@mschfr Also nur um zu illustrieren, was ich mit "Kosten" meine: Ich musste damals meinen Antrag vier mal stellen, weil das Amt mir jedes mal einzeln mitgeteilt hat, dass noch ein Dokument fehlt. Ich halte es für ein sehr plausibles Modell, dass das abschreckt und Leute nach Versuch 2 oder 3 aufgeben. Das ist ja nicht eigentlich ein Informationsproblem, sondern mich müssen Leute in meinem Umfeld unterstützen, dran zu bleiben und das trotzdem durchzuziehen. Und das, glaube ich, passiert zu wenig.
bpaassen@bildung.social
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög? -
Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?@FrauRettich @mschfr Das wundert mich, weil Bafög-Darlehen eigtl. zinslos sind. In welchem Kontext ist das?
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?@mschfr Ich würde gern sehen, dass um das Bafög herum (wieder) mehr soziale Organisation und Struktur entsteht. Dass dann die Anträge steigen und wieder mehr Geld fließt. Und dass daraus auch wieder mehr politisches Momentum für die Verbesserung des Bafög entsteht - weil mehr Menschen davon wissen und dafür kämpfen.
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?@mschfr Die "Kosten" des Antrags zu senken würde immerhin das Geld, das man noch bekommen kann, fließen lassen, was den Lebensstandard vieler Studierender verbessern würde (aus meiner Sicht). Das gilt insbesondere für Personen, die statt Bafög einen Studienkredit annehmen, was ja deutlich schlechtere Konditionen sind.
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?@mschfr Aber wir haben solche Phänomene ja dauernd im Sozialsystem. Sozialleistungen werden andauernd nicht abgerufen, obwohl ein Anspruch formal bestünde. Oft u.a. deshalb, weil der Aufwand zum Erhalt der Leistungen zu hoch ist/als zu hoch eingeschätzt wird im Verhältnis zum Nutzen. Angewendet auf diesen Fall: Ich krieg eh nicht viel, wenn meine Eltern beide arbeiten, dann brauch ich mir die Mühe auch nicht machen.
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?@mschfr Das bestreite ich nicht. Allerdings denke ich schon, dass 1) viele Haushalte unter diesem Doppelverdienereinkommen liegen und 2) auch ein Satz von 253 EUR im Monat noch viel hilft - nicht genug, alles richtig, ich kritisiere das auch, aber das Instrument an sich ist ja ein gutes und sollten wir nutzen.
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?@mschfr Und ich will gar nicht sagen, dass die Studierenden selbst schuld seien oder so. Mir geht es ja gerade darum, gute Beratungs- und Unterstützungsstrukturen aufzubauen, damit der Antrag wieder selbstverständlich und schaffbar wird (noch besser wäre die staatliche Vereinfachung, ohne Frage).
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?@mschfr Deshalb finde ich ja den Anteil an den Anspruchsberechtigten interessant. Anscheinend gibt es ja viele, die formal anspruchsberechtigt wären. Die Anträge sind halt unglaublich eingebrochen. Der Spiegel schreibt davon, dass ca. 70% der Anspruchsberechtigten gar nicht erst einen Antrag stellen.
Dass tatsächlich die Chancen schlechter sind ist sicher auch wahr. Aber wichtiger scheint zu sein, dass viele ihren Anspruch unterschätzen.
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?Hier ist ein ganz konkreter Ansatzpunkt für die Verbesserung des Lebensstandards vieler Studierender: Unterstützt Menschen in eurem Umfeld, Bafög zu beantragen. Noch haben wir dieses System. Wir sollten es nicht ganz sterben lassen. (10/10)
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?Und so kann sich die Gefördertenquote ganz ohne politische Aktivität, bloß durch Nichtstun, halbieren. Für die Politik bequem: Man kann sogar für das Bafög eingeplante Mittel verfallen lassen. (9/10)
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?Das Bafög wurde nie formal abgeschafft. Es wurde sogar ausgebaut. Aber studentische Beratungsstrukturen um und soziale Anerkennung für das Bafög sowie Wissenstransfer zwischen Studierendengenerationen ist anscheinend erodiert. (8/10)
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?Nun ließe sich viel sagen über die politischen Kräfte, die das Bafög ohnehin lange loswerden wollten. Vor allem aber zeigt der Niedergang des Bafög für mich, wie leicht es ist, sozialpolitische Errungenschaften zu verlieren. (7/10)
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?Wer aber gut beraten wird hat auch wesentlich ausgeprägteren Willen, zu beantragen. Statt das aber als Anlass für gute Beratung zu nehmen wird, wie so häufig, auf KI-Chatbots gesetzt. (6/10)
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?Aber unter Studierenden ist das Bafög anscheinend wenig bekannt und Fehlinformatioenn grassieren; ebenso wird die Bürokratie gefürchtet (was ich verstehen kann; das war kein Spaß damals). (5/10)
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?Dabei liegt es nicht (nur) an der Höhe. Es gab durchaus Bafög-Erhöhungen im letzten Jahrzehnt und viele könnten eigtl. davon profitieren. (4/10)
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?Nur noch etwa 14.5% der formal Anspruchsberechtigten erhält überhaupt Bafög. 2012 waren es noch 28%. (3/10)
https://www.bafoeg-rechner.de/Hintergrund/art-3087-bafoeg-statistik-2024.php
https://www.bafoeg-rechner.de/Hintergrund/art-2057-21.bafoeg-bericht.php -
Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?Ich habe mir damit die ersten Semester des Studiums finanziert und vielen hat es den Bildungsaufstieg ermöglicht. Aber seit Jahren stirbt das Bafög langsam. (2/10)
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Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög?Wer erinnert sich eigentlich noch an das Bafög? Damit meine ich die staatliche, finanzielle Unterstützung von Ausbildung und Studium für Menschen mit geringem Einkommen/Vermögen. (1/10)