Lieber Spiegel, Ihr habt es wahrscheinlich nicht so gemeint, aber: Wenn eine Regierungschefin auf Annexionsdrohungen einer Supermacht reagiert, "empört" sie sich nicht.
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@aufreger Das ist OK, das ist indirekte Rede, die wird mit dem Konjunktiv realisiert.
Wird allerdings leider inzwischen so selten genutzt, so dass mans schnell mit nem Konjunktiv in der Verwendung als Möglichkeitsform verwechseln kann.
@svenscholz Nein, indirekte Rede macht man mit Konjunktiv 1: "habe kein Recht"
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@svenscholz Nein, indirekte Rede macht man mit Konjunktiv 1: "habe kein Recht"
@MBrandtner Ja, wäre korrekter, wird aber seit längerem schon auch oft mit K II gebildet, so dass auch der K II inzwischen vom Duden als Möglichkeit für die Bildung der IR anerkannt ist. Bzw. dieser für IR einfach nur "den Konjunktiv" anführt.
"[...] Der Konjunktiv zeigt an, dass eine fremde Äußerung wiedergegeben wird (indirekte Rede):
Sie sagt, sie habe / hätte keine Zeit.
[...]" -
@MBrandtner Ja, wäre korrekter, wird aber seit längerem schon auch oft mit K II gebildet, so dass auch der K II inzwischen vom Duden als Möglichkeit für die Bildung der IR anerkannt ist. Bzw. dieser für IR einfach nur "den Konjunktiv" anführt.
"[...] Der Konjunktiv zeigt an, dass eine fremde Äußerung wiedergegeben wird (indirekte Rede):
Sie sagt, sie habe / hätte keine Zeit.
[...]"Opa erzählt vom Krieg: Ich hab das noch so gelernt, dass Konjunktiv II nur genutzt werden sollte, wenn man sich vom Gesagten distanzieren möchte. "Er sagte, er hätte keine Hausaufgaben auf, aber das glaubte ich nicht". Es wäre ein Verlust, wenn diese Differenzierung heute nicht mehr üblich sein sollte.
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Lieber Spiegel, Ihr habt es wahrscheinlich nicht so gemeint, aber: Wenn eine Regierungschefin auf Annexionsdrohungen einer Supermacht reagiert, "empört" sie sich nicht. Sie weist zurück, sie widerspricht, sie stellt klar. Das eine klingt nach Kontrollverlust, das andere nach Staatsräson.
@LorenzMeyer Männer stellen klar. Frauen empören sich. Männer setzen sich durch. Frauen sind hysterisch. Herr Meyer, wirklich mal. Journalistisches Grundwissen!
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Opa erzählt vom Krieg: Ich hab das noch so gelernt, dass Konjunktiv II nur genutzt werden sollte, wenn man sich vom Gesagten distanzieren möchte. "Er sagte, er hätte keine Hausaufgaben auf, aber das glaubte ich nicht". Es wäre ein Verlust, wenn diese Differenzierung heute nicht mehr üblich sein sollte.
@MBrandtner Ich auch. Aber da ich u.a. seit Jahren auch immer mal Korrektur lesen muss, ist mir sehr bewusst, dass sich Dinge über die Zeit verändern und schaue deshalb lieber öfters mal im Duden nach ob Sachen, die ich gelernt habe, heute noch gültig sind - wobei ich bei dir bin, es sind da einige Nuancen verloren gegangen über die Zeit.
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@MBrandtner Ich auch. Aber da ich u.a. seit Jahren auch immer mal Korrektur lesen muss, ist mir sehr bewusst, dass sich Dinge über die Zeit verändern und schaue deshalb lieber öfters mal im Duden nach ob Sachen, die ich gelernt habe, heute noch gültig sind - wobei ich bei dir bin, es sind da einige Nuancen verloren gegangen über die Zeit.
@svenscholz @MBrandtner @aufreger
Da der Konjunktiv I hier identisch zum Indikativ ist ("haben"), wird er ausnahmsweise durch den Konjunktiv II ersetzt. Die Verwendung von "hätten" ist also korrekt. https://www.belleslettres.eu/content/konjunktiv/konjunktiv.php#aussagesatz -
Lieber Spiegel, Ihr habt es wahrscheinlich nicht so gemeint, aber: Wenn eine Regierungschefin auf Annexionsdrohungen einer Supermacht reagiert, "empört" sie sich nicht. Sie weist zurück, sie widerspricht, sie stellt klar. Das eine klingt nach Kontrollverlust, das andere nach Staatsräson.
@LorenzMeyer Ziemlich sicher haben die es so gemeint!

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Lieber Spiegel, Ihr habt es wahrscheinlich nicht so gemeint, aber: Wenn eine Regierungschefin auf Annexionsdrohungen einer Supermacht reagiert, "empört" sie sich nicht. Sie weist zurück, sie widerspricht, sie stellt klar. Das eine klingt nach Kontrollverlust, das andere nach Staatsräson.
@LorenzMeyer
Aber Frauen reagieren doch immer so emotional. Das ist ja auch das was wir wirklichen Männer an ihnen lieben. </ironie> -
@LorenzMeyer Männer stellen klar. Frauen empören sich. Männer setzen sich durch. Frauen sind hysterisch. Herr Meyer, wirklich mal. Journalistisches Grundwissen!
@TravellingStar @LorenzMeyer
War mein Gedanke. -
@LorenzMeyer wunderte mich neulich schon wie sie die Entführung Maduros als geniale Militäraktion abgefeiert haben, die so halt nur die USA kann.
@TruthMattersww @LorenzMeyer
Sind halt echte Teufelskerle, so diese Special special forces. Nur die besten, der besten, der besten. -
@svenscholz @MBrandtner @aufreger
Da der Konjunktiv I hier identisch zum Indikativ ist ("haben"), wird er ausnahmsweise durch den Konjunktiv II ersetzt. Die Verwendung von "hätten" ist also korrekt. https://www.belleslettres.eu/content/konjunktiv/konjunktiv.php#aussagesatz@Thumas Stimmt, ich übersah den für Ländernamen ungewöhnlichen Plural von "Vereinigte Staaten"
, insoweit, ja, wäre das auch "früher"TM korrekt gewesen.Nichtsdestotrotz dürfte man - laut Duden - inzwischen auch im Singular "Amerika hätte kein Recht dazu, sagte sie" schreiben anstatt "Amerika habe kein Recht dazu, sagte sie". Was ich bedauerlich finde, but here we are
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@LorenzMeyer Männer stellen klar. Frauen empören sich. Männer setzen sich durch. Frauen sind hysterisch. Herr Meyer, wirklich mal. Journalistisches Grundwissen!
Psst ... Ich hab mehr hysterische Männer als Frauen erlebt. Die tarnen sich nur oft als Introvertierte.
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Lieber Spiegel, Ihr habt es wahrscheinlich nicht so gemeint, aber: Wenn eine Regierungschefin auf Annexionsdrohungen einer Supermacht reagiert, "empört" sie sich nicht. Sie weist zurück, sie widerspricht, sie stellt klar. Das eine klingt nach Kontrollverlust, das andere nach Staatsräson.
@LorenzMeyer Wenn man USA und Trump hörig ist, dann kann und muss #Spiegel die Formulierung empört verwenden.
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Lieber Spiegel, Ihr habt es wahrscheinlich nicht so gemeint, aber: Wenn eine Regierungschefin auf Annexionsdrohungen einer Supermacht reagiert, "empört" sie sich nicht. Sie weist zurück, sie widerspricht, sie stellt klar. Das eine klingt nach Kontrollverlust, das andere nach Staatsräson.
@LorenzMeyer warum Medien mit Schuld an der Rückkehr der Autokraten sind, Folge 714. Und diese Zahl ist die Untertreibung des Jahrhunderts.
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Lieber Spiegel, Ihr habt es wahrscheinlich nicht so gemeint, aber: Wenn eine Regierungschefin auf Annexionsdrohungen einer Supermacht reagiert, "empört" sie sich nicht. Sie weist zurück, sie widerspricht, sie stellt klar. Das eine klingt nach Kontrollverlust, das andere nach Staatsräson.
@LorenzMeyer
Der Spiegel geht manchmal in der Beliebigkeit unter. Das muss wegen dieser Konkurrenzfähigkeit sein, hier auch immer mehr immer weniger talentierte Journalisten zu beschäftigen. Ich bin schon wieder kurz davor, den Laden nicht mehr zu sponsern. Hans auch schon zweimal durchgezogen
Und fall e jedes Mal wieder auf die Marke deib, die ich mal kannte. -
@Thumas Stimmt, ich übersah den für Ländernamen ungewöhnlichen Plural von "Vereinigte Staaten"
, insoweit, ja, wäre das auch "früher"TM korrekt gewesen.Nichtsdestotrotz dürfte man - laut Duden - inzwischen auch im Singular "Amerika hätte kein Recht dazu, sagte sie" schreiben anstatt "Amerika habe kein Recht dazu, sagte sie". Was ich bedauerlich finde, but here we are
@svenscholz @Thumas @MBrandtner
Die grammatischen Feinheiten sind echt faszinierend.
Ich weiß ja nun nicht, wie der ganze Artikel so ist, aber man hätte auch als Schreiber den rechtlichen Fakt in den Vordergrund stellen können:Sie verweist darauf, dass die Vereinigten Staaten kein Recht darauf haben.
Oder so...
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@svenscholz @Thumas @MBrandtner
Die grammatischen Feinheiten sind echt faszinierend.
Ich weiß ja nun nicht, wie der ganze Artikel so ist, aber man hätte auch als Schreiber den rechtlichen Fakt in den Vordergrund stellen können:Sie verweist darauf, dass die Vereinigten Staaten kein Recht darauf haben.
Oder so...
@aufreger Ja, das Problem mit den Medien ist weniger, ob sie indirekte Rede korrekt verwenden oder nicht, sondern der "He said - she said"-Journalismus, der "vergisst", das Gesagte einzuordnen. Es gibt da nicht umsonst dieses Zitat, das sagt, dass ein Journalismus seinen Job nicht mache, wenn er nur erzählt, dass jemand sagt es regne und jemand anderes sagt, die Sonne scheine, aber nicht mehr selbst mal zum Fenster geht und nachsieht, wie das Wetter draußen tatsächlich ist.
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Lieber Spiegel, Ihr habt es wahrscheinlich nicht so gemeint, aber: Wenn eine Regierungschefin auf Annexionsdrohungen einer Supermacht reagiert, "empört" sie sich nicht. Sie weist zurück, sie widerspricht, sie stellt klar. Das eine klingt nach Kontrollverlust, das andere nach Staatsräson.
@LorenzMeyer@mastodon.social
darüber hinaus ist das auch noch unterschwellig misogyn, imho.