All watched over by #MachinesOfLovingGrace?
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@AwetTesfaiesus auf jeden Fall, wobei das leider nur sehr eingeschränkt geht.
Ein Recht auf menschliche Überprüfung einer KI Entscheidung ist IMHO das mindeste, ein Recht auf Leben, das nicht strukturell von KI abhängt, wäre wünschenswert.
Ein Recht auf Leben in dem eine Interaktion mit KI nicht erzwungen wird, adressiert IMHO vor allem ein Gefühl, löst aber kein Problem, wenn im Hintergrund doch wieder alles über KI läuft. Das Siegel kommt stark auf die Umsetzung an.
1/n
@weddige @AwetTesfaiesus Menschliche Überprüfung? Die „Technik“ fand am 6.1., dass mein Facebook-Profil Fake ist. Menschliche Überprüfung? Wird versprochen, bislang aber noch nichts zu sehen. Zudem ist meine Erfahrung mit solchen Menschen, die für derartige Konzerne Überprüfungen machen, keineswegs gut: das sind schlecht bezahlte Click-Worker, die im Akkord arbeiten. Zudem ist das die letzte Instanz. Gut, mein Facebook-Account ist nicht so wichtig. Aber ich warne davor, Menschen ganz generell für klug zu halten. Es gibt genügend Leute, die das nicht sind, oder deren Anreize gar nicht vorsehen, dass sie intelligente Entscheidungen treffen.
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@ASBFreiburg Das weiß ich und ich habe bewußt weit gefragt.
Wenn ich die Richtervereinigung richtig höre ist ja schon der Einsatz von Webformularen KI.
Und "das ist nicht gemeint" sage ich explizit nicht. Aber auch bei der OCR finde ich das schon problematisch.
Es geht mir (auch) um die extreme Bedeutung: Gibt es ein Recht auf Existenz in einem Gemeinwesen (Staat), ohne mit KI in Interaktion treten zu müssen oder zum Gegenstand (Objekt) von KI gemacht zu werden?
@AwetTesfaiesus Vielleicht denke ich zu informationstechnisch und zu wenig juristisch: Maschinelles Lernen ist für mich zunächst einmal ein Programmierparadigma: Um ein bestimmtes Problem zu lösen, wähle ich dann die Option KI (also ein Training mit Lerndaten), wenn diese einer klassisch-prozeduralen Programmierung überlegen ist. Noch mal das Beispiel OCR: Frühe Texterkennungssystem hatten versucht, mit Hilfe von prozeduralem Code zu beschreiben, wie ein "X" oder ein "U" aussieht. Die Fehlerquote war dabei aber viel höher als bei den Ansätzen, die mit Trainingsdaten gearbeitet haben und den Computer "selbst" herausfinden ließen, was ein "X" und was ein "U" ist. Bei anderen Problemstellungen ist es genau umgekehrt: Lernalgorithmen liefern deutlich schlechtere Ergebnisse als klassisch prozedurale. KI oder nicht KI ist informationstechnisch keine Grundsatzfrage, sondern eine pragmatische Entscheidung.
Worauf ich hinauswill: Wenn wir das als Grundrechtsfrage diskutieren wollen, dann wäre letztlich die Forderung konsequent, das Recht auf ein Leben ohne elektronische Datenverarbeitung zu fordern. Tatsächlich gab es diese Diskussion in den 80er Jahren anlässlich der Debatten um die Volkszählung bzw. deren Boykott (wir haben da einen sehr interessanten Bestand bei uns im Archiv). Aber dieser Zug ist meines Erachtens abgefahren.
Das heißt nicht, dass es sich nicht lohnen würde, sich noch mal die Debatten aus den 80er Jahren anzuschauen. Ich habe das neulich anlässlich eines Rechercheauftrags gemacht und war positiv überrascht, wie viel Substanz die damaligen Kritiken zum Teil hatten - damals hatte ich das als junger Informatikstudent als bloße Maschinenstürmerei abgetan. -
@falk Meinst Du das wirklich so, oder ist das ein Mäßigungsreflex? Advocata Diaboli: Alkoholkonsum lehren wir ja in der Schule auch nicht aktiv.
@AwetTesfaiesus Ich meine das wirklich so, weil wir gerade in diesem Bereich ein massives (!) Bildungsproblem haben und das durch ignorieren des Themas nicht besser wird.
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@weddige @AwetTesfaiesus Menschliche Überprüfung? Die „Technik“ fand am 6.1., dass mein Facebook-Profil Fake ist. Menschliche Überprüfung? Wird versprochen, bislang aber noch nichts zu sehen. Zudem ist meine Erfahrung mit solchen Menschen, die für derartige Konzerne Überprüfungen machen, keineswegs gut: das sind schlecht bezahlte Click-Worker, die im Akkord arbeiten. Zudem ist das die letzte Instanz. Gut, mein Facebook-Account ist nicht so wichtig. Aber ich warne davor, Menschen ganz generell für klug zu halten. Es gibt genügend Leute, die das nicht sind, oder deren Anreize gar nicht vorsehen, dass sie intelligente Entscheidungen treffen.
@forthy42 staatlicher Kontext?
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@AwetTesfaiesus Ich meine das wirklich so, weil wir gerade in diesem Bereich ein massives (!) Bildungsproblem haben und das durch ignorieren des Themas nicht besser wird.
@falk Quasi wie Schwimmunterricht?
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@falk Quasi wie Schwimmunterricht?
@AwetTesfaiesus Guter Vergleich. Obwohl: eigentlich nicht. Schwimmunterricht ist thematisch recht klar abgrenzbar. Bie KI geht es vielmehr um den allgemeinen/übergreifenden Kompetenzaufbau bzgl. der KI-Nutzung in allen relevanten Bereichen, sozusagen ein Meta-Skill.
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@forthy42 staatlicher Kontext?
@AwetTesfaiesus Naja, ich vermute schon stark, dass ich da Kommentare geschrieben habe, die mir eine Einreise in die USA unmöglich machen werden, ist ja aktuell kaum zu vermeiden ;-). Aber in der Sperre war nicht von „mit Kommentar X haben Sie gegen unsere Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen“ die Rede, sondern davon, dass mein Profil angeblich nicht „authentisch“ sei.
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Was hat KI mit Intelligenz zu tun - nichts! Also ist sie lediglich ein Versuch, Nutzer tiefgreifend zu beeinflussen. Und aus diesen Gründen wird sie von Tech Riesen und Autokraten (die immer nur das Beste wollen: den Menschen selbst) gefordert und gefördert.
Und, wir sind Jahrtausende ohne diese Technologien ausgekommen. Hätte homo sapiens sie benötigt, hätte die Natur reagiert.Wenn eines Taages eine KI gestützte Auswertung deiner Röntenbilder hilft einen Tumor rechtzeitig zu erkennen, so das er noch bekämpft werden kann?
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Wenn eines Taages eine KI gestützte Auswertung deiner Röntenbilder hilft einen Tumor rechtzeitig zu erkennen, so das er noch bekämpft werden kann?
Die Auswertung hilft auch nichts wenn ich auf die Straße trete und überfahren werden. Welche Wahrscheinlichkeit ist jetzt wahrscheinlicher?
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@kaibojens @torsten Kannst Du darlegen, woran Du diese Unterscheidung konkret fest machst?
Nehmen wir etwas ungefährliches:
Sagen wir, Dein Antrag auf Ausnahmeparkerlaubnis wird von der KI gewürdigt und beschieden.
Oder Deine Zulassung zu einem Erlaubnispflichtigen Beruf.
Oder die Studienplatzvergabe.
Oder die Anerkennung von Bestimmten Kosten als 'außergewöhnliche Belastung' bei der Einkommensteuer.
@AwetTesfaiesus@mastodon.social @kaibojens@gruene.social @torsten@libranet.de
@coastGNU@federation.network
In allen diese Fälle sollte ein Vorher/Nachher Monitoring statt finden. Gerade solch ein Monitoring ist übrigens eine hervorragende Aufgabe für ne KI.
In den Fällen, und nur in denen, in denen es zu einer Verbesserung führt kann KI bleiben. Nach einiger Zeit wird as Monitoring wiederholt.
Im Prinzip ein KI-TÜV.
\*Steuern\*
Was die Steuern angeht, gerade da kann KI ein mächtiges Werkzeug sein Steuerhinterziehung zu verhindern. Ich denke durchaus genügend Geld, ausreichend für für ein bedingungsloses Grundeinkommen. -
Ich wüsste gern von Euch:
️ Brauchen wir dasselbe für KI?Ich denke nämlich, es ist absehbar, dass KI sehr schnell in alle Lebensbereiche diffundieren wird.
Es sind sicher mehrere Modelle denkbar. Z.B. drängt sich m.E. auf:
1. Ein Recht auf Leben, das nicht strukturell von KI abhängt
2. Ein Recht auf Leben in dem eine Interaktion mit KI (Staat/Privat) nicht erzwungen wird
3. Ein Recht auf menschliche Überprüfung einer KI Entscheidung.
4. Sigel für KI-freie Produkte/Dienstleistungen?
2/3@AwetTesfaiesus Ja. Am Besten gleich "Ein Recht auf Leben ohne Digitalisierung (und damit In-Gefahr-bringen) der eigenen Daten"
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@WolGus nochmal advocata diaboli: Kernfusion steuern, Ernten, Wasserverbrauch, Verkehrsströme optimieren. Deine Steuererklärung optimieren. Deinen verstorbenen Partner simulieren.
An Verheißungen ist ja wahrlich kein Mangel.
Gerade frisch reingekommen und wir stehen ja noch weit, weit vorn am Anfang der Entwicklung...
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@AwetTesfaiesus Ja. Am Besten gleich "Ein Recht auf Leben ohne Digitalisierung (und damit In-Gefahr-bringen) der eigenen Daten"
@max Ironie?
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@AwetTesfaiesus Naja, ich vermute schon stark, dass ich da Kommentare geschrieben habe, die mir eine Einreise in die USA unmöglich machen werden, ist ja aktuell kaum zu vermeiden ;-). Aber in der Sperre war nicht von „mit Kommentar X haben Sie gegen unsere Gemeinschaftsrichtlinien verstoßen“ die Rede, sondern davon, dass mein Profil angeblich nicht „authentisch“ sei.
@forthy42 du bist kein Bot?
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@forthy42 du bist kein Bot?
@AwetTesfaiesus Als Beweis, dass man ein Bot ist, muss man heutzutage einige Bikini-Mädchen posten.
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All watched over by #MachinesOfLovingGrace? Mich würde Eure Meinung sehr interessieren:
Der Schutz von “anderen“ Lebensentwürfen war mE immer grüner Kernbestand. Es war immer grün, bestimmte intrusive Technologien für Menschen mindestens optional zu halten; z.B. Leben ohne Atomenergie, Atomwaffenfreie Zonen, Leben ohne GMO/Gentechnik, ohne Auto.
Es war mE Teil des Grünen Grund-Konsens, zumindest für Optionalität zu sein. Die Grünen in
haben sich sogar so genannt (anders gaan leven).
1/3@AwetTesfaiesus komplexes thema. jedenfalls bin ich grundsätzlich für ein recht auf analoges leben, aber das ist generell eher thema "digitalisierung". objekt von KI wird mensch zb über gesichtserkennung, das ist für mich aber ein überwachungs/datenschutz-thema und weniger eins der ablehnung von KI. oder in Ö, wo die physische autobahnvignette nächstes jahr abgeschafft wird, womit mensch implizit die genehmigung zur kennzeichenerfassung gibt -- wieder datenschutzthema, wie wird sichergestellt,/
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@AwetTesfaiesus komplexes thema. jedenfalls bin ich grundsätzlich für ein recht auf analoges leben, aber das ist generell eher thema "digitalisierung". objekt von KI wird mensch zb über gesichtserkennung, das ist für mich aber ein überwachungs/datenschutz-thema und weniger eins der ablehnung von KI. oder in Ö, wo die physische autobahnvignette nächstes jahr abgeschafft wird, womit mensch implizit die genehmigung zur kennzeichenerfassung gibt -- wieder datenschutzthema, wie wird sichergestellt,/
@AwetTesfaiesus daß das niemals weiter genutzt wird als ursprünglich intendiert?
in sachen verwaltung: entweder ein verfahren ist so klar strukturiert, daß es mit einem klassischen (wenn/dann) algorithmus abzuarbeiten geht, oder es braucht eh menschliche entscheidungen. hier ist das große problemfeld, daß bei KI-"unterstützung" der kontrollierende mensch abstumpft, mehr arbeitsdruck bekommt, und schlußendlich alles abnickt. und: wer hat schlußendlich die verantwortung?
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@AwetTesfaiesus daß das niemals weiter genutzt wird als ursprünglich intendiert?
in sachen verwaltung: entweder ein verfahren ist so klar strukturiert, daß es mit einem klassischen (wenn/dann) algorithmus abzuarbeiten geht, oder es braucht eh menschliche entscheidungen. hier ist das große problemfeld, daß bei KI-"unterstützung" der kontrollierende mensch abstumpft, mehr arbeitsdruck bekommt, und schlußendlich alles abnickt. und: wer hat schlußendlich die verantwortung?
@AwetTesfaiesus in sachen wirtschaft: da sind chatbots ja nur eine erweiterung der (bedauernswerten) menschen in den callcentern, die dir im zweifelsfall genausowenig weiterhelfen können. das grundproblem ist das abwimmelnwollen von kunden, nicht die KI.
daß meine erzeugnisse (egal wie künstlerisch qualifiziert) nicht als trainingsmaterial verwendet werden dürfen ohne meine ausdrückliche zustimmung, das wär eine der einfachen gesetzlich umsetzbaren schutzmaßnahmen.
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@max Ironie?
@AwetTesfaiesus @max nein, keine Ironie. Digital courage fordert ein Grundrecht auf analoges Leben.
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@max Ironie?
@AwetTesfaiesus
Absolut nicht. Da es keinen Weg gibt Daten wirklich sicher zu speichern und auszutauschen, müssen wir das Recht haben selber zu entscheiden, welche der eigenen Daten gesammelt und aufgezeichnet werden.