Das hier ist die Nordsee.
Es ist nicht mehr die Nordsee Eurer Kindheit, als ihr 1976 bei St. Peter-Ording am Strand Eure Strandburgen gebaut habt. Es ist eine Karte von 2026, 50 Jahre später.
Es ist auch nicht die Nordsee der Strandburgen, sondern eine Karte der hohen See, weit draußen zwischen England und den Niederlanden, Deutschland und Dänemark.
Die grauen Flächen sind "Windenergie-Suchgebiete". Schon bald wird dort, so sich ein Entwickler findet, eine Windfarm stehen.
Die bunten Flecken sind bereits ausgebaute Windfarmen.
Das Grüne in der 2. Karte zum Beispiel sehe ich am Horizon, wenn ich Sonntags in Bloemendal aan Zee uitwaaie und das Wetter gut ist.
Was da draußen steht sind https://www.siemensgamesa.com/global/en/home.html#-Offshore-tab-1 Siemens Gamesa oder ähnliche Anlagen.
Ein so ein winziges Teil, das ich am Horizont erkennen kann, hat einen Rotorblatt-Durchmesser von mehr als 200 Metern und eine Nennleistung je nach Modell von 10 bis 15 MW.
Die Physik hier spielt Größe in die Hände: In der Ertragsgleichung geht der Rotorblatt-Durchmesser mit der 3. Potenz in den Ertrag ein. Eine SG15-236 (15 MW, 236m Rotordurchmesser) steht gleich 30% besser da als eine SG 11-200.
Wir haben eine fossile Energieindustrie, die die westliche Welt seit 150 Jahren bedient und jetzt im Würgegriff hat.
Man kann sich politisch oder mit Gewalt gegen die Energiewende stemmen, so wie wir das gerade in den USA und auch in Deutschland beobachten – aber das ist sinnlos. Der Kapitalismus selbst zeigt gerade HART in Richtung Wind und Sonne. Und auch eine gekaufte Ministerin wird das nur marginal verzögern.