4% auf Vermögen über 100 Mio.
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1/n
Kann ich nachvollziehen, teile die Überlegungen aber nur bedingt:
Das, was etwas mit der Gesellschaft macht, ist meiner (subjektiven) Beobachtung nach nicht die Reichtumsspirale an sich.
Sondern eben die angerissenen Punkte:
Rechtsbruch durch Steuerhinterziehung bleibt ungeahndet.
Steuerschlupflöcher sind idR nur für Vermögende möglich.
Niedriger Mehrwertsteuersatz für Luxusgüter, hoher für viele Artikel des Grundbedarfs.
Kapital geringer besteuert als Arbeit.
Usw.
2/2
Bin mir recht sicher, dass die meisten dieser Punkte auch eine Mehrheit bei den _Wähler*innen_ von Union und sogar AfD finden würden.
Und wenn man dies alles erstmal implementierte und es immer noch nicht reicht, wäre eine wie auch immer geartete Vermögenssteuer auch breiter akzeptiert als heute.
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4% auf Vermögen über 100 Mio. Euro ist...
@Awet Tesfaiesus, MdB Ist sehr schlecht für das Gemüt. -
@proscience Leute mit hohen Einkommen konsumieren. Leute mit großen Vermögen quasi nicht mehr, statt dessen mehren sie ihr Vermögen
@Awet Tesfaiesus, MdB Das ist wie Monopoly. Fand das immer geil, den größten Hümpel Scheine rumliegen zu haben. -
4% auf Vermögen über 100 Mio. Euro ist...
- zu niedrig, um etwas gegen Vermögensungleichheit zu tun
- keine "Substanzbesteuerung", sondern nur ein Bremsen der Zuwächse (die jährlichen Netto-Erträge dürften zwischen 10 und 20% liegen)
- Effizienzsteigernd in dem Sinn, dass der marginale Ertrag gegenüber einer Kapitalertragssteuer angehoben wird (eine Flat Tax führt zu effizienterer Allokation als eine prozentuale Steuer) -
@Saupreiss Heißt, Du gehst los und suchst ihn? Das begrüße ich.
@AwetTesfaiesus Jeder auf seinem Weg. Für deinen fehlen mir die Skills.
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@proscience Leute mit hohen Einkommen konsumieren. Leute mit großen Vermögen quasi nicht mehr, statt dessen mehren sie ihr Vermögen
Unabhängig davon, ob das so ist oder nicht:
Das erlebe ich nicht als das von meinen diversen Umwelten empfundene Grundproblem, nicht als das, was von einer breiten Front als ungerecht empfunden wird.
Und daher geht es mir um realistisch durchsetzbare Maßnahmen, die breite Zustimmung erfahren.
Erst wenn die Grundkonstruktion stabil ist, ist es sinnvoll, noch was draufzusetzen.
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@proscience Leute mit hohen Einkommen konsumieren. Leute mit großen Vermögen quasi nicht mehr, statt dessen mehren sie ihr Vermögen
@Awet Tesfaiesus, MdB In einem Interview hat irgendso ein Spitzenverdiener (Millionennbeträge) sinngemäß gesagt: "Dass es nicht mehr wirklich um die Summe an sich geht. Das kann keiner sinnvoll ausgeben. Es geht darum, wer der Beste ist."
Wer 15 Millionen verdient, ist besser als der 10 Millionen verdient. Geldsumme als Gradmesser des Erfolges.
Menschen wollen siegen. -
@Awet Tesfaiesus, MdB Das ist wie Monopoly. Fand das immer geil, den größten Hümpel Scheine rumliegen zu haben.
@ulrich wer nicht
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Unabhängig davon, ob das so ist oder nicht:
Das erlebe ich nicht als das von meinen diversen Umwelten empfundene Grundproblem, nicht als das, was von einer breiten Front als ungerecht empfunden wird.
Und daher geht es mir um realistisch durchsetzbare Maßnahmen, die breite Zustimmung erfahren.
Erst wenn die Grundkonstruktion stabil ist, ist es sinnvoll, noch was draufzusetzen.
@proscience also simma uns da schon mal einig. Kann ich das als ein 'besserer als nix' dann einloggen?
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@AwetTesfaiesus Jeder auf seinem Weg. Für deinen fehlen mir die Skills.
@Saupreiss für meinen fehlt dir vermutlich auch das Kamel

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@Carsten_O kommt darauf an: was hast du geklickt?
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@proscience also simma uns da schon mal einig. Kann ich das als ein 'besserer als nix' dann einloggen?
Nicht wirklich, aber als "wenn alle anderen realistischeren Maßnahmen ausreichend ausgeschöpft sind, dann ja".

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4% auf Vermögen über 100 Mio. Euro ist...
@AwetTesfaiesus GUT für die Wirtschaft ist die Realität. Geld, was irgendwo rumschimmelt, hilft der Wirtschaft nicht. Geld, das im Umlauf ist, hilft. Und das Geld, das diese Steuer abgreifen würde, würde ja in Umlauf gebracht werden.
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@Carsten_O Dann war es ein Intelligenztest.
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@grossefehn es ist diese Art von Unverzagtheit, die die ganz großen Dinge erreichbar scheinen lassen.
@AwetTesfaiesus
So nämlich!
@grossefehn -
4% auf Vermögen über 100 Mio. Euro ist...
Da ich die Diskussion schon ein bisschen gelesen habe:
In die Richtung bewegen ist gut. Ob 1% oder 4% ist erstmal Nebensache.
Irgendwo gab es eine Umfrage, dass sogar die Unionsmitglieder eher für eine Vermögenssteuer sind. Dazu mal Frage an die Juristin: ausgesetzt wurde sie, weil es keine aktuelle Bemessungsgrundlage für Immobilien gab, und die Besteuerung auf Immobilienvermögen im Verleich ZU NIEDRIG war.
Mit der Grundsteuerreform gibt es den Sachverhalt nicht mehr, oder? -
Da ich die Diskussion schon ein bisschen gelesen habe:
In die Richtung bewegen ist gut. Ob 1% oder 4% ist erstmal Nebensache.
Irgendwo gab es eine Umfrage, dass sogar die Unionsmitglieder eher für eine Vermögenssteuer sind. Dazu mal Frage an die Juristin: ausgesetzt wurde sie, weil es keine aktuelle Bemessungsgrundlage für Immobilien gab, und die Besteuerung auf Immobilienvermögen im Verleich ZU NIEDRIG war.
Mit der Grundsteuerreform gibt es den Sachverhalt nicht mehr, oder?@AwetTesfaiesus
Der andere Knackpunkt woran sowas scheitert: wofür das Geld ausgegeben werden soll. Und dann kommt man bei Konservativen gerne zu “keinen aufgeblasenen Staat” oder so.
Kann man da nicht mal mit “Leistung muss sich wieder lohnen” einen Slogan klauen, und für das Geld aus einer Vermögensbesteuerung nur und ausschliesslich eine Steuersenkung auf Arbeit (gerne teils mit Erhöhung der Werbungskostenpauschale zum Bürokratieabbau) durchsetzen?
Plus noch was für Handwerker? -
@AwetTesfaiesus
Der andere Knackpunkt woran sowas scheitert: wofür das Geld ausgegeben werden soll. Und dann kommt man bei Konservativen gerne zu “keinen aufgeblasenen Staat” oder so.
Kann man da nicht mal mit “Leistung muss sich wieder lohnen” einen Slogan klauen, und für das Geld aus einer Vermögensbesteuerung nur und ausschliesslich eine Steuersenkung auf Arbeit (gerne teils mit Erhöhung der Werbungskostenpauschale zum Bürokratieabbau) durchsetzen?
Plus noch was für Handwerker?@Gormfull mir fiele da viel ein: Bildung, Klimaresilienz, ein Rentensystem, für das man sich nicht schämen muss, oder: Steuern auf Arbeit senken. Aber ökonomisch positiv wäre schon, die Steuer überhaupt zu haben.
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@AwetTesfaiesus
Der andere Knackpunkt woran sowas scheitert: wofür das Geld ausgegeben werden soll. Und dann kommt man bei Konservativen gerne zu “keinen aufgeblasenen Staat” oder so.
Kann man da nicht mal mit “Leistung muss sich wieder lohnen” einen Slogan klauen, und für das Geld aus einer Vermögensbesteuerung nur und ausschliesslich eine Steuersenkung auf Arbeit (gerne teils mit Erhöhung der Werbungskostenpauschale zum Bürokratieabbau) durchsetzen?
Plus noch was für Handwerker?@Gormfull Das Üblen ist doch überhaupt. Was in aller Welt treibt eine Seele den Armen, den Dreck unter den Fingernägeln nicht zu gönnen? Was treibt die ICE-Menschen und Trump-Typen in Amerika an. Menschenverachtung als Programm?
Vermutlich sind wir am Ende doch alle mehr oder weniger Minikapitalisten und wollen es nur nicht wahr haben.
@Awet Tesfaiesus, MdB -
Da ich die Diskussion schon ein bisschen gelesen habe:
In die Richtung bewegen ist gut. Ob 1% oder 4% ist erstmal Nebensache.
Irgendwo gab es eine Umfrage, dass sogar die Unionsmitglieder eher für eine Vermögenssteuer sind. Dazu mal Frage an die Juristin: ausgesetzt wurde sie, weil es keine aktuelle Bemessungsgrundlage für Immobilien gab, und die Besteuerung auf Immobilienvermögen im Verleich ZU NIEDRIG war.
Mit der Grundsteuerreform gibt es den Sachverhalt nicht mehr, oder?@Gormfull fragst du nach Grund, Anlass oder Vorwand? Leider kein Rumesblatt aus Karlsruhe (Böckenförde hate Recht, bezweifele, dass das nochmal so gefällt würde).
https://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensteuer_(Deutschland)