Ich habe eine Frage ans #FediLZ - Demnächst stehen bei meinem Kind (4.
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wurden durchweg mit 1 oder 2 benotet.
Mein Kind hatte das Referat und das Plakat mit etwas Unterstützung meinerseits sehr mühsam selbst erarbeitet, war als eines der Letzten dran und hat eine 3 dafür bekommen.
Nun frage ich mich, ob ich bei meiner Haltung bleiben oder mich verhalten soll wie die anderen Eltern, damit mein Kind nicht wieder denkt, es sei „schlechter als die anderen“.
2/2@AbyssCannonball
Nun, in Deutschland ist Erfolg in der Schule (im Gymnasium insbes.) ja vor allem als sozialer Filter implementiert. Systemseitig _soll_ offenbar v.a. getestet werden, wie gut Eltern – finanziell, zeitlich und seitens der Herkunft – ihre Kinder unterstützen können.
Ergo: reiße an dich, was geht.(Ja, da spricht nur der Frust aus mir – zwei Kinder im bayrischen Gymnasium … Wir konnten uns zum Glück paar Hundert € Nachhilfe im Monat leisten und sind Akademiker. Passt also soweit. Wir haben sie aber ansonsten immer selbst machen lassen, abgesehen von „normaler“ Hilfestellung.)
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@AbyssCannonball Ich würde es trotzdem mal vorsichtig ansprechen. Es gibt 3 Möglichkeiten:
-Der Person ist es sch... egal, dann ist auch dein Gespräch egal
-Die Person sieht es, hat sich selbst schon darüber geärgert, fühlt sich aber hilflos / unsicher, wie sie vorgehen soll. Dann bestärkst du sie
-Die Person hat irgendwo hinter den Wolken ihr zuhause und merkt es nicht. Dann bist du vielleicht der Weckruf@Giliell @AbyssCannonball
Das hast du sehr treffend analysiert. -
@AbyssCannonball Ich würde es trotzdem mal vorsichtig ansprechen. Es gibt 3 Möglichkeiten:
-Der Person ist es sch... egal, dann ist auch dein Gespräch egal
-Die Person sieht es, hat sich selbst schon darüber geärgert, fühlt sich aber hilflos / unsicher, wie sie vorgehen soll. Dann bestärkst du sie
-Die Person hat irgendwo hinter den Wolken ihr zuhause und merkt es nicht. Dann bist du vielleicht der WeckrufIch finde das gar nicht so banal, das man so etwas "nicht mehr machen" soll: Ich denke, Eltern verbringen so Zeit mit ihrem Kind, das Kind lernt vielleicht auch was dabei, übt vor Publikum zu Sprechen etc. ...
Aber die Leistung des Kindes kann man so natürlich nicht bewerten.
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@DePaelzerBu @AbyssCannonball @Giliell
Es wäre von der Lehrkraft schon zu überdenken, was sie bewertet. Bei Referaten ist es relativ einfach zu sehen, ob die Leistung über dem Niveau liegt, dass sonst im Unterricht gezeigt wird.
Von daher ist es definitiv klarer, wenn das Referat in der Schule erarbeitet wird.@fuexla @DePaelzerBu @AbyssCannonball
Eben. Ich sehe bislang würde ich sagen recht zuverlässig, wennetwas nicht selbst erarbeitet wurde. Das Problem ist natürlich, dass ich in der Nachweispflicht bin. -
@DePaelzerBu Das ist deprimierend. 🥴
@AbyssCannonball
Ja, ist es. Und ein Grund, warum ich keine Hausaufgaben gebe (der andere ist, dass meine Berufsschüler ja an 3-4 Tagen die Woche arbeiten und somit wirklich nicht so arg viel Zeit haben). -
Ich finde das gar nicht so banal, das man so etwas "nicht mehr machen" soll: Ich denke, Eltern verbringen so Zeit mit ihrem Kind, das Kind lernt vielleicht auch was dabei, übt vor Publikum zu Sprechen etc. ...
Aber die Leistung des Kindes kann man so natürlich nicht bewerten.
@DanKen @AbyssCannonball Das heißt aber wieder nur: Kinder, die Glück mit ihrem Elternhaus haben (denn wer kann das denn leisten, ganz richtig, Eltern mit hohem Bildungsstand), haben wieder mehr Vorteile.
Abgesehen davon erledigen die meisten Eltern es einfach selbst ohne das Kind, das stört nur. -
@DePaelzerBu @AbyssCannonball @Giliell
Es wäre von der Lehrkraft schon zu überdenken, was sie bewertet. Bei Referaten ist es relativ einfach zu sehen, ob die Leistung über dem Niveau liegt, dass sonst im Unterricht gezeigt wird.
Von daher ist es definitiv klarer, wenn das Referat in der Schule erarbeitet wird.@fuexla
Eben. Alternativ - ich weiß aber nicht, ob das für 4. Klasse zu heftig ist - ein Kolloquium hintendran hängen und daraus einen Bewertungsschwerpunkt machen. So läuft's bei uns in den Abschlussprojekten der Techniker, da merkt man schnell, ob die das wirklich selbst gemacht haben. -
@fuexla @DePaelzerBu @AbyssCannonball
Eben. Ich sehe bislang würde ich sagen recht zuverlässig, wennetwas nicht selbst erarbeitet wurde. Das Problem ist natürlich, dass ich in der Nachweispflicht bin.@Giliell
Bist Du genau genommen nicht, bei Betrugsversuchen zählt der "Anscheinsbeweis". Aber es gibt halt dann nur unnötiges rumgezacker. Kann man sich auch sparen. -
@fuexla
Eben. Alternativ - ich weiß aber nicht, ob das für 4. Klasse zu heftig ist - ein Kolloquium hintendran hängen und daraus einen Bewertungsschwerpunkt machen. So läuft's bei uns in den Abschlussprojekten der Techniker, da merkt man schnell, ob die das wirklich selbst gemacht haben.@DePaelzerBu @AbyssCannonball @Giliell Ich denke, so ein paar Nachfragen gingen auch schon in der 4. Klasse, wenn die Lehrkraft das möchte.
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@DePaelzerBu @AbyssCannonball @Giliell Ich denke, so ein paar Nachfragen gingen auch schon in der 4. Klasse, wenn die Lehrkraft das möchte.
@fuexla @DePaelzerBu @AbyssCannonball
Absokut, aber da ist auch die Frage, was bewirke ich. Das Kind wird natürlich dadurch bloßgestellt. Ob das in der Grundschule so zielführend ist, wage ich zu bezweifeln, vor allem, da die Verantwortung hier ja eindeutig bei den Erziehungsberechtigten liegt. Ein Kind von 9 Jahren trägt nicht die Verantwortung dafür, dass Mama / Papa das Referat machen -
@fuexla @DePaelzerBu @AbyssCannonball
Eben. Ich sehe bislang würde ich sagen recht zuverlässig, wennetwas nicht selbst erarbeitet wurde. Das Problem ist natürlich, dass ich in der Nachweispflicht bin.@Giliell @DePaelzerBu @AbyssCannonball
Was ich bei der ganzen Sache schwierig finde: Wenn die Kinder das Referat mit den Eltern erarbeiten würden, lernen die Kinder durchaus die 1:1-Betreuung das Erarbeiten eines Referats wesentlich besser, als wenn sie das in der Schule machen würden. Schwerpunkt wäre „Hilf mir,es selbst zu tun“ und nicht, die Eltern erstellen das Referat.
In der Schule hast du aber zudem noch die Gleichstellung gegeben: -
@Giliell @DePaelzerBu @AbyssCannonball
Was ich bei der ganzen Sache schwierig finde: Wenn die Kinder das Referat mit den Eltern erarbeiten würden, lernen die Kinder durchaus die 1:1-Betreuung das Erarbeiten eines Referats wesentlich besser, als wenn sie das in der Schule machen würden. Schwerpunkt wäre „Hilf mir,es selbst zu tun“ und nicht, die Eltern erstellen das Referat.
In der Schule hast du aber zudem noch die Gleichstellung gegeben:@Giliell @DePaelzerBu @AbyssCannonball
Also, das bildungsferne oder nicht deutsch-sprechende Familien weniger benachteiligt werden, weil die zu Hause auch nicht in dem Maße helfen können, wie „bemühte Eltern“. Das würde dann eben auch ungleich bewerten. -
@Giliell @DePaelzerBu @AbyssCannonball
Also, das bildungsferne oder nicht deutsch-sprechende Familien weniger benachteiligt werden, weil die zu Hause auch nicht in dem Maße helfen können, wie „bemühte Eltern“. Das würde dann eben auch ungleich bewerten.@fuexla @DePaelzerBu @AbyssCannonball Genau das. Ich bewerte nicht, was das Kind selbst gemacht hat, sondern wie viel Unterstützung es hat.
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wurden durchweg mit 1 oder 2 benotet.
Mein Kind hatte das Referat und das Plakat mit etwas Unterstützung meinerseits sehr mühsam selbst erarbeitet, war als eines der Letzten dran und hat eine 3 dafür bekommen.
Nun frage ich mich, ob ich bei meiner Haltung bleiben oder mich verhalten soll wie die anderen Eltern, damit mein Kind nicht wieder denkt, es sei „schlechter als die anderen“.
2/2@AbyssCannonball Ich habe von meinen Eltern Essen und Unterkunft bekommen. Meinen Schulischen Werdegang bis zur Promotion musste ich komplett alleine machen. Der Weg war äußerst steinig und hat länger gedauert. Nicht, das ich für schlechte Noten nicht mit Enttäuschung bestraft wurde.
Ich rate Dir Deinem Kind mehr zu helfen. -
L luettdeern@plasmatrap.com shared this topic