Das möchte ich mal werden (wenn ich groß bin) – 64. Blognacht
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Meine Vorstellungen davon, was ich mal werden wollte, haben mit dem Zurücklegen großer räumlicher Entfernungen angefangen. Ich wollte nämlich Astronaut werden. Ja, Astronaut, nicht Astronautin, denn damals gab es da für mich keinen Unterschied. Mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass ich mit „Astronaut“ nicht mitgemeint sein könnte. Es stand auch nie in Frage, dass ich ein Raumschiff steuern und fremde Planeten besuchen könnte. Und so baute ich eifrig Raumstationen mit Lego Weltall und einen fahrenden Roboter, der die Motoren der Lego-Eisenbahn als Füße hatte. Captain Future stand hoch im Kurs und natürlich Raumschiff Enterprise!
Als ich dann in der Grundschule anfing, etwas über Dinosaurier zu lernen, wurden die Ziele im wahrsten Sinne des Wortes erdnäher: Paläontologe (sic! s.o.) werden und neue Dino-Arten entdecken, Knochen und Fossilien ausbuddeln, war nun angesagt. Bei einem Freund hatte der Opa den alten Schweinestall zu einem großen offenen Sandkasten umfunktioniert und verbuddelte immer mal wieder Suppenknochen und sowas für uns zum sorgfältigen Rauskratzen und Abpinseln, Messen und Erforschen. Daraus wurden irgendwann Tonscherben, als wir in der Schule zu den Römern und Ägyptern kamen und damit Archäologie angesagt war. Hauptsache Ausgrabungen machen!
Die üblichen Mädchenträume vom Prinzessinnendasein oder Heiraten hatte ich irgendwie nie. Obwohl ich natürlich wie alle „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ geschaut habe. Ich war mehr Typ Pippi oder George von den fünf Freunden. Mit dem typischen Mädchengedöns kann ich bis heute wenig anfangen.
Je älter ich wurde, desto mehr entfaltete sich meine Vorliebe für Sprache und Sprachen. Da aber Reisen nicht auf dem Plan meiner Eltern stand, holte ich mir die Welt nach Hause. Zuerst in Form von Brieffreundschaften in die ganze Welt und Besuchen dieser Freunde oder der Fremdsprachenassistent*innen meiner Schule. Dann per Austausch mit Frankreich und schließlich via Internet.
Als ich bei der Zeitung gearbeitet habe, lernte ich Geschichten ausgraben und auf diesen Wege fremde Menschen und neue Dinge kennenlernen. Aber eben ausschließlich mit Sprache (und manchmal Bildern). Neugier und Forschergeist waren jedoch auch da gefragt.
Digitale Kommunikation mit der ganzen Welt wurde schließlich zu meinem Beruf. Dass ich das später mal machen würde, hätte ich aber als Kind nie gedacht – da hatte ich ja noch keine Ahnung von Internet.
Wenn ich das Ganze jetzt im Nachhinein betrachte, dann ging es immer um das Entdecken und Verstehenlernen fremder Dinge und Lebensarten. Dabei habe ich mich von galaktischen Weiten und physischen Dingen zu nicht mehr ganz so großen Entfernungen und virtuellen bzw. geistigen Objekten verändert.
Wenn ich mir heute vorstelle, ich müsste irgendwo im heißen Wüstensand buddeln oder in Schächten oder Höhlen herumkraxeln… Nee. Da bewege ich mich wirklich lieber im World Wide Web – so wie heute in der Blognacht!
Titelbild erstellt mit Canva
Die Blognacht ist eine regelmäßige Veranstaltung von Anna Koschinski, in der der sich Blogger treffen, um spontan etwas zu einem Impuls zu schreiben. Mehr dazu unter blognacht.de
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Meine Vorstellungen davon, was ich mal werden wollte, haben mit dem Zurücklegen großer räumlicher Entfernungen angefangen. Ich wollte nämlich Astronaut werden. Ja, Astronaut, nicht Astronautin, denn damals gab es da für mich keinen Unterschied. Mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass ich mit „Astronaut“ nicht mitgemeint sein könnte. Es stand auch nie in Frage, dass ich ein Raumschiff steuern und fremde Planeten besuchen könnte. Und so baute ich eifrig Raumstationen mit Lego Weltall und einen fahrenden Roboter, der die Motoren der Lego-Eisenbahn als Füße hatte. Captain Future stand hoch im Kurs und natürlich Raumschiff Enterprise!
Als ich dann in der Grundschule anfing, etwas über Dinosaurier zu lernen, wurden die Ziele im wahrsten Sinne des Wortes erdnäher: Paläontologe (sic! s.o.) werden und neue Dino-Arten entdecken, Knochen und Fossilien ausbuddeln, war nun angesagt. Bei einem Freund hatte der Opa den alten Schweinestall zu einem großen offenen Sandkasten umfunktioniert und verbuddelte immer mal wieder Suppenknochen und sowas für uns zum sorgfältigen Rauskratzen und Abpinseln, Messen und Erforschen. Daraus wurden irgendwann Tonscherben, als wir in der Schule zu den Römern und Ägyptern kamen und damit Archäologie angesagt war. Hauptsache Ausgrabungen machen!
Die üblichen Mädchenträume vom Prinzessinnendasein oder Heiraten hatte ich irgendwie nie. Obwohl ich natürlich wie alle „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ geschaut habe. Ich war mehr Typ Pippi oder George von den fünf Freunden. Mit dem typischen Mädchengedöns kann ich bis heute wenig anfangen.
Je älter ich wurde, desto mehr entfaltete sich meine Vorliebe für Sprache und Sprachen. Da aber Reisen nicht auf dem Plan meiner Eltern stand, holte ich mir die Welt nach Hause. Zuerst in Form von Brieffreundschaften in die ganze Welt und Besuchen dieser Freunde oder der Fremdsprachenassistent*innen meiner Schule. Dann per Austausch mit Frankreich und schließlich via Internet.
Als ich bei der Zeitung gearbeitet habe, lernte ich Geschichten ausgraben und auf diesen Wege fremde Menschen und neue Dinge kennenlernen. Aber eben ausschließlich mit Sprache (und manchmal Bildern). Neugier und Forschergeist waren jedoch auch da gefragt.
Digitale Kommunikation mit der ganzen Welt wurde schließlich zu meinem Beruf. Dass ich das später mal machen würde, hätte ich aber als Kind nie gedacht – da hatte ich ja noch keine Ahnung von Internet.
Wenn ich das Ganze jetzt im Nachhinein betrachte, dann ging es immer um das Entdecken und Verstehenlernen fremder Dinge und Lebensarten. Dabei habe ich mich von galaktischen Weiten und physischen Dingen zu nicht mehr ganz so großen Entfernungen und virtuellen bzw. geistigen Objekten verändert.
Wenn ich mir heute vorstelle, ich müsste irgendwo im heißen Wüstensand buddeln oder in Schächten oder Höhlen herumkraxeln… Nee. Da bewege ich mich wirklich lieber im World Wide Web – so wie heute in der Blognacht!
Titelbild erstellt mit Canva
Die Blognacht ist eine regelmäßige Veranstaltung von Anna Koschinski, in der der sich Blogger treffen, um spontan etwas zu einem Impuls zu schreiben. Mehr dazu unter blognacht.de
@nettesblog Archäologe, das hätte mein Traumjob werden können. Das weiß ich aber erst seit dieser #Blognacht
und deinem Beitrag. -
@nettesblog Archäologe, das hätte mein Traumjob werden können. Das weiß ich aber erst seit dieser #Blognacht
und deinem Beitrag.@New_Joerg Oh, wie schön! Wie kommt‘s?
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@New_Joerg Oh, wie schön! Wie kommt‘s?
@nettesblog Du schreibst über diese Paläodingsbums, da fiel mir ein, dass ich beim zappen durchs Programm immer wieder bei Ausgrabungs-Dokus hängen bleibe. Dinosaurier sind mehr was für meinen Enkel, ich bevorzuge Geschichte mit Menschen

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A a_koschinski@nrw.social shared this topic