@leyrer Die sehr inklusiven Nordics haben auch relativ wenige Menschen mit relativ vielen Sprachen. Im Gegenzug sprechen über 150 Millionen Menschen weltweit Deutsch. Wie gesagt, der Markt ist ein völlig anderer. Und Kinderfilme werden zum Beispiel auch in Skandinavien gern synchronisiert.
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Die deutschen Synchronsprecher:innen bestreiken Netflix. -
Die deutschen Synchronsprecher:innen bestreiken Netflix.@leyrer Vielleicht kommt der Großteil der Welt auch einfach ohne aus, weil andere Filme geschaut werden und/oder der Markt nicht groß genug ist. Ja, meine rumänische beste Freundin ist mit englischen Filmen und Untertiteln groß geworden. Aber Synchronisationen ins Russische, Französische, Spanische oder Portugiesische sind, soweit ich weiß, ebenso ziemlich gängig. Der deutschsprachige Raum ist hier nicht allein.
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Die deutschen Synchronsprecher:innen bestreiken Netflix.@leyrer Klar würden wir als Gesellschaft ohne auskommen. Wir würden ein paar Menschen auf der Strecke lassen, wie Analphabeten oder blinde Menschen oder Menschen, die sich von Untertiteln gestört fühlen, weil sie die Immersion kaputtmachen. Das allein sind für mich mehr als genug Gründe, das zu belassen.
Aber der einfachste ist für mich: Menschen scheinen es zu bevorzugen, also können wir es ihnen doch einfach lassen, solange es zusätzlich auch noch Vorstellungen im O-Ton für uns gibt.
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Die deutschen Synchronsprecher:innen bestreiken Netflix.@leyrer Das letzte Statement finde ich etwas kurz gedacht. Ich schaue Filme auch lieber im O-Ton, aber Synchronisation macht Filme völlig neuen Menschenkreisen zugänglich und ist auch durch Untertitel nicht gleichwertig zu ersetzen.
Und das meine ich bezogen auf Spielfilme. Spätestens bei animierten Filmen sehe ich absolut keinen Grund, die Dialoge nicht in so vielen Sprachen wie möglich einzusprechen. Das ändert dann ja nicht mal was an der Abmischung oder "klaut" irgendwem die eigene Stimme.