnordon.de

    @doncish Ich empfinde das auch als sehr bedrückend. Es macht die Menschen so unfrei, was vermutlich genau Sinn und Zweck ist. Einstmals wurde diese soziale Kontrolle durch die Kirchen ausgeübt. Nun also Arbeit, egal, ob sie sinnvoll ist oder nicht. Hauptsache, die Menschen machen nicht, was sie wollen. @lipow

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    wortfechterin@norden.social
    schrieb zuletzt editiert von
    #10

    @sinnundverstand @doncish @lipow Solche Tage sind ja immer auch Gradmesser für gute Arbeitgeber, schlechte Arbeitgeber.
    Den Schulausfall heute zum Beispiel müssen Eltern irgendwie organisieren, hier wäre auch Unterstützung möglich.
    Während Corona durfte ich beim damaligen Arbeitgeber Kinderbetreuung bei angeordnetem Schulausfall als Arbeitszeit aufschreiben. Das war eine große Erleichterung.
    (Heute habe ich das Thema Kinder einfach nur ausgelagert.)

    saupreiss@pfalz.socialS sinnundverstand@fnordon.deS 2 Antworten Letzte Antwort
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    • doncish@norden.socialD doncish@norden.social

      @sinnundverstand @lipow Ich spreche seit langer Zeit von Arbeitspflicht, weil es das de facto ist in Deutschland, solange es nur folgende (tw temporäre) Auswege daraus gibt: Kind-sein, Mutter-sein, Krankheit, Tod, verschiedene Rentenarten, Reichtum, Komplettausstieg/Obdachlosigkeit. Eine Gesellschaft, in der nur diese Optionen relativ sanktionsfrei arbeitsbefreiend wirken, ist eine in der generelle Arbeitspflicht herrscht - auch wenn man es nicht so nennt.

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      #11

      @doncish

      Man kann (muss!) ja auch die Ausgestaltung, Priorisierung, Einordnung und Umfang kritisieren.

      Allerdings kommt von nix auch nix.

      Der Mensch ohne die Segnungen einer arbeitsteiligen Gesellschaft, der sich entschließt, nichts Anbauen/Jagen/whatever zu wollen, wird halt verhungern und erfrieren, keine medizinische Versorgung haben und schon gar kein soziales Sicherungssystem.

      @sinnundverstand @lipow

      lipow@norden.socialL 1 Antwort Letzte Antwort
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      • wortfechterin@norden.socialW wortfechterin@norden.social

        @sinnundverstand @doncish @lipow Solche Tage sind ja immer auch Gradmesser für gute Arbeitgeber, schlechte Arbeitgeber.
        Den Schulausfall heute zum Beispiel müssen Eltern irgendwie organisieren, hier wäre auch Unterstützung möglich.
        Während Corona durfte ich beim damaligen Arbeitgeber Kinderbetreuung bei angeordnetem Schulausfall als Arbeitszeit aufschreiben. Das war eine große Erleichterung.
        (Heute habe ich das Thema Kinder einfach nur ausgelagert.)

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        schrieb zuletzt editiert von
        #12

        @wortfechterin

        Heute Morgen vom Ex-Kollegen gehört: Bei Schulausfall ist bei Kinderbetreuung neben Home Office die Arbeitsleistung nicht okay, daher unzulässig. Man dürfe aber Minusstunden machen, so keine wichtigen Termine anstehen.

        (Geschäftsführung sitzt anderswo.)

        @sinnundverstand @doncish @lipow

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        • wortfechterin@norden.socialW wortfechterin@norden.social

          @sinnundverstand @doncish @lipow Solche Tage sind ja immer auch Gradmesser für gute Arbeitgeber, schlechte Arbeitgeber.
          Den Schulausfall heute zum Beispiel müssen Eltern irgendwie organisieren, hier wäre auch Unterstützung möglich.
          Während Corona durfte ich beim damaligen Arbeitgeber Kinderbetreuung bei angeordnetem Schulausfall als Arbeitszeit aufschreiben. Das war eine große Erleichterung.
          (Heute habe ich das Thema Kinder einfach nur ausgelagert.)

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          schrieb zuletzt editiert von
          #13

          @wortfechterin Ein Aspekt, der womöglich wenig bedacht wird vonseiten der Arbeitgeber*innen. Der Wert motivierter und sich als Mensch mit einem Leben gesehener Mitarbeiter*innen wird doch offenbar allzu oft unterschätzt. @doncish @lipow

          lipow@norden.socialL 1 Antwort Letzte Antwort
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          • sinnundverstand@fnordon.deS sinnundverstand@fnordon.de

            @wortfechterin Ein Aspekt, der womöglich wenig bedacht wird vonseiten der Arbeitgeber*innen. Der Wert motivierter und sich als Mensch mit einem Leben gesehener Mitarbeiter*innen wird doch offenbar allzu oft unterschätzt. @doncish @lipow

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            schrieb zuletzt editiert von
            #14

            @sinnundverstand @wortfechterin @doncish Ja, das ist halt diese konservative Ideologiegläubigkeit, dass Härte & Zwang zu Leistung führt, obwohl x Mal widerlegt ...

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • sinnundverstand@fnordon.deS sinnundverstand@fnordon.de

              @doncish Ich empfinde das auch als sehr bedrückend. Es macht die Menschen so unfrei, was vermutlich genau Sinn und Zweck ist. Einstmals wurde diese soziale Kontrolle durch die Kirchen ausgeübt. Nun also Arbeit, egal, ob sie sinnvoll ist oder nicht. Hauptsache, die Menschen machen nicht, was sie wollen. @lipow

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              schrieb zuletzt editiert von
              #15

              @sinnundverstand
              Kleine, befristete Fluchten sind nur durch unbezahlte Auszeiten möglich, wie etwa ein Sabbatjahr. Aber auch da muss der Arbeitgeber mitspielen. Und man muss es sich leisten können.

              @doncish @lipow

              sinnundverstand@fnordon.deS doncish@norden.socialD 2 Antworten Letzte Antwort
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              • saupreiss@pfalz.socialS saupreiss@pfalz.social

                @doncish

                Man kann (muss!) ja auch die Ausgestaltung, Priorisierung, Einordnung und Umfang kritisieren.

                Allerdings kommt von nix auch nix.

                Der Mensch ohne die Segnungen einer arbeitsteiligen Gesellschaft, der sich entschließt, nichts Anbauen/Jagen/whatever zu wollen, wird halt verhungern und erfrieren, keine medizinische Versorgung haben und schon gar kein soziales Sicherungssystem.

                @sinnundverstand @lipow

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                schrieb zuletzt editiert von
                #16

                @Saupreiss Das ist doch allen klar, und die allermeisten Menschen suchen sich ja auch immer ne sinnvolle, sinnstiftende Betätigung - die paar, die das wirklich nicht tun, obwohl sie könnten, kann man als Gesellschaft auch mit durchbringen. Aber dieses: Ihr müsst jetzt hier antreten, um Zeug herzustellen, das weder heute noch morgen gebraucht wird, und dafür riskiert ihr euer Leben, und wenn ihr dann krank/verletzt/behindert seid, dann seht halt zu, wie ihr klarkommt> @doncish @sinnundverstand

                lipow@norden.socialL 1 Antwort Letzte Antwort
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                • lipow@norden.socialL lipow@norden.social

                  @Saupreiss Das ist doch allen klar, und die allermeisten Menschen suchen sich ja auch immer ne sinnvolle, sinnstiftende Betätigung - die paar, die das wirklich nicht tun, obwohl sie könnten, kann man als Gesellschaft auch mit durchbringen. Aber dieses: Ihr müsst jetzt hier antreten, um Zeug herzustellen, das weder heute noch morgen gebraucht wird, und dafür riskiert ihr euer Leben, und wenn ihr dann krank/verletzt/behindert seid, dann seht halt zu, wie ihr klarkommt> @doncish @sinnundverstand

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                  schrieb zuletzt editiert von
                  #17

                  @Saupreiss > das verhindert halt, dass sich eine Gesellschaft entwickelt, das schadet der wahren Freiheit, das schadet der Demokratie & führt nur zu Verdruss & irgendwann Verweigerung. Vor allem, wenn die Gegenleistung nicht stimmt - wenn man sich über jahrzehnte Abbuckeln kann & damit gerade so durchkommt, während andere immer reicher werden, ohne etwas zu tun ... @doncish @sinnundverstand

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                  • unionista@mastodon.socialU unionista@mastodon.social

                    @sinnundverstand
                    Kleine, befristete Fluchten sind nur durch unbezahlte Auszeiten möglich, wie etwa ein Sabbatjahr. Aber auch da muss der Arbeitgeber mitspielen. Und man muss es sich leisten können.

                    @doncish @lipow

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                    schrieb zuletzt editiert von
                    #18

                    @unionista Da kann ich als überwiegend Selbstständige im prekären Kulturbereich ohnehin nur Augen machen. Wobei ich oft miterlebe, wie schwer es Menschen fällt, nach einem Sabbatjahr wieder Fuß zu fassen. @doncish @lipow

                    unionista@mastodon.socialU 1 Antwort Letzte Antwort
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                    • sinnundverstand@fnordon.deS sinnundverstand@fnordon.de

                      Wildes Wetter dieser Tage. Wild auch, dass offenbar vielerorts erzwungen wird, dass Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen, um pünktlich an ihrem Arbeitsplatz zu sein. Wohlgemerkt zumeist ein Arbeitsplatz, an dem es nicht um Leben und Tod geht. Scheint irgendwie in Vergessenheit geraten zu sein, dass die Arbeitswelt auch nur eine Erfindung des Menschen ist und kein Naturgesetz.

                      Wohlan.

                      duncan_blues@norden.socialD This user is from outside of this forum
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                      schrieb zuletzt editiert von
                      #19

                      @sinnundverstand wohlgemerkt Arbeitsplätze, die zur Anfangszeit von Corona plötzlich problemlos remote gemacht werden konnten und vor etwa einem Jahr genauso plötzlich nicht mehr. 🤷🏻
                      #beentheredonethat

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                      • unionista@mastodon.socialU unionista@mastodon.social

                        @sinnundverstand
                        Kleine, befristete Fluchten sind nur durch unbezahlte Auszeiten möglich, wie etwa ein Sabbatjahr. Aber auch da muss der Arbeitgeber mitspielen. Und man muss es sich leisten können.

                        @doncish @lipow

                        doncish@norden.socialD This user is from outside of this forum
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                        doncish@norden.social
                        schrieb zuletzt editiert von
                        #20

                        @unionista Ja, das fällt eindeutig in die temporären Optionen, die schon vorhandener Reichtum einem ermöglicht. Ich habe im weiteren Bekanntenkreis Menschen, die das genutzt haben und gönne es ihnen, aber man muss sich das vorher erarbeiten (Stunden ansammeln) und genug Rücklagen haben, um sich so einen riskanten Stunt leisten zu können (ähnlich wie ein Studium). Diese Menschen sind schon sehr wohlhabend, auch wenn sie es selbst nicht so sehen. @sinnundverstand @lipow

                        unionista@mastodon.socialU 1 Antwort Letzte Antwort
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                        • sinnundverstand@fnordon.deS sinnundverstand@fnordon.de

                          @unionista Da kann ich als überwiegend Selbstständige im prekären Kulturbereich ohnehin nur Augen machen. Wobei ich oft miterlebe, wie schwer es Menschen fällt, nach einem Sabbatjahr wieder Fuß zu fassen. @doncish @lipow

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                          schrieb zuletzt editiert von
                          #21

                          @sinnundverstand
                          Dann schau ich mal, wie mein Wiedereinstieg nach dem Sabbatical ab Februar klappt.
                          @doncish @lipow

                          sinnundverstand@fnordon.deS 1 Antwort Letzte Antwort
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                            @sinnundverstand
                            Dann schau ich mal, wie mein Wiedereinstieg nach dem Sabbatical ab Februar klappt.
                            @doncish @lipow

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                            schrieb zuletzt editiert von
                            #22

                            @unionista Ich wünsche Dir alles Gute dafür. ❤ @doncish @lipow

                            unionista@mastodon.socialU 1 Antwort Letzte Antwort
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                              @unionista Ja, das fällt eindeutig in die temporären Optionen, die schon vorhandener Reichtum einem ermöglicht. Ich habe im weiteren Bekanntenkreis Menschen, die das genutzt haben und gönne es ihnen, aber man muss sich das vorher erarbeiten (Stunden ansammeln) und genug Rücklagen haben, um sich so einen riskanten Stunt leisten zu können (ähnlich wie ein Studium). Diese Menschen sind schon sehr wohlhabend, auch wenn sie es selbst nicht so sehen. @sinnundverstand @lipow

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                              schrieb zuletzt editiert von
                              #23

                              @doncish
                              Reichtum ist relativ. Aber ja, man muss Reserven haben und bereit sein, diese auch einzusetzen, um temporär aussteigen zu können.
                              @sinnundverstand @lipow

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • sinnundverstand@fnordon.deS sinnundverstand@fnordon.de

                                @unionista Ich wünsche Dir alles Gute dafür. ❤ @doncish @lipow

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                                schrieb zuletzt editiert von
                                #24

                                @sinnundverstand
                                Danke dir. 🫶

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